Andreas Wölfers Blog

Baustatik und FEM

Bewehrungsdefinition beim Zustand 2 für Faltwerkselemente

Die eingelegte Bewehrung hat einen großen Einfluss auf die Berechnung der Verformungen im Zustand 2.  Es gibt im Programm verschiedene Arten, diese Bewehrung zu verwenden, die ich in diesem Blog erklären möchte:

Grundbewehrung

Für jedes Faltwerkselement legt der Anwender eine Bewehrungsdefinition fest, die auch für die normale Bemessung benutzt wird. In der Bewehrungsdefinition wird getrennt für oben/unten und x/y eine Grundbewehrung sowie ein Abstand für die eventuell erforderliche zu bemessenden Zulagebewehrung festgelegt. Bei der Berechnung nach Zustand 2 wird die hier definierte Grundbewehrung grundsätzlich angesetzt.

Zulagebewehrung aus Bemessung

Die Bemessung des Faltwerkselementes berechnet zusätzlich zu der Grundbewehrung eine Zulagebewehrung. Diese wird bei der Berechnung nach Zustand 2 ebenfalls angesetzt. Wird kein Verlegebereich definiert, muss man nun nichts weiter für die Berechnung im Zustand 2 unternehmen. Das ist die schnellste Art der Berechnung. Die ermittelten Verformungen werden jedoch ein wenig ungünstig sein, weil im Regelfall ja mehr Bewehrung verlegt wird, als statisch erforderlich ist.  Sollen die Ergebnisse realistischer (und günstiger) werden, muss die tatsächlich eingelegte Bewehrung festgelegt werden. Dies geschieht mit Hilfe der Verlegebereiche.

Zulagebewehrung aus Verlegebereichen

Der Anwender kann beliebige polygonale Verlegebereich mit Matten oder Rundstahl definieren. An Stellen, an denen diese Verlegebereiche definiert sind, wird anstatt der durch die Bemessung berechneten statisch erforderlichen Zulagebewehrung, die in diesen Verlegebereichen definierte Bewehrung angesetzt. Dies führt zu realistischeren Ergebnissen, ist jedoch von der Eingabe her ein wenig aufwändiger.

Sobald ein Verlegebereich definiert wird, so wird in diesem Bereich exakt die hier festgelegte Bewehrung verwendet (Zusätzlich zur Grundbewehrung).

Weiterhin ist über einen Schalter einstellbar, dass das Maximum aus Verlegebereich und statisch erforderlicher Zulagebewehrung verwendet wird.

Die Benutzung diese Option führt zu folgendem Verhalten:

Der Verlegebereich ist nur einer Richtung definiert

Ist diese Option eingeschaltet, wird in der anderen Richtung die statisch erforderliche Bewehrung eingelegt.

Die Bewehrung des Verlegebereiches ist an einigen Stellen geringer als die statisch erforderliche Bewehrung

Ist diese Option eingeschaltet, so wird an jeder Stelle das Maximum aus Verlegebereich und aus der statisch erforderlichen Bewehrung verwendet.

 

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Windbelastung beim Dach

Mit dem Dachprogramm lassen sich zweiseitige und einseitige Dachformen berechnen.

Für die Windbelastung der einseitigen Dachformen wurden bisher die Tabellen für “Pultdächer” verwendet.

In der neuen Version haben wir auch einseitige Dächer aufgenommen, deren Windbeanspruchung nach den Tabellen für “Satteldächer”

berechnet wird.

 

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Update Mauerwerk 7.36

In Kürze ist die Version 7.36 von Xmau (Mauerwerksberechnung) verfügbar.

Änderungen
  • Das Programm berechnet nun auch nach dem genauere Verfahren nach DIN EN 1996-1-1.
  • Unbewehrtes Mauerwerk unter vertikaler Belastung wird nachgewiesen.
  • Es werden Querkraftnachweise sowohl für Wandscheiben als auch für Außenwandplatten geführt.
  • Die numerischen Ausgaben wurden stark gerafft.

 

 

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Erweiterte Windlasteingabe im Dach

Vor einiger Zeit haben wir die Windlasteingabe im Dach erheblich vereinfacht.

Die Festlegung der Windlastbereiche inklusiver ihrer Längen musste nicht mehr manuell erfolgen, sondern wurde automatisch vom Programm ermittelt.

Dies war für viele Benutzer eine große Vereinfachung, da man sich dann nicht mehr mit den Bereichen (F,G, usw.) auseinandersetzen musste.

Aber wie es eben immer so istTrauriges Smiley

 

Durch die Automatik hatte man eben gar keinen Einfluss mehr auf die Längen der einzelnen Bereiche. In Spezialfällen ist dies jedoch erforderlich.

Diese Möglichkeit der manuellen Festlegung der Bereiche habe ich nun zusätzlich zu der Automatik in die Eingabe eingebaut.

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Wichtig:

Falls die manuelle Eingabe gewählt wird, so müssen alle vier Längen festlegen werden.

Erforderliche Eingaben bei der Berechnung der Durchbiegung im Zustand 2

Die Berechnung der Durchbiegungen im Zustand 2 ist schon seit einiger Zeit mit den Programmen möglich. Ich möchte an dieser Stelle den prinzipiellen Arbeitsablauf beschreiben.

Definition der Geometrie

a


 

Festlegung der Kriechzahl phi des Faltwerkelementes
kriechzahl


 

Festlegung der Schwinddehung Eps,cs des Faltwerkelementes (bei den Bemessungsparametern)

eps

 

 

Festlegung der Bewehrungsanordnung

Hierüber wird die zu verlegende Grundbewehrung festgelegt.

beweh

 

 

Verlegebereiche für Stäbe und Faltwerkelemente

Hierüber wird die Bewehrung festgelegt, die zusätzlich zur Grundbewehrung berücksichtigt wird. An Stellen, an denen kein Verlegebereich defniert ist, benutzt das Programm die statisch erforderliche Bewehrung.

verl

 

 

Ergebnisse anzeigen

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Update Fundament (In der Baustatik)

  • Bei der Aufteilung eines Köcherfundamentes in Streifen nach Heft 240 wurde bisher allgemein vom Stützenquerschnitt ausgegangen.  Bei profilierten Köcherinnenwänden wird jetzt der Köcherquerschnitt berücksichtigt.
  • Bei OK Fundament unterhalb der Erdoberkante wird jetzt auch der Stützenquerschnitt von der Erdauflast abgezogen.
  • Beim Kippnachweis über die Kippkante wurden negative Vertikallasten ohne weitere Folgen falsch bewertet.
  • Für den Stanznachweis kann nun eingestellt werden, ob die Sohlpressung abgezogen werden soll.

 

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