Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Ein Blick zurück–und nach vorn

Das Jahr nähert sich so langsam dem Ende: Ein guter Zeitpunkt um kurz zu rekapitulieren, was in 2010 passiert ist – und was im nächsten Jahr bei D.I.E. passieren soll.

Passiert ist in der Tat relativ viel. Hier die wichtigsten Änderungen diese Jahres:

  • Es gibt ein neues Installationsprogramm, das sowohl die Baustatik als auch die älteren Programme, bei Bedarf den TimeServer sowie die Programmlizenzen installiert.
  • Das Dach hat diverse Anschlussnachweise bekommen.
  • Es gibt einen viel einfacher funktionierenden TimeServer mit einer Kontoverwaltung die auch bei installierten Firewalls übers Intern funktioniert.
  • Die Ergebnisdarstellung in Faltwerkselementen wurde massiv erweitert.
  • Es gab dann ein neues Modul: Den Lastgenerator nach DIN 1055.
  • Als nächstes gab es den Umstieg auf .NET 4.0 (das sollte eigentlich niemand bemerkt haben…) … und den komplett-Umbau unseres Web-Servers mit allen daran hängenden Diensten (automatische Updates, Fehlermeldungen, Zeitverwaltung, etc. etc.)
  • Gefolgt von umfangreichem Support für Multi-Core Systeme: Die Baustatik verwendet nun an vielen Stellen alle verfügbare CPUs, startet schneller und bekommt (unter 64bit Windows) deutlich mehr Speicher.

Und das sollte in 2011 passieren:

  • Natürlich jede Menge “Kleinigkeiten” …
  • Ein in die Baustatik integriertes Fundament (als Nachfolger für Xfun)
  • Eine in die Baustatik integrierte Stütze (als Nachfolger für Xksn)
  • Eine “echte” 64-Bit Version der Baustatik

Die neuen Winkelstützmauer und die Lizenzen

Seit Anfang Dezember enthält die Baustatik auch die neue Winkelstützmauer – also den Nachfolger für das Programm Xwin. Es stellt sich die Frage: Wie kommt man als Anwender nun an eine Lizenz dafür?

Das ist (leider) nicht ganz so einfach zu beantworten: Im wesentlichen hängt das nämlich davon ab, was für eine Lizenz man hat.

  • Bei einer kostenlosen Hochschulversion muss man nichts weiter machen – zumindest dann nicht, wenn die nicht schon sehr alt ist: In diesem Fall installiert man die neue Version der Baustatik und kann die Winkelstützmauer direkt benutzen.
  • Genauso ist es im Falle einer Work&Cash Lizenz: Die Lizenz für die neue Winkelstützmauer ist einfach dabei.
  • Verwendet man eine Kauf-Version der “alten” Winkelstützmauer und liegt außerdem ein Wartungsvertrag vor, dann kann man im Zuge des Updates die Datei “Lizenz.zip” aus unserem Download-Bereich herunterladen, extrahieren und installieren – danach liegt dann auch die Lizenz für die neue Winkelstützmauer vor.
  • In allen anderen Fällen: Man muss entweder einen Wartungsvertrag abschließen, oder das Update kaufen: Danach bekommt man ebenfalls auch die Lizenz für die neue Winkelstützwand.

4 Wochen mit dem Windows Phone 7

Ich habe jetzt seit etwa 4 Wochen ein Windows Phone 7. Es gibt davon diverse Modelle von diversen Herstellern: Alle haben die gleiche Software und die gleiche Oberfläche – sogar die Hardware-Buttons sind bei den Geräten gleich: Unterscheiden tun die sich im wesentlichen durch die Qualität der Kamera, durch den verfügbaren Speicherplatz, die Schärfe des Displays und durch die Haptik.

Ich selbst habe ein LG-E900 (von Vodafone). Das Windows Phone tut all die Dinge, die man schon von iPhones und Androids kennt: Es gibt Multi-Touch (aber auch Modelle mit zusätzlichem Hardware-Keyboard), das Display reagiert drauf, wenn man es um 90 Grad dreht, man hat “immer” Internetzugang etc. pp. Hier ein paar dinge die mir besonders gut gefallen haben…

  • Automatisches synchronisieren von Kontaktdaten, eMail und Terminen. (Mit einem Live-Account, mit dem sich auch Outlook einfach so synchronisieren kann.). Alles ohne großes rumtum: Man gibt seine Account-Daten an: fertig. Danach tauchen zum Beispiel Termine die man in Outlook eingetragen hat, im Kalender des Telefons auf – und umgekehrt.
  • (Das gleiche geht übrigens auch “auf Knopfdruck” mit gMail und anderen Diensten)
  • Fertig integriertes Facebook: Habe ich bis dato nicht benutzt, finde es aber nun ganz unterhaltsam, Updates von Freunden zu bekommen (dazu zählen auch Nachrichten aus dem Windows Messenger)
  • Synchronisieren von Inhalten per WLAN. Funktioniert etwa folgendermaßen: Man will einen Film auf das Gerät kopieren. Dazu zieht man den Film einfach auf das Sync-Symbol der zugehörigen Software. Sobald das Telefon dann im WLAN Bereich ist und am Strom hängt, wird der Film rüberkopiert. (Geht auch mit USB-Kabel, ist per WLAN aber viel praktischer.)
  • Zum Phone gibt es eine Webseite: Auf der kann man sich anzeigen lassen, wo sich das Gerät zur Zeit befindet, bzw., wo die letzte bekannte Position ist. (Wenn man es mal verloren hat). Von der Website aus kann man das Gerät auch klingeln lassen (wenn man es sucht) – und im Notfall sogar sperren.
  • Automatisches synchronisieren aller Photos in die Cloud – also zum eigenen Live-Account: Es ist nicht notwendig, irgendwas manuell zu kopieren.
  • Streamen auf Media-Player: Angenommen man ist zu Besuch bei Freunden, und die haben einen Windows Mediaplayer (ist bei Windows dabei). Auf dem Phone befindet sich ein Film, Fotos oder Musik, die man gern zeigen oder abspielen will: Geht auch per Knopfdruck übers WLAN, direkt auf den Rechner, auf dem der Media-Player läuft. Also ohne Kabel oder sonstwas. Sehr nett.

Kurzum: Gebe das Gerät sicher nicht mehr her. Smiley

So speichert man Ausschnitte

In der Baustatik kann man auch räumliche Rahmentragwerke oder Strukturen aus Faltwerkselementen berechnen. Nun ist es so, das man bei räumlichen Gebilden immer raus- und reinzoomen muss, oder einfach nur andere Zoom-Ausschnitte einstellt: Anders bekommt man einfach nicht die benötigte Übersicht.

Und weil man das so häufig braucht, gibt es dafür eine Spezialfunktion: Die Navigationspunkte. Ein Navigationspunkt “merkt” sich alle aktuellen Parameter der Graphik (Also den Zoom-Ausschnitt, die Sichtbarkeits-einstellungen, das angezeigte Ergebnis, etc. pp.), um genau die gleiche Graphik später erneut erzeugen zu können. Auch dann, wenn sich das System zwischenzeitlich verändert hat.

Und so verwendet man das:

1.) Navigationspunkt anlegen
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2.) Zum wiederverwenden per Dokumenten-Ansicht anspringen:
image

Die neue Winkelstützmauer und der Export aus der alten

Seit dem letzten Update enthält die Baustatik auch eine Winkelstützmauer. In diesem Zusammenhang ist mir heute etwas aufgefallen: Die zugehörige “Export” Funktion der alten Winkelstützmauer (Xwin) ist noch nicht fertig – aber im Programm leider schon erreichbar. Wenn man dann aber versucht, eine Winkelstützmauer aus dem alten Programm in die Baustatik zu exportieren, dann kann man die in der Baustatik nicht wirklich laden. (Man kann das zwar laden, aber danach gibt es sofort eine Fehlermeldung.)

Das war so natürlich nicht gedacht: Ab dem nächsten Update wird dann aber auch die Export-Funktion vollständig funktionieren.

Fundamentbemessung in der Winkelstützmauer

In der neuen Winkelstützmauer der Baustatik kann man auch eine Fundamentbemessung durchführen lassen. Das funktioniert allerdings etwas anders als in unserem bisherigen Winkelstützmauer-Programm: Meiner Ansicht nach, deutlich einfacher.

Folgendes muss man tun: Angenommen, man hat die Mauer schon komplett eingegeben, dann sieht das etwa wie folgt aus (zugegeben: Bin faul und habe nicht gerade eine komplizierte Version gebaut …):

Winkelstützmauer: Darstellung des Systems

Jetzt klickt man entweder auf “Ergebnisse –> Bemessung durchführen”, oder auf den zugehörigen Button:

Winkelstützmauer: Bemessung durchführen

Das Programm erfragt dann ein paar Parameter für die Bemessung: Im Wesentlichen sind das die Mindest- und Maximalabmessungen fürs Fundament:

Winkelstützmauer: Bemessungsparameter

Dann wird die Bemessung durchgeführt. Das Programm ändert dann die Fundamentabmessungen auf die ermittelten Größen und öffnet danach automatisch nochmals das Fenster zur Auswahl der Nachweise.

Winkelstützmauer: Nach der Bemessung

Was zur Zeit “ansteht”

Nachdem nun die Winkelstützmauer in die Baustatik integriert ist: Was kommt als nächstes?

Natürlich gibt es wie immer diverse kleinere Verbesserungen (denke da z.B. an einen geschlossenen Ausdruck mehrerer Dokument, bessere Performance an verschiedenen Stellen und andere “kleinere” Kundenwünsche.) – die nächsten “größeren” Dinge sind aber die folgenden:

  • Unterstützung für 64bit Windows – also eine “echte” 64bit Version der Baustatik
  • Integration von Fundament und Stützte in die Baustatik. (Die Reihenfolge ist wie immer etwas “wacklig” – aber vermutlich wird es zuerst die Stütze werden.)

Beides ist aber schon etwas aufwendiger als man meinen möchte: Glaube nicht, das eins von beiden schon im nächsten Update drin sein wird.

Wo stecken die Lizenzen ?

Für alle unsere Statik-Programmen braucht man für den Betrieb eine Lizenz-Datei. Normalerweise muss man sich darum nicht kümmern, weil das Installationsprogramm von der CD die Lizenzen automatisch mitinstalliert, oder weil der Lizenz-Installer den man von unserem Webserver runterladen kann sich darum kümmert. Es gibt aber wohl Fälle, bei denen man selbst Hand anlegen will.

Damit man das kann, muss man wissen, wie die Sache mit den Lizenzen funktioniert – und das geht so:

Bei den “älteren” Programmen (Xpla, Xdur, X…) gibt es für jedes Programm eine eigenständige Lizenz-Datei. Die hat den gleichen Namen wie das Programm und die Dateierweiterung .lic (z.b. Xpla.lic). Diese Lizenz-Datei muss sich im “SYS” Verzeichnis der Installation befinden – also meist unter \Programme\DIE\SYS.

Bei der Baustatik gibt es nur eine einzelne Lizenz-Datei: Baustatik.lic. Diese Datei muss sich da befinden, wo auch das Programm (baustatik.exe) selbst ist – also meist unter \Programme\D.I.E. Software\Baustatik\runtime\xfalt\bin.

Neue Updates verfügbar

Ab sofort sind im Download-Bereich neue Updates verfügbar. Wie immer gibt es ein ausführliches Protokoll im Update-Protokoll. Im wesentlichen geht es aber darum, das die Baustatik nun auch ein Winkelstützmauer-Dokument enthält.

Selbiges hat noch ein paar “Kanten” (zum Beispiel ist die Dokumentation noch nicht vollständig) – man kann aber eigentlich bereits problemlos damit arbeiten.

Ergebnisgraphik der Winkelstützmauer

In der alten Winkelstützmauer gab es auch bereits Ergebnisgraphiken – die waren aber bisweilen etwas “ungünstig” skaliert und platziert. Im neuen Winkelstützmauer-Dokument ist das deutlich hübscher. So sieht beispielsweise die Graphik vom Erddruck aus:

Winkelstützmauer

Für den Ausdruck gibt es dabei eine Variante, in der die eine Graphik nur die Systemgraphik enthält, und die andere nur die Kurvenverläufe.

So sieht die Nachweis-Graphik am Bildschirm aus:

Nachweis Winkelstützmauer

Übrigens funktioniert auch die Auswahl der zu verwendenden Norm wie bereits von anderen Dokumenten bekannt:

Winkelstützmauer