Andreas Wölfers Blog

Baustatik und FEM

Bemessung im Faltwerk

Grundkombination

Will man eine Datei bemessen, so ist dies einfach, solange es sich um eine Bemessung in der Grundkombination handelt.
Bei linearen Berechnungen muss man hier im Regelfall außer dem System und den Lasten (in ihren Lastfälle) nichts weiter einstellen.
Den Rest erledigt das Programm.

Das Programm erzeugt aus den eingegebenen Lastfälle eine "automatische" lineare Überlagerungsregel.
Mit dieser wird dann eine "automatische" Bemessungsgruppe gebildet.
Für diese wird dann die Bemessung durchgeführt.


Außergewöhnlichen Bemessungssituation

Will man eine Bemessung in der außergewöhnlichen Bemessungssituation durchführen,
muss man dem Programm ein wenig unter die Armen greifen:

1. Manuelles Erzeugen einer linearen Überlagerungsregel, die den gewünschten außergewöhnlichen Lastfall enthält.

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2. Manuelles Erzeugen einer Bemessungsgruppe mit der zuvor erstellten linearen Überlagerungsregel. Als Bemessungssituation stellt man hier "außergewöhnlich" ein.

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Man kann natürlich in einer Datei verschiedenen lineare Überlagerungsregeln definieren.
Für jede dieser kann man dann eine Bemessungssituation anlegen.

In meinem Beispiel habe ich eine lineare Überlagerungsregel für die Grundkombination (Grundk) und eine für die außergewöhnliche
Situation (AußerK) angelegt.

USB Verlängerungskabel bis 65 m

Die maximale Kabellänge von USB 2.0 ist auf 5.0 m beschränkt. Will oder muss man größere Wege überbrücken, schaltet man üblicherweise USB-Hubs dazwischen. Diese müssen jedoch alle einzeln mit Strom versorgt werden. Das entstehende Kabelgewirr ist recht unschön und außerdem hat man dann überall diese Hubs herumliegen.

Ich habe vor kurzem eine tolle andere Möglichkeit gefunden, mit der das USB Signal bis zu 65 m übertragen werden kann:

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Bei dieser Lösung werden die Daten einfach über ein normales Netzwerkkabel übertragen. Ein kleiner Transmitter am Anfang und ein Empfänger am Ende des Netzwerkkabels sorgen für die Umwandlung der Daten. Diese Transmitter erhalten ihren Strom über USB und brauchen keine zusätzlichen Netzteile. Eine Einrichtung ist nicht notwendig, da es einfach wie ein normales USB Kabel funktioniert. Bei mir funktioniert das bei einer Länge von knapp 30 m seit mehreren Monaten problemlos.

Ich habe das Verlängerungskabel bei Amazon bestellt und kann diese Lösung sehr empfehlen.

Durchlaufträger als Faltwerk speichern

Nachdem ich heute den Export des Daches in das Faltwerk überarbeitet habe, kam uns die Idee, dass die Funktion auch im Durchlaufträger praktisch wäre. Darum haben wir diese Funktion dort eingebaut.

Mit dieser Funktion kann man nun aus einer Durchlaufträgerdatei eine Faltwerksdatei erstellen, die dann manuell weiter bearbeitet werden kann.

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Ein Dach als Faltwerk berechnen

Die Berechnung der Wind- und Schneebelastung auf ein Dach ist ziemlich aufwendig. Diese aufwendige Berechnung erfolgt im Dachmodul vollautomatisch. Das spart enorm viel Zeit für wichtigere Aufgaben.Mit dem Dachmodul lassen sich viele verschiedene Dachformen berechnen. Dies reicht für die meisten Standardfälle aus.

Manchmal kann das zu berechnende System jedoch nicht mit dem Dachmodul berechnet werden. In diesem Fall müssen sie das Rahmenprogramm bemühen, in dem dann alle Lasten von Hand ermittelt und eingegeben werden müssen. Doch auf für diese Systeme gibt es eine Hilfe im Dachmodul.

Über den Befehl „Als Faltwerk speichern“ aus dem Dateimenu wird eine Faltwerksdatei (Rahmen) erzeugt, die direkt berechnet werden kann. Diese enthält auch schon alle aufbereiteten Lasten. An diesem Grundsystem können sie nun beliebige Änderungen vornehmen.

 

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Die dabei exportieren Lasten hatten bisher alle eine falsche Einwirkungsart. Dies wird mit diesem Update behoben.

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Fundamentnachweise

Das Programm prüft, ob die Voraussetzungen für die vereinfachten Nachweise in Regelfällen nach EN 1997-1, A 6.10.1 erfüllt sind.

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Ist dies nicht der Fall, so werden die Lastfallgruppen angegeben, bei denen diese Voraussetzungen  nicht erfüllt sind.

 

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Update Mauerwerk 7.37

Update Xmau (Mauerwerksberechnung)
In Kürze ist die Version 7.37 von Xmau (Mauerwerksberechnung) verfügbar.

Änderungen
  • Ein Programmfehler, der nach der letzten Korrektur zum Absturz führte, ist beseitigt worden.

 

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Bewehrungsdefinition beim Zustand 2 für Faltwerkselemente

Die eingelegte Bewehrung hat einen großen Einfluss auf die Berechnung der Verformungen im Zustand 2.  Es gibt im Programm verschiedene Arten, diese Bewehrung zu verwenden, die ich in diesem Blog erklären möchte:

Grundbewehrung

Für jedes Faltwerkselement legt der Anwender eine Bewehrungsdefinition fest, die auch für die normale Bemessung benutzt wird. In der Bewehrungsdefinition wird getrennt für oben/unten und x/y eine Grundbewehrung sowie ein Abstand für die eventuell erforderliche zu bemessenden Zulagebewehrung festgelegt. Bei der Berechnung nach Zustand 2 wird die hier definierte Grundbewehrung grundsätzlich angesetzt.

Zulagebewehrung aus Bemessung

Die Bemessung des Faltwerkselementes berechnet zusätzlich zu der Grundbewehrung eine Zulagebewehrung. Diese wird bei der Berechnung nach Zustand 2 ebenfalls angesetzt. Wird kein Verlegebereich definiert, muss man nun nichts weiter für die Berechnung im Zustand 2 unternehmen. Das ist die schnellste Art der Berechnung. Die ermittelten Verformungen werden jedoch ein wenig ungünstig sein, weil im Regelfall ja mehr Bewehrung verlegt wird, als statisch erforderlich ist.  Sollen die Ergebnisse realistischer (und günstiger) werden, muss die tatsächlich eingelegte Bewehrung festgelegt werden. Dies geschieht mit Hilfe der Verlegebereiche.

Zulagebewehrung aus Verlegebereichen

Der Anwender kann beliebige polygonale Verlegebereich mit Matten oder Rundstahl definieren. An Stellen, an denen diese Verlegebereiche definiert sind, wird anstatt der durch die Bemessung berechneten statisch erforderlichen Zulagebewehrung, die in diesen Verlegebereichen definierte Bewehrung angesetzt. Dies führt zu realistischeren Ergebnissen, ist jedoch von der Eingabe her ein wenig aufwändiger.

Sobald ein Verlegebereich definiert wird, so wird in diesem Bereich exakt die hier festgelegte Bewehrung verwendet (Zusätzlich zur Grundbewehrung).

Weiterhin ist über einen Schalter einstellbar, dass das Maximum aus Verlegebereich und statisch erforderlicher Zulagebewehrung verwendet wird.

Die Benutzung diese Option führt zu folgendem Verhalten:

Der Verlegebereich ist nur einer Richtung definiert

Ist diese Option eingeschaltet, wird in der anderen Richtung die statisch erforderliche Bewehrung eingelegt.

Die Bewehrung des Verlegebereiches ist an einigen Stellen geringer als die statisch erforderliche Bewehrung

Ist diese Option eingeschaltet, so wird an jeder Stelle das Maximum aus Verlegebereich und aus der statisch erforderlichen Bewehrung verwendet.

 

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Windbelastung beim Dach

Mit dem Dachprogramm lassen sich zweiseitige und einseitige Dachformen berechnen.

Für die Windbelastung der einseitigen Dachformen wurden bisher die Tabellen für “Pultdächer” verwendet.

In der neuen Version haben wir auch einseitige Dächer aufgenommen, deren Windbeanspruchung nach den Tabellen für “Satteldächer”

berechnet wird.

 

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