Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Hilfe unter Windows Vista

Aus mir nicht ganz klaren Gründen liefert Microsoft unter Vista das Hilfe-Programm zur Anzeige von .hlp-Dateien nicht mit aus. Als Resultat davon kann man Hilfedateien die in diesem altem Format vorliegen von Haus aus unter Vista nicht anzeigen. Das trifft zum Beispiel auf einen Teil unserer Statikprogramme zu: Xdur, Xksn und Konsorten haben das Problem, die "Baustatik" nicht.

Das Problem ist aber leicht zu löschen: Dazu muss man nur das Hilfe-Programm von Microsoft herunterladen und installieren - dann geht auch die Hilfe wieder. Der Download befindet sich hier: Download WinHlp32

Vista: Netzwerkübersicht in einer Domäne

Im Netzwerk- und Freigabecenter von Vista gibt es rechts oben einen Link: Gesamtübersicht anzeigen

Wenn man da drauf klickt, dann sollte man eine Karte des lokalen LANs erhalten - einschliesslich von Routern und allen Computern (zumindest, wenn die auch mit Vista betrieben werden, oder wenn es sich um XP Geräte handelt bei der die dafür benötigte zusätzliche Komponente installiert wurde.)

Das passiert auch - aber nur bei einem Heimnetzwerk. Befindet sich der Rechner aber in einer Domäne, dann gibt es keine Netzwerkkarte, sondern nur die Meldung: "Network mapping is disabled by default on domain networks. Your network administrator can use Group Policy to enable mapping." (Die Erstellung einer Netzwerkübersicht ist in Domänennetzwerken standartmässig deaktiviert. Der Netzwerkadministrator kann eine Gruppenrichtlinie verwenden, um die Erstellung von Netzwerkübersichten zu aktivieren.)

Nur stimmt das leider nicht: Jeder Vista Rechner der zur Zeit in einer Domäne steckt, steckt in einer Windows 2003 Server Domäne (oder einem älteren Windows Server). Und der hat die notwendigen Group Policy Vorlagen schicht und ergreifend nicht. Man kann diese Einstellung erst dann über Group Policy vornehmen, wenn der Windows 2008 Server verfügbar und als Domain-Server eingesetzt wird.

Man kann die Sache aber sehr wohl über eine lokale Gruppenrichtlinie auf einem einzelnen Rechner lokal anwerfen. Wie das geht steht hier.

In der Pipeline...

... befindet sich eine neue Version von "Baustatik", die es in den nächsten Tagen geben wird. Wir haben diverse Probleme beseitigt (praktisch alle, die uns gemeldet wurden - bei ein paar davon bin ich mir nicht wirklich sicher, das sie komplett behoben wurden: Beim nächsten auftreten sollten aber passende Daten anfallen, mit denen die Reparatur dann tatsächlich möglich sein wird.)

Hauptsächlich gibt es aber dann auch einen eingebauten Biegedrillknicknachweis für Stabzüge im Faltwerksprogramm. Die Ergebnisse dafür finden sich, wie auch die von allen anderen Nachweisen und Bemessungen im "Bemessungs" Dialog, den man über das Ergebis-Menü öffnet. Für die Durchführung des Nachweises muss man zunächst einen Stabzug (für BDK) definieren, und dann eine (oder mehrere) passende Bemessungsgruppen anlegen.

Mit etwas Glück gibt es dann auch eine Funktion die von Xrst/Xpla bekannt war: Der Ausdruck der aktuellen Graphik auf Knopfdruck - also ohne, das man erst die Ausgabesteuerung verwenden muss. Sollte es für dieses Update nicht mehr klappen, wird diese Funktion aber spätestens im folgenden Update eingebaut sein.

Ein "interessanter" Fehler

Die Fehlersuche in Software kann manchmal interessante Aspekte der untersuchten Software ans Licht bringen. Heute hatte ich mal wieder so einen Fall: Das Faltwerksprogramm gab eine Fehlermeldung von sich, wenn ein Kunde versuchte, ein neues Profil an einen Stab zuzuweisen. Nun geht das normalerweise klaglos und ich machte mich daher auf die etwas längere Suche...

Wenn man den Dialog für Stabeigenschaften öffnet, dann gibts darauf einen Button, mit dem man ein neues Profil definieren kann. Klickt man da drauf, dann wird der erste Dialog (Stabeigenschaften) unsichtbar und der Dialog zur Profileauswahl wird geöffnet. Darauf wählt man dann ein Profil aus und klickt OK. Der zweite Dialog verschwindet dann, der erste erscheint wieder - und zeigt auch brav das neue Profil an.

Soweit, so gut. Wäre es nun so, das man, während der zweite Dialog geöffnet ist, nichts weiter mit dem Programm tun kann als eben ein Profil auszuwählen, so wäre alles in bester Ordnung. Nur ist das eben nicht so, denn wir hatten schon vor geraumer Zeit beschlossen, das man im Faltwerk keine Dialogboxen schliessen muss, bevor man andere Arbeiten erledigen kann - alle Dialoge sind also "nicht modal". Das ist praktisch: Man kann zum Beispiel zwei Stabdialoge gleichzeit geöffnet haben um die Eigenschaften der Stäbe zu vergleichen, oder auch die Koordinaten von Knoten A messen wärend man gerade die von Knoten B ansieht.

Und natürlich kann man auch sonst praktisch alles tun, was man möchte. Zum Beispiel kann man auch Elemente löschen.

Und das ist genau, was in diesem Fall passierte: Dialogbox A (die für den Stab) war unsichtbar und Dialogbox B (die mit den Profilen) wurde angezeigt. Und dann wurde der Stab gelöscht. Das führte dazu das die (unsichtbare) Dialogbox A geschlossen wurde - sie hatte ja keinen Stab mehr, den sie anzeigen konnte. Dialogbox B hat das nicht weiter berührt. Was auch kein weiteres Drama wäre, würde man die nun mit "Abbrechen" beenden. Das passierte aber nicht, sondern es wurde OK gedrückt.

Der Effekt davon: Nicht schön. Die Dialogbox wurde nämlich geschlossen, und weil sie mit OK geschlossen wurde, versuchte das Programm das auf der Dialogbox ausgewählte Profil im Stab auf Dialogbox A einzutragen. Die waren aber beide schon nicht mehr da. Blöde Sache...

Es ist mir nicht ganz klar wieso wir das bisher übersehen haben, aber in Zukunft ist das anders: Ab dem nächsten Update werden "Kind" Dialoge immer mitgeschlossen, wenn der "Vater" Dialog geschlossen wird. Dann kann sowas nicht mehr passieren.

(Der tatsächliche Vorgang ist noch etwas komplizierter weil insgesamt 4 Dialoge beteilt sind um den Problemfall zu erzeugen; das grundlegende Prinzip ist aber so, wie ich es beschrieben habe.)

Kurzer Rückblick: Anwenderseminar in Berlin

Das Seminar an sich war ein voller Erfolg: Deutlich über 60 Teilnehmer (uns nicht mitgerechnet) informierten sich von 09:00 bis 16:00 über das Faltwerksprogramm. Größtenteils in den 4 Vorträgen, aber auch in vielen Einzelgesprächen in den Kaffeepausen sowie vor und hinter der Veranstaltung fasten viele dann wohl den Mut, in Zukunft mit der neuen Software zu arbeiten.

Die wurde übrigens mehrfach ausdrücklich gelobt - auch schön, sowas mal zu hören. :-)

Die Photos von der Veranstaltung sind aber leider alle nicht so doll geworden - andererseits kann sich vermutlich ohnehin jeder Vorstellen, wie ein Saal mit 65 (64 ?) Besuchern drin aussieht. :-)

Hinterher waren wir jedenfalls alle etwas geschafft; so ein Ausflug nach Berlin ist deutlich anstrengender als man meinen sollte.

Das nächste Seminar findet übrigens in der Nähe von München statt - und zwar am 30.11.. Nächste Woche sollte ich auch den genauen Veranstaltungsort und andere Veranstaltungsdaten wissen - sobald das soweit ist, werde ich die Daten hier bekannt geben. (Und in München versuchen wir dann mal ein paar bessere Photos zu produzieren. :-)

Sehr praktisch: Windows Server Update Services

WSUS 3.0 - was ist das eigentlich? Die Windows Server Update Services sind ein kostenloses Softwarepaket, mit dem sich das Updaten von Windows-Rechnern zum einen verwalten und zum anderen beschleunigen läst. Im Wesentlichen geht es dabei darum, das man eine lokale Datenbank anlegen kann, in der alle verfügbaren Updates (also die, die es auch bei Microsoft Update gibt) enthalten sind. Den Rechnern im eigenen Netz teilt man dann mit, das sie Ihre Updates nicht länger von Microsoft Update (oder Windows Update) abholen sollen, sondern eben vom eigenen Update Server.

Das hat verschiedene Vorteile:

  • Die Updates werden nicht länger von allen Rechnern einzeln aus dem Web abgeholt - statt dessen wird jedes Update nur noch einmal runtergeladen.
  • Weil die Update lokal vorliegen, geht das installieren der Updates deutlich schneller. Besonders dann, wenn ein neuer Rechner installiert wird.
  • Man kann einzelne Updates von der Verteilung ausschliessen - will man also nicht, das bestimmte Updates installiert werden, kann man dafür zentral Sorge tragen.
  • Man kann die Computer im Netz zu Gruppen zusammenfassen und die auf unterschiedliche Arten updaten (z.b. zu unterschiedlichen Zeiten, oder mit unterschiedlicher Software.)
  • Man kann Testsysteme bauen, auf denen man Updates zunächst ausprobiert, bevor man die "automatischen" Updates auf allen Systemen zum Zuge kommen lässt.

Noch ein kleiner Hinweis: Auf der Download-Seite steht was von "20 GB" Platzbedarf - das stimmt aber nicht mehr so ganz: Ich brauche hier momentan knapp 40 GB dafür.