Andreas Wölfers Baustatik Blog

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Schneebelastung im Dach


Im Regelfall wird das Dach durch Standardeinwirkungen, wie z.B.

  • Eigengewicht
  • Wind
  • Schnee

belastet. Bei diesen Standardeinwirkungen muss lediglich die Einwirkungsgröße angegeben werden. Die Positionierung auf dem Dach ist fest im Programm eingebaut.

Soll eine Einwirkung nur an einer bestimmten Stelle wirken, können hierfür frei definierbarer Streckeneinwirkungen verwendet werden.

Bei den Streckenlasten besteht ab der nächsten Version die Möglichkeit, einen Schneelastanteil zu definieren.


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Ausrichtung von Brettsperrholz


Brettsperrholz besteht aus mehreren Lagen miteinander verbundener Holzschichten, die senkrecht aufeinander stehen.

Die beiden Tragwirkungen sind unabhängig voneinander. Es gibt eine Haupt- und eine Nebenrichtung.

Die Hauptrichtung wird standardmäßig parallel zur X-Achse des lokalen Koordinatensystems des Faltwerkselementes ausgerichtet. Will man das Brettsperrholz drehen, so hat man zur Zeit zwei Möglichkeiten:

  • Drehung des lokalen Koordinatensystems des Faltwerkselementes
  • Vertauschung der Haupt- und Nebenrichtung aller Schichten im Brettsperrholzaufbau

Beide Vorgehensweisen sind etwas umständlich. Darum werden wir in der nächsten Version eine Drehung direkt im Brettsperrholzaufbau vorsehen.


Brandnachweis im Durchlaufträger aus Holz


In der kommenden Version kann bei Durchlaufträgern aus Holz der Brandnachweis nach EN 1995-2-1 nach 4.2.2 geführt werden.

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Die Bemessung erfolgt mit den Schnittgrößen für die außergewöhnliche Bemessungssituation.


Aus der gewünschten Feuerwiderstandsklasse und der (wahlweise) angeordneten Brandschutzbekleidung ergibt sich nach 4.1 die idelle    Abbrandtiefe:

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Der Brandangriff kann für jede Seite getrennt eingestellt werden. Daraus berechnen sich abgeminderten Querschnittsabmessungen.
Aus den Bemessungsschnittgrößen und den abgeminderten Querschnittswerten ergeben sich die vorhandenen Spannungen. Diese werden den zulässigen Spannungen gegenübergestellt.


Dabei wird der Beiwert kh berücksichtigt. Ebenso wird auf Wunsch der Kipp- und Knicknachweis mit den reduzierten Querschnitten geführt.
Die zulässige Spannung ergibt sich zu:

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mit

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Die Ergebnisse lassen sich sowohl grafisch als aus tabellarisch darstellen.

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Definition von Brettsperrholz im Faltwerk


Ab der kommenden Version können Faltwerkselemente aus Brettsperrholz definiert werden.

Dieses besteht aus mehreren Lagen zueinander orthogonal verlaufender Holzschichten.  Die einzelnen Schichten eines Brettsperrholzausbaus werden tabellarisch erfasst. Dabei wird von oben nach unten für jede Schicht die Dicke, das Material sowie die Richtung festgelegt.

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Der Schichtaufbau wird grafisch dargestellt.

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Die Eingabe der Schichten kann manuell erfolgen. Wahlweise kann aus einer Liste verschiedener Hersteller ein gewünschter Aufbau ausgewählt werden. Die Hersteller haben unterschiedliche Lieferprogramme für ihre Brettsperrhölzer.

Zur Zeit haben wir die Lieferprogramme folgender Hersteller aufgenommen:

  • Binderholz
  • Decker
  • Derix
  • Hasslacher
  • KLH
  • Kerto
  • Steico
  • Stora Enso

Jeder Schichtaufbau ist ein eigenständiges Objekt, das auch in der Dokumenten-Ansicht auftaucht.


Standardmäßig wird bei einem Faltwerkselement das Material und die Dicke festgelegt.

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Bei der Verwendung von Brettsperrholz wird ein zuvor definierter Schichtenaufbau dem entsprechenden Faltwerkselement zugewiesen.

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Faltwerkselemente aus Holz


Holz ist ein orthotropes Material. Im Gegensatz zu z.B. Stahl sind die Steifigkeiten und Festigkeiten in den beiden Hauptachsen unterschiedlich.

Dieses Materialverhalten konnte bisher nur erfasst werden, wenn man auf dem Reiter “Orthotropie” die entsprechenden Werte definiert hat.

Zukünftig (in einer der kommenden Versionen) kann der gewünschte Holzwerkstoff einfach aus der Materialliste ausgewählt werden.

Die entsprechenden Steifigkeiten für die beiden Richtungen sind hier automatisch gesetzt.

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Ebenso werden dort die zul. Spannungen für die beiden Richtungen festgelegt.

Mit den so berechneten Schnittgrößen kann das Programm dann auch die Spannungen berechnen und anzeigen.


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Wie gesagt, in einer der nächsten Versionen.


Brandbemessung in der Stütze


Bei der Brandbemessung einer Stahlbetonstütze dürfen die Einwirkungen reduziert werden.

Dies kann entweder vereinfacht nach EN 1992-1-1 2.4.2.(2) oder genau nach EN 1992-1-2 4.2.2.(3) erfolgen.

Wie die Reduktion vorgenommen wird, kann ab der nächsten Version festgelegt werden.

 


Upate Mauerwerk Xmau 7.46


In Kürze ist die Version 7.46 von Xmau verfügbar.

Änderungen

Ein Programmabsturz in Bezug auf Ringbalken wurde verhindert.


Querkraftbemessung in der Fuge beim Durchlaufträger


Im Durchlaufträger aus Stahlbeton kann eine horizontale Fuge angeordnet werden

Die Art der Fuge wird bei den Bemessungsparametern festgelegt.

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Der Ausdruck der Fugenbemessung erfolgt unterhalb der normalen Querkraftbemessung.

Die Tabellenüberschrift war teilweise missverständlich. Dies ist in der nächsten Version behoben.


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Bewehrung im Fundament


Es gibt Fälle, in denen nach Norm keine Biegebewehrung oder Schubbewehrung angeordnet werden.

Über einen Schalter auf den Bemessungsparametern kann man einstellen, dass in diesen Fällen die Bewehrung trotzdem ausgedruckt wird.

Dieser Schalter hat bisher nicht funktioniert, wenn auf dem Fundament mehrere Stützen angeordnet waren. Dieser Fehler ist in der nächsten Version korrigiert.

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Erdstatische Nachweise im Fundament


Die erdstatischen Nachweise im Fundament können nach Norm entweder nach dem genauen oder dem vereinfachten Verfahren durchgeführt werden.

Diese beiden Möglichkeiten waren bisher programmtechnisch etwas vermischt. Sie sind ab der kommenden Version bei den Bemessungsparametern getrennt einstellbar.

Zukünftig werden nur noch die Nachweise nach dem eingestellten Verfahren durchgeführt. Entsprechendes gilt für den Ausdruck.

Da früher, je nach Einstellung in den Bemessungsparametern, die Nachweise nach beiden Verfahren durchgeführt wurden, kann es passieren, dass sich die Ergebnisse bei Nachrechnungen von älteren Dateien ändern.


Das genaue Verfahren nach DIN EN 1997-1:2009-09 und DIN 1054:2010-12

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Folgende Nachweise werden geführt:
6.5 Nachweise für den Grenzzustand der Tragfähigkeit mit Designwerten
  • 6.5.2. Grundbruchwiderstand GEO-2
  • 6.5.3. Gleitwiderstand GEO-2
  • 6.5.4. Kippnachweis EQU
6.6 Nachweise für den Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit mit charakteristischen Werten
  • 6.6.5 Begrenzung der klaffenden Fuge SLS

Der Vereinfachte Nachweis in Regelfällen nach DIN 1054:2010-12 A 6.10

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Folgende Nachweise werden geführt:
6.10.1 A(1) Überprüfung der Voraussetzungen
  • a) Die Fundamentsohle ist waagerecht
  • b) Baugrund mit ausreichender Festigkeit
  • c) Das Fundament wird nicht dynamisch beansprucht
  • d) Keine stützende Wirkung des Bodens
  • e) Die Neigung der Sohldruckresultierenden ist eingehalten
  • f) Begrenzung einer klaffenden Fuge SLS (6.6.5)
  • g) Der Kippnachweis EQU (6.5.4)

6.10.1 A(2) Gegenüberstellung von Sohldruckbeanspruchung zu den Sohldruckwiderständen