Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Windows XP umsonst...

Chris Sells (von Microsoft) meint, man sollte einfach allen Anwendern von Windows 9.x ein kostenloses Update auf Windows XP SP2 spendieren.

Andererseits: Wer jetzt noch nicht von 9.x auf XP (oder 2003) umgestiegen ist, der wird das wohl auch mit einer kostenlosen CD nicht tun.

Ist aber trotzdem ein netter Gedanke. :-)

Gibt es noch neue Features für einen VW Golf von 1995? Praktisch jede Software die heutzutage erscheint unterstützt noch Windows 95. Außnahme: Managed .Net Code, denn .Net unterstützt nur noch Windows 98.

Probleme mit dem Download der Software

Sie können die Updates unserer Statikprogramme und auch die Studentenversionen ja einfach von unserem Webserver herunterladen. Nun hatte ich heute eine Nachfrage deswegen, die ich schon häufiger gehört habe - und die ich hier kurz weitergeben will.

Der Kunde wollte die Programme runterladen, und ging also in den Download-Bereich. Das klappte auch wunderbar. Wenn er aber auf eines der Downloads klickte bekam der die Meldung 'Server nicht gefunden'.

Das irritiert in sofern, als man sich ja bereits auf dem Server befinden muss um den Download-Link anzuklicken. Die Downloads befinden sich nämlich auf dem gleichen Rechner wie die Website.

Es wollte aber einfach nicht gehen. Nach einigem hin- und her wurde der Schuldige dann gefunden: Der Kunde setzte die kostenlose Personal Firewall von Sygate ein.

Nun sind Firewalls eigentlich dafür da einen vor Angriffen von außen zu schützen - und nicht dazu, einen am runterladen von Dateien zu hindern. Sygate sieht das aber offenbar anders: Nach dem kurzzeitigen abschalten der Firewall klappte der Download genau so, wie erwartet.

Es kann aber kaum der Sinn der Sache sein das Ding jedesmal ausschalten zu müssen, wenn man eine Datei runterladen will. Mein Vorschlag wäre die Suche nach einer Alternative.... (Die in Windows XP eingebaute Firewall ist übrigens ganz brauchbar - als Desktop-Firewall reicht die sicherlich aus.)

Internet Explorer zeigt immer deutsche Seiten an. Warum?

Fehlermeldungen am Rechner sind meist in englischer Sprache - zumindest die Fehlermeldungen die hartnäckig immer wieder auftauchen und deren Ursachen schwer zu finden sind. Startet man mit der Fehlermeldung eine Google-Suche, dann liefert die sehr oft einen Link zu einem Knowledge Base - Artikel bei Microsoft. Schon auf Google kann man sehen das es sich dabei auch um einen englischen Text handelt.

Den will man dann lesen, klickt auf den Link - und bekommt eine deutsche Webseite. Mit deutschem Inhalt. Bei dem man dann erst einmal alles zurück-übersetzen muss, um den richtigen Kontext zu haben. Aergerlich.

Und ganz gleich was man versucht um den englischen KB-Text zu bekommen: Nichts hilft. Man landet immer auf der deutschen Seite. Sowas kann einem nicht nur bei Microsoft passieren, sondern bei praktisch jedem großen Hersteller der mehrsprachige Web-Angebote hat.

Es stellen sich also zwei Fragen:

  • Woher zum Henker wissen die das man aus Deutschland stammt oder zumindest deutsch spricht und
  • Wie kommt man nur an die englischen Original-Texte die man gern hätte dran?

Die Lösung ist verblüffend einfach: Man teilt der Webseite selbst mit, das man deutsch spricht, deutschen Inhalt bevorzugt, und darum liefert die einem auch die deutsche Übersetzung statt des englischen Originals. Wenn man dem Webserver nicht länger sagt das man was deutsches will - dann bekommt man auch nichts deutsches.

Im Internet-Explorer stellt man das unter 'Extras -> Internetoptionen' ein. Der Befehl öffnet einen Dialog mit mehreren Reitern, man braucht den Reiter 'Allgemeines'. Da findet sich unten eine Reihe mit Buttons, und einer davon ist mit 'Sprachen...' beschriftet.

Dieser Button öffnet einen Dialog auf dem man die bevorzugten Sprachen einstellen kann. Vorn Haus aus steht da drin 'Deutsch (Deutschland)[de]' - und darum bekommt man auch die Seiten, die man gar nicht will. Wenn man in diesem Dialog noch Englisch (USA) [en-us]' einträgt und diesen Eintrag an die erste Position in der Liste stellt, dann kann man auch die richtigen KB-Artikel lesen.

Update: XRST, XEST, XPLA, XDUR, XBEM

XPLA (Plattenberechnung mit FEM) :

  • Wenn bei DIN 1045-1 eine Fugenart zur Schubbemessung eingegeben wird, muss auch eine Fugenbreite eingegeben werden. Dies wird nun überprüft.
  • Beim textuellen Ausdruck der Ersatztrapezlasten von Streckenlagern wurde bei den Werten für MaxVz kNm anstatt kN als Einheit angegeben.
  • Unterzüge nach EC2 konnten teilweise nicht berechnet werden.

XRST, XEST (Rahmentragwerk, eben und räumlich):

Die Ermittlung einer zu großen Bewehrung bei Berechnungen nach DIN1045-1 und EC2 bei mittigen Zugkräften wurde korrigiert.

XDUR(Durchlaufträger):

Wenn bei DIN 1045-1 eine Fugenart zur Schubbemessung eingegeben wird, muss auch eine Fugenbreite eingegeben werden. Dies wird nun überprüft.

XBEM(Biegung mit Längskraft nach DIN 1045, DIN 1045-1 und EC2):

Die Ermittlung einer zu großen Bewehrung bei Berechnungen nach DIN1045-1 und EC2 bei mittigen Zugkräften wurde korrigiert.

Statiksoftware: Installation im LAN

Wenn Sie unsere Baustatik-Programme in einem LAN einsetzen, und wenn dieses LAN einen etwas größeren Umfang hat, dann werden Sie vielleicht daran interessiert sein, das alle Clients immer die richtigen (aktuellen) Versionen aller Statikprogramme installiert haben.

Der ultimativ richtige Weg ist dabei sicherlich der, den Systems Managment Server zu verwenden. Der ist allerdings nicht ganz billig , will verwaltet werden - und ist außerdem auch für LANs gedacht, die deutlich größer sind als die in gängigen Bauingenieur-Büros.

Eine deutlich einfachere Lösung ist dabei ein Login-Script das automatisch nach dem anmelden am Client ausgeführt wird. Das kann Windows (NT, 2000, XP, 2003) ganz von selbst; wenn man einen Windows Server einsetzt sogar zentral verwaltet. Am einfachsten ist es dann, wenn man ein MSI File zum installieren der Software hat. Dummerweise bieten wir das nicht an. (Das wird sich aber mit kommenden Paketen ändern: Die werden aus managed code bestehen und per MSI installierbar sein.)

Was wir aber anbieten ist das CD-Image unserer Statikprogramme zum download. Leider kann man das nun wieder nicht automatisiert installieren lassen.

Es gibt aber eine Lösung die mit ein wenig Aufwand für ein kleines Büro praktikabel ist.

  1. Auf allen Workstations (Clients) muss unsere Statiksoftware einmal vollständig installiert werden. Das ist wichtig, damit alle Registrierungsvorgänge und Systemdateien vorhanden sind.
  2. Danach sucht man sich eine Workstation aus. Das wird die Workstation von der aus in Zukunft die Updates ausgeführt werden.
  3. Dann braucht man ein einfaches Login-Script das per Xcopy einfach den Aus \Programme\Die von der 'Update' Workstation auf die lokale Workstation kopiert. (Zugegeben: Das ist nicht besonders elegant - aber es funktioniert.)
  4. Dieses Skript wird natürlich auf allen Clients verwendet.
  5. Liegt nun ein neues CD-Image vor, installiert man dieses einfach auf dem 'Update' Workstation: Beim nächsten Login erhalten dann alle Clients automatisch die neuen Versionen.

Dabei gibt es nur eine Sache zu berücksichtigen: Wenn Sie eine Work&Cash Lizenz verwenden, dann läuft auf den Clients vermutlich der Timeserver. (Das kleine rote 'D' in der Taskleiste.) Weil das Programm aber ebenfalls beim 'login' gestartet wird, kann Xcopy fehlschlagen und das Update läuft nicht durch.

Sie können das auf zwei drei Arten umgehen:

  1. Sie verwenden einen Timeserver-Server Rechner und konfigurieren die Clients so, das sie sich mit diesem Rechner verbinden. Dann werfen Sie den Link zum Timeserver auf den Clients einfach aus 'autostart' raus.
  2. Sie verwenden weiterhin lokale Timeserver auf den Clients. Den Link dazu entfernen Sie aber aus der 'autostart' Gruppe. Statt dessen starten Sie die Timeserver im Login-Script nachdem die Dateien per Xcopy transferiert wurden.
  3. Sie verwenden den Parameter /c bei Xcopy. Allerdings werden dann auch andere Fehler ignoriert. :(

 

Warum C# kein 'const' hat

Die kurze Begründung gibts bei Eric Gunnerson, die etwas längere bei Stan Lippman.

Im Wesentlichen läuft es darauf hinaus: Die CLR (die .NET Common Language Runtime) unterstützt 'const' nicht - und C# darum auch nicht.

Wieso die CLR das nicht unterstützt kommt nicht ganz raus; offenbar gibt es aber Probleme mit einige Sprachen bei denen 'const' nicht ohne weiteres eingebaut werden kann, mit denen aber auch für die CLR programmiert werden können soll.

Update: Daraus hat sich eine interessante Diskussion mit Raymond Chen ergeben. Es läuft darauf hinaus, das die CLR kein 'const' hat, weil das zu Problemen mit Visual Basic führen würde, was wiederum dazu führt das die interoperabilität von Code aus verschiedenen Sprache gestört wäre.

Ich halte das für ein ziemlich dürftiges Argument.

Google-Magie

Heute morgen war der Google Page Rank meines Blogs bei 0. Zero. Nothing. Eigentlich kein Wunder - das Ding ist ja gerade mal einen Monat und ein paar Tage alt.

Heute mittag (etwa um 12:00) sprang er auf drei. 3 von 10 (das Maximum) - gar nicht schlecht, dachte ich mir.

Jetzt (15:00) steht er bereits bei 5. Wow. 

Irgendwann muss ich einmal herausfinden, wie die das eigentlich ausrechnen. Herausfinden welchen Page-Rank man hat, kann man mit dem Google-Toolbar. Wer also fürs eigene Büro auch eine Website betreibt, für den kann das installieren des Toolbars schon interessant sein: Je höher der Page-Rank, um so weiter oben landet man in den Suchergebnissen bei Google - und bei allen Diensten die Google verwenden. Wie zum Beispiel a9.com.

Bei der Gelegenheit: Mir ist aufgefallen das es eine ganze Menge von D.I.E. Anwendern gibt die eine eigene Webseite betreiben - aber im Auszug aus unserer Kundenreferenz nicht auftauchen. Wer dort gern stehen möchte und verlinkt sein will: Einfach melden.

Der Nutzen von Raubkopien

Mit genug Geduld findet man im Internet Raubkopien von allem. Auch von unserer Statiksoftware. Kostet 66 Dollar wenn man sich die Sache selbst von einem FTP-Server runterlädt, ansonsten kommen noch Kosten für den Courier-Dienst dazu.

Ich frage mich für wen so ein Angebot gedacht ist und wer es nutzt.

Für einen Studenten mag es nach einem richtig gutem Deal aussehen: Zugriff auf ein komplettes Paket aus Baustatik-Programmen, alles was man fürs Studium braucht (und noch eine ganze Menge mehr) - und das für nur 66 Dollar. Der Deal sieht aber schon viel schlechter aus wenn man berücksichtigt, das man als Student unsere Vollversionen kostenlos einsetzen kann, und zwar so lange wie man will. Ohne irgend welche Einschränkungen. Die Studentenversion ist einfach der bessere Deal, meiner Ansicht nach. :-)

Wer professionell mit unserern Statikprogrammen arbeitet hat da unter Umstäden schon einen größeren finanziellen Vorteil: Statt eines Work & Cash Vertrages den es ab 450 Euro gibt, nur 66 Dollar (plus Courier-Dienst-Kosten): Das mag verlockend klingen.

Dummerweise gibt es dann natürlich keinen Support. Und vor allem: Auch keine Updates. Davon gab es in diesem Jahr (je nachdem wie man das zählt) schon etwa 40 Stück. Teilweise behoben die Updates Fehler, teilweise fügten sie neue Funktionalität hinzu. Dazu gehört unter anderem auch der zunehmende Support für die neue DIN. Kann ja nicht schaden wenn man sowas hat; spätestens in einigen Monaten ist das Pflicht.

Will man nun beim Raubkopierer seines Vertrauens an die neuen Versionen kommen wird das schnell lästig, denn der will natürlich jedesmal seine 66 Dollar sehen. Mit der Summe die ein kleiner Work&Cash Vertrag kostet schafft man es also auf etwa 7 Updates im Jahr: Das geht also schneller ins Geld als man meinen möchte.

Achso: Support bietet der freundliche Raubkopierer übrigens auch nicht. Auch nicht per eMail. Macht nichts, denn der spricht eh' kein deutsch, sondern nur so eine Art englisch... ;-)

Windows-Fehlercodes: Finden und verstehen

Moderne Windows-Versionen (und Windows-Anwendungen) protokollieren Fehlerbedingungen in Event-Log. Der Event-Log ist ein Log der allen Anwendungen und auch Windows selbst zur Verfügung steht: Dort landen nicht nur Fehler, sondern auch Warnungen und informative Hinweise.

Ansehen kann man sich das Log mit dem Ereignisbetrachter. Das Programm findet sich bei Windows XP zum Beispiel bei den administrativen Tools.

Dummerweise ist die Information im Ereignisbetrachter immer etwas dürftig. Das liegt nicht zuletzt daran, das immer nur eine Zeile pro Ereignis zur Verfügung steht. Allerdings: Jedes Ereignis hat einen Fehlercode und eine Angabe namens 'Quelle'.

Das ist schon seit den Zeiten von Windows NT 3.1 so - nur hat man noch nie viel damit anfangen können. Bis jetzt.

Hilfe - der Durchlaufträger kann keinen Kragarm

Wir scheinen ganz gut darin zu sein ein paar Dinge zu verstecken.... - aber wirklich ganz ohne Absicht. Folgendes passiert:

Man gibt einen Durchlaufträger ein. Das erste Feld, das zweite Feld, das dritte Feld - fertig. Dabei hat man schon alle Querschnitte und Materialien eingegeben. Und auch die Lagerungsbedingungen. Jetzt ist man fertig, und will noch rechts einen Kragarm dranhängen. Also - ganz einfach - noch ein Feld erzeugt..... und - verdammt !

Das Ding hat nämlich eine Lagerung am Ende. Etwas ungünstig für einen Kragarm. :-)

Der Grund dafür ist der: Wir versuchen es ihnen einfach zu machen, unsere Baustatik Programme zu verwenden. Wirklich. Letztlich gibt es nur zwei Arten in denen ein Durchlaufträger aufhören kann: Entweder er ist am Ende gelagert, oder er hat am Ende einen Kragarm. Für den Fall das er am Ende gelagert ist, ist es aber sehr wahrscheinlich das dort die gleiche Lagerungsbedingung vorliegt, wie am Anfang. Und genau den Fall verwendet das Durchlaufträger-Programm als Vorgabe. Ergebnis: In etwa 50 % aller Fälle hat man am Ende ein magisch erscheinendes, richtiges Lager - in den anderen 50% ist man am fluchen weil man das Auflager nicht will.

Ich hoffe Sie verstehen das Problem: Egal was wir tun - in der Hälfte der Fälle ist es das falsche. Sorry dafür. ;-)

Man wird das Auflager aber natürlich los. Wie das steht in der FAQ.... - was es wirklich tut; aber ich schreibe es hier natürlich auch nochmals hin: Sie müssen einfach nur über den Menüpunkt zum Einstellen der Optionen auf dem Reiter 'Allgemeines' den richtigen Schalter ausmachen - dann ist auch das Lager am Ende weg. (Natürlich fluchen Sie dann beim nächsten mal wenn Sie eben keinen Kragarm wollen - Sorry auch dafür :-) )