Christine Mittmanns Baustatik Blog

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Selbstdefiniertes Stahlprofil, Beispiel für die Eingabe und Berechnung


In diesem Blog beschreibe ich die Eingabe, Arbeit und Berechnung von einem selbstdefiniertem Stahlprofil. Das fertige Beispiel kann hier (https://www.die.de/baustatik/baustatik-blog-beispiele-2.zip) heruntergeladen werden.

Nach dem Herunterladen müssen die Dateien entpackt und in einen beliebigen Projektordner kopiert werden. Anhand dieser Beispiele lassen sich die Erklärungen in diesem Blog einfach nachvollziehen.


Manchmal hat man das Problem, dass es kein passendes Stahlprofil in der Datenbank gibt. In solch einem Fall können Sie mit Hilfe des Programmes Stahlprofil ein eigenes Profil definieren. Das Profil können Sie dann in unseren 3D Programmen verwenden.

Dazu öffnen Sie wie gewohnt das gewünschte Programm.

Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten ein Profil zu definieren. Sie können Step by Step jeden Knoten einzeln definieren und das ganze dann mit Blechen verbinden. Oder, Sie nehmen sich die vorhandene Datenbank zu Hilfe. Das geht wie folgt:

Mit Datei -> Erzeugen kann eine vorhandene Profilgeometrie importiert werden.

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Damit öffnet sich die Datenbank für die Stahlprofile. Hier wählen Sie das Profil, welches für Sie die neue Grundlage bilden soll.

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Nach der Auswahl mit OK bestätigen, jetzt zeigt sich der HEA 260 in der Graphik.

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Diesen Querschnitt können Sie erweitern und abändern.

Dazu können Sie z.B. die Knoten 6; 5 markieren und mit dem Button Geometrie verschieben werden diese Knoten um einen gewünschten Wert in die gewünschte Richtung verschoben. Hier werden die Angaben in mm gemacht.

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Danach öffnen Sie in der Dokumenten- Ansicht mit einem rechts Klick auf Bleche den Befehl Bleche graphisch erzeugen.

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Nun werden die Knoten miteinander verbunden.

Danach öffnet sich folgendes Fenster.

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Hier tragen Sie die gewünschte Blechstärke ein.

So könnte es aussehen.


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Zum ändern z.B. der Blechstärke, das gewünschte Blech doppelt klicken und die Blechstärke ändern. Genauso wenn bei vorhandenen Knoten die Koordinaten geändert werden sollen. Es könnte auch ein weiterer Querschnitt hinzugefügt werden.

Dazu wiederholen Sie die Schritte Datei -> Profilgeometrie importieren.


Zu jeder dargestellten Profilgeometrie erhalten Sie auch die entsprechenden Querschnittswerte.

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Haben Sie den entsprechenden Querschnitt definiert, sollte dieser unter einem sinnvollen Namen abgespeichert werden.

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Danach können Sie diesen Querschnitt in den 3D Programmen nutzen.

Dazu wechseln Sie in ein entsprechendes Dokument.

Sie finden diesen Querschnitt unter beliebiges Schweissprofil.

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Das alles könnte im Rahmenprogramm so aussehen.

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Vouten mit selbstdefinierten Profilen


In einigen Fällen ist es erforderlich, in ein System eine Voute mit selbstdefinierten Profilen einzubauen. Dazu muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Knoten und die Blechnummern in den beiden Querschnitten identisch sind.

Warum ist das so wichtig? Was passiert mit den Querschnitten wenn diese in ein System übernommen werden?

Alle Querschnitte bestehen aus Knoten und Blechen.

Bei einer Voute in einem System, versucht das Programm die Knotennummern und Blechverläufe der Querschnitte miteinander zu verbinden.  Hier sieht man was im Hintergrund passiert. Smiley

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Wählen Sie die Vouten aus den Standardquerschnitten,  können nur die Querschnitte des gleichen Typs miteinander verbunden werden. Z.B. IPE 120 am Anfang und IPE 300 am Ende

Werden jetzt zum Beispiel nur Knotennamen vertauscht, sieht das Ganze schon anders aus.

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Um zu gewährleisten, dass die Querschnitte richtig miteinander verbunden werden können, gibt es die Möglichkeit, den Anfangsquerschnitt zu erstellen und abzuspeichern. Als Endquerschnitt wird der Anfangsquerschnitt unter einem anderen Namen abgespeichert. Danach können die Knotenkoordinaten und Blechstärken geändert werden. Achten Sie darauf, dass es sich bei der Einheit um mm handelt!!!!!

Selbst eine veränderte Richtung der definierten Bleche führt zu den gleichen Problemen.

In den obigen Fällen kann der Profileditor zwar die Querschnittswerte des einzelnen Querschnitts ermitteln. Somit ist der Querschnitt erst mal nicht falsch oder kaputt. Doch beim Einfügen in ein System führt das zu dem Problem, dass die gewählten Stäbe nicht zu bemessen sind.  Erstauntes Smiley