Andreas Wölfers Baustatik Blog

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Bewehrung in Flächenelementen, Teil 2


Hier habe ich über die Begriffe "Oben" und "Unten" bei der Bewehrungsermittlung geschrieben.

Mit "Unten" wird bei allen Faltwerkselementen diejenigen Richtung bezeichnet,
in die die Z-Achse des lokalen Koordinatensystems zeigt. Mit "Oben" die entgegengesetzte Richtung.

Diese Angaben werden im Programm allgemeingültig für jedes Faltwerkselement, unabhängig von seiner Lage, verwendet.
Im speziellen gilt dies auch für Scheiben, die im Faltwerksprogramm definiert werden.

Wichtig
:

Wird mit dem Faltwerksprogramm eine Scheibenfläche definiert, so muss die "Oben" und "Unten" angegeben Bewehrung
an der jeweils zugehörigen Seite eingebaut werden.

Der Grund dafür ist leicht einzusehen.
In dem allgemeingültigen Faltwerksprogramm kann eine Scheibenfläche auch Lasten senkrecht zu seiner Fläche aufnehmen.
Diese führt zu unterschiedlichen Bewehrungen auf der "oberen" und "unteren" Seite.


Sonderfall Scheibenprogramm
In dem Scheibenprogramm kann keine Belastung der Scheiben senkrecht zu ihrer Fläche aufgebracht werden.
Aus diesem Grund ist die Bewehrung "oben" und "unten" immer identisch.
Zur Vereinfachung gibt das Scheibenprogramm nur die Summe der Bewehrung von "oben" und "unten" aus.

Berechnet man dieselbe Scheibe einmal mit dem Faltwerksprogramm und einmal mit der Scheibenprogramm,
so sind die Zahlenwerte bei dem Scheibenprogramm doppelt so groß, da hier "oben" und "unten" aufsummiert sind.

 

 

 


Bewehrung in Flächenelementen, Teil 1


Das Programm bemisst in Flächenelementen folgende vier Bewehrungsstränge.

  • oben in X
  • oben in Y
  • unten in X
  • unten in Y


Die Angaben X und Y entsprechen den Richtungen des lokalen Koordinatensystems des Flächenelementes.
(Die Bewehrung kann gegenüber dem lokalen Koordinatensystem verdreht und geschert werden.)

Die Angaben "Oben" und "Unten" beziehen sich auf die Z-Richtung des lokalen Koordinatensystem des Faltwerkelementes.

Bei einer Platte zeigt die Z-Richtung des Koordinatensystems standardmäßig nach unten.
Aus diesem Grund bezeichnen wir im Programm die Richtung, in die die Z-Achse zeigt, mit "Unten".
Mit "Oben" wird die der Z-Achse abgewandte Richtung bezeichnet.

Diese Festlegung wird vom Programm nicht nur bei Platten sondern bei allen Flächenelementen angewandt.


Update Baustatik 1.92, Fugenberechnung in Platte, Rahmen und Faltwerk


Die Fugenberechnung wurde in der Platte, dem Rahmen und dem Faltwerk erweitert.

Die Fugen können für Stäbe, Unterzüge und Faltwerkselemente eingestellt werden.

Die zusätzlichen Ergebnisse werden im Ergebnisdialog ausgewählt.

 

Die Detailsansicht wurde um die Ergebnisse der Fugenbemessung erweitert.


Biegedrillknicken im Durchlaufträger


Das Durchlaufträgerprogramm in der Baustatik führt den Biegedrillknicknachweis mit 7 Schnittgrössen durch.

Hierbei wird neben dem primären Torsionsmoment auch das Wölbbimoment berechnet (und berücksichtigt).

Die Schnittgrößenverläufe lassen sich auf dem Ergebnisdialog abrufen.

 

 


Update Baustatik 1.91, Zustand 2 im Durchlaufträger


Die vorhandene Bewehrung hat einen großen Einfluß auf die Verformungen im Zustand 2.
Diese kann nun separat für jede Stütze und jedes Feld festgelegt werden.
Die Bewehrung wird auf einem zusätzlichen Reiter auf dem Dialog der Bemessungsparameter definiert.

 


Mauerwerk im Faltwerk


Das Faltwerksprogramm ist hervorragend dazu geeignet, räumliche Systeme zu berechnen.
Wir erhalten von unseren Kunden fast täglich neue Systeme.

Der Vorteil der räumlichen Berechnung gegenüber eine Einzelberechung von Platten ist offensichtlich:

Es brauchen keine Lasten an weitere Systeme weitergeleitet werden und das Tragwerk wird insgesamt besser ausgenutzt.
Dies führt zu geringeren Abmessungen und somit Kosten.

Ein Problem, das bei diesen Berechnungen auftritt, sind die Mauerwerkswände. Diese können in der Realität keinen Zug aufnehmen.
Im Programm bestand bisher keine Möglichkeit, diesen Zug auszuschalten.
Dies führte dazu, dass sich teilweise Decken in Mauerwerkswände gehängt haben, obwohl dies in der Realität nicht auftritt.

Diese Problemstellung ist in der nächsten Version gelöst.

An den Kanten der Mauerwerkswände können einfach nichtlineare Liniengelenke angeordnet werden.
Bei diesen werden auf Wunsch die Zugkräfte eliminiert.


Update Baustatik 1.89, Berücksichtigung von Zugstäben


Ausschluss von Zug- und Druckstäben

Zugstäbe sind Stäbe, die nur Zug erhalten können.
Oft werden diese paarweise als sich kreuzende Aussteifung verwendet.

Je nach Laststellung enthält der eine Zug und der andere Druck.
Der Stab, der Druck erhält, wird dann vom Programm wegiteriert.

Bei symetrischen Systemen mit symmetrischer Belastung war es oft so,
dass beide Stäbe gleichzeitig Druck erhielten und wegiteriert wurden.

Dies führte in diesen Fällen zu instabilen Systemen. Der Grund dafür war, dass in einem Iterationsschritt gleichzeitig alle Zugstäbe mit Druck entfernt wurden.
In Zukunft wird pro Iterationsschritt nur noch jeweils ein einziger Zugstab entfernt.
Dies sollte die Problematik der Instabilität weitestgehend beseitigen.

In dem folgenden Beispiel erkennt man, dass von den beiden Zugstäben nur einer entfernt wurde.

Diese Art der Iteration dauert länger als bisher, da mehr Schritte benötigt werden.
Im Optionsmenu kann eingestellt werden, ob pro Schritt direkt alle oder nur ein Zugstab entfernt wird.

 


Update Baustatik 1.89, Durchlaufträger mit Zustand 2


Ab dem kommenden Update kann die Berechnung von Stahlbetondruchlaufträgern auch nach Zustand 2 erfolgen.

Dazu wählen Sie einfach bei den Bemessungsparametern aus, ob die Berechnung zum Zeitpunkt t=0 oder t=00 erfolgen soll. Auch die Berechnung zu beiden Zeitpunkten ist gleichzeitig vorgesehen.

 

 

Bei den Ergebnisskurven können die Ergebnisse der Berechung nach Zustand2 ausgewählt werden:

 

 

 

Weiterhin ist die textuelle Ausgabe der Ergebnisse vorgesehen.


Update Baustatik 1.85 Holzstützen


Bei Holzstützen nach DIn 1052 und EC5 kann nun der Brandnachweis geführt werden.

Sie können wählen zwischen;

  •  Kein Nachweis
  •  vereinfachter Nachweis nach 5.5.2.1.a
  •  genauer Nachweis nach 5.5.2.1.b

 

 

Wird ein Nachweis gewünscht, so müssen Brandeinwirkungen definiert werden.

 

Das Programm erzeugt aus den Daten der eingegebene Lastfälle automatisch alle erforderlichen Lastfallgruppen.

Jede dieser Lastfallgruppen wird einmal ohne und einmal mit jeder definierten Brandeinwirkung berechnet.

Das bedeutet:

Die Definition einer einzelnen Brandeinwirkung führt zu einer Verdoppelung der zu berechnenden Gruppen.

Werden 4 Brandeinwirkungen definiert, so werden all Gruppen vier mal berechnet.

 

 

 




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