Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Brandbemessung in der Stütze

Wie schon von anderen Dokumenten der Baustatik bekannt, gibt es auch in der Stütze die Bemessungsparameter. Das zugehörige Fenster unterscheidet sich von Norm zu Norm: Je nachdem, mit welcher Norm man gerade arbeitet, kann man unterschiedliche Parameter einstellen.

image

Bei der 1045-01 zum Beispiel die Art und Weise, in der Kriechen behandelt werden soll, und auch die Methode der Brandbemessung wird hier festgelegt.

… Ab dem nächsten Update Smiley

Kommende Attraktionen

Wie schon mehrfach erwähnt wird das nächste Update der Baustatik (das vermutlich zum Ende der Woche verfügbar sein wird) dann auch ein Stützen-Dokument. Das Programm berechnet und bemisst ein- oder mehrgeschossige Stützen aus Stahlbeton, Stahl oder Holz.

Die Dokumentation ist noch nicht ganz fertig, steht aber in großen Teilen bereits online zur Verfügung.

Die Eingabe der Stütze ist dramatisch viel einfacher geworden, als das bei der alten Stütze aus der Xfemily-Programmgeneration der Fall war. Davon kann man sich mit diesem kurzen Beispiel-Video überzeugen.

Neue Stütze: So druckt man Graphiken

Wie alle Module der Baustatik verfügt auch die Stütze über eine Ausgabesteuerung. Dort stellt man ein, welche Elemente gedruckt werden sollen. Von Haus aus sind dort die Eingabedaten, eine Systemgraphik, die Ergebnis-Tabellen sowie eine Graphik aller Nachweise vorgesehen.

Man kann aber auch beliebige Graphiken ausdrucken: Dazu hat die Stütze – ähnlich wie das Faltwerk und die Platte – Navigationspunkte. Man kann von beliebigen Graphiken einen Navigationspunkte anlegen, und der taucht dann ebenfalls in der Ausgabesteuerung auf – und kann zum Ausdruck der Graphik verwendet werden.

image

Wen man also einmal eine Graphik von Zwischenergebnissen benötigt, ist diese einfach herzustellen. (Die neue Stütze ist im nächsten Update der Baustatik enthalten.)

“Die Transaktion konnte nicht abgeschlossen werden”: Was tun ?

Die meisten Anwender unserer Statikprogramme benutzen die Software mit einem Work&Cash Vertrag. Dabei kann man alle Programme benutzen ohne selbige zu kaufen: Statt dessen wird einfach nur die Arbeitszeit abgerechnet.

Für diesen Zweck gibts dann auf dem lokalen Rechner (oder auf Wunsch auch auf einem Netzwerkserver) das “TimeServer” Programm. Dieses Programm verwaltet die zur Verfügung stehende Zeit. Sind die Programme in Benutzung, dann buchen sie jeweils nach dem Ablauf einiger Minuten eben diese Anzahl Minuten aus dem Server aus.

Dabei werden Status-Dateien angelegt, in denen im wesentlichen drin steht, wie viel Zeit noch zur Verfügung steht (und wann wie viel verbraucht wurde.). Um zu verhindern das diese Dateien beschädigt werden – was zum Verlust der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit führen könnte – werden diese Dateien nicht einfach immer wieder neu geschrieben. Statt dessen findet da ein relativ aufwendiger Prozess mit mehreren Schritten statt. Diesen Prozess nennen wir “Transaktion”. (Kennt vielleicht der ein oder anderen von Datenbanken.)

Zunächst wird dabei die Transaktion eröffnet: Dann finden diverse Arbeitsschritte statt, mit denen unter anderem Sicherheitskopien angelegt und die neue Daten geschrieben geschrieben werden. Zum Schluss wird die Transkation beendet – und erst wenn alle Schritt geklappt haben, ist der “neue” Zustand der Zeiteinheiten tatsächlich gültig.

Das klappt eigentlich immer – die Transaktion ist in der Tat nur für extreme Sonderfälle gedacht. Also zum Beispiel für einen Stromausfall während der Abbuchungsphase oder ähnliches. So was passiert (von mir geschätzt) etwa einmal alle 2 Jahre, bei allen Kunden zusammengenommen. Also praktisch nie.

Wenn es aber doch passiert (und heute hatte ich so einen Fall), dann versagt der Timeserver danach die Arbeit. Man kann ihn zwar noch starten, aber er meldet dann nur lapidar, das eine offene Transaktion vorliegt, die nicht abgeschlossen werden kann.

Es gibt einen einfachen Weg dieses Problem zu lösen – allerdings ist das mit Vorsicht zu genießen: Man muss auf diverse Dinge achten, damit einem nicht die vorhandene Zeit verloren geht. Darum: Sollte das bei Ihnen einmal auftreten: Nicht basteln, sondern unseren Support bemühen. Smiley

Das sind die Parameter für die interaktive Stützenbemessung

Die kommende Stütze für die Baustatik kommt mit Stahlbetonstützen, Stahlstützen und Holzstützen klar, und alle davon können mehrere Stockwerke und verspringende Querschnitte haben.

Im Normalfall führt das Programm alle notwendigen Nachweise, kann für Stahl und Holz aber auch eine Bemessung durchführen, bei der die Querschnitte vergrößert werden. Wie das passiert, wird man mit diesem Fenster steuern:

image

Die ersten drei Parameter – im Bild ausgegraut – sind nur für die Holzbemessung zuständig: Hier gibt man an, wie stark der Querschnitt pro Schritt der iterativen Bemessung wachsen soll. Man kann ihn natürlich auch in nur einer Richtung wachsen lassen.

Die Optionen darunter gibt es sowohl für Stahl als auch für Holz – zumindest dann, wenn man mehr als einen Stützenabschnitt (ein Stockwerk) hat.

Das Programm kann dann so bemessen, das sich im Zuge der Bemessung alle Querschnitte ändern – auch solche bei denen das nicht notwendig wäre. Der Effekt davon ist, das der “Unterschied” zwischen den verwendeten Querschnitten gleich bleibt.

Werden “nur die erforderlichen Querschnitte” verändert, dann hat man hinterher eine Stütze, bei denen alle Nachweise eingehalten werden – bei der die Querschnitte der einzelnen Abschnitte aber nicht notwendigerweise identisch sind.

Stützenberechnung abbrechen

Die neue Stütze (die es demnächst in der Baustatik geben wird) rechnet deutlich schneller als die alte.  Nachdem aber eine Menge an Lastfallgruppen berechnet werden müssen (und das erst recht, wenn man eine Bemessung durchführen lässt), gibt es einen Fortschrittsmelder:

image

(Die 124 Gruppen brauchen auf meinem Rechner etwa 5 Sekunden – was ich für durchaus erträglich halte.)

Wenn es aber doch einmal zu lange dauert, gibt es einen “Abbrechen” Button. Der – große Überraschung – bricht die aktuelle Berechnung ab: Man kann dann nochmals was an der Anzahl der zu berechnenden Lastfallgruppen ändern und die – hoffentlich dann schnellere – Berechnung neu starten.

Übrigens auch anders an der neuen Stütze als an der alten: Man braucht Lastfallgruppen (bzw.: Kombinationen) nicht grundsätzlich selbst zu bauen – im Bedarfsfall ermittelt das Programm die von selbst.

Ab dem nächsten Update Smiley

So verlängert man den Träger

Angenommen, man hat einen elastisch gebetteten Träger, und hat sich auch schon darum gekümmert, das das Achsraster für die Stützen so aussieht, wie man das will. Also ungefähr sowas:

image

Jetzt fällt einem auf, das der Abstand der ersten Stütze zum Anfang des Trägers zu klein ist. Was tun?

Man kann zwar alle Stützen gleichzeitig auswählen und deren Eigenschaften verändern – aber das bringt nur was für die Lastgrößen, nicht für die Position – denn die wird bezogen auf den Ursprung angegeben: alle Stützen haben also eine andere.

Der Befehl Geometrie –> Verschieben aus dem Faltwerk ist im Träger nicht vorhanden. Dumme Sache – denn das sieht ganz danach aus, als müsste man nun alle Stützenpositionen neu eingeben.

Muss man aber nicht. Statt dessen macht man folgendes:

1.) Träger mit der rechten Maustaste anklicken
2.) Befehl “Träger verlängern” wählen
3.) Die Stelle anklicken, an der das “neue Stück” eingefügt werden soll
4.) Die zusätzliche Länge eingeben

Das Programm verlängert den Träger dann an der angegebenen Stelle – und alle Stützen bleiben brav in dem Raster, in dem man sie haben will.

Ein kleiner (aber ärgerlicher) Fehler

Ich habe heute (nach endlos langem suchen) einen kleinen – aber wirklich sehr ärgerlichen – Fehler in der Baustatik korrigiert. Und der meldet sich so:

  • Man wählt ein (oder mehrere) Objekt aus.
  • Das Objekt wird in der Markierungsfarbe dargestellt (Hier: Knoten 1)
  • Das Objekt wird (oder die Objekte) werden in der Eigenschaften-Ansicht dargestellt.
    Das sieht dann so aus:
    image
  • Jetzt klickt man in eines der Textfelder der Eigenschaften-Ansicht, zum Beispiel in das Feld mit der X-Koordinate.
  • Nun markiert man einen Teil des Textes, um in zu löschen – oder man stellt den Cursor auf das Zeichen, das man löschen möchte.
  • Nun drückt man “Del”.

Jetzt passiert dann leider nicht das, was man erwarten würde: Der Text wird nicht gelöscht. Statt dessen wird das ausgewählte Objekt gelöscht. Trauriges Smiley

Passiert ab dem nächsten Update nicht mehr. Smiley

So funktionieren die automatischen Updates

Die Baustatik ist mit einem Mechanismus für automatische Updates ausgestattet, und der funktioniert so: Immer wenn das Programm startet, überprüft es, ob auf unserem Webserver eine Version bereitsteht, die eine höhere Versionsnummer hat, als die laufende Instanz. (Die Versionsnummer kann man unter “Hilfe –> Info über” nachsehen.)

Wenn es eine solche Version findet, dann wird folgendes Fenster angezeigt:

image

Wenn man da auf “Update herunterladen” drückt, dann fragt das Programm nach einem Ordner, in dem es die Update-Datei ablegen soll und beginnt dann mit dem runterladen. Ist die Datei vollständig heruntergeladen, dann ist das Update noch nicht abgeschlossen.

Im nächsten Schritt muss man die Baustatik noch beenden, und dann das Installationsprogramm aus dem heruntergeladenen Zip-Archiv starten: Erst dieser Vorgang führt das Update wirklich aus.

Wo das Update bleibt

Normalerweise gibt es für die Baustatik ein monatliches Update – jeweils um den Anfang eines Monats. In diesem Monat ist das ein bisschen anders: Wir könnten natürlich ein Update veröffentlichen, allerdings wäre die neue Stütze dann nicht darin enthalten – es würde sie dann erst zum ersten Juli geben. Ich glaube allerdings, das wir nur noch ein paar Arbeitstage davon entfernt sind, eine funktionierende erste Version der Stütze ausliefern zu können – und darum warten wir mit dem Update dieses Monats noch ein wenig: Sollte nichts völlig unerwartetes dazwischenkommen, gibt es dann das nächste Update in der nächsten Woche – und zwar mit der Stütze.