Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Die Dinge sind immer komplizierter als man denkt

Vor ein paar Tagen hatte ich eine neue Funktion fürs nächste Update der Baustatik angekündigt. Dabei geht es darum, das die kommenden Programmversionen nur noch eine Datei pro Dokument anlegen, und diese nebenher auch noch komprimiert.

Das ist eine schöne und wünschenswerte Funktion – aber nachdem sie eingebaut war, stellte sich ein “kleines” Problem heraus: Das ganze basiert auf einer Funktionalität des .Net Frameworks, die nicht unter allen Betriebssystemen zur Verfügung steht. Um genau zu sein: Es stellte sich heraus, das das ganze nur unter Windows-Versionen funktioniert, die nach Windows XP erschienen sind – nicht aber unter XP.

Nun ist es so, das viele Anwender der Baustatik in letzter Zeit auf neuere Systeme umstellen: Vor einem Jahr machte XP noch circa 75% der verwendeten Systeme aus, heute sind es nur noch ca. 40% – aber das sind ja immer noch eine ganze Menge.

Der erste Ansatz war dann der, das wir bei neuen Windows-System einfach das neue Dateiformat verwenden, und bei Windows XP eben das alte. Klingt nach einer einfachen Lösung – geht aber nicht, zumindest nicht so einfach.

Die Nachfrage eines Kunden, wie die Sache in Netzwerken aussehen würde führte dann nämlich zu weiteren Überlegungen: Für Anwender die nur einen Rechner benutzen stellt so eine Änderung eigentlich gar kein Problem dar. Was aber, wenn man in der Firma ein Netzwerk hat, und sich im Netz sowohl Rechner mit XP, als auch mit neueren Windows-Versionen befinden?

Das Problem wäre dann, das die Rechner mit XP keine Dateien mehr laden könnten, die unter den neueren Windows-Systemen erzeugt würden: Das limitiert die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Netz natürlich ganz erheblich.

Darum wird das Dateiformat anders als ursprünglich gedacht nicht einfach umgeschaltet: Man wird das aktiv einschalten müssen. (Möglicherweise werden wir das neue Format irgendwann in der Zukunft “von selbst” aktivieren.)

Die Option dazu findet sich unter Optionen –> Einstellungen –> Allgemeines –> Programmstart –>  Eingabedaten im komprimierten Format speichern.

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Sobald man diese Option einschaltet, werden nur noch Dateien im “neuen” Format eingeschaltet. Wenn man also das neue Format möchte – und ich kann das eigentlich nur empfehlen – dann muss man selbst aktiv werden. Nicht schön, aber leider nicht zu vermeiden.

Das Programm kann sowohl Dateien im alten, als auch im neuen Format lesen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, das man kein Windows XP einsetzt.

Was tut man aber nun, wenn man nur ein Windows XP hat, und eine Datei im neuen Format bekommt? Auch wenn dieser Fall vermutlich nicht besonders oft eintritt, gibt es dafür eine Lösung.

Dazu muss man im wesentlichen eines wissen: Dateien im “neuen” Format sind nämlich im Wesentlichen .ZIP-Dateien. Und Zip-Dateien kann man auch unter XP ohne weitere Programme öffnen. Folgendes muss man tun: Man nennt die Datei in .zip um – also von “Faltwerk.s03” etwa in “Faltwerks.zip”.

Dann kann man die Datei unter XP (und neueren Windows) einfach wie einen Ordner behandeln, und in diesem Ordner findet man dann die eigentliche Eingabedatei und die Ausgabesteuerungs-Datei (Sowie die anderen Meta-Dateien).

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