Andreas Wölfers Baustatik Blog

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Einwirkungen im Fundament


Hier habe ich über eine programmtechnische Änderung bei den erdstatischen Nachweisen geschrieben. In diesem Zuge haben wir auch die Berücksichtigung der Einwirkungen angepasst.

Design vs. Charakteristisch

Die erdstatischen Nachweise nach 6.5. werden mit den Designwerten geführt. Die Nachweise nach 6.6. werden mit den charakteristischen Werten der Beanspruchung geführt.


Definition der Einwirkungen

Es gibt zwei Möglichkeiten die Einwirkungen zu definiert werden.


1. Lastfallweise als charakteristische Werte

In diesem Fall ergeben sich die Designwerte durch Multiplikation mit den Sicherheits- und Kombinationsbeiwerten


2. Als Gesamtbeanspruchung einer (nichtlinearen) Lastfallgruppe

Diese Werte beinhalten die Sicherheits- und Kombinationsbeiwerte, sowie die Anteile aus Th.2. Ordnung. Zur Rückrechnung auf die charakteristischen Werte wird der Rücklastfaktor benutzt. Dieses Vorgehen liegt nach DIN 1054:2010-12 A 2.4.2.3 auf der sicheren Seite.


Veränderung gegenüber der alten Version

Bisher wurden die Zusatzmomente aus Th.2. Ordnung getrennt erfasst. Dies war jedoch schon seit der DIN 1045-01 nicht mehr korrekt möglich, da die Ergebnisse der Lastfallgruppen systembedingt entsprechenden Beiwerte enthalten.

Aus diesem Grund verzichten wir ab dieser Version auf die Definition der Zusatzmomente. Anstatt dessen, werden bei den Momenten die Gesamtmomente aus der Stützenberechnung der jeweiligen nichtlinearen Lastfallgruppe eingegeben. (Auf diese Weise arbeitet auch die automatische Lastweiterleitung aus der Stütze)


Früher:

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Aktuell:

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Um bei einer Nachrechnung nicht die eingegebenen Zusatzmomente zu verlieren, werden diese beim Einlesen auf die normalen Momente addiert. Dies passiert automatisch.

Am Beispiel der oberen Datei:

Die alten Datei enthielt Mx = 10.0 und Mx2 = 30.0

Dies führt beim Einlesen zu einem Mx von 10 + 30 = 40.0.


Ergebnisse

Auch bei den den Ergebnissen entfällt die Unterscheidung mit/ohne Zusatzmomente.


Erdstatische Nachweise im Fundament


Die erdstatischen Nachweise im Fundament können nach Norm entweder nach dem genauen oder dem vereinfachten Verfahren durchgeführt werden.

Diese beiden Möglichkeiten waren bisher programmtechnisch etwas vermischt. Sie sind ab der kommenden Version bei den Bemessungsparametern getrennt einstellbar.

Zukünftig werden nur noch die Nachweise nach dem eingestellten Verfahren durchgeführt. Entsprechendes gilt für den Ausdruck.

Da früher, je nach Einstellung in den Bemessungsparametern, die Nachweise nach beiden Verfahren durchgeführt wurden, kann es passieren, dass sich die Ergebnisse bei Nachrechnungen von älteren Dateien ändern.


Das genaue Verfahren nach DIN EN 1997-1:2009-09 und DIN 1054:2010-12

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Folgende Nachweise werden geführt:
6.5 Nachweise für den Grenzzustand der Tragfähigkeit mit Designwerten
  • 6.5.2. Grundbruchwiderstand GEO-2
  • 6.5.3. Gleitwiderstand GEO-2
  • 6.5.4. Kippnachweis EQU
6.6 Nachweise für den Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit mit charakteristischen Werten
  • 6.6.5 Begrenzung der klaffenden Fuge SLS

Der Vereinfachte Nachweis in Regelfällen nach DIN 1054:2010-12 A 6.10

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Folgende Nachweise werden geführt:
6.10.1 A(1) Überprüfung der Voraussetzungen
  • a) Die Fundamentsohle ist waagerecht
  • b) Baugrund mit ausreichender Festigkeit
  • c) Das Fundament wird nicht dynamisch beansprucht
  • d) Keine stützende Wirkung des Bodens
  • e) Die Neigung der Sohldruckresultierenden ist eingehalten
  • f) Begrenzung einer klaffenden Fuge SLS (6.6.5)
  • g) Der Kippnachweis EQU (6.5.4)

6.10.1 A(2) Gegenüberstellung von Sohldruckbeanspruchung zu den Sohldruckwiderständen


Update Mauerwerk 7.45


In Kürze ist die Version 7.45 von Xmau verfügbar.

Änderungen

  • Ein Programmfehler bei einer Dachneigung einer Giebelwand wurde korrigiert.

Lastfallgruppen in der Stütze


Bisher wurden aus den definierten Lastfällen alle mathematisch möglichen nichtlinearen Lastfallgruppen automatisch generiert. Das ist ganz praktisch, weil man so die Lastfallgruppen nicht manuell definieren muss.

Die einzelne Lastfallgruppe war jedoch kein eigenständiges Objekt. Aus diesem Grund konnte man einzelne Lastfallgruppen nicht löschen oder verändern.

Ab der kommenden Version werden die einzelnen Lastfallgruppen wie eigenständige Objekte behandelt.

Wie auch im Faltwerk, kann man nun einfach einzelne nichtlineare Lastfallgruppen definieren.

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Auf dem Dialog der „Lastfallberücksichtigung“ können nun zusätzlich über einen Generator alle mathematisch möglichen Lastfallgruppen erzeugt werden.

Auch diese lassen sich manuell verändern und löschen. Ebenso kann eingestellt werden, ob eine definierte Lastfallgruppe bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben soll.

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Ausdruck der Schubbemessung im Durchlaufträger


Beim Ausdruck von Tabellen ist standardmäßig eingestellt, dass nur die relevanten Ntels-Punkte ausgedruckt werden. In diesem Fall wertet das Programm alle Zeilen aus und druckt dann feldweise nur die Stellen mit Extremwerten.

Unzulässige Stellen waren bisher in dieser Logik nur unzureichend enthalten. Man konnte diese Stellen nur erkennen, wenn man alle Ntels-Punkte ausgedruckt hat.

Die Einstellung des Ausdruckumfanges geschieht in der Ausgabesteuerung für jede Tabelle getrennt.

ausgabesteuerung



Unzulässige Stellen bei der Schubbemessung wurden im Ausdruck mit einem (!) markiert. Da dies leicht übersehen werde konnte, haben wir hier die Markierung mehr hervorgehoben.

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Update Xmau 7.44 (Mauerwerksberechnung)


In Kürze ist die Version 7.44 von Xmau verfügbar.

Änderungen

  • Beidseits der Wand angeordnete Querwände führten zu kleineren Ungenauigkeiten im Schubnachweis.

Neues Programmmodul Betonbemessung


Das bisherige Programm XBEM ist nun als Modul in der Baustatikoberfläche verfügbar.

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Mit diesem Programm kann für polygonal begrenzte Querschnitte die Betonbemessung durchgeführt werden. Der Querschnitt kann Aussparungen enthalten.

ProfileEditor2



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Einfache Definition von Imperfektionen


Bei Berechnungen nach Th.2. Ordnung müssen Imperfektionen berücksichtigt werden.

Diese werden im Programm wie „normale“ Lasten über einen Lastfall sowie den Größen Verkrümmung und/oder Schiefstellung definiert. Die hier verwendeten Lastfälle werden im weiteren Verlauf in „nichtlinearen Lastfallgruppen“ verwendet.

Bei ebenen Systemen sind Imperfektionen normalerweise von links und von rechts in entgegengesetzten Richtungen anzusetzen. Diese beiden Richtungen mussten bisher manuell in verschiedenen Lastfällen angegeben werden.

Ab der kommenden Version geht es über die Lastfallverwaltung einfacher:


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1. Imperfektionen von links in einem Lastfall definieren

2. Mit der Lastfallverwaltung diesen Lastfall in einen anderen Lastfall kopieren. Dabei wird als Skalierungsfaktor „-1“ eingegeben.

3. Fertig