Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

So schaltet man die Sichtbarkeit von Elementen schneller um

In der Baustatik gibt es eine Vielzahl an Optionen, mit denen man die graphische Darstellung von Elementen am Bildschirm einstellen kann. Für Stäbe alleine gibt es über 30 Einstellungsmöglichkeiten. Dazu gehören diverse Farbeinstellungen, Schriftarten und –größen, Strichstärken und viele Einstellungen die die Sichtbarkeit von Teilen davon betreffen. So kann der Stab als solches unsichtbar gemacht werden, es können aber auch dessen Koordinatensysteme, Beschriftungen mit Material und Bettungen etc. etc. ein- und ausgeschaltet werden.

Alle diese Optionen sind an einer zentralen Stelle zusammengefasst – im Fenster für die “Einstellungen”. Nun ist es so, das es einige Einstellungen gibt – so zum Beispiel Strichstärken und Farben – die man nur selten verändert, andere hingegen – insbesondere diejenigen, die mit der Sichtbarkeit von Elementen zu tun haben – werden immer und immer wieder umgestellt.

Das ist allerdings mit dem Einstellungs-Fenster unhandlich: Schon allein wegen der Menge an verfügbaren Optionen:

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Darum gibt es einen deutlich schnelleren Weg, Dinge sichtbar und unsichtbar zu machen: Die Sichtbarkeits-Ansicht. Dieses Fenster öffnet man über das “Fenster” Menü und lässt es einfach immer geöffnet. In der Sichtbarkeits-Ansicht sind alle Optionen die mit der Sichtbarkeit von Elementen zu tun hat zusammengefasst und stehen immer im direkten Zugriff. Will man ein Element unsichtbar machen, dann geht das über die Sichtbarkeits-Ansicht mit nur einem Mausklick: Schnell geht’s nicht.

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Kleine Änderung in der Stütze

In der Stütze aus der Baustatik gibt es ab dem nächsten Update eine kleine Änderung, die einen erstaunlich höhen Aufwand beim einarbeiten gemacht hat. Bisher wurden ausmittige Einwirkungen trotz Ausmitte einfach in einer Ebene neben der Stütze gezeichnet. Ab dem nächsten Update ist das anders: Man kann dann dafür sorgen, das die Ausmitte auch in der Graphik sichtbar wird: Die Einwirkungen werden dann an der Stelle ausgegeben, an der sie wirken.

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Man kann allerdings zwischen dem alten und dem neuen Verhalten umschalten. Dazu gibt es eine Option bei den Darstellungseigenschaften der Einzeleinwirkungen:

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Man kann dort zwischen “In der Stütze” und “Neben der Stütze” auswählen: “In der Stütze” bedeutet dabei “geometrisch richtig” – also inkl. der Ausmitte bezogen auf die Stützengeometrie. “Neben der Stütze” bedeutet – wie bisher, neben der Stütze gestapelt.

So ändert man die Berechnungsvorschrift in der Stütze

Die Stütze aus der Baustatik ist eine allgemeingültige Stütze: Man kann Stützen aus Stahlbeton, aus Holz oder aus Stahl damit berechnen.

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Man kann damit aber auch experimentieren, und die zu verwendende Norm ändern. Man kann also auf die Schnelle aus einer Stahlbetonstütze z.B. eine Stahlstütze machen.

Das geht mit dem Befehl “Datei –> Norm ändern”. Dort wählt man einfach die “neue” Norm aus. Wenn durch einen Wechsel der Norm auch ein Wechsel des Querschnitts oder Materials notwendig wird, muss man natürlich beides danach auch noch neu auswählen.

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Besser mit 64bit: Farbkodierung

Für die 64bit Version der Baustatik mussten wir einige Elemente komplett durch andere ersetzen – so unter anderem auch die “Echt”-Ansicht. Bei dieser Umstellung hat sich eine wie ich finde ganz Positive Änderung ergeben: Die Farbkodierung für unterschiedliche Querschnitte wird in der 64bit Version dann auch in der Echt-Ansicht berücksichtigt – und dabei kommt dann zum Beispiel sowas raus: Denke, das schafft eine deutlich besser Übersicht.

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Eigenständige Installation des TimeServers

Manchmal möchte man den TimeServer für Work&Cash separat auf einem Server installieren, ohne dabei aber den Rest der Baustatik mit zu installieren. Das geht und ist auch eine unterstützte Konfiguration. Wie das geht steht im allerletzten Eintrag der Dokumentation. Hier.

Multicore-Support in der Baustatik

Die Baustatik unterstützt ja schon seit geraumer Zeit mehrere CPUs bei den Berechnungsläufen – dabei werden mehrere Teile der Berechnung parallel auf alle verfügbaren CPUs verteilt. Das verteilen der Aufgaben hat dabei ein gewisses Maß an Overhead – aber grob gesagt verhält es sich so, das die Rechenzeit bei 2 CPUs nur noch halb so lange dauert wie mit einer CPU. Bei 4 CPUs braucht es nur noch ein Viertel der Zeit, und so weiter.

Wenn man dann den Windows Task-Manager startet, während eine parallel Berechnung läuft, dann sieht das so aus:

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Nochmal 64bit

Wie schon vor ein paar Tagen mitgeteilt befindet sich die 64bit Version der Baustatik in der Endphase der Fertigstellung. Heute  ist dann auch die Datenbank und der 64bit Solver fertig geworden und betriebsbereit. Jetzt geht es eigentlich nur noch ums testen: Die 64bit Version der Baustatik muss alle Testfälle durchlaufen, die auch die 32bit-Variante durchläuft. Dabei handelt es sich um (zur Zeit) knapp 3000 Eingabedateien, in denen alle darin mögliche Berechnungen durchgeführt und mit den Ergebnissen einer Referenzberechnung verglichen werden: Abweichungen darf es keine geben.

Mit diesen Testfällen wird grundsätzlich zunächst einmal sichergestellt, das beide Versionen der Baustatik die gleichen Ergebnisse liefern. Danach geht es noch darum, auch die Benutzeroberfläche einmal komplett durchzukauen. In der Theorie sollte es da zwischen 64bit und 32bit keinen Unterschied geben – aber die Erfahrung sagt mir, das das leider nicht überall der Fall sein wird. Allerdings: Alle größeren technischen Schwierigkeiten sind überwunden – jetzt geht es eigentlich nur noch darum, ärgerliche Kleinigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Und wenn das erledigt ist, muss ich mir noch irgendwas für die Installation einfallen lassen. Da gibt es nämlich ein paar böse Kleinigkeiten, die man berücksichtigen muss. Dazu gehört beispielsweise die Tatsache, das nur ein Programm sinnvoll mit einer Dateierweiterung verknüpft werden kann: Welches soll also gestartet werden, wenn man auf eine “.baustatik” Datei klickt: 64bit oder 32bit Variante? Doch das sind angesichts der überwundenen Probleme eigentlich nur noch Kleinigkeiten.

Ich denke es ist recht sicher, das es beim nächsten Update der Baustatik auch eine 64bit Geschmacksrichtung geben wird…

So gruppiert man Objekte

Alle (relevanten) Elemente der Baustatik können einer Position zugeordnet werden. Sofern die Objekte eine Position haben, werden sie im Ausdruck auch auf Basis dieser Position ausgedruckt. Das gruppieren des Ausdrucks ist aber nicht das einzige, was man mit der Position machen kann: Man kann diese auch dazu verwenden, auf die schnelle Ansichten mit Objekten einer Position anzulegen. Das geht wie folgt:

Angenommen man hat ein größeres System, bei dem verschiedene Elemente bereits eine Position haben. (Im Beispiel sind das beispielsweise die Stäbe, die den rechten vorderen Rahmen ausmachen.).

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Wenn man nun davon eine Ansicht anlegen will, dann kann man natürlich alle Stäbe einzeln anklicken und auswählen. Das geht aber auch einfacher – wenn man eine Position hat. Dazu öffnet man das Fenster zur Objektauswahl. (Bearbeiten –> Auswählen –> Objekte auswählen)

Dort geht man auf den Reiter “Eigenschaften” und wählt als Objektart zunächst die Stäbe aus. Dann wählt man unter “Position”, die Position aus, um die es geht:

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Danach drückt man auf “Zur Auswahl hinzufügen”. Alle betroffenen Stäbe sind dann ausgewählt:

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Alles was es jetzt noch braucht ist der Befehl “Fenster –> Anzeigefilter –> Neues Fenster für Auswahl”:

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64 Bit im Anmarsch

Die 64bit Variante der Baustatik kommt ganz gut voran:

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Bisher fehlten 2 wichtige Elemente: Die 3d-Ansichten (Echt-Ansicht…) und die Datenbankschicht. Die Echt-Ansichten sind aber zwischenzeitlich (fast) fertig, und auch für den Datenbankteil gibt es bereits einen Ersatz  - der aber noch nicht ganz funktioniert. Ich denke aber, das das im Laufe dieses Monats fertig werden sollte.

Danach fehlen vermutlich noch einzelne Kleinigkeiten, die wir hier aber erst noch ermitteln müssen. Insgesamt ist es aber vermutlich nicht vorschnell, wenn ich ankündige, das es “demnächst” in der Tat einen betriebsbereite 64bit Version geben wird. Die erste davon wird allerdings mit Sicherheit kein Installationsprogramm haben – wie wird die dann verteilen ist zur Zeit noch unklar. (Ich vermute, das es für den Anfang auf ein eigenständiges ZIP-File hinauslauf wird, das einfach an einer “günstigen” Stelle entpackt werden muss…)

Lange Rede kurzer Sinn: Sollte nicht mehr lange dauern… Smiley

Sofortbilder als PDF

In der Baustatik gibt es im Wesentlichen 2 Methoden eine Graphik auszudrucken. Entweder man macht das mit Navigationspunkten und der Ausgabesteuerung – da stellt man einen Ausdruck zusammen, der ganz einfach auch nach einer Änderung am System neu ausgegeben werden kann – oder man verwendet die “Sofortbilder”. (Datei –> Drucken –> Sofortbild)

Um beim Sofortbild hat sich etwas getan, auf das ich bisher wohl noch nicht hingewiesen habe. Im Gegensatz zur Ausgabesteuerung, bei der die Ausgabe als PDF schon seit geraumer Zeit möglich ist, ging das beim Sofortbild nicht: Man musste also entweder auf einen “echten” Drucker ausgeben, oder aber in einen XPS- oder PDF-Druckertreiber.

Seit einiger Zeit geht das aber beim Sofortbild auch direkt per PDF – also ganz ohne PDF-Druckertreiber:

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Warum das neue Update

Ab sofort gibt es ein neues Update für die Baustatik auf Version 1.81. Nachdem erst Ende letzter Woche die Version 1.80 freigegeben wurde stellt sich die Frage: Warum.

Folgendes ist passiert: Das Installationsprogramm der Baustatik wird seit geraumer Zeit auf einem speziellen Rechner hergestellt (und zwar auf meiner Workstation Smiley ) – der größte Teil des Prozesses ist dabei automatisiert. Um in der Zukunft einfacher in der Lage zu sein “Zwischenversionen” zu veröffentlichen, wurde der gesamte Prozess auf einen anderen Computer umgezogen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis fehlte beim Umzug leider ein Teil – und zwar der vom Timeserver. Darum verschwanden bei einigen Kunden die Timeserver-Installationen direkt nach dem Update.

Die jetzt verfügbare Version beseitigt dieses Problem. Und nachdem es nun einen dedizierten Rechner dafür gibt, sollten derlei Problem in der Zukunft eigentlich nicht mehr auftreten können.

Sorry für die Verwirrung.