Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Mehr über Multicore-Systeme

Ich hatte gestern eine kleine Tabelle gezeigt, aus der man die Performance-Gewinne durch den Einsatz von Multicore-Systemen ablesen konnte. (Es gibt übrigens bereits durchaus bezahlbare 24-Core Desktop Systeme.)

Aus der Kurve konnte man beim 4-Kern System sehen, das der gemessene Vorgang nur noch die Hälfte der Zeit brauchte. Das ist natürlich nicht besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, das immerhin 4 CPUs beteiligt sind: 4 CPUs machen die Sache also nur doppelt so schnell wie eine einzelne.

Es kommt aber auch immer drauf an, was man eigentlich betrachtet. Beim Vorgang gestern wurden sämtliche Vorgänge mit gemessen. Nach dem Klick auf den Befehl für die Bemessungsergebnisse finden aber eine ganze Menge Dinge statt: Es wird eine Plausibilitätskontrolle durchgeführt (beim gegebenen System mit 1800 Stäben kann das schon mal eine Sekunde oder so dauern, es wird eine FEM-Berechnung durchgeführt, die zugehörige Matrix aufgefüllt, etc. etc. – und vieles davon ist eben (noch) nicht parallelisiert.

Wenn man sich aber einen anderen Vorgang ansieht – einen, der möglicherweise häufiger vorkommt – dann sieht die Sache schon anders aus. Angenommen, man ist bereits auf dem Fenster zur Auswahl der Ergebnisse – dann geht es nur noch darum, eine bestimmte Bemessung (oder eine bestimmte Überlagerung) durchzuführen.

image

Der Wechsel von Bemessungsgruppe “1” zu Bemessungsgruppe “2” löst einen Bemessungsvorgang aus. Und der dauert (auf dem gleichen 4-Kern System von gestern, mit dem gleichen Tragwerk von gestern):

Mit Multicore-Support: ca. 4 Sekunden
Ohne Multicore-Support: ca. 16 Sekunden

Hier gibt es also plötzlich eine dramatische Verbesserung: Die benötigte Zeit nimmt bei so einem Vorgang tatsächlich linear zu den vorhandenen CPUs ab.

Comments (3) -

  • A Hinniger

    8/25/2010 12:53:06 PM |

    ... gegen zu kleine Netzweite hilft allerdigs auch ein Quad-Core nicht wie ich gerade feststellen durfte... Wenn man nach den ganzen Koordinateneingaben in m im Tran auch die Netzweite als z.B. 0,3 eingibt ist kein Ende der Netzgenerierung in Sicht, selbst bei einer kleinen Fläche. Hier fehlt irgendwie eine Funktion die Generierung abzubrechen...
    Und da es  kein Auto_Save gibt (und ich Dussel vergessen habe den "Speichern" Knopf zu drücken...), ist das schöne System futsch Frown

    Gruß

    A. Hinniger

  • thomas woelfer

    8/25/2010 1:27:19 PM |

    Hallo Herr Hinniger.

    Wir werden mal sehen ob wir nicht zumindest für das AutoSave was machen können...

    Beste Grüße,
    -thomas woelfer

  • A Hinniger

    8/26/2010 9:33:06 AM |

    Hallo Herr Wölfer,

    Autosave wäre suuuuper ;). Die Andere Dusseligkeit gewöhn ich mir noch ab ...

    Gruß

    A. Hinniger

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