Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Ärgerlicher Fehler im Setup von Baustatik


Folgendes ist passiert: Seit Version 1.17 trägt das Installationsprogramm der Baustatik in der Windows-Registry einen Pfad ein. Dabei handelt es sich um den Pfad, unter dem die Software im System installiert wurde. Der Grund dafür ist der, das separate Lizenz-Installer die Installation finden können und die Lizenz-Datei an die richtige Stelle kopieren können.

Dieser Pfad wird im gleichen Ast der Registry gespeichert, in dem auch die älteren Programme diese Information ablegen. Blöderweise wird dieser Ast beim deinstallieren der Software ebenfalls vom Rechner entfernt. Dummerweise wird dabei gleich der ganze Ast mit entfernt und nicht nur der eine Eintrag. Das hat nur eine dumme Nebenwirkung: Die "alten" Programm laufen danach nicht mehr, bzw. können nicht mehr gestartet werden.

Auch das wäre noch weiter kein Beinbruch - es passiert ja nicht so besonders oft, das die Baustatik deinstalliert wird. Sollte man meinen - nur ist das leider nicht so: Jedesmal wenn ein Update der Baustatik installiert wird, entfernt das Installationsprogramm zunächst die bereits installierte Version.

Mit anderen Worten: Durch das installieren eines Updates für die Baustatik können die "alten" Programme nicht mehr gestartet werden. Sorry - Mea Culpa.

Glücklicherweise ist zumindest die Lösung des Problems einfach: Es reicht aus, einmal von der Installations-CD die "Programme" zu installieren: Das trägt die Pfade wieder ein, und die Programme laufen dann auch wieder.

Das Problem ist leider erst heute ans Licht gekommen: Diesen Registry-Eintrag gibt es erst seit Version 1.17, und damit trat das Problem dann beim installieren aufs Update mit der Version 1.18 zum ersten Mal auf. Jeder, der von 1.17 auf 1.18 wechselt muss also danach außerdem einmal das Setup-Programm für die "alten" Programme laufen lassen.

Außerdem ist der Fehler natürlich auch in allen 1.18 Setups drin, die gestern oder heute Vormittag runtergeladen wurden. (Die zur Zeit auf dem Server liegende Version hat das Problem nicht mehr.). Wehr also gestern oder heute eine 1.18er Version runtergeladen hat, der bekommt das gleiche Problem dann beim installieren des nächsten Updates....

Kann mich nur entschuldigen....


Neue Updates verfügbar


Ab sofort gibt es ein Update für die Baustatik. Details zum Update finden sich wie immer im Update-Protokoll, die wichtigsten Neuerungen sind aber:

Liniengelenke
Ab dieser Version können Liniengelenke als Verbindung zwischen zwei Faltwerkselementen definiert werden. Liniengelenke können definiert werden, wenn ein Faltwerkselement keine Biegemonente an einer Kante aufnehmen oder weitergeben soll. Ein wenig Hintergrund dazu gibt es hier: Wirkungsweise von Liniengelenken in Baustatik.

Dokumentation
Abgesehen davon, das die Dokumentation noch ein wenig an Umfang zugenommen hat, kann man sie nun (auch teilweise) ausdrucken. Dazu klappt man den Teil der Dokumentation auf, den man ausdrucken will, und markiert ihn dann mit den Optionsmarken im Inhaltsverzeichnis. (Das gilt für die Dokumentation, die als Online-Hilfe im Programm eingebaut ist - nicht für die, die im Internet zur Verfügung steht.) Danach drückt man entweder auf den "Vorschau" oder auf den "Drucken" Schaltknopf in der Werkzeugleiste der Hilfe. Ich rate davon ab, die Hilfe komplett auszudrucken: Vollständig ausgedruckt umfasst das Ding dann etwa 1400 Seiten.

Neu in der Dokumentation ist nun auch ein kleines Tutorial, das den Einstieg ins Programm etwas vereinfachen soll.

Export des Ausdrucks
Wie bisher kann der Ausdruck nach Word, Excel und in HTML exportiert werden. Zusätzlich gibt es nun auch die Möglichkeit, den Ausdruck in den Statikeditor BauText zu exportieren. (Diese Funktion ist zur Zeit noch ein wenig rudimentär und wird wohl im Zuge der Zeit noch ein bisschen "aufgepeppt" werden.)

Import aus AutoCAD
Der Befehl "Importieren" im Datei-Menü tut nun tatsächlich etwas sinnvolles: Man kann AutoCAD DWG-Dateien importieren. Die importierten Daten werden in der Graphik als Hilfslinien und -punkte angezeigt. Auf die Punkte kann gerastet werden. Im "Bearbeiten" Menü gibt es einen Befehl, mit dem die importierten Daten entfernt werden können. Anders als bei den "älteren" Programm bleiben die Daten im Dokument erhalten, bis sie gelöscht werden. D.h., die Daten werden auch mit abgespeichert und liegen dann beim nächsten Programmstart direkt wieder vor.


Ärgerlicher Fehler in Navigationspunkten


Die Navigationspunkte in der Baustatik sind der primäre Mechanismus um Graphiken auszudrucken. Im Navigationspunkt wird unter anderem auch abgelegt, welches Ergebnis angezeigt wurde, und wie die einzelnen Objekte anzuzeigen sind. Stellt man zum Beispiel eine "andere" Farbe für Stäbe ein, legt dann einen Navigationspunkt an, setzt die Farbe zurück und macht einen Ausdruck vom Navigationspunkt (indem man ihn in der Ausgabesteuerung für den Ausdruck aktiviert) - dann wird der Stab in der Farbe gedruckt die er hatte, als der Navigationspunkt angelegt wurde.

Das gleiche gilt auch für Beschriftungen: So kann man zum Beispiel Navigationspunkte mit Stabbeschriftungen und solche ohne Stabbeschriftungen anlegen.

Zumindest in der Theorie. In der Praxis war das leider anders: Die Sache mit den gemerkten Einstellungen klappte zwar für Knoten, Faltwerkselemente und eigentlich auch alle anderen Objekte - nur nicht für Stäbe. :-(

Ab dem nächsten Update ist das aber korrigiert.


Wie man in Vista nach mehreren Dateierweiterungen gleichzeitig sucht


Wenn man in Vista nach einem bestimmten Dateityp suchen will - zum Beispiel nach allen Dateien vom Typ ".doc", dann kann man im Suchfeld einfach *.doc eingeben. Was aber, wenn man sowohl nach .doc als auch nach .xls Dateien suchen möchte.

Eingentlich ist das einfach - die Suche kennt nämlich Logische Operatoren, und einer davon ist OR. Man gibt also im Suchfeld "*.doc OR *.xls" ein - und bekommt dann eine Liste aller Word- und Excel-Dateien.


Alle Elemente ausdrucken


In der Ausgabesteuerung bei Faltwerks-Dokumenten von Baustatik kann man den numerischen Ausdruck auf bestimmte Elemente beschränken. Dazu klickt man zunächst im Baum der Inhalte auf den Ast, den man einschränken will (z.B.: Ergebnisse: linear -> Einzellager). Daraufhin erscheinen die zu diesem Ast eingestellten Eigenschaften im unteren Bereich des Dialoges. Ein Teil dieser Eigenschaften ist immer in der Kategorie "Einschränkungen" zusammengefasst. Dort befindet sich immer die Optione "Alle Elemente ausdrucken". Von Haus aus steht diese Option auf "Ja" - es werden also (z.B.) alle Einzellager mit ausgedruckt.

Stellt man die Option auf "Nein", dann kann man unter "Ausgewählte Elemente" eine Liste derjenigen Elemente angeben, die man ausdrucken möchte. Zur Zeit muss man dabei die Namen der Elemente durch ein Semikolon (;) voneinander trennen, wobei vor und hinter dem Semikolon ein Leerzeichen zulässig ist. Es geht also zum Beispiel "4;5" oder auch "4; 5" oder auch "4 ; 5" etc.

Ein Leerzeichen als Trenner für die Elemente ist nicht möglich - und dafür gibt es einen Grund: Die Objekte selbst können ja Leerzeichen im Namen enthalten. So muss ein Stab ja nicht unbedingt "S1" benannt sein, er kann auch "Binder links" heißen. Darum: Keine Leerzeichen als Trennsymbole.

Ab der nächsten Version kann man aber zusätzlich zum Semikolon auch ein Komma verwenden.


Die unntigen Zeilenumbrüche wurden entfernt


Mir ist völlig schleierhaft warum es das tut, und wiese Outlook glaubt, es sei eine gute Idee: Auf jeden Fall stellt Outlook 2007 bei Textmails einen kleinen blauen Balken oberhalb der Mail dar. Darin steht der Text: "Die unnötigen Zeilenumbrüche wurden entfernt."

Nahezu immer handelt es sich bei diesen "unnötigen" Zeilenumbrüche um solche, die der Versender der Mail mit voller Absicht im Text untergebracht hat, um einen der wenigen in Textmails möglichen Formatierungseffekte zu erzielen. Genau: Einen Zielenumbruch. Und es ist dann auch nicht besonders überraschend, das eMails, bei denen die "unnötigen" Zeilenumbrüche entfernt wurden, nicht besonders gut lesbar sind.

Man kann dann zwar auf den blauen Balken klicken und Outlook bietet dann auch an, die Zeilenumbrüche wieder einzufügen - aber lästig ist das schon. Man kann diese Funktion aber auch ganz abschalten, und zwar unter Extras -> Optionen -> Einstellungen -> E-Mail-Optionen -> Zusätzliche Zeilenumbrüche in nur-Text-Nachrichten entfernen.