Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Neue Systemvoraussetzungen für das kommende Update

Das nächste Update steht an: Es wird zwar leider nochmals ein bisschen verzögert – also nicht zum 1. Juli – erscheinen, aber voraussichtlich in der nächten Woche.

Das kommende Update wird von uns aus mit einem neuen Compiler und einer neuen Laufzeitumgebung hergestellt werden: Das es einen neuen Compiler gibt, ist für alle Kunden eigentlich völlig gleichgültig, die neue Laufzeitumgebung hat aber Konsequenzen. Ab dem nächsten Update benötigen unsere Programme Microsoft .Net 4.0.

Dadurch ergeben sich neue Systemvoraussetzungen. Wir unterstützen nur noch die folgenden Betriebssysteme (jeweils sowohl mit 32 als auch mit 64 Bit):

Windows XP SP3
Windows Server 2003 SP2
Windows Vista SP1 oder höher
Windows Server 2008
Windows 7
Windows Server 2008 R2

(SP steht für “Service Pack”. Das ist eine Ansammlung von kostenlosen Updates, die die aktuelle Windows-Version auf den neuesten Stand dieser Version bringt.)

Wenn Sie Windows XP, Vista oder Server einsetzen, und automatische Updates eingeschaltet haben, dann haben Sie bereits die passenden Versionen der jeweiligen Betriebssysteme auch Ihrem Rechner. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie die Updates auf folgende Arten durchführen:

Der einfachste Weg zum updaten besteht darin, entweder die automatischen Updates von Windows einzuschalten (das ist die Methode, die ich ausdrücklich empfehle), oder die Updates manuell über die Windows-Update Webseite durchzuführen. Diese Webseite finden Sie hier.

Details zu XP

Wenn Sie Windows XP einsetzen, und manuell das SP3 für die Installation auf einem oder mehreren Rechnern herunterladen möchten, dann finden Sie den Download (auf deutsch) hier. Mal unabhängig davon, das Sie das kommende Update unter XP ohne SP3 nicht nutzen können, gibt es auch noch einen anderen Grund, das SP3 zu installieren. Und der wäre, das von Microsoft aus der Support für XP SP2 am 13. Juli des Jahres endet. (Der Support für ältere Versionen ist bereits ausgelaufen.) Das bedeutet, das Sie ab dem 13. Juli auch keine Sicherheitsupdates mehr von Microsoft erhalten. Das ist ein wirklich guter Grund, das Update durchzuführen.

Details zu Vista

Wenn Sie Windows Vista einsetzen, und noch nicht das SP1 installiert haben, dann ist auch hier der einfachste Weg, die automatischen Updates zu installieren, oder manuell die Windows-Update Webseite zu besuchen. Wenn Sie das Update manuell herunterladen (und installieren) wollen, dann finden Sie das Update auf Vista SP1 hier. Allerdings könnten Sie bei der Gelegenheit auch noch auf die aktuelle Version von Vista erneuern: Nach der Installation des SP1 empfehle ich die Installation des SP2.

Details zu den anderen Systemen

Windows 9.x: Wird von uns nicht länger unterstützt
Windows NT: Wird von uns nicht länger unterstützt
Windows 2000: Wird von uns nicht länger unterstützt
Server 2003: Update auf SP2 hier
Server 2008: Kann “einfach so” verwendet werden
Server 2008 R2: Kann “einfach so” verwendet werden
Windows 7: Kann “einfach so” verwendet werden

Sie können mit älteren Programm-Versionen natürlich auch weiterhin auf den älteren Systemen wie Windows 2000 arbeiten, nur sind dort eben keine weiteren Updates mehr möglich.

Lange Rede kurzer Sinn: Am besten überprüfen Sie jetzt, ob Sie automatische Update eingeschaltet haben. Ist das nicht der Fall: Schalten Sie die ein – die Downloads der Updates für Ihr Windows beginnen dann automatisch und sie werden (je nachdem, wie viele Updates in Ihrem Fall runtergeladen werden müssen) im Laufe der nächsten Tage mehrfach darauf hingewiesen werden, das neue Updates zum installieren bereit stehen: Installieren Sie die dann einfach…

Roadshow: Kleine Nachlese

Die Roadshow der letzten Woche ist beendet: Wir waren in Hamburg, Frankfurt und München, jeweils mit 2 parallelen ganztägigen Vorträgen. Die größte Veranstaltung war in München – in Hamburg und München waren die “Fortgeschrittenen” Vorträge deutlich besser besucht, als die für Einsteiger.

Das “neue” Format mit etwas weniger Vortragszeit (3 statt vier Vorträge) kam meiner Ansicht nach auch ganz gut an: Nach 3 Vorträgen mit 90 Minuten plus 2 Pausen sowie Vor- und Nachgesprächen ist tatsächlich genug Zeit, und trotzdem sind hinterher nicht alle völlig erledigt.

… abgesehen natürlich vom Roadshow-Team: Aber für uns gab es ja am Ende zu Glück noch Cocktails…

Jetzt wird es dann aber langsam Zeit, sich fürs nächste Update vorzubereiten…

Bin kaputt

Roadshow ist vorbei - und ich bin kaputt. Montag Abflug München nach Hamburg, dann Dienstag von 10.00 bin 15.30 Vortrag in Hamburg, gefolgt von Zugfahrt nach Frankfurt. Mittwoch dann wieder ein Vortrag von 10.00 bin 15.30 gefolgt von Zugfahrt nach München. Und heute 10.00 bin 15.30 Vortrag in München. Der Bar-Besuch gestern Abend war nicht besonders hilfreich, was meine heutige Kondition betrifft... Es hätte ruhig ein bisschen früher als 02:30 sein können :-)

Jetzt wird erstmal geschlafen...

Ein einfaches Web Stress Tool

Ich wollte kürzlich die Performance-Unterschiede vom IIS mit und ohne Output-File-Caching untersuchen: Mit dem Caching sollte der IIS dramatisch mehr Seiten ausliefern können, als ohne. Was mir nicht klar war, war, wie man dieses Caching nun genau einschaltet: Von Haus aus steht im Konfigurations-Manager des IIS, das das Caching “eingeschaltet” ist: Auf den Beispielvideos auf IIS.net werden aber immer noch zusätzliche Maßnahmen getroffen.

Mir war nicht klar, ob das tatsächlich notwendig ist, oder nicht. Die Idee das zu überprüfen war aber ganz einfach: Man nimmt das Web Stress Tool von Microsoft und schaut einfach nach, wie viele Seiten pro Sekunde geliefert werden können.

Leider ist das nur in der Theorie so, denn das an vielen Stellen verlinkte Web Stress Tool gibt es einfach nicht mehr: Man muss entweder WCAT verwenden, oder die Visual Studio-Ausgabe für Tester. Was blöd ist, denn die Tester-Ausgabe habe ich nicht, und WCAT ist mir eindeutig zu umfangreich für meine Zwecke.

Also habe ich selbst ein kleines Web-Stress Tool gebaut.

web_stress_tool

Es handelt sich um eine einfache Windows-Forms Anwendung. Oben gibt man die URL ein, die man testen will. Darunter kann man die Anzahl an Threads einstellen, die parallel die angegebene URL aufrufen sollen. Drückt man dann auf “Start”, fängt das Programm eben mit der eingestellten Anzahl an Threads an, Seiten abzurufen.

Darunter gibt es eine Statistik, die die Anzahl Seiten pro Sekunde und die gesamte Anzahl an Aufrufen auflistet. Das reicht für einen Test vom Caching völlig aus. (Die “optimale” Anzahl an Threads muss man ausprobieren.)

Wer mag kann sich die Sache hier herunterladen: Ausführbare Datei (.Net 4), Quellcode (VS 2010).

Kann ich empfehlen: Dublin

Da war ich in den letzten 2 Tagen… Wenn man gern ausgeht und Live-Musik mag: Dublin ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und es gibt auch interessante Bauwerke zu sehen:

Foto

Dieses Ding steht da tatsächlich. Ist aus Stahl und etwa 120 Meter hoch.

Ein paar Details zum Server-Umzug

Ich habe den Umzug heute Nacht durchgeführt – natürlich nach einiger Vorarbeit in der letzten Woche. Es stellt sich die Frage: Was macht so einen Umzug eigentlich aus?

In der Theorie nicht besonders viel: Alle (relevanten) Dateien vom alten Server müssen auf den neuen Server kopiert werden, und dann muss man sich kümmern das beim Aufruf von “www.die.de” nicht mehr der alte, sondern der neue Server gefunden wird.

In der Praxis ist das aber leider ein bisschen anders. Es fängt damit an, das der neue Server nicht nur neue Hardware, sondern auch neue Software verwendet. Darum mussten eine ganze Menge an Dingen angepasst werden: Auf www.die.de laufen diverse Programme: Zum Beispiel die Blog-Software (Wir verwenden nun blogengine.net), die Software für die Zeitverwaltung für Work&Cash , die Forums-Software und diverse andere Dinge. Außerdem gibt es natürlich noch die Downloads, den Update-Service, den Dienst für das Melden von Fehlern etc. pp..

Das war natürlich schon alles vorbereitet: Das richtige Problem war, ein “günstiges” Zeitfenster zu finden – ich wollte vermeiden. Der Grund dafür ist der, das der Webserver auch diverse Funktionen hat, die für die tägliche Arbeit bei uns im Oberhausener und im Münchner Büro wichtig sind – zeitgleich war es wichtig, das alle Kunden nur ein möglichst kurzes Zeitfenster hatten, in dem kein Zugriff auf die Zeitdatenbanken herrschte.

Die gesamte Software war also “offline” umstellbar – die Datenbanken mussten aber weiterhin auf dem alten Server im Betrieb bleiben, und dann “möglichst schnell” auf den neuen kopiert werden: Direkt danach musste der Wechsel erfolgen.

Wie das immer so ist: Ich war ein bisschen betriebsblind. Die ganze letzte Woche war ich davon ausgegangen, das das am Ende so aussieht: Datenbanken auf dem alten Server anhalten. Datenbanken (und zwar mit ca. 3 GB Daten !) auf meine Workstation runterladen, und dann auf den neuen hochladen und verbinden – und dann umstellen.

Ich hatte daher mit einem einmaligen Download und einem einmaligen Upload von jeweils 3 GB gerechnet – und dafür eine ganze Nacht einkalkuliert. Bis es dann endlich dazu kam. Denn da fiel mir auf, das der neue und der alte Server im gleichen Rechenzentrum stehen – und eine Gigabit-Ethernet Verbindung haben. Ich konnte den ganzen Kram also einfach direkt vom alten auf den neuen Server kopieren – das dauerte dann auch statt der eingeplanten Stunden nur ein paar Minuten. Wenn ich da vorher dran gedacht hätte, hätte ich das ganze schon in der letzten Woche machen können :-).

Bleibt noch die Umstellung, die dafür sorgt, das der “neue” Server gefunden wird. Das geschieht per DNS-Änderung: Die DNS-Datenbank enthält Informationen darüber, unter welcher IP-Adresse welcher Rechner zu finden ist. Fürs führen unserer DNS-Informationen haben wir einen Dienstleister – und den hatte ich letzte Woche schon darum gebeten, die Haltbarkeitszeit für die DNS-Daten von www.die.de zu reduzieren: Statt der normalen Haltbarkeitszeit von 24 Stunden, waren die Daten nur noch für 5 Minuten gültig.

Im Wesentlichen bedeutet das, das alle Clients – also jeder, der www.die.de verwenden will – alle 5 Minuten erneut nachsehen, welche IP-Adresse denn die “richtige” ist. Heute morgen wurde dann die alte IP durch die neue ausgetauscht, und seit circa 10 Uhr müsste eigentlich jedermann den neuen Server sehen.

Falls irgendwas doch nicht geht: Bitte kurz eine Mail an mich :-)