Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Das Ende von XP

Seit gestern gibt es für Windows XP keinen Support mehr. (Das gilt übrigens auch für den IE6 und Office 2003). Das hat verschiedene Implikationen – in erster Linie solche, die die Betriebssicherheit von Rechnern betrifft, die noch immer dieses System einsetzen.

Im Fall von D.I.E. ist es so, das noch circa 10 Prozent der Anwender der Baustatik mit XP SP3 arbeiten. Es wäre aber eine wirklich gute Idee, damit aufzuhören und ein moderneres System zu verwenden.

Von Tim Rains gibt es dazu einen recht umfassenden Artikel, der die Probleme und Wege für den Wechsel aufzeigt. Zu lesen im TechnetBlog.

Profi-Hacker am Werke

Auf unserer Webseite gibt es eine Suchfunktion und jedes mal wenn etwas gesucht wird, bekomme ich eine Mail in einem spezielle Mail-Ordner – das ist dafür da, damit ich überprüfen kann, ob die Suchresultate einigermaßen brauchbar sein. (Außerdem erfahre ich dadurch, zu welchen Themen wir vielleicht noch ein bisschen mehr Informationen liefern sollten.)

Nun ist so ein Feld, bei dem man “von außen” Inhalte des Servers untersuchen kann natürlich ein prima Angriffspunkt für Menschen, die gern in den Server einbrechen möchten. Vielleicht liefert die Suche ja Inhalte, die über die normale Webseite nicht erreichbar sind (Hinweis: Tut sie nicht), oder man kann einen Fehler im Suchprogramm verwenden um eigenen Code in den Server einzuschleusen (Hinweis: Geht auch nicht).

Oder man macht es wie dieser Mensch hier:

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… man schaut, ob man nicht direkt über das Dateisystem an die Password-Datei gelangen kann.

Es mag falsch konfigurierte Systeme geben, wo so was geht. Das sind aber mit Sicherheit Linux-Systeme, denn die “passwd” gibt es unter Windows gar nicht. Smiley

Ein etwas professionellerer “Hacker” hätte natürlich mit nur einem Blick in den Header der gelieferten Seiten sehen können, das wir gar keinen Linux-Server einsetzen, sondern einen Windows-Server.

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… aber was weiss ich schon über “Hacker” Smiley

Windows 7, Service Pack 1

Die meisten unserer Kunden setzen zur Zeit Windows 7 ein – der andere große Teil, wenn auch stark abnehmend, verwendet Windows XP SP3. Wer noch immer XP verwendet sollte eigentlich schon längst auf 7 umgestiegen sein. Wer Windows 7 verwendet, muss ebenfalls in Kürze umsteigen, und zwar auf Windows 7 Service Pack1. Das sollte man bis spätesten zum 9 April tun, denn dann endet die Support-Zeit für diese Version von Windows 7 – danach gibt es keine weiteren Sicherheitspatches mehr.

Das SP1 kann man kostenlos bei Microsoft runterladen, und zwar hier.

Die Baustatik und das Netzwerk

Wegen der Einrichtung einer Firewall kam heute bei einem Kunden die Frage auf, was die Baustatik so alles im Netzwerk tut. Das ist eigentlich nicht besonders viel, es kann aber natürlich hilfreich sein, zu wissen um was es dabei alles geht:

Kommunikation innerhalb des LAN
Hier gibt es nur einen einzigen Fall: Bei der Verwendung des Timeservers (wenn man also einen Work&Cash Vertrag hat), dann muss der TimeServer über das Netzwerk erreichbar sein – aber auch nur dann, wenn der TimeServer nicht lokal auf allen Workstations eingerichtet ist. Gibt es einen TimeServer im Firmennetz, dann kann man den von ihm verwendeten Port einstellen:

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Kommunikation im Internet
Hier passiert schon mehr. In allen Fällen kommuniziert die Baustatik über “HTTP” und Port 80. (Also so, wie das auch ein Web-Browser tun würde.). Folgende Fälle gibt es:

  • Überprüfung auf neue Updates. (Kann in den Optionen ausgeschaltet werden.)
  • Versenden von Fehlermeldungen. (Kann in den Optionen ausgeschaltet werden.)
  • Versand des aktuellen Dokumentes. (Muss manuell ausgelöst werden.) Stern
  • Zeitverwaltung per Internet. (Muss manuell ausgelöst werden.)
  • Herunterladen von Makros. (Muss manuell ausgelöst werden.)

Stern Der Versand des aktuellen Dokumentes (per Datei-Menü zu erreichen) ist ein bisschen “knifflig” zu erklären, denn für alle beteiligten sieht es so aus, als würde eine eMail verschickt: Der Befehl hat den Namen “Dokument versenden” und ein eMail-Icon, vor dem versenden muss die eMail-Adresse eines Empfängers angegeben werden – und beim Empfänger kommt das ganze in der normalen eMail-Inbox an.

Trotzdem stimmt auch hier die Angabe von oben: Verwendet wird HTTP und Port 80, denn es wird keine Mail verschickt – zumindest nicht von der Baustatik. Statt dessen überträgt die Baustatik das Dokument per HTTP an unseren Webserver, und erst der versendet dann eine “echte” Mail an den gewünschten Empfänger….

Weniger Spam

Ich hatte mich gestern schon gewundert: Unser Mail-Server sah bei eingehenden Mails plötzlich deutlich weniger Spam als normal. Normal war: 30 bis 40 Prozent aller eingehenden Mails (in Peak-Zeiten auch mal 75 %) sind Spam. Und dann änderte sich die Statistik schlagartig:

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Plötzlich sind nur noch 1-3 Prozent der eingehenden Mails Spam. Zunächst hatte ich vermutet, das irgendwas mit der Statistik nicht stimmt – oder das die Spam-Erkennung aus unklaren Gründen plötzlich nicht mehr funktionierte.

Stimmt aber nicht. Der Grund ist wohl eher das hier: Taking Down Botnets: Microsoft and the Rustock Botnet.

Nochmal kein Trojaner in der Baustatik

Ich hatte vor ein paar Tagen schon mal darauf hingewiesen, das einige Antiviren-Hersteller aus mir unklaren Gründen bei der Installation der Baustatik Schadsoftware bemängeln. Die beiden mir bekannten sind der Bit-Defender und GData-Antivirus. (Lasse mich aber gern darüber belehren, das auch andere Antivirenprogramme da ein Problem haben.)

Vom Hersteller vom Bit-Defender hatte ich schon vor einiger Zeit die Aussage bekommen, das “aktuelle” Versionen des Programms diesen Fehler nicht mehr haben.

Heute hat sich dann auch GData gemeldet: Auch dort sollte das Problem nach einer Aktualisierung der Viren-Signaturen nicht länger auftreten.

Im Münchner Büro setzen wir übrigens Microsofts Security Essentials ein.

Trojaner in der Baustatik

Ich hatte schon vor einiger Zeit mal etwas über Anti-Virenmeldungen und den Baustatik-Installer geschrieben.

Zwischenzeitlich konnte ich zumindest ein Antiviren-Programm finden, bei dem tatsächlich diese fehlerhafte Fehlermeldung erscheint: Der BitDefender bemängelt im Zuge der Installation tatsächlich den “NGen” Installationsschritt – bzw. die  daraus resultierenden Dateien.

Nun habe ich letzten Monat mit dem Hersteller gesprochen – und dazu natürlich auch eine Kopie der Installationsprogramms zur Verfügung gestellt. Laut Aussage des technischen Supports von BitDefender soll das Problem auf ihrer Seite nun behoben sein: Aktuelle Versionen des Programms bemängeln den Native Image Generator angeblich nicht mehr.

Mit einem anderen Hersteller – GData – rede ich gerade: Sobald ich von dort was neues höre, gebe ich hier Bescheid.

Im Münchner Büro verwenden wir wie schon hin und wieder erwähnt Microsofts Security Essentials: Das hat dieses Problem nicht.

Smartphones und die Sicherheit

Diesmal: Massive Sicherheitsprobleme bei Android. Ich bin mir recht sicher, das wir bei Smartphone noch deutlich dramatischere Dinge erleben werden, als das vor 10 Jahren bei Desktops der Fall war. Und anders als bei Desktops werden die Betroffenen fast ausschließlich Privatpersonen sein.

Ein guter Grund nochmal darüber nachzudenken, ob man denn wirklich seine Bankdaten, Kreditkarten und Passworte mit dem Telefon verwalten möchte.

Unterhaltung fürs Wochenende

Diesmal: Ein Schwank aus meinem Leben

Es ist Sonntag Abend, und wir gehen ins Theater. Gespielt wird “Die Jungfrau von Orleans”. Wie fast immer sind wir aber ein gutes Stück zu früh. Außerdem ist es drau0en kalt,  und wir nisten uns darum im Lokal ein, das am Theater angegliedert ist.

Dann beginnt die Vorstellung und wir wechseln aus dem lokal in den Zuschauerraum. Das Stück beginnt. Etwa 1.5 Stunden später, wieder im Lokal: “Hast du kapiert, was das mit der Jungfrau von Orlean zu tun haben sollte?”. “Kein Stück. Hätten vielleicht doch die Einführung ansehen sollen….”.

So wird dann noch eine Weile rumdiskutiert, aber eher ziellos: Auch mit noch so viel gutem Willen sind wir einfach nicht in der Lage irgend eine noch so dünner Verbindung zu Schiller herzustellen. Es will einfach nicht.

Um die Sache dann einfach mal zu klären will ich nochmal ins Theater um ein Programmheft zu organisieren: Irgendwie muss dem Stück doch noch ein bisschen Verständnis abgerungen werden. Der Durchgang vom Lokal zum Theater ist aber schon geschlossen, und darum gehe ich zum normalen Haupteingang.

Und da sehe ich dann auch prompt ein großes Schild: ��Aufgrund von Krankheit (…) entfällt die Jungfrau (…) gespielt wird statt dessen der ‘Volksfeind’ von Ibsen.”

Nun, das erklärt einiges. Smile