Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Feldweise Belastung im Durchlaufträger


Bisher konnte man im Durchlaufträger der Baustatik Streckeneinwirkungen auf 2 Arten angeben: Entweder brachte man die Einwirkung auf den ganzen Träger auf, oder aber man definierte eine Startpunkt und eine Länge.

Seit der letzten Version gibt es nun eine zusätzliche Möglichkeit: Einwirkungen können nun auch einfach Feldweise aufgebracht werden – und machen dann Veränderungen an Feldgrößen “einfach so” mit.

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Ändert sich also die Position eines Lagers – und damit die Größe eines (bzw: zweier) Felder, nehmen die Einwirkungen über diesen Feldern automatisch die neuen Größen an: Anders als bei der frei definierten Belastung, braucht man als die Einwirkungsgrößen nicht mehr zu ändern, wenn sich die Felder verändern.


Update der Baustatik


Zum Wochenende wird es (endlich!) wieder ein Update der Baustatik geben. Und zwar ein reichlich massives Update. Der “größte” Teil davon sollte zwar keinen Kunden betreffen – war aber der Grund für die große Verzögerung: Es war einfach nicht machbar, die Sache innerhalb unseres normalen monatlichen Update-Zyklus durchzuziehen. Grund: Wir verwenden für die Herstellung des Programmes neue Werkzeuge (VS 2010 statt VS 2008), das Programm selbst läuft in einer neuen Laufzeitumgebung (.Net 4 statt .Net 2, sowie die neue neue VC++ Laufzeit von  VS 2010) – und zu guter Letzt hat sich auch noch das Werkzeug zur Herstellung des Installationsprogrammes geändert. Wie gesagt: All das sollte keinerlei Einfluss auf die Anwendung des Programms haben. Aaaaaber:

Ab dieser Version der Baustatik gelten neue Systemvoraussetzungen. Diese Version läuft nur noch unter

  • Windows XP mit mindestens Service Pack 3
  • Windows Vista mit mindestens Service Pack 1 (x86 und x64)
  • Windows 7 (x86 und x64)
  • Windows Server 2008
  • Windows Server 2008 R2

Windows XP Service Pack 2 und ältere Versionen von Windows wie Windows 2000 werden nicht länger unterstützt. Die letze Version, die auf älteren Windows-Versionen installiert werden kann, ist Version 1.62.

Weil wir neue Werkzeuge und eine neue Laufzeit verwenden, müssen auch neue Systembibliotheken installiert werden. Aus diesem Grund ist die Datei die mit den automatischen Updates heruntergeladen wird die gleiche, wie die “vollständige” aus dem Download-Bereich unseres Webservers. Die ist relativ groß und umfasst circa 190 MB.

Ab dem nächsten Update sind die automatischen Updates dann wieder kleiner (circa 60 MB), weil dann ja die Systembibliotheken bereits installiert wurden.

Und was gibt’s nun eigentlich neues ?

Viel. Die komplette Liste findet sich wie immer im Download-Bereich auf www.die.de – aber die wichtigsten Dinge sind folgende:

  • Zusätzlich zu den bisherigen Unterzügen gibt es nun ein spezialisiertes Objekt für Stahlbeton-Unterzüge.
  • Die Baustatik unterstützt ab sofort den EC 2010.
  • Es gibt umfangreicheren Support für Multicore-Systeme: Bei allen Bemessungsvorgängen werden ab sofort alle vorhandenen CPUs parallel verwendet.
  • Es gibt ein komplett neues Modul: Den Lastgenerator nach DIN 1055.
  • Das Biegedrillknicken wurde erheblich beschleunigt.
  • Im Durchlaufträger können Lasten nun Feldweise aufgebracht werden.
  • Man kann die verwendeten Farben bei der Darstellung von “Stäben mit gleichem Querschnitt” selbst einstellen.
  • Die Baustatik sollte (auf einem vernünftig ausgestatteten System) nun deutlich schneller starten. (Auf meinem Rechner startet sie in 2 Sekunden.)
  • Der Umfang der Beschriftung (und deren Position) von Stäben ist nun einstellbar.
  • Die Ergebnisse in Faltwerkselementen können nun in Rasterpunkten und Rasterflächen angezeigt werden.
  • Die Min/Max Werte des aktuellen Ergebnisses werden in der Überschrift der Graphik mit ausgegeben.
  • Die Farbfüllung von Faltwerkselementen kann in der Sichtbarkeitsansicht ausgeschaltet werden.
  • Das Fenster mit den Ergebnisdarstellungs-Optionen ist nun deutlich übersichtlicher.
  • Stab-Streckeneinwirkungen können nun auch über mehrere Stäbe gehen.
  • … und jede Menge mehr …

So funktioniert der Anzeigefilter


In der Baustatik gibt es ein mächtiges Werkzeug, mit dem man sich Teil-Ansichten der Struktur schaffen kann: Der Anzeigefilter.

Dabei geht es darum, das man ein eigenes Fenster öffnet, in dem dann nur die ausgewählten Elemente drin sind. Man kann in diesem Fenster aber ganz normal weiterarbeiten oder auch Ergebnisse anzeigen lassen: Es handelt sich also nicht um ein “Bild”, sondern eben einfach um einen Ausschnitt der Gesamtdaten, der aber eben noch mit der restlichen Struktur zusammenhängt.

Angenommen, man will einen Teil der Struktur in einem separaten Fenster anzeigen lassen. Dazu wählt man die Teile der Struktur um die es geht aus und klickt dann mit der rechten Maustaste auf die Auswahl. Dann wählt man den Befehl “Anzeigefilter –> Neues Fenster für Auswahl”.

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Dadurch wird ein neues Fenster geöffnet, in dem sich nur die ausgewählten Elemente befinden. Jetzt passiert natürlich folgendes: Man hat nicht alle Elemente ausgewählt, die man eigentlich wollte. Zum Beispiel hat man die Knoten des Faltwerkelementes nicht ausgewählt.

Dann klickt man im neuen Fenster (in diesem Beispiel) auf das Faltwerkselement (rechte Maustaste) und wählt aus dem Objektmenü den Befehl “Anzeigefilter –> Zugehörige Objekte hinzufügen”.

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Das öffnet wieder ein Fenster, und darin befinden sich die Objekte, die zum zuvor angeklickten “dazugehören”, aber im Arbeitsfenster nicht angezeigt werden. In diesem Fall sind das eine Flächeneinwirkung und diverse Knoten.

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Man kann aber auch auf andere Art Elemente zum Anzeigefilter hinzufügen: Dazu klickt man in der Dokumenten-Ansicht auf das gewünschte Objekt, und wählt den Befehl “Anzeigefilter –> Zum aktuellen Fenster hinzufügen”.

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Schließlich hat man ein Fenster, in dem nur noch das dargestellt wird, was man sehen will. Jetzt kommt das Problem: Wenn man das Fenster schließt, muss man wieder von vorne anfangen. Dumm – denn letztlich wird man nicht dauerhaft immer alle Fenster geöffnet lassen.

Auch dafür gibt es aber eine Lösung: Wird im Fenster alles so angezeigt wie man will – zum Beispiel der komplette 1. Stock – legt man davon einen Navigationspunkt an. (Mit der Kamera). Der landet in der Dokumenten-Ansicht.

Hat man dann später das Fenster einmal geschlossen und hätte es aber gern mit dem gleichen Filter wieder zurück, klickt man in der Dokumenten-Ansicht mit der rechten Maustaste auf den zugehörigen Navigationspunkt und wählt den Befehl: “Navigationspunkt anspringen”.

Der öffnet dann wieder ein Fenster – und zwar mit dem gleichen Anzeigefilter, der beim anlegen des Navigationspunktes gegolten hat.


Kleines Ärgernis beim Ausdruck von Stäben


Seit einiger Zeit hat die Baustatik eine Option die dafür sorgt, das Stäbe mit gleichen Querschnitten farblich gleich dargestellt werden.

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Das ist für die Arbeit am Bildschirm sehr praktisch, weil man einen deutlich besseren Überblick bekommt, als mit der alten Methode der Farbmarkierung (die es natürlich immer noch gibt, und die verwendet wird, wenn man die Option ausschaltet.)

Es gibt da aber einen kleinen Haken: Die verwendeten Farben können nicht eingestellt werden, sondern das Programm wählt die einfach selbständig aus. Das wäre weiter kein Problem, wenn nicht dummerweise eine der ersten automatisch ausgewählten Farben die Farbe Gelb wäre. Das Gelb kann man nämlich relativ schlecht ausdrucken (die Stäbe sind dann nur noch sehr schwer zu erkennen) – und je nach Bildschirm ist das auch am Monitor schlecht zu erkennen. (Am meinem sieht man es ganz gut, sonst wäre mir das sicher früher aufgefallen.)

Ab dem nächsten Update kann man die zu verwendenden Farben einstellen:

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Das nützt aber für aktuelle Ausdrucke wenig – und wer schon Navigationspunkte angelegt hat, die die alten Einstellungen verwendet, der hat dann auch ein Problem: Man müsste alle alten Navigationspunkte ändern, was ärgerlich ist, denn ausgerechnet bei Navigationspunkten ist die Bearbeitung multipler Objekte gleichzeitig nicht möglich.

Ich habe darum ein kleines Makro gebaut, das man zumindest als Workaround verwenden kann: Das Makro stellt in allen Navigationspunkten die Option “Gleiche Querschnitte farblich markieren” auf “Nein”. Wenn man das möchte, dann ist folgendes zu tun.

  1. Baustatik starten (und zwar auf einem Rechner der am Internet hängt)
  2. Die Datei laden, in der die Navigationspunkte drin sind, die verändert werden sollen.
  3. Im Optionen Menü den Befehl “Makro herunterladen” auswählen
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  4. Im Fenster “Makros herunterladen” das Makro “FarbdarstellungVonStäbeZurücksetzen” auswählen
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  5. Jetzt den Button “Ausführen” anklicken: Das Makro startet dann direkt und verändert alle Navigationspunkte.

Wer den Quellcode des Makros ansehen oder verändern möchte, kann das natürlich tun: Dazu drückt man im letzten Schritt nicht auf “Ausführen” sondern auf “Herunterladen”. Sobald das Makro runtergeladen ist, kann man es mit dem Makro-Editor ansehen, bearbeiten und natürlich auch ausführen.


Bessere Performance


Ab dem nächsten Update wird beim installieren der Baustatik ein Performance-Werkzeug eingesetzt, das es zwar schon immer gab, wir aber bewusst nicht eingesetzt haben: Der Installationsvorgang war schon kompliziert genug, und der Einbau dieses Tools hätte die Sache nur noch komplexer gemacht.

Mit dem neuen Installer ist das dankbarerweise anders, und wir erzeugen darum im Zuge der Installation ein auf Basis des lokalen Rechners optimiertes Abbild von einigen der zum Programm gehörenden DLLs.

Das Resultat davon lässt sich sehen: Die Ladezeit der Baustatik – also die Zeit die es braucht, um das Programm in einen arbeitsfähigen Zustand zu versetzen – wird deutlich kleiner: Auf meinem System startet die Baustatik dann in etwa 2 Sekunden. Das ist eigentlich ganz ordentlich: Zumindest auf meinem System startet die Baustatik damit etwa genau so schnell wie Xpla – und das, obwohl ja erheblich mehr Funktionalität darin enthalten ist.

Eine andere Verbesserung betrifft die Ausnutzung von mehreren Kernen (CPUs). Ich möchte noch nicht fest versprechen, das das tatsächlich im nächsten Update drin sein wird – weil das in erster Linie davon abhängt, wie lange es noch braucht das neue Installationsprogramm fertig zu bekommen. Es ist aber bereits abzusehen, das wir in Kürze an weit mehr Stellen als bisher alle verfügbaren CPUs im Rechner ausnutzen. Auf meinem 4-Kern System verringert sich dabei die Rechenzeit bei der Bemessung eines Stabsystems auf etwa ein Viertel der ursprünglich benötigten Zeit. Und: Es wird automatisch mit skaliert – wer also ein System mit 8 Kernen hat, bei dem dauert es auch nur noch (etwa) ein Achtel der bisherigen Zeit. Allerdings wie gesagt: Kann ich noch nicht fest fürs nächste Update versprechen.


Warum das neue Installationsprogramm so lange auf sich warten lässt


Man sollte eigentlich annehmen, Installationsprogramme sind einfach: Man kopiert halt die benötigten Dateien vom Medium in den Zielordner – fertig.

In der Praxis ist das aber leider nicht so einfach, denn es müssen eine ganze Menge weiterer Dinge getan werden. Im folgenden mal eine kleine Liste, was der neue Installer für die Statikprogramme so tut (aber keine vollständige).

  • Vor dem installieren sicherstellen, das die richtigen Betriebssystem-Versionen vorliegen. (Also XP mit SP3, Vista mit SP1, etc.).
  • Ebenfalls vor dem installieren sicherstellen, das er mit ausreichenden Rechten für die späteren Operationen ausgeführt wird.
  • Nachsehen ob eine Vorgängerversion vorliegt, und die gegebenenfalls entfernen.
  • Sicherstellen das alle benötigten Systemkomponenten vorhanden sind, und falls nicht, diese gegebenenfalls installieren. (Dazu gehört .Net 2.0, .Net 4.0, die Visual C++ Runtime, und noch ein paar Komponenten.) Dabei bei Bedarf auch einen Rechner-Neustart durchführen.
  • Sicherstellen, das das Installationsmedium nicht beschädigt ist.
  • Danach fragen, wohin installiert werden soll.
  • Danach fragen, welche Verknüpfungen angelegt werden sollen.
  • Jetzt werden dann tatsächlich ein paar Dateien kopiert. Allerdings nicht “einfach so”, weil sich diese bei der Demo- und der Vollversion ein bisschen unterscheiden.
  • Dateitypen registrieren. Das ist dafür gut, das man im Explorer einfach auf .baustatik oder .S01-Dateien klicken und das zugehörige Programm starten kann.
  • Verknüpfungen anlegen (Startmenü, Schnellstartleiste, Desktop…)
  • Sicherstellen, das die Work&Cash Zeitdatenbank erhalten bleibt und die notfalls konvertieren.
  • Lizenzdateien kopieren (die müssen gesondert behandelt werden, weil jeder Kunde eigene bekommt.)
  • Passende Schreibrechte vergeben (zum Beispiel für die Beispieldateien).
  • Datenbankeinträge in der Windows-Installer Datenbank hinterlassen, damit alles brav deinstalliert werden kann.

Das neue Installationsprogramm


Leider ist es noch immer nicht fertig, aber das neue Installationsprogramm nimmt zumindest langsam Formen an. Folgendermaßen wird es (vermutlich) aussehen.

1. Schritt: Begrüßung

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2. Schritt: Sie können auswählen, an welchen Stellen Verknüpfungen zu den Programmen angelegt werden sollen. Das “Autostart” Verzeichnis ist aufgeführt, weil man durch die Abwahl dieser Option verhindern kann, das der TimeServer für Work&Cash beim anmelden automatisch gestartet wird.

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3. Schritt: Angabe des gewünschten Zielordners.

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Danach wird die Installation gestartet: Im Zusammenhang damit wird auch immer automatisch eine bereits installierte (ältere) Version der Programme entfernt – man ist also immer auf dem neuesten Stand.

Wenn der TimeServer noch läuft und durch eine neuere Version ersetzt werden muss, dann bemerkt das Installationsprogramm und zeigt eine entsprechende Meldung an: Es kann den TimeServer dann aber automatisch beenden, sodas die Installation in einem solchen Fall nicht neu gestartet werden muss.

Und noch eine kleine Änderung: Wenn man ein Icon auf dem Desktop anlegen lässt, dann ist das in Zukunft wieder “rot”. :-)


Lastgenerator nach DIN 1055-4


Ab dem nächsten Update enthält die Baustatik einen Lastgenerator nach DIN 1055-4. Die Dokumentation dazu steht aber jetzt bereits online zur Verfügung. Wer das Programm auf unserer letzten Roadshow noch nicht gesehen hat, kann sich also jetzt schon informieren: Lastgenerator nach DIN 1055-4.

Lastgenerator DIN 1055-4