Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Urlaub

Bin praktisch schon nicht mehr da. Ab morgen bis Anfang September Urlaub im warmen (ist ja klar: Jetzt, wo der Sommer auch endlich in München ausgebrochen ist…).

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Eine Wendeltreppe

Bin vor kurzem über dieses Anwenderprojekt gestolpert: Eine Wendeltreppe, modelliert mit der Baustatik. (Hier mit der Echtansicht und der normalen Arbeitsansicht.)

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Mit über 400 Faltwerkselementen modelliert vom Ingenieurbüro Mayer aus München.

In Kürze: Mit Zwischenablage

Bisher kann man in der Baustatik zwar das Kommando “Bearbeiten –> Kopieren” verwenden – allerdings nur, um die aktuelle Graphik in die Zwischenablage zu kopieren. Von dort kann man sie dann in anderen Programmen wie Word oder Paint einfügen.

Ab dem nächsten Update ändert sich das:

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Es gibt dann auch das “Einfügen” Kommando: So kann man dann Teil einer Platte (oder auch die ganze) in einem anderen Platten-Dokument einfügen. Dabei wird folgendes gehen: Jeder Dokument-Typ (Platte, Scheibe, die Rahmen und das Faltwerk) kann per Zwischenablage zum einen in ein Dokument gleichen Typs eingefügt werden. Zum anderen kann aus alle Dokumenten ins Faltwerk kopiert werden.

Kommende Attraktionen

Ab dem nächsten Update der Baustatik hat der Durchlaufträger eine neue Funktion: Die Ergebnispunkte.

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Mit diesen Punkten kann man Ergebnisse an beliebigen Stellen in der Graphik einsehen. Von Haus aus stellt der Durchlaufträger nur an “wichtigen” Stellen Ergebnisse dar. Ab dem nächsten Update können die Ergebnisse dann auch an beliebigen anderen Stelle eingeblendet werden.

Die Auswahl von Stellen für Ergebnispunkte startet man mit dem passenden Button (1). Danach bewegt man die Maus nacheinander an die Stellen, an denen zusätzliche Ergebnisse dargestellt werden sollen.  (2)Durch einen Mausklick mit der linken Maustaste wird der Punkt dann erzeugt, ein Klick mit der rechten Maustaste beendet den Vorgang.

Nachdem die Ergebnispunkte “ganz normale” Objekte sind, werden sie auch in der Dokumenten-Ansicht dargestellt (3) und können über diese auch bearbeitet oder gelöscht werden.

Welche Version wird verwendet

Habe heute mal wieder in ein paar unserer Statistiken gesehen, und freute mich über die aktuelle Verteilung der Versionen bei den eingesetzten Kopien der Baustatik. Die sah in Kalenderwoche 35 so aus:

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Über 50% der verwendeten Versionen ist die aktuelle Version 1.78, der allergrößte Teil sind die direkten Vorgängerversionen 1.73 bis 1.76. (Version 1.77 gab es nicht.).

Nur ein verschwindend geringer Teil der gemessenen Versionen ist älter als 4 Monate. Der Erfahrungswert sagt mir dabei, das die 1.73-1.75er Versionen spätestens nach den Sommerferien (die ja noch in einigen Bundesländern ein paar Wochen dauern) auch durch aktuellere Varianten ersetzt sein werden.

Offenbar hat praktisch niemand mehr “Angst vor Updates” – unser Mechanismus scheint also prima zu klappen und im allgemeinen keine Probleme zu machen – ansonsten würden die Updates wohl nicht so gut angenommen werden.

Woher kommen eigentlich diese Zahlen ? – Gute Frage Smiley

Jedes mal wenn die Baustatik gestartet wird, überprüft sie ja, ob ein neues Update vorliegt. Und das geht so, indem das Programm seine eigene Versionsnummer an einen Dienst auf www.die.de sendet – und dieser Dienst kennt die “aktuelle” neueste Versionsnummer. Wenn die vorliegende Nummer kleiner als die aktuelle ist, dann gibt es ein Update und das wird dann runtergeladen.

Der Dienst an den die aktuelle Nummer geschickt wird merkt sich alle Nummern – und daher kommen dann die Zahlen für meine Statistik. (Dem kann man auch entnehmen, das sie nicht wirklich richtig sind – denn alle Baustatik-Installationen die auf Rechnern ohne Internet laufen, und auch alle bei denen die automatischen Updates ausgeschaltet sind, tauchen in der Statistik nicht auf.)

Unable to find a runtime version to run this application

Diese Fehlermeldung habe ich selbst noch nie gesehen, trat aber kürzlich bei einem Anwender auf. Und zwar trat sie auf, als er versuchte das Installationsprogramm für die Lizenzen der Baustatik auszuführen.

Dummerweise ist diese Fehlermeldung etwas sehr unspezifisch und kann alles mögliche bedeuten. Im “einfachsten” Fall ist die .exe – Datei, die man versucht auszuführen beschädigt. Es kann nicht schaden, einfach nochmal eine “frische” Kopie davon runterzuladen und zu installieren.

Die nächste Möglichkeit ist ein Virenbefall: Es kann nicht schaden, den Rechner einmal mit einem aktuellen Virenschutzprogramm untersuchen zu lassen.

Wenn das auch nichts nützt, wird es trickreicher. Entweder, eine benötigte Laufzeitbibliothek ist tatsächlich nicht vorhanden, oder aber sie ist beschädigt. Im Rahmen der Baustatik (und beim Lizenz-Installationsprogramm) werden 2 Versionen von .Net verwendet – und zwar Version 2.0 und Version 4.0. Beide werden aber vom offiziellen Installationsprogramm der Baustatik automatisch mit installiert, sofern das notwendig ist. (Das gilt nicht für das Installationsprogramm der “automatischen Updates”.). Es könnte also sein, das man die Software entweder mit einem Installationsprogramm installiert hat, das eigentlich nur für Updates gedacht war – oder aber, eine der benötigten Laufzeitbibliotheken wurde nachträglich vom Rechner wieder entfernt.

Man sollte also zunächst in der Systemsteuerung nachsehen, ob beide benötigte Laufzeitumgebungen vorhanden sind. Man braucht “Microsoft .NET Framework 2.0” und “Microsoft .NET Framework 4.0”. Wenn eines davon nicht vorhanden ist, kann man selbiges hier herunterladen: Version 2.0Version 4.0.

Wenn es danach immer noch nicht geht, ist irgendwas grundlegendes im System kaputt gegangen. Man kann dann noch folgende Schritte ausprobieren:

  1. Herunterladen des .Net Cleanup-Tools und “säubern” der Installation von .Net 2.0 und .Net 4.0.
  2. Bei Versionen nochmals installieren.

Wenn das alles nichts nützt, gibt es noch ein kleine Liste an weiteren Dingen, die man versuchen kann: What to do if other .NET framework setup troubleshooting steps do not help.

Um ehrlich zu sein: Wenn man tatsächlich so weit kommt, das man auf diese letzte Liste zurückgreifen will, dann ist im System irgendwas derart im argen, das es vermutlich besser sein wird, den Rechner neu zu formatieren…

Das sind die nächsten Schritte

Nach dem Einbau der Stütze in der Baustatik stellt sich natürlich die Frage: Was kommt als nächstes.

Die Planung sieht zur Zeit wie folgt aus: Im nächsten Update wird nicht viel wirklich neues drin sein – wir bauen ja immer kleinere Erweiterungen und Verbesserungen – und ja, auch Korrekturen – ein, aber es wird voraussichtlich kein “großes” neues Feature im nächsten Update geben. (Mal davon ausgehend, das die Bemessungs-Funktion für die beiden neuen Holzbau-Normen kein “großes” Feature sind….)

Was hingegen zur Zeit geplant ist – und woran hauptsächlich gearbeitet wird – sind 2 Dinge:

  • Einbau des Fundaments in die Baustatik und
  • Eine 64bit-Version der Baustatik

Sobald das Fundament vorhanden ist, werden wir uns vermutlich um die Lastweiterleitung zwischen Stütze, Fundament, Durchlaufträger, Dach und Platte kümmern….

Beim Fundament müssen noch mehrere Dinge passieren: Zum einen muss der “alte” Rechenkern ein wenig aufgepeppt werden – und sobald das geschehen ist (daran wird gerade gearbeitet), muss die komplette Benutzeroberfläche dafür gebaut werden. Ich habe zur Zeit noch überhaupt keinen Zeitrahmen dafür, glaube aber, das beides eigentlich noch in diesem Jahr machbar sein wird.

Für die 64bit-Version der Baustatik sind im wesentlichen noch 2 Dinge zu klären: Zum einen braucht es einen Ersatz für die “Echt” Ansichten. Die von uns in der 32bit-Version verwendeten Bibliotheken gibt es nämlich für 64bit nicht – und das bedeutet, wir brauchen da was neues. (Auch dran wird gerade gearbeitet, und ein Teil davon ist auch bereits fertig.). Nun sind die “Echt” Ansichten nicht unbedingt lebensnotwendig – auch wenn die noch nicht fertig sein sollten, wird uns das nicht davon abhalten, die 64bit Version zur Verfügung zu stellen.

Die andere Sache die fehlt ist der Datenbank-Layer: Auch hier gibt es die von uns verwendeten Bibliotheken nur für 32bit, und es muss Ersatz geschaffen werden. Diese Module sind aber in der Tat lebensnotwendig, da nur damit der Zugriff auf Materialien, Profile und Einwirkungsarten möglich ist. Das ist meine nächste Aufgabe – start Morgen. Wie lange das dauert: Keine Ahnung, nehmen mal an, das wird schon eine länger Zeit in Anspruch nehmen – glaube eher nicht, das das noch in diesem Monat fertig sein wird.

Wenn die beiden Dinge geklärt sind, hängt aber noch ein kleiner Rattenschwanz an “Kram” hintendran: Wir müssen dann zum Beispiel auch noch ein Installationsprogramm für die 64bit Version bauen und uns darum kümmern, das diese Variante des Programms auch alle unsere Testfälle korrekt berechnet…. und dann noch alles andere, was ich bisher vergessen habe. (Download-Erläuterungen, automatische Updates ….)

Warum überhaupt die 64bit-Version ?

Wenn Sie sich diese Frage stellen, dann gehören Sie zu der “einen” Gruppe Anwender: Das sind alle, die “normale” Platten, viele kleine Durchlaufträger und hin und wieder mal einen Rahmen rechnen. Mit einem Wort: Sie sind dann von der Problematik nicht betroffen.

Alle anderen Anwender kennen die Fehlermeldung, die darauf hinweist, das das Programm nicht mehr genug Arbeitsspeicher hat, um weiterzumachen. Wenn diese Meldung kommt, dann gibt es meist nur eine Lösung: System (oder zumindest Ausdruck) vereinfachen. Zumindest in der Theorie sollte die 64bit-Version dieses Problem lösen – man sollte dann damit unter einer 64bit Version von Windows im Prinzip genau die Menge an Speicher bekommen, die auch im Rechner drinsteckt – vermutlich sogar mehr. (So ganz genau weiß ich das aber auch noch nicht – es fehlt da ein bisschen der Erfahrungswert….)

So entstehen die Vorschau-Bilder

Wenn man in der Baustatik mit dem Mauszeiger über die Einträge in der Projekt-Ansicht fährt, dann wird eine Vorschau des Dokumentes unter dem Zeiger in einem kleinen Fenster angezeigt.

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Nur – diese Vorschau kommt nicht immer. Warum ist das so ?

Der Grund dafür liegt darin, wie das Vorschaubild erzeugt wird. Eine Möglichkeit wäre natürlich, ein kleines Graphikfenster das ähnlich wie das normale Arbeitsfenster funktionieren würde zu verwenden. So ist es aber nicht: Diese Vorgehensweise würde nämlich bedeuten, das das komplette Dokument gelesen werden müssten. Das würde natürlich bei “kleinen” Dokumenten gehen – aber bei aufwendigeren Dokumenten würde das einfach zu lange dauern.

Darum passiert statt dessen folgendes: Sobald ein Dokument das erste Mal (pro Sitzung) gespeichert wurde, wird ein Bild vom Arbeitsfenster des Dokumentes gemacht, wenn das Arbeitsfenster geschlossen wird. Dieses Bild wird dann zusammen mit dem Dokument (oder beim neuen Dateiformat: Im Dokument) gespeichert.

Mit anderen Worten: Das Vorschaubild entsteht, wenn man ein Arbeitsfenster schließt – und es enthält die Ansicht, die zum Zeitpunkt des Schließens zu sehen war.

So lädt man eine ältere Version eines Dokumentes

Seid dem letzten Update hat die Baustatik einen Versionskontrollmechanismus. Oder, um genauer zu sein: Wenn man das neue Dateiformat einschaltet, dann wird beim speichern die alte Dateiversion nicht überschrieben, sondern die Datei zum Dokument enthält dann jeweils eine neue, zusätzliche Version der Daten. Auf diese Weise kann man auch relativ leicht zu einer Vorgängerversion zurückkehren – und das alles vollautomatisch, ohne immer wieder spezielle Versionen der Datei mit “Speichern unter” anlegen zu müssen.

Und so kehrt man zu einer älteren Version zurück: Zunächst das passende Kommando aufrufen:

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Das öffnet dann ein Fenster, in dem alle verfügbaren Versionen angezeigt werden. In dem wählt man einfach die gewünschte Version aus, und drückt OK.

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Hier gibt es zum Beispiel 14 Versionen: Ursprünglich angelegt wurde das Dokument am 2.8.2011 um 15.50. Danach wurde es noch 13 mal gespeichert – und einmal davon mit der Funktion “Version mit Kommentar speichern” – das ist der Grund dafür, warum bei Version 5 ein zusätzlicher Text steht.

So spart man Plattenplatz

Wenn man in der Baustatik das “neue Dateiformat” einschaltet, dann hat das 2 direkte Auswirkungen.

  • Pro Dokument gibt es nur noch eine Datei statt 4.
  • Insgesamt wird deutlich weniger Speicherplatz benötigt.

Im Windows Explorer stellt sich das so dar. Mit alten Dateiformat sind es 4 Dateien mit (bei diesem Beispiel-Dokument) knapp 2.4 MB Festplattenspeicher-Bedarf:

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Das gleiche Dokument, mit neuem Format gespeichert umfasst nur noch eine Datei mit einer Gesamtgröße von knapp 240 KB. Das ganze braucht also nur noch ein Zehntel der Originalgröße.

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Überblick über die Versionsanzahl behalten

Seit dem letzten Update hat die Baustatik eine integrierte Versionskontrolle. Wenn Sie die verwenden, dann können Sie (offensichtlich) über die Funktion zum laden einer Vorgängerversion herausfinden, wie viele Versionen der Struktur in einem Dokument enthalten ist.

Das geht aber auch einfacher: In der Projekt-Ansicht gibt es schon immer eine Vorschau für die Dokumente, die schon einmal geöffnet waren. Die enthält nicht nur das Datum der letzten Speicherung und die Größe des Dokuments auf der Festplatte – sondern seit dem letzten Update auch die Anzahl der darin gespeicherten Versionen:

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Mein erstes Telefon-Programm

Der Titel lügt natürlich: Ich habe vor langer Zeit schon mal ein paar kleine Testprogramme für eine Version von Windows Mobile gebaut… Aber: Mein Mobiltelefon ist schon seit über einem halben Jahr ein Windows Phone. Da war es einfach notwendig, auch dort mal auszuprobieren, was man so tun kann – und meine erste (wirklich kleine) Anwendung ist nun offiziell im Windows-Phone Marketplace erhältlich.

Voila: Die Metro Eieruhr. (Schon selbst mit gekocht; der link öffnet die kostenlose Zune Software)