Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Neue Updates verfügbar

Ab sofort steht das monatliche Update der Baustatik im Download-Bereich zur Verfügung. Alle Details zum Update sind wie immer der Update-Liste des Download-Bereichs zu entnehmen. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen:

Das “Drucken” Menü hat ab sofort einen Befehl, mit dem ein Projekt geschlossen ausgedruckt werden kann. Der öffnet zunächst ein Fenster, mit dem man die Dokumente die gedruckt werden sollen – und deren Reihenfolge – auswählen kann.

Mehr beim drucken: Die Ausgabesteuerung hat nun neben der Schaltfläche für die Druckvorschau auch ein für PDF-Dateien und fürs normale drucken.

In Platte und Faltwerk wird die Grundbewehrung bei der tabellarischen Ausgabe nun deutlich besser ausgezeichnet.

Der Durchlaufträger zeigt die normalen Ergebniskurven nun auch wieder vernünftig an, wenn die Auflager-Ergebnisse mit ausgewählt sind. Smile

Die Beschriftungen der zusammen passenden Seiten beim Ausdruck auf mehrere Blätter wurde verbessert. (Bisher konnten die in einigen Fällen durcheinander geraten.)

So teil man ein Faltwerkselement in 2 Teile

Manchmal will man ein vorhandenes Faltwerkselemente (ein Platte, ein Scheibe) nachträglich in 2 Teile aufteilen. Die Baustatik hat dazu im Objektmenü der Faltwerkselement einen passenden Befehl. Das ganze geht so:

  1. Befehl auswählen
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  2. Jetzt 2 Punkte anklicken
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Dabei können folgende Punkte angeklickt werden:

  • Alle Eckpunkte des Faltwerkselementes
  • Alle Mittelpunkte der Element-Kanten
  • Punkte aus einer Arbeitsebene (einem Gitter), die auf einer Kante des Elementes liegen
  • Knoten die nicht Teil des Faltwerkelementes sind, aber auf einer Kante des Elementes liegen

Nach der Aufteilung des Faltwerkselementes wird alles was irgendwie dazugehört (Liniengelenke, Aussparungen, Einwirkungen, Flächenlager …) automatisch mit aufgeteilt. (Es gibt einen Fall von dem ich weis, das er zur Zeit nicht richtig behandelt wird, und das sind Einwirkungen die als “wirkt aufs gesamte Elemente” definiert wurden – das sollte aber ab der nächsten Version auch gehen.)

So lauten die Datei-Erweiterungen der Baustatik

Die Baustatik legt jede Menge unterschiedlicher Dateien auf der Festplatte an. Für die meisten davon werden auch Icons registriert – so das man im Explorer relativ leicht erkennen kann, was welche Datei beinhaltet. Zumindest wenn man die Icon erkennt Smile. Es gibt aber auch Dateien ohne registrierte Erweiterung. Hier als kleine Referenz eine Tabelle aller von der Baustatik verwendeten Dateierweiterungen und deren Inhalt.

.s01 Stahlprofil
.s02 Betonprofil
.s03 Faltwerk
.s07 Platte
.s08 Dach
.s09 Durchlaufträger
.s10 Elastisch gebetteter Balken
.s11 Räumlicher Rahmen
.s12 Scheibe
.s13 Ebener Rahmen
.s14 Trägerrost
.s15 Winkelstützmauer
.s19 Lastgenerator
.s20 Stütze (noch nicht verfügbar)
.baustatik Baustatik-Projektdatei
.bin Farb-Array für Stabmarkierung
.stationery Briefpapier-Datei für den Ausdruck
.style Stil-Datei für den Ausdruck
.composition.xml Ausgabesteuerungs-Datei
.xset Set-Datei des Lastfallgenerators
.memento Einstellungs-Speicher (Hier wird sich zum Beispiel das zuletzt verwendete Material gemerkt.)
.jpg Bild-Datei für die Vorschau in der Projekt-Ansicht
.cs Makro-Datei
.zip Archiviertes Projekt
.last Lastweiterleitungs-Datei
   

Kurzer Zustandsbericht zur neuen Stütze

Es geht voran Smile

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Wir haben ja schon eine Weile daran gearbeitet, aber circa seit Anfang Februar wird praktisch alles in das Stützen-Dokument für die Baustatik gesteckt. (Das Dokument wird das alte Stützenprogramm ersetzen.)

Ich bin mit dem bisherigen Fortschritt eigentlich ganz zufrieden: Große Teil der Benutzerschnittstelle sind bereits fertig – zumindest kann man schon fast alles eingeben, was eingegeben werden muss.

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An der Graphik dazu fehlt es noch etwas. Und wenn ich “etwas” sage, dann mein ich: Die fehlt vollständig. Winking smile

Damit wird aber noch in dieser Woche angefangen.

Im nächsten Update Anfang März wird wohl noch nichts von der Stütze drin sein, Anfang April erscheint mir aber zur Zeit nicht unplausibel….

Lizenz-Probleme klären

Für unsere Software gibt es verschiedene Arten von Lizenzen: Man kann die Programm kaufen und hat dann eine Lizenz für eine Vollversion (und einen Wartungszeitraum, sofern auch ein Wartungsvertrag abgeschlossen wurde). Oder man bekommt die Software in Form eine kostenlosen Hochschul-Lizenz – in diesem Fall erhält man eine für ein Jahr lang gültige Lizenz (die aber jedes Jahr kostenlos erneuert werden kann). Die am häufigsten vorkommende Lizenz ist die Work&Cash Lizenz mit der alle Programme verwendet werden können und die auf der reinen Arbeitszeit mit den Programmen beruht. Natürlich gibt es auch noch zeitbeschränkte Lizenzen für Demoversionen.

In allen Fällen benötigt man auf der Festplatte für die Programme passende Lizenz-Dateien. Dabei handelt es sich um eine Datei die genauso benannt ist wie das Programm, aber die Erweiterung .lic hat. (Für die Baustatik gibt es also zum Beispiel eine baustatik.lic, für das “alte” Plattenprogramm eine Xpla.lic, und so weiter.).

Im Normalfall gelangen diese Lizenzen dann auf den Rechner, wenn man die Software von der von uns verschickten CD installiert. (Die Ausnahme sind hier die Hochschullizenzen, weil es dort im Normalfall immer nur eine Download aber keine CDs gibt.).

Nun kann es vorkommen, das man die Lizenz-Dateien “verliert”. Zum Bespiel, weil man die CD irgendwann weggeworfen hat.

Dafür gibt es aber eine einfache Lösung. Auf unserem Webserver gibt es nämlich für jeden registrierten Kunden (egal, ob Demo-, Hochschul-, Work&Cash,- oder Kauflizenz) eine Sicherheitskopie der aktuellen Lizenzen.

Wie kommt man da nun dran?

Ganz einfach: Im wesentlichen braucht man eine Sache, und das ist der Zugangscode zum Downloadbereich auf www.die.de. Diese Zugangscode hat man bei allen kommerziellen Lizenzen zusammen mit der Rechnung erhalten (und weil man die Rechnung wohl nicht wegwirft, findet man den auch später noch) und bei den Hochschulversionen mit der Email, die den Download ermöglicht.

Wenn man sich mit diesem Zugangscode im Download-Bereich anmeldet, dann findet man dort 2 Dateien zum runterladen: Die “Baustatik_setup.zip” und die “Lizenz.zip”. Bei der Datei “Lizenz.zip” handelt es sich um eben dieses Backup der Lizenzen. Man lädt diese Datei also zunächst mal runter.

Was man dann tun muss ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Bei “aktuellen” Versionen von Windows kann man einfach auf die Datei doppelklicken. Man sieht dann eine Liste von “*.lic” Dateien, sowie ein “setup.exe”. Dieses Setup kann man einfach per Doppelklickt ausführen – und es installiert dann die Lizenzdateien an die “richtigen” Orte auf der Festplatte.

Bei älteren Versionen von Windows (und solche, bei denen irgendwelche Werkzeuge von Drittherstellern die korrekte Behandlung von ZIP-Dateien zerstört haben) muss man die Zip-Datei zunächst in einen temporären Ordner extrahieren, bevor man “setup.exe” ausführen kann.

Wieso ist das rote D weg?

Kunden mit einen Work&Cash Vertrag nutzen alle unsere Statik-Programme rein zeitbasiert. Es gibt also keinen Kaufpreis – alle Programme sind “einfach verfügbar” – sondern man bezahlt nur die reine Arbeitszeit.

Die Verwaltung dieser Arbeitszeit läuft über den TimeServer. Das ist ein Programm, das im Status-Bereich von Windows über ein rotes “D” erreichbar ist: Mit einem Rechtsklick auf das D erhält man ein Menü, über das die Zeit verwaltet oder Statistiken über den Verbrauch erhoben werden können.

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Nun hatten einige Kunden im Zuge der letzten Monate das Problem, das dieses rote D nach einem Update nicht länger sichtbar war. Das Programm startet über die “Autostart” Gruppe von Windows: Jedes Mal, wenn man sich anmeldet, wird das Programm automatisch gestartet und kann verwendet werden.

Früher war es so, das unser Installationsprogramm grundsätzlich einen Link in der Autostart-Gruppe angelegt hat. Seit einigen Monaten gibt es aber im Installer die Möglichkeit, das anlegen dieses Links in der Autostart-Gruppe per Optionsschalter auszuschalten.

Wenn man das tut, dann wird diese Verknüpfung auch nicht angelegt – und: Das rote D taucht dann nicht länger automatisch auf. Einfache Lösung: Option nicht ausschalten Smile

Man kann das auch ohne Neuinstallation reparieren: Einfach in der “Autostart” Gruppe im Start-Menü eine Verknüpfung auf das Programm anlegen, dann geht es wieder. Zu finden ist der TimeServer (bei einer normalen Installation) im Order “c:\programme\DIE\TimeWise” unter dem Namen “XTimeWiseServer.exe”.

So blendet man das Lineal ein

Wenn man ein Faltwerk (eine Platte, eine Scheibe) in der Draufsicht anzeigen lässt, dann kann die Baustatik auch ein zusätzliches Lineal einblenden, mit dem man auch bei Zoom-Ausschnitten die Übersicht bewahren kann.

Das geht so:

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So arbeitet man mit dem Ansichts-Filter

In der Baustatik werden die Strukturen unter anderem graphisch dargestellt – die komfortabelste Art damit zu arbeiten, ist auch fast immer in der Graphik. Nun wird die aber zu irgend einem Zeitpunkt unübersichtlich: Je größer das System, umso umfangreicher die Graphik – und um so schwieriger wird die Orientierung darin.

Darum kann man separate Ansichten mit dem Ansichts-Filter einstellen: Diese Ansichts-Filter kümmern sich drum, das in einem Fenster nur noch die Elemente dargestellt werden, die man dargestellt haben will.

Einmal angenommen, man hat folgendes System vorliegen:

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Nun möchte man ein zweites Fenster, in dem nur noch die Platte selbst dargestellt wird. Das geht so:

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Man bekommt dann ein zweites Fenster, in dem nur noch die Platte, nicht aber die Lager und Knoten dargestellt werden:

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Was passiert nun, wenn man noch zusätzliche Elemente mit dargestellt haben will. Zum Beispiel die Knoten oder die Einwirkungen, die zur Platte gehören? Da gibt es zwei Geschmacksrichtungen. Zum einen können diese zusätzlichen Elemente direkt zur Platte “gehören”. Das sind in erster Linie Knoten und Einwirkungen. In diesem Fall nimmt man diesen Befehl:

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Der öffnet ein weiteres Fenster, aus dem man die gewünschten zusätzlichen Objekte auswählen kann.

Nun will man aber vielleicht auch “nicht zugehörige” Elemente zum Fenster hinzufügen. Das geht natürlich auch – nur mit ein bisschen mehr Aufwand. Hier ein Beispiel, wie man Ergebnislinien hinzufügt. Folgendes ist zu tun:

  1. Ins “gewünschte” Ansichts-Fenster gehen.
  2. Jetzt in die Dokumenten-Ansicht wechseln, und dort mit der rechten Maustaste auf das hinzuzufügende Element klicken.
  3. Und dann diesen Befehl verwenden:

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Testing, testing, 123 …

Die Baustatik hat einen monatlichen Update-Zyklus. Das bedeutet: Zum Anfang jeden Monats gibt es eine neue Version, die man herunterladen und installieren kann, so man das will. (Im Download-Bereich gibt es dazu jeweils eine ausführliche Liste, welche neuen Funktionen enthalten sind, und hier in meinem Blog gehe ich auch meist auf die “aufwendigeren” ein.)

Das bedeutet natürlich auch, das das Programm ständigen Veränderungen unterworfen ist. Eines der größten Probleme in diesem Zusammenhang – wenn nicht das größte – ist es, dabei sicherzustellen, das solche Änderungen keine Fehler – und zwar im besonderen keine Berechnungsfehler – ins Programm einschleppen.

Um das sicherzustellen, haben wir einen vollständig automatisch ablaufenden Prozess gebaut, und der sieht in etwa so aus:

  • Zunächst man gibt es einen speziellen eigenständigen Server, der ausschließlich fürs bauen und testen der Baustatik zuständig ist.
  • Dieser Server holt sich jede Nacht den aktuellen Stand des Quellcodes der Baustatik, und baut damit eine “nächtliche” Version des Programms.
  • Diese Programmversion wird dann automatisch gestartet und lädt der Reihe nach Eingabedateien (die wir in diesem Fall “Testcases” nennen.).
  • Dabei handelt es sich um ganz normale Baustatik-Dokumente, für jeden Dokument-Typ gibt es dabei eigene – zur Zeit knapp 1400 Stück.
  • Jedes dieser Dokumente wird dann geladen, und es werden alle Ergebnisse die mit dem Dokument ermittelbar sind berechnet. (Also alle Einzellastfälle, Überlagerungen, Bemessungen für alle darin befindlichen Objekte.)
  • Diese Ergebnisse werden dann mit denen einer vorherigen Berechnung verglichen – und dürfen sich natürlich nicht unterscheiden.
  • Dieser Durchlauf erzeugt dann ein Protokoll, das in unserem Intranet lesbar ist und etwa so aussieht (für die ersten 19 Fälle):
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  • Tritt ein Fehler auf, dann enthält das Protokoll einen entsprechenden Vermerk – und wir können uns auf die Fehlersuche machen.

Bei Bedarf kann man das natürlich auch manuell anstoßen – zum Beispiel bevor man eine größere Änderung in den “offiziellen” Quellcode einpflegt.

Netzwerk per Stromnetz

Im Münchner Büro sind alle Server und Workstations mit ganz normalen Ethernet-Kabeln verbunden. Es gibt auch ein WLan. Das ist in erster Linie fürs Laptop und die Internet-Zugänge der Telefone da, aber im Besprechungsraum – der in einem anderen Stockwerk ist – gibt es auch noch einen Rechner mit großem Monitor für Vorführungen. Weil wir nie ein Kabel zwischen den Stockwerken legen wollten, hängt diese Kiste ebenfalls am WLan. Aus unklaren Gründen ist das aber dort extrem unzuverlässig. Mal geht es, mal geht es nicht – ob, wann und wie, scheint vom Wetter, den Mondphasen und davon abhängig zu sein, ob gerade ein Werkzeugkasten vor dem Access Point steht oder nicht.

Das habe ich mir nun etwa 2 Jahre lang angesehen, und jetzt hat es dann echt gereicht: Eine andere Lösung musste her. Und zwar eine, für die man keinen Bohrer braucht.

Darum haben wir zwei Ethernet-übers-Stromnetz-Bridges angeschafft. Das ist ungefähr sowas. Funktioniert in der Tat sehr einfach: Man steckt so ein Gerät in die Steckdose und dann ein Netzwerkkabel ins Gerät. Dann geht man irgendwo hin, wo sich ein Router vom “echten” Netzwerk befindet, steckt dort das zweite Gerät in eine Steckdose und verbindet es per Netzwerkkabel mit dem Router.

Das war alles: Danach hat der “entfernte” Rechner das Netzwerk gefunden, sich angemeldet und alles ging “einfach so” und ganz von selbst: Wir haben keine Software installiert oder sonst was konfiguriert – ging einfach ohne alles. Bin begeistert.