Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Gebäudemodelle im Faltwerk


Vom Ingenieurbüro Bugert (iDB) habe ich gestern ein tolles Gebäudemodell fürs Faltwerksprogramm bekommen.

Enthalten sind etwas über 60 Stäbe, 16 Unterzüge und über 100 Faltwerkselemente.

Bei einem System dieser Größe merkt man dann, das die Ansicht mit versteckten Linien schon ein sehr praktische Sache ist:

Fast genauso praktisch wie die Möglichkeit, sich direkt im Bauwerk selbst zu bewegen um sich die Bauteile "von innen" anzusehen und zu bearbeiten:

Berechnet wir das ganze mit etwa 10.000 FE-Elementen. Die Vernetzung mit dem automatischen Netzgenerator braucht auf meinem Rechner etwa 70 Sekunden, die Berechnung selbst braucht dann nochmal ca. 15 Sekunden.

(Die Ergebnisse kann man sich natürlich auch "von innen" ansehen.)


Ein ärgerlicher Fehler


Kurz nach dem letzten Update (gestern) gab es heute gleich nochmal eines - und zwar wg. einer wirklich ärgerlichen Sache, die ich verbastelt hatte: Wenn man ein neues Dokument anlegen wollte, und wenn der Typ des Dokumentes zwingend die Angabe mindestens einer Norm vorsah (z.b.: Dach oder Faltwerks-Dokumente), und wenn man dann aber keine Norm angab - dann gab es erst eine "normale" Fehlermeldung, die direkt von einer "Exception" Fehlermeldung gefolgt wurde.

Ansonsten hatte das weiter keine Auswirkungen: Man konnte einfach nochmal auf "Neues Dokument" klicken und dieses Mal eine Norm auswählen - dann lief alles wie gewohnt weiter. Aber sehr unschön war das schon. Daher heute nochmals kurzfristig ein Update auf Version 1.10...


Update von "D.I.E. Baustatik"


Das Update ist sofort zu haben und wird auch über automatische Updates verteilt. Was sich im einzelnen getan hat, findet sich wie immer im Update-Protokoll im Download-Bereich. Zu ein paar Dingen will ich aber hier noch etwas ausführlichere Informationen weitergeben.

Änderungen bei "Kopieren und einfügen"
Bisher war es so, das beim "kopieren" sowohl die Eingabedaten als Tabellen, als auch die aktuelle Graphik als Bitmap auf die Zwischenablage gelegt wurde. Fügte man dann (z.b.) in Word per "einfügen" ein, bekam man die Tabellen - die Graphik erhielt man per "einfügen als". Die Tabellen der Eingabedaten waren aber nicht sehr hilfreich, weil unschön formatiert. Das kam daher, das die Formatierung "automatisch" erledigt wurde. Nun ist es aber so, das man ja über den "Ausdruck" und die Ausgabesteuerung ebenfalls an diese Daten kommen kann - und zwar hübsch formatiert. Um also nun die Eingabedaten nach Word zu bekommen, verwendet man im "Drucken" Menü den Befehl "Druckausgabe exportieren", exportiert dann in in HTML-Datei  und lädt diese dann in Word: Pronto - hübsch formatierte Tabellen.

Makros
Bisher war es offenbar so, das die Makros auf einigen Systemen überhaupt nicht ausgeführt werden konnten. Das sollte ab sofort anders sein - man kann sich also so langsam da mal dran wagen. Im Makro-Umfeld werde ich demnächst auch ein paar Blog-Einträge hinterlassen.

Archivieren
Hier gilt das gleiche wie bei den Macros: Auf einigen Systemen ging es partout nicht. Auch das sollte nun behoben sein.


Kampf der Zahlenformate


Vor kurzer Zeit hatte ein Kunde Probleme mit dem Faltwerksprogramm: Die Dicke seiner Faltwerkselemente war immer 0 - ganz egal, welchen Wert er eingegeben hatte. Dieses Problem konnten wir auch mit viel Mühe nicht reproduzieren: Egal was wir versuchten, bei uns kam immer die Dicke raus, die man haben wollte.

Einige Tage später hatte ein anderer Kunde das gleiche Problem - und zufällig haben wir bemerkt, das beide Kunden aus der Schweiz stammten. Das war dann tatsächlich auch der Ansatz für die Lösung des Problems. Wenn man bei Windows das Zahlenformat der Schweiz verwendet, dann ändert sich dieses Format ganz erheblich. Im Bild sieht man oben das deutsche Format, und unten das schweizerische.

Die Hochhaken hatten dann den Formatierungscode auf unseren Dialogboxen durcheinandergebracht - die textuelle Repräsentation der Zahl konnte nicht umgewandelt werden (außerdem hat das NumericUpDownControl mit schweizer UI auch Probleme mit dem "Komma" (,) - und zwar in der Form, das es keine annimmt) - was dazu führte das immer eine 0 angezeigt wurde, wenn man den Dialog öffnete. Bestätigte man den dann mit OK, wurde die 0 ausgelesen und dem Element zugewiesen: Schon hatte es keine Dicke mehr.

Im nächsten Update (morgen verfügbar) ist das aber raus...


Updates stehen vor der Tür


Für die "Baustatik" steht das nächste Update an: Wir wollten es eigentlich schon letzte Woche veröffentlichen (vor allem, weil es ein paar sehr ärgerliche Probleme mit dem Ausdruck beim Dach nach neuer Holzbaunorm gab) - haben die Sache aber noch etwas rausgezögert. So wie es nun aussieht, gibts das Update morgen.

Grund: Wir wollten alle uns gemeldeten Abstürze - egal welcher Natur - zuvor etwas näher untersucht haben. Dazu würde ich gern ein wenig mehr erzählen.

Wenn ein Absturz auftritt, dann zeigt das Programm eine graue (zugegeben: Könnte hübscher sein) Meldung an - die kann man mit OK bestätigen oder Abbrechen. Auf den weiteren Verlauf der Arbeit hat das keinen Einfluss; im Normalfall kann man danach einfach weiterarbeiten - im schlimmsten Fall muss man das momentan geöffnete Dokument schliessen und dann neu laden.

Wenn man die Meldung mit OK quittiert - und mucho-please: Tun Sie das - dann werden Informationen über den Zusammenhang des Absturzes an unseren Webserver geschickt. Der schickt die dann weiter, und irgendwann landen diese Informationen als "Fall" in unserem Bug-Tracking System. Diese Fälle schauen sich dann die "zuständigen" Entwickler an.

Manchmal ist der Fehler ganz offensichtlich, wird beseitigt - und tritt dann ab dem nächsten Update nicht mehr auf. In anderen Fällen liegt die Sachlage aber anders: Die Position des Fehlers ist alles andere als eindeutig - und der Grund deswegen praktisch nicht ohne weitere Informationen ermittelbar.

In solchen Fällen grenzen wir den Fehler soweit ein wie es uns möglich ist, und behandeln ihn lokal. Bei dieser Behandlung sammeln wir "manuell" soviele Informationen über den Zustand der abgestürzten Methode ein, wie irgend möglich ist - und lösen einen neuen Fehler aus der: Die "Fall-Nummer" der ursrpünglichen Fehlers und eben diese eingesammelten Informationen im Meldungstext enthält. Tritt der Fehler nach dem nächsten Update also wieder auf und wird an uns gemeldet (Falls ich das noch nicht erwähnt haben: Bitte tun Sie das!) - dann sollten wir mit etwas Glück ausreichende Informationen haben, um das Problem dann ein weiteres Update-Intervall später aus der Welt zu haben.

Ung genau dieses Einsammeln hat von Informationen hat sich bei der aktuellen Version etwas nach hinten verschoben (wir waren nämlich zeitgleich dabei, umfangreiche neue Features vorzubereiten... die gibt es aber noch nicht im nächsten Update, daher melde ich mich dazu zu einem späteren Zeitpunkt nochmal.)