Christine Mittmanns Baustatik Blog

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Eine Platte im Faltwerk eingeben


Bei dem Plattenprogramm handelt es sich um eine abgespeckte Version des Faltwerks. Abgespeckt in soweit, dass im Plattenprogramm nur Platten in der X / Y Ebene bearbeitet werden können. Dadurch gibt es hier nur  3 Freiheitsgrade für die Lagerung.

Es handelt sich um die Wegfeder Z und die Drehfedern X und Y.

lagerung_2D

Was hat das mit der Platte im Faltwerk zutun?

Wird eine Platte im Faltwerk eingegeben, so muss an die erweiterte Lagerung gedacht werden. Das Faltwerk arbeitet mit 3 Dimensionen und dadurch werden aus den 3 Freiheitsgraden der 2D Programme, 6 Freiheitsgrade in den 3D Programmen.

lagerung_3D

Es kommen die Wegfedern X und Y, sowie die Drehfeder Z hinzu.

Wird im Faltwerk eine Platte nur in Z-Richtung gelagert, so ist sie in X / Y – Richtung frei verschieblich. führen. Wird darauf nicht geachtet bekommen Sie die Meldung, dass das System instabil ist.

Dem Programm muss klar gemacht werden, dass sich ein System nicht verschieben oder verdrehen kann.

Dieses Prinzip gilt für die Scheibe, sowie für unsere Rahmenprogramme. Auch bei einer elastischen Bettung ist es nicht anders.

Wobei das nur eine Möglichkeit für ein instabiles System ist. Zwinkerndes Smiley


Neue Darstellung der Drehfeder für die Einzellager.


Wie schon im vorangegangenen Beitrag erwähnt, gibt es auch für die Drehfedern eine detailliertere Darstellung.

Eigentlich ist das kein großes Thema. Doch da die Möglichkeiten der Darstellung in einer ebenen Fläche durchaus beschränkt sind, möchte ich auch diese Darstellungsvariante ein wenig entwirren.

Ein für die Verdrehung um X,Y und Z “freies” Lager wird wie unten als Pyramide mit einer Kugel dargestellt. Eine Kugel deshalb, da diese um jede Richtung gedreht werden kann.

drehfeder_1

Soweit so gut!!!!

Jetzt sollte beachtet werden, aus welchem Blickwinkel die Darstellung betrachtet wird.

Die Angaben der Richtungen beziehen sich auf das unten links gezeigte Koordinatensystem.

Drehfeder um X Frei

quader_1 

Wenn Sie nun den Quader oben mit der graphischen Darstellung unten vergleichen, sehen Sie eine gewisse Ähnlichkeit.

drehfeder_2

Drehfeder um Y Frei

quader_2

drehfeder_3

Drehfeder um Z Frei

quader_3

drehfeder_4

Wie immer hoffe ich, dass ich Ihnen etwas helfen konnte. Zwinkerndes Smiley


Wann wird ein Knoten zum Zwangspunkt?


Ein Knoten, der irgendwo in der Ebene einer Platte liegt, wird vom Netzgenerator nicht unbedingt als Punkt für das FEM-Netz berücksichtigt.

Zwangspunkt_2

Wird ein Knoten gelagert oder belastet, entstehen für den FEM-Netzgenerator Zwangspunkte.

Diese Zwangspunkte führen dazu, dass ein verformtes FEM- Netz generiert wird.

Zwangspunkt_3

Manchmal ist es erforderlich, dass Ergebnisse an bestimmten Stellen abgerufen werden können. Obwohl dort weder eine Lagerung noch eine Einwirkung vorhanden ist.

Dazu haben wir das Eingabefenster für den Knoten um eine Option erweitert.

Zwangspunkt_4

Zwangspunkt_5

Bitte achten Sie darauf!!!!!

Zu viele Zwangspunkte mit kleinen Abständen  können dazu führen, dass der Generator kein Netz erzeugen kann. Zwinkerndes Smiley


Prozentuale Einspannung im Durchlaufträger


Wie im alten XDUR, kann auch im neuen Durchlaufträger eine Einspannung um Y angegeben werden.

Nachdem Sie mit der Schnelleingabe das Grundsystem erstellt haben, finden Sie die Angaben für die Einspannart in den Eigenschaften der Lager.

Dazu öffnen Sie das Dialogfenster für das gewünschte Lager. 

Im Reiter “Eigenschaften”wählen Sie die entsprechende Lagerart aus.

Lager_Eigenschaften

Danach wechseln in den Reiter “Drehfeder um Y”.

Hier wird die entsprechende Einspannart gewählt.

Wie Sie sehen, stehen hier folgende Möglichkeiten zur Auswahl. Eine davon ist die Einspannung in Prozent.

Einspannart_auswahl

Je nach Auswahl werden die zusätzlich erforderlichen Eingaben freigeschaltet.