Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

PDC 2008

Die ersten Keynotes und Session-Videos sind nun On-Demand verfügbar. (Für die Sessions muss man in den Session-Kalender, dann die Session auswählen, und dann im Bereich rechts der Beschreibung den Link "Video" anklicken. Es sind natürlich noch nicht alle Sessions verfügbar... schließlich läuft die Veranstaltung noch bis morgen. Die Sessions vom 1. Tag sind aber bereits da.)

So verdreht man Einzellager

Im Gegensatz zu den alten Programmen kann man bei der Baustatik die Achsen der Einzellager bezogen auf das globale Koordinatensystem verdrehen. Das bedeutet, die lokalen Richtungen der Einzellager müssen nicht parallel zum globalen Koordinatensystem liegen. Nun ist mir heute aufgefallen, das eine bestimmte - vermutlich häufiger benötigte - Verdrehung etwas unhandlich einzugeben ist. Und zwar die, die man braucht, wenn man will, das die Z-Achse des Lagers in Richtung eines Stabes zeigt, der oberhalb des Lagerungspunktes liegt. Da werden wir wohl mal eine etwas angenehmere Art der Eingabe vorsehen müssen - zur Zeit kann  man sich aber so behelfen, wie ich es im folgenden beschreiben.

Angenommen, man hat ein Stab wie den hier abgebildeten und möchte, das das Lager darunter eine Z-Richtung hat, die in Stabrichtung zeigt.

Dazu geht man zunächst auf den Eigenschaften-Dialog des Lagers. Der hat diverse Reiter, und einer davon ist der für die Verdrehung. Dort kann man die Verdrehung auf verschiedene Arten festlegen. Leider gibt es zur Zeit keine Methode, einfach die Richtung der Z-Achse anzugeben. Man kann aber die der X-Achse angeben. Dazu nimmt man die Schaltfläche "Auswählen" und klickt dann den Start- und Endknoten des Stabes an.

Das Programm trägt dann den zugehörigen Vektor in den Feldern für X,Y und Z ein. Das ist schön - nur leider überhaupt nicht das, was man will:

Nun kann man aber die Richtung des Lagers auch über "3 Vektoren" festlegen. Man wechselt also auf diesen Reiter, und dort sind die Vektoren, die zur zuvor ausgewählten X-Richtung gehören eingetragen. D.H. der hier aufgeführte X-Vektor zeigt in die Richtung, in die Z-zeigen soll (und umgekehrt.).

Man kann also nun einfach per Copy&Paste die Werte für den X- und den Z-Vektor vertauschen - und das Lager zeigt dann in die richtige Richtung.

Doch wie gesagt: Ich denke, da werden wir bei Gelegenheit eine etwas "passendere" Methode einbauen... :-)

Interessanter Versuch

Wir filtern bereits auf unserem Mailserver Viren und Spam aus den eingehenden eMails aus - ich habe daher schon sehr lange keinen Angriffsversuch mehr auf meinem Desktop gesehen. Heute ist aber mal wieder einer durchgekommen, und ich finde, der ist sogar recht geschickt gemacht.

Die Mail hat die Betreffzeile "1. Rate" und folgenden Inhalt:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Anzahlung Nr.850375402599 ist erfolgt

Es wurden 3887.00 EURO Ihrem Konto zu Last geschrieben.

Die Auflistung der Kosten finden Sie im Anhang in der Datei: Rechnung.

 

Alle unsere Rechnungen sind mit einem Sicherheitszertifikat versehen - der ist fuer Sie nicht von Bedeutung

 

Darunter befindet sich die vollständige Anschrift einer Inkasso-Firma, mit allen notwendigen Angaben. Ein kurze Suche in Google liefert auch sofort einen Treffer: Es gibt diese Firma und auch den angegebenen Geschäftsführer. (Nachdem die aber natürlich nichts damit zu tun haben, nenne ich die hier auch nicht.)

Der Schadcode befindet sich in einer Zip-Datei im Anhang der Mail. In der ZIP-Datei befinden sich zwei Dateien mit den Namen "Rechnung.txt" und "zertifikat.sll". "Rechnung.txt" ist aber in der Tat eine Verknüpfung auf den Windows-Kommandoprozessor cmd.exe mit dem Parameter "/c zertifikat.ssl". Beabsichtigt ist also, das "zertifikat.ssl" ausgeführt wird. In der Tat handelt es sich bei zertifikat.sll auch nicht um ein zertifikat, sondern um eine Programm. Extrahiert man also beides aus der ZIP-Datei und doppelklickt auf "Rechnung.txt" (Sowohl Windows als auch Outlook warnen davor - zumindest bei mir), dann wird in der Praxis der Kommandoprozessor cmd.exe gestartet und damit das Programm in zertifikat.ssl ausgeführt. Ich habe nicht weiter untersucht was das eigentlich tun soll - aber in irgend einer Form wird es wohl zusätzliche Schadcode installieren oder ähnliches.

 

Als Absender der eMail wird (zumindest bei mir) eine Person in einer Domäne genannt, die einer belgischen (?) Papierverarbeitugnsfirma gehört. Auch die haben natürlich nichts damit zu tun (Haben aber offensichlich keine SPF-Records, denn sonst könnte niemand fremdes deren Absenderadresse verwenden. ).

 

Ich fand das ganz interessant gemacht - auch aus psychologischen Gründen: Der Text in der eMail klingt einerseits irgendwie plausibel, andererseits verunsicht er ein wenig: Hat man nun Geld bekommen oder bezahlt ist die Frage - und das verleitet natürlich zum doppelklick auf die Rechnung.... die keine ist.

Anschlüsse im Dach der Baustatik

So in etwa wirds funktionieren:

- Zunächst hat man sein System ganz normal eingegeben:

Dann wählt man sich den Punkt an dem ein Anschluss nachgewiesen werden soll und die gewünschte Art des Anschlusses aus. (Hier im Beispiel "Zweiteilig mit Dübel".)

Das bringt einen dann zu einem Fenster, in dem die Parameter für den Anschluss ausgewählt werden können. Vor ein paar Tagen hatte ich schon mal einen Screenshot von einer Anschlussart gepostet (allerdings: Das Fenster von "damals" sieht mitlerweile doch stark anders aus.) - darum hier ein anderes Fenster; eben das, das zum Anschluss mit Dübel gehört:

Das Programm markiert dann die Dübel in der Dübel-Liste und die Bolzen in der Bolzen-Liste: Dübel für die es keinen einzigen Bolzen gibt, mit dem der Nachweis erbracht werden könnte, bekomme die rote Ampel, und Dübel, für die es mindestens einen Bolzen gibt, mit dem der Nachweis geht, einen grüne.

In der Bolzen-Liste sind alle Bolzen mit denen der Nachweis geht in grün, die anderen in rot markiert.

Wenn man auf den "Nachweis" Button drückt, dann gibts einen Bildschirmvorschau des Ausdruckes, der (jeweils optional)

  • Die Eingangsdaten
  • Die Graphik
  • Sowie ein vollständiges Protokoll aller Nachweis-Schritte

enthalten kann. (Davon mache ich bei anderer Gelegenheit mal einen Probeausdruck.)

Auf einer anderen Baustelle ...

... als beim Durchlaufträger - dessen (noch) fehlenden Teile sich auch ganz gut entwickeln - gibt es ein paar weitere Entwicklungen zu vermelden. Es wird zwar im nächsten Update mit Sicherheit noch nicht drin sein, aber so langsam wandern auch wieder die Dachanschlüsse in die Baustatik - in den "Dach" Dokumententyp, um genau zu sein:

Vielen Dank an "Mr. XX"

Letzte Woche Donnerstag gingen hier ein paar Fehlermeldungen zur Baustatik ein - im Wesentlichen eigentlich nur ein Fehlerbericht mit diversen nacheinander folgenden Kopien. Übers Wochenende habe ich das Problem auch reproduzieren - und beseitigen - können: Wenn man einen Bewehrungsmengenpunkt löscht, während die Bemessungsergebnisse für Bewehrungsmengenpunkte angezeigt werden, dann gibt es (am dem nächsten Update: gab es) eine Fehlermeldung.

Leider kann ich das dem Kunden der den Fehler gemeldet hat nicht direkt mitteilen - als Kontaktdaten hat er nur "xx" angegeben... Daher: Vielen Dank an Mister X. :-)

Kontaktdaten ändern? Kein Problem - das geht unter Hilfe -> Kontaktdaten bearbeiten.

So stockt man die Windows-Desktop Suche auf

Die Windows-Desktop Suche kann nicht nur Textdateien und eMails durchsuchen - sie kann im Prinzip jede beliebige Datei durchsuchen, sofern für einen gegebenen Dateityp ein "Ifilter" zur Verfügung steht. Und diese Filter stehen für eine Menge Dateien zur Verfügung, so auch für die Dateien, die Office erzeugt und für ZIP-komprimierte Dateien. Nur werden diese Filter nicht automatisch mit installiert. Es gibt sie aber hier als kostenloses Download: IFilter für Office und ZIP-Dateien.

Änderungen bei der Druckerauswahl

Mir war bisher nicht bewusst, das es bei der Baustatik ziemlich unhandlich ist, einen anderen Drucker für die Druckvorschau auszuwählen, oder auch nur die Druckparameter (zum Beispiel das zu verwendende Format) zu verändern. Nachdem ich mich damit nun etwa 2 Tage lang beschäftigt habe kann ich guten Gewissens sagen: So wie es zur Zeit ist, ist es

a) nicht besonders gelungen (und damit meine ich: Mist)
b) falsch, denn es führt bei "ungünstig" gewechselten Druckertreibern tatsächlich zu einem "harten" Programmabsturz. (Das ist einer, den die Baustatik nicht mehr selbst behandeln kann - sie wird einfach aus dem Speicher entfernt.)

Schuld darin bin eindeutig ich selbst, denn ich habe beides verbastelt - der Druck-Code hat allerdings schon einige Jahre auf dem Buckel: Die geschilderten Probleme liegen mit Sicherheit schon seit der Erstveröffentlichung des Programms vor. (Sooo schlimm kann es also nicht sein - zumindest kenne ich nur 2 Fälle, bei denen das einem Anwender aufgefallen wäre. So viele Fälle sind das innerhalb von 24 Monaten nicht... :-) )

Egal - die Sache ist ab dem nächsten Update anders. Und zwar wie folgt, in umgekehrter Reihenfolge der Probleme:

a) Bisher passierte folgendes: Wenn man einen neuen Druckertreiber installierte, und den genauso nannte wie einen zuvor deinstallieren, aber der neue Druckertreiber verfügte über andere Fähigkeiten als der alte, dann konnte man gar nicht mehr drucken. Statt dessen: Absturz. Nun passiert das nicht sehr oft, denn wenn man einen neuen Druckertreiber installiert, dann bekommt der meist den Namen des zugehörigen Druckers - und der ist nun mal entweder der gleiche wie der alte (mit den gleichen Fähigkeiten) oder aber ein völlig anderer mit anderen Fähigkeiten und eben einem anderen Namen. Beim Adobe PDF Writer scheint das aber nicht so zu sein (und da viel das Problem beim Wechsel  von Version 8 auf 9 einem Kunden auch zum ersten Mal auf.). Wie dem auch sei: In Zukunft ist das kein Problem mehr - allerdings hat sich dafür eine Kleinigkeit geändert: Es gibt den Dialog zum einstellen der Seiteneigenschaften (im Wesentlichen: Der Ränder) nicht mehr. Die Ränder stellt man in Zukunft unter Optionen -> Einstelllungen -> Allgemeines -> Drucken ein.

b) Angenommen man hat einen normalen A4 Drucker als Standard-Drucker in Windows eingestellt, will aber nun in einem speziellen Fall etwas auf einen A2 Drucker ausgeben. (Oder eigentlich - "will eine beliebige Änderung an den Druckereigenschaften vornehmen.). Dann wird man auf jeden Fall vor dem Ausdruck eine Druckvorschau anwerfen um zu überprüfen, ob das Resultat dem gewünschten entspricht.

Doch leider Pech gehabt: Das geht nicht, denn für die Druckvorschau wird immer der in Windows eingestellte Standarddrucker verwendet. Blöde Sache. Einzige Lösung: Programm beenden, Standard-Druckertreiber in Windows umstellen, Programm starten und schließlich die Druckvorschau benutzen. Ebenso war es praktisch nicht möglich die Druckereinstellungen selbst (anderes Format, etc. etc.) über den Dialog mit den Druckereigenschaften zu verstellen. Genauer: Man konnte die zwar verstellen, nur gebracht hat das überhaupt nichts - gedruckt wurde mit den alten Einstellungen.

Das ist ab dem nächsten Update (also Anfang nächsten Monats) ebenfalls anders. Folgendes wird sich ändern:

1.) Die auf dem Dialog "Drucken" vorgenommenen Änderungen werden tatsächlich auch akzeptiert und

2.) Man kann einen anderen Drucker (bzw. andere Druckereinstellungen) für die Druckvorschau einstellen. Das geht dann wie folgt: Man wählt den Befehl "Drucken" und erhält den normalen "Druck" Dialog. Dort wählt man den gewünschten Druckertreiber und stellt die zum Treiber gewünschten Eigenschaften ein. Dann betätigt man auf dem Dialog die Schaltfläche "übernehmen" und dann "Abbrechen". (Man kann natürlich auch "drucken" statt "Abbrechen" - nur wird dann auch gedruckt.).

Egal wie man dann den "Drucken" Dialog schließt - ab dann wird der ausgewählte Drucker mit den eingestellten Eigenschaften als Standard-Drucker verwenden, und zwar auch für die Bildschirmvorschau. Diese Einstellung bleibt dann bis zum Ende des Programms erhalten. Wenn man möchte, das immer (also bei jedem Programmlauf) ein anderer Drucker (oder andere Einstellungen) als Standard-Drucker verwendet werden soll, dann muss man einmalig diese Einstellungen in der Systemsteuerung von Windows bei  den Druckern vornehmen.