Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Zwei praktische Toolbars in XP

In Windows XP gibt es an allen möglichen Stellen praktische Helfer - die man oft leider nicht ohne weiteres findet. Mit einem Rechtsklick auf den Taskbar kommt man an zwei davon dran: Das Objekt-Menü der Taskleiste hat zwei praktische Befehle unter dem Menü 'Symbolleisten':

1. Desktop
2. Schnellstart

Das Desktop-Kommando
Damit bekommen Sie einen kleinen Doppelpfeil an den rechten Rand des Taskbars. Auf den kann man klicken, und das öffnet dann ein Menü mit den wichtigsten Ordnern (Eigene Dateien...) und allen Links und Programmen die sich auf Desktop befinden. Man kann damit also zum Beispiel ein Programm starten dessen Icon von einem Anwendungsfenster verdeckt ist.

Das Schnellstart-Kommando
Das Kommando gibt Ihnen eine Mini-Toolbar innerhalb des Taskbars: Da kann man Verknüpfungen reinziehen, und damit die wichtigsten Programme besonders einfach finden und besonders schnell starten.

Delegates mit mehreren Return-Werten

In C# kann ein Delegate mehrere Methoden haben die im zugeordnet sind. (Die Methoden werden ja mit += zugewiesen, und nicht mit = ).

Angenommen man hat einen delegate der einen Rückgabewert hat:

delegate int GetResult( int paramerter );

Und weiter angenommen, diesem Delegate sind mehrere Methoden zugeordnet. Welchen Rückhabewert erhält man nun, wenn der Delegate zurückkehrt?

Antwort: Man bekommt den Rückgabewert der zuletzt aufgerufenen Methode des Delegate. Wenn das nicht ausreicht, kann man mit GetInvocationList() alle zugehörigen Methoden ermitteln und diese einzeln aufrufen. Das muss man dann aber manuell machen.

Dank an Eric Gunnerson.

RSS Reader im Browser

Wer sich lieber keinen RSS Reader installieren möchte, den kann man aber vielleicht von einem kostenlosen in den Internet Explorer integrierten RSS-Reader überzeugen: Pluck.

Wer diesen Text mit seinem Browser liest, den interessiert vielleicht das hier: Was ist RSS ?

D.I.E. Statiksoftware - jetzt auch im Buch vertreten

Vom Bauwerk-Verlag erscheint im Juni ein neues Nachschlagewerk für Bauingenieure. Herausgeber ist Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher von der HTWK Leipzig.

Und drin im Buch ist auch eine CD mit den aktuellen Baustatik-Programmen von uns, zum ausprobieren für mehrere Wochen. Dieses Buch ist übrigens überhaupt der Grund für den neuen CD-Browser auf unserer CD. Wenn man sich den Shot vom April genauer ansieht, dann gibts da nämlich auch einen Menü-Eintrag 'Zusatztexte zum Buch'. Dieser Menü-Eintrag ist auf der normalen CD nicht vorhanden: Bei der CD im Buch finden sich darunter zusätzliche Informationen, die im gedruckten Werk nicht enthalten sind.

Mehr Informationen zum Buch gibts bei Amazon.

Räumliches Tragwerk: Graphik schneller machen

Wenn Sie beim Tragwerksprogramm besonders viele Stäbe haben, dann führt das bisweilen dazu, das die Anzeige der Graphik ein wenig lahm wird. Mit vielen Stäben sogar sehr lahm.

Es gibt einen Weg die Anzeige zu beschleunigen - und zwar in zwei Stufen. Stelle Sie als erstes sicher, das unter Werkzeuge -> Optionen -> Sonstiges die Option 'Querschnitte mit hoher Detailgenauigkeit' ausgeschaltet ist. Besonders Profile mit Rundungen sehen dann zwar nicht mehr so hübsch aus - werden aber um ein Vielfaches schneller gezeichnet. (Natürlich können Sie die Anzeige der Querschnitte in den Optionen auch einfach ausschalten...)

Die zweite Performance-Verbesserung erhalten Sie ebenfalls durch einen Verlust an Schönheit: Stellen Sie alle Strichstärken (für die Anzeige, nicht fürs drucken) auf '0'. Das beschleunigt alle Zeichenvorgägnge wesentlich mehr, als man meinen sollte.

Der letzte Tipp funktioniert übrigens bei allen unseren Statikprogrammen, bringt aber am meisten beim Tragwerksprogramm und beim Programm für Plattenberechnungen.

Die Taskleiste verrutscht immer

Auch eine Sache die ich an fremden Rechnern immer wieder sehe, wenn ich jemandem über die Schulter schaue: Eigentlich soll irgendein Button auf der Taskleiste angeklickt oder ein Fensterrand woanders hingezogen werden - aber der Klick oder die Mausbewegung verrutscht und statt dessen befindet sich die Taskleiste plötzlich an einer anderen Stelle auf dem Bildschirm. Oder sie ist doppelt so hoch wie normal. Oder noch größer.

Das muss alles nicht passieren, wenn man das Ding einfach fixiert. Dazu zieht man die Taskleiste einmal an die Stelle an der man sie haben will und bringt sie dann auf die Größe die man haben will. (Vermutlich ist das meist am unteren Bildschirmrand, und genauso hoch wie der Start-Button).

Dann klickt man auf einen freien Bereich der Taskleiste und im dann sichtbaren Objektmenü auf 'Taskleiste fixieren'. Danach bewegt sich das Ding nicht mehr, und wird auch nicht mehr unbeabsichtigt vergrößert oder verkleinert.

C# 2.0 Spezification: Updates ab sofort verfügbar

Die Spezifikation für C# V2.0 ist ab sofort in einer neuen Version verfügbar. Die neue Infos betreffen Generics, Iterators, anonyme Methoden partielle Klassen und 'nullable types'. (Das Ding liegt als Word Dokument vor.) Tatsächlich verfügbar werden die neuen Sprachfeatures aber eigentlich erst mit Visual Studio 2005. Also in einem Jahr. Die Sache hat also keine besondere Eile :-).

Wieso eine DLL Probleme in mehreren Programmen beseitigt

Im Normalfall empfehle ich bei Updates der Statikprogramme grundsätzlich die Installation des CD-Rom Images aus dem Download-Bereich. Das macht die Sache schmerzfrei und stellt sicher, das wirklich immer alle Komponenten vorliegen - und man muss trotzdem nur eine einzelne Datei runterladen.

Trotzdem stellen wir manchmal (heute zum Beispiel :-)) auch einzelne DLLs im 'Patch' Ordner als Download zur Verfügung. Ich rate davon ab diese Patches zu benutzen - möchte aber trotzdem aus einem anderen Gesichtspunkt einmal auf diese DLLs eingehen. Es stellt sich in diesem Zusammenhang nämlich eine interessante Frage: Warum kann eine einzelne DLLs eigentlich ein Problem in mehreren Programmen beseitigen?

Dazu muss man wissen, wie sich Windows-Programme zusammensetzen können (und das im Fall unserer Baustatik-Software auch tun).

Ein Programm besteht aus einer Menge an Einzelteilen: Es gibt vom Computer ausführbaren Code, es gibt statische Daten (wie zum Beispiel die Icons oder die Texte auf den Menüs), es gibt Datenbibliotheken (wie zum Beispiel die Materialdatenbank) und vieles mehr.

Nun ist es so, das sich einige Teile davon eignen, an mehreren Stellen wiederverwendet zu werden. Bei der Materialdatenbank ist das einsichtig: Natürlich macht es Sinn, das alle Programme auf die gleiche Datenbank zugreifen - schließlich sind es ja auch immer die gleichen Materialien um die es geht.

Man kann aber eben nicht nur Daten, sondern auch Programmcode wiederverwenden. Zum Wiederverwenden von Programmcode gibt es diverse Methoden, und eine davon ist die, den Code in eine DLL zu packen. Die DLL wird dann erst zu dem Zeitpunkt mit einem Programm verbunden, zu dem das Programm (also die Datei mit der Erweiterung .EXE) gestartet wird - und nicht schon auf dem Rechner des Entwicklers, wie das mit dem Rest des Programmcodes der in der .EXE-Datei vorliegt geschehen ist.

Ist der Programmcode aber auf diese Art ausgelagert worden, kann er von jedem Programm benutzt werden. Effekt: Hat der Code in der DLL einen Fehler - dann tritt der auch bei allen Programmen auf, die die DLLs benutzen.

Beseitigt man den Fehler, dann sind auf einen Schlag mehrere Programme einen Fehler los. Und genau das ist der Grund, warum eine einzelne DLL mehrere Programme auf einen Schlag korrigieren kann.

Update: Materialauswahl, Trägerbohlwand, Durchlaufträger, Mauerwerk, Spannbetonträger

Mehr Komfort bei der Materialauswahl

Bei der Materialauswahl ist es möglich selbst definierte Materialien zu verwenden. Die selbst definierten Materialien werden in der Materialdatenbank auf dem lokalen Computer abgelegt. Wenn man Eingabedaten mit solchen Materialien auf einem anderen Computer verwenden wollte, dann musste man bisher entweder die Materialdatenbank ebenfalls auf den anderen Computer kopieren, oder man musste die einzelnen Materialien einmalig in der Materialtabelle öffnen. Mit diesem Update ist das nicht länger notwendig: Die Materialien werden dabei automatisch in die Materialdatenbank des lokalen Computers eingetragen, wenn sie dort noch nicht vorliegen.

XSPUN (Spundwand und Trägerbohlwand)

Bei der Berechnung von Trägerbohlwänden wurde der aktive Erddruck unterhalb des Addtionsnullpunkts teilweise nicht richtig berücksichtigt wurde. Das ist mit diesem Update nicht mehr der Fall.

XUDR (Durchlaufträger)

Beim Durchlaufträger wurden zwei Probleme behoben:

  • In einigen Fällen konnte die Berechnung nicht durchgeführt werden, wenn eine 15% Abminderung gewünscht war.
  • Wenn bei einer Bemessung von Stahlträgern in verschiedenen Feldern unterschiedliche erforderliche Trägerprofile ermittelt wurden, so wurde dies nicht in den Eingabedaten, sondern lediglich bei den Ergebnissen dokumentiert. Ab sofort werden die unterschiedlichen Trägerprofile auch in den Eingabedaten protokolliert.

XMAU (Mauerwerk)

Beim Mauerwerksprogramm wurde die Online-Hilfe aktualisiert. Außerdem wurden zwei Probleme behoben:

  • Bei Stahlbetonwänden mit seitlichem Windschub kam es beim genaueren Verfahren zum Absturz.
  • Der Stein LLz erzeugte beim vereinfachten Verfahren einen Absturz.

XVOS (Spannbetonträger)

Beim Spannbetonträger wurden die folgenden Probleme behoben:

  • Bei Trägern mit veränderlicher Höhe wurde das Eigengewicht fehlerhaft ermittelt.
  • Der numerische Ausdruck der Rißbreitenbeschränkung nach DIN 4227 war vorübergehend nicht verfügbar.

Longhorn Community Preview

Habe es dieses Wochenende endlich geschafft mir die aktuelle Community Preview von Longhorn anzusehen. Longhorn ist die nächste Version von Windows, also der Nachfolger von Windows XP und soll 2006 fertig sein.

Nach meinem ersten Eindruck sind die zwei Jahre auch noch ganz gut angelegt: Ich war im großen und ganzen doch eher enttäuscht. Das ist im Wesentlichen auf drei Probleme zurückzuführen - aber die hatten es in sich.

Um der Sache Gerechtigkeit angedeihen zu lassen: Bei der Preview (die bekommt man, wenn man ein MSDN Abo hat) handelt es sich noch nicht um eine Beta, sondern um eine noch deutlich frühere Vorab-Version (bei der unter anderem große Teile des geplanten Userinterfaces Aero und praktisch alle Funktionen des neuen Dateisystems WinFS fehlen).

Meine Probleme bestanden darin, das

  • die Preview meine WLAN Karte (etwa 2 Jahre alt) nicht erkannte und ich darum keinen Internet-Zugang hatte
  • die Preview auch den NVidia Chipsatz meines Laptops nicht richtig unterstützte und die Graphik daher nicht nur in einer schlechten Auflösung zu sehen war, sondern obendrein wahnsinning langsam war. (Langsam := Man kann sehen, wie sich die Fenster stückchenweise aufbauen)
  • und ich obendrein mit 256 MB wohl viel zu wenig RAM im Rechner hatte, denn egal was man tat: Alles führte zu langwierigen Festplattenzugriffen.

Dadurch wurde die ganze Sache extrem langsam. So langsam, das ich in kürzester Zeit die Geduld verlor und die Kiste wieder abgeschaltet habe.

Hübsch ausgesehen hat es ja schon - nur nützt das eben nicht viel wenn man ansonsten nicht viel tun kann...

Ich werde aber natürlich auch weiterhin an der Sache dran bleiben, und Verbesserungen und zukünftige Eindrücke an dieser Stelle weitergeben. Bis dahin wird aber erst einmal wieder Windows XP Service Pack 2 RC1 auf dem Laptop installiert.

Wieso tu ich mir das eigentlich an?

... wäre eine durchaus legitime Frage. Die Antwort ist aber relativ einfach: Ich will natürlich zum einen möglichst früh wissen, wie wir mit der vorhandenen Statiksoftware umgehen müssen, um sicherzustellen das die draußen beim Kunden auch unter Longhorn läuft. Zum anderen möchte ich natürlich sicherstellen, das wir neue Features im Betriebssystem - sofern das geht - auch in unserer Software nutzen. Dazu muss man aber damit arbeiten und darunter entwickeln. Darum wird es meinerseits auch mit Sicherheit einen weiteren Versuch mit Longhorn geben.

Die neue FAQ ist da: Fragen und Antworten rumd um die Baustatik-Software und andere Programme und Tools von D.I.E.

Ab sofort ist die neue Version der FAQ auf www.die.de verfügbar. ( FAQ = Frequently asked questions := Häufig gestellte Fragen.)

Abgesehen das alle Inhalte nochmal gegengelesen worden sind (zumindest fast alle, wir sind noch dabei ein paar Reste zu bearbeiten) hat die neue FAQ einen wesentlichen Vorteil: Sie ist jetzt in das normale Such-Interface integriert.

Mit anderen Worten: Wenn Sie das Such-Feld auf der Startseite von www.die.de verwenden, dann wird jetzt auch die FAQ durchsucht. Bisher war das nicht so - man musste die FAQ mit der dort eingebauten separaten Suche durchsuchen.