Andreas Wölfers Baustatik Blog

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Stützenbemessung mit Knicken und Biegedrillknicken nach EN 1993-1-1 5.2.2. (3)


In der neuen Version der Stahlstütze kann man auswählen, ob die Berechnung nach Th.1. oder Th.2. Ordnung durchgeführt werden soll.

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Th.1. Ordnung
Die Berechnung erfolgt nach DIN EN 1993-1-1, 5.2.2 (3c).
Neben den Spannungsnachweisen wird ein Biegeknicknachweis und ein Biegedrillknicknachweis geführt.
Th.2. Ordnung
Die Berechnung erfolgt nach DIN EN 1993-1-1, 5.2.2 (3a) mit den Schnittgrößen des Gesamtsystems nach Th.2. Ordnung.

Querkraftbewehrung im Fundament


 

Nach EN 1992-1-1 6.2.2 können Bauteile auch ohne Querkraftbewehrung ausgeführt werden, wenn Vrd,c einen Grenzwert nicht überschreitet. In diesem Fall erscheint normalerweise im Ausdruck vom Fundament eine entsprechende Meldung. Um flexibel zu sein, kann die Querkraftbewehrung auch in diesen Fällen ausgedruckt werden. Diesen Ausdruck kann man auf dem Reiter „Bemessung“ bei den Bemessungsparametern anfordern.

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Heute ist World Backup Day


Backups sind lästig und werden oft vernachlässigt. Das ist wie bei einer Versicherung. Erst einmal ist die nur teuer. Doch wenn es einen doch mal erwischt, ist man froh, sie abgeschlossen zu haben.

Beispielszenarien, in denen ein Backup hilfreich ist:

  • Erpressungstrojaner
  • Festplatte defekt
  • Versehentliches löschen

Wie ein sinnvolles Backup aussehen sollte, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Wer noch kein regelmäßiges Backup von seinen Daten angelegt hat, kann den heutigen Tag zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, wie wichtig die Daten sind, mit denen man den ganzen Tag arbeitet.


Unterseitenwinddruck beim Dachüberstand im Dachprogramm


In Abhängigkeit von der Dachneigung legt der EN 1991-1-4 (z.B. für Satteldächer nach Tabelle 7.4a) die zu berücksichtigenden cpe-Werte fest.
Dabei sind sowohl auf der Luv als auch auf der Lee Seite unter Umständen positive (Druck) und negative (sog) Werte zu berücksichtigen.
Die Norm schreibt vor, dass pro Anströmrichtung insgesamt 4 Lastkombinationen untersucht werden müssen:


•    Luv Sog + Lee Sog
•    Luv Sog + Lee Druck
•    Luv Druck + Lee Sog
•    Luv Druck + Lee Druck


Zur Unterscheidung dieser einzelnen Lastfälle haben wir programmintern folgende Bezeichnung gewählt:
•    Luv Sog (Wind1), bzw FGH1
•    Luv Druck (Wind2), bzw FGH2
•    Lee Sog (Wind3), bzw IJ3
•    Lee Druck (Wind4), bzw IJ4

 

Nach 7.2.1(3) kann bei Dachüberständen für den Unterseitendruck der Wert der anschließenden Wandfläche angenommen werden. Im Programm kann man angeben, ob dieser Druck berücksichtigt werden soll.

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Die Berücksichtigung dieses zusätzlichen Druckes wurde überarbeitet. Das Dachprogramm  setzt den Druck nun im Lastfall FGH1 an.

 

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Frage im Forum zum Lastschwerpunkt


Unsere Baustatik-Programme sind schon seit über 25 Jahren auf dem Markt und liefern mittlerweile alle möglichen Ergebnisse. Doch von Zeit zu Zeit erhalten wir Anfragen nach Ergebnissen, die noch nicht berechnet werden.

Ich habe soeben von einem Kunden folgenden Anfrage erhalten:

In der Gleichgewichtskontrolle wird lastfallweise die Größe der Resultierende in X, Y und Z Richtung angegeben. Zusätzlich wird der Lastangriffspunkt (Schwerpunkt) für jede dieser Komponenten benötigt.

Wir entscheiden bei jeder Anfrage in Einzelfall, ob wir dies in die Programme einbauen oder nicht.

Die Entscheidung fällt dann zum einen in Abhängigkeit vom Aufwand für uns. Zum anderen überlegen wir auch, für wie viele Nutzer die Neuerung interessant sein könnte.

Unseren Aufwand können wir relativ leicht und genau vorab einschätzen. Schwieriger ist Frage zu klären, für wie viele Anwender die Neuerung von Interesse ist.

Um dies in Zukunft ein wenig besser abschätzen zu können, werde ich derartige Anfrage zukünftig zur Diskussion in unser Forum stellen.


Bemessung von Zugstützen


Mit dem Modul "Stützen" aus der Baustatik können Stützen aus Beton, Stahl und Holz berechnet werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Zugstützen oder Druckstützen handelt.

Bei Zugstützen aus Beton, die zusätzlich mit einer Brandlast über Eck belastet sind, berechnete das Programm leider unrealistisch hohe Bewehrungsergebnisse.

Dieses Problem ist ab der nächsten Version behoben.


Verformungen und Durchbiegungen im Zustand 2


Die Berechnung im Zustand 2 sind schon etwas speziell und liefern teilweise Ergebnisse, die auf den ersten Blick nicht leicht nachvollziehbar sind.

Im Prinzip geht es immer um folgendes Problem:

Die untere Bewehrung wird erhöht, doch trotzdem wird die Verformung größer.

Den Grund für dieses Verhalten möchte ich in diesem Eintrag beschreiben:

Bei Berechnungen zum Zeitpunkt t= wird das zeitabhängige Betonverhalten berücksichtigt.

Dazu setzt das Programm das Schwindmoment an. Das so berechnete Moment wird in Abhängigkeit von der Zeit abgemindert und ist bei t= am größten.

Das Moment ist unabhängig von der Belastung und ergibt sich aus:

Eps,cs = Schwinddehnung
Es = E-Modul des Stahls
Aso,u = vorhandenen Bewehrung
zs = Abstand der oberen zur unteren Bewehrung

Ncso = eps,cs * Es * As0
Ncsu = eps,cs * Es * Asu

M = zs * (Ncso-Ncsu)

Ist die obere und untere Bewehrung identisch, so ist M==0.0
Liegt die Bewehrung nur auf einer Seite, so ist das Moment am größten.

Beispiel Einfeldträger:


Die untere Bewehrung wirkt auf zwei Weisen:

a.) Die Vergrößerung des Trägheitsmomentes führt zu einer Verringerung der Durchbiegung.
b.) Die Vergrößerung des Schwindmomentes führt zu einer Vergrößerung der Durchbiegung.

Ergibt es sich aufgrund der Bewehrungsanordnung und der Abmessungen, dass b>a wird, so führt eine Erhöhung der unteren Bewehrung zu einer Vergrößerung der Durchbiegung.

Dem kann man auf zwei Arten entgegenwirken:

- Verringerung von Eps,cs
- Verringerung der Bewehrungsdifferenz durch die Anordnung auch einer oberen Bewehrung


Lastfallgruppengenerator im Fundament, Teil 2


Vor kurzem habe ich hier die Funktionsweise des Lastfallgruppengenerators erklärt.

Der Generator erzeugt auf der Grundlage der vorhandenen Lastfälle alle möglichen nicht linearen Lastfallgruppen.

Falls der Generator mehrfach (z.B. zum Testen) aufgerufen wird, so werden die schon vorhandenen Lastfallgruppen nicht automatisch gelöst. Dies führt dazu, dass sich danach im Dokument viele Lastfallgruppen befinden, die man eigentlich gar nicht haben möchte.

Es empfiehlt sich, vor dem Start des Generators die schon vorhandenen Lastfallgruppen zu löschen. Da dies ein wenig unhandlich ist, haben wir auf dem Generatordialog einen Schalter vorgesehen, der diese Aufgabe automatisch für uns erledigt.