Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Neue Updates verfügbar

Ab sofort ist ein neues Update der Baustatik im Download-Bereich verfügbar. Das Update-Protokoll im Download-Bereich enthält wie immer aller Details.

Im wesentlichen enthält das Update eine Vielzahl an kleinen Änderungen und Erweiterungen – diesmal ist keine “umfangreiche” neue Funktion enthalten. Insbesondere bei den Korrekturen ist hauptsächlich die 64bit-Version der Baustatik betroffen.

In der Stütze gibt es diverse Erweiterungen – so kann die Berechnung dort nun unter anderem auch nach EC 2 Teil 1-1, EN 1992-1-1: 2011 durchgeführt werden, die Darstellung der Querschnitte wurde verbessert und bei BSH kann man die Lamellenrichtung definieren.

P.S.: Wünsche einen guten Rutsch und ein tolles 2012!

Kleine Korrektur für 64bit Systeme

Im großen und ganzen scheint die jetzt seit fast 3 Wochen verfügbare 64bit Version der Baustatik nur sehr wenig Ärger zu machen – eigentlich gab es bisher nur kleinere Ärgerlichkeiten, die wir korrigiert haben.

Heute bin ich auch noch so einen Fall aufmerksam geworden – in diesem Fall nicht wirklich eine Kleinigkeit, aber wohl ein Fall, der nur sehr wenige Kunden betrifft.

Damit das Problem eintritt, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen muss der eingesetzte Rechner ein 64bit Windows Rechner sein. (Nur dann wird auch mit der 64bit Version der Baustatik gearbeitet, und nur in dieser Version tritt das Problem auf.). Zweitens muss die Software per Work&Cash verwendet werden. Bei allen anderen Lizenz-Arten tritt das Problem ebenfalls nicht auf. Und schließlich darf der verwendete Timeserver kein lokal installierter sein – er muss sich statt dessen auf einem anderem Rechner im Netzwerk befinden.

In diesem Fall kann man zwar die alten Programme “einfach so” verwenden, bei der Verwendung der Baustatik erhält man aber eine Fehlermeldung, das der Timeserver “keine Zeiteinheiten” mehr übrig hat.

Wer dieses Problem mit der Baustatik hat, der kann hier eine Zwischenversion herunterladen, bei der dieses Problem behoben ist. (Zum installieren der Zwischenversion muss zunächst die vorhandene Version manuell über die Systemsteuerung deinstalliert werden. Danach kann die Zwischenversion installiert werden.)

Wieso tritt das auf, und warum haben wir (ich) das beim testen nicht gefunden?

Um das zu verstehen, muss man einige Dinge über die beteiligten Komponenten wissen. Die “alten” Programme laufen immer als 32bit Programme, während die Baustatik auf 32bit Windows als 32bit Programm und unter 64bit Windows als 64bit Programm läuft. (Das ist seit dem letzten Update so: Davor war die Baustatik auch immer ein 32bit Prozess.)

Der Timeserver selbst ist grundsätzlich ein 32bit Programm. (Man hätte auch keine Vorteile davon, wenn er unter 64bit Windows ein 64bit Programm wäre – der Speicherbedarf des Timeservers ist minimal.)

Die Client-seitige Konfiguration des Timeservers – also der Teil, der sich damit beschäftigt wie die Programme mit dem Timeserver kommunizieren – erfolgt also auch als 32bit Prozess. Die Konfigurationsdaten werden dabei in der Registry hinterlegt.

Nun ist es so, das 64bit Programme und 32bit Programme für einige Einstellungen in der Registry unterschiedliche Äste verwenden. (Der Grund dafür ist die Rückwärtskompatibilität für 32bit.). Das gilt auch für den TimeServer – der schreibt seine Konfigurationsdaten immer in den 32bit-Teil der Registry. Darum können die alten Programme diese Konfiguration auch lesen und funktionierten klaglos. Die 64bit Variante der Baustatik versuchte aber die Konfigurationsdaten aus dem 64bit Teil der Registry zu lesen: Nur, das da eben nichts stand.

Wenn diese Konfigurationsdaten nicht gefunden werden, dann versucht die Software grundsätzlich eine lokale Verbindung herzustellen – ganz egal, was man “eigentlich” eingestellt hat. Das tut natürlich weiter nicht weh, wenn man ohnehin eine lokale Verbindung wünscht.

Will man aber eine “entfernte” zu einem anderen Host, dann kamen diese Einstellungen bei der Software gar nicht erst an – und sie stellte eine lokale her. Die lokale Verbindung ging aber, denn einen lokalen TimeServer gibt es ja immer. Nur war – im Fall der betroffenen Kunden – dort keine Zeit eingetragen. Warum auch: Die sollte ja zentral verwaltet werden. Das Resultat war dann die eingangs genannte Fehlermeldung.

Beim testen habe ich das aus einem einfachen Grund nicht gemerkt: Ich habe mir die Sache zu einfach gemacht. Statt tatsächlich einen anderen Rechner als Remotehost zu verwenden, habe ich auf meiner lokalen Workstation den Timeserver so konfiguriert, das er auch per Netzwerk kommunizieren kann. In der Client-Konfiguration haben ich dann auch “Netzwerk” eingestellt – und die Sache funktionierte. Nur eben nicht per Netzwerk, sondern lokal – weil das der Rückfallmechanismus ist, der dann eintritt, wenn die Konfigurationsdaten nicht gefunden werden. Sah aber “richtig” aus. Sorry Trauriges Smiley

Ab dem nächsten Update funktioniert das auch in der genannten Kombination richtig, bis dahin kann man die oben verlinkte Zwischenversion verwenden, in der das auch korrigiert ist.

Winter in München

Der erste Schnee kam am Sonntag, aber da blieb noch nichts davon übrig. Heute ging es dann richtig los, mit dem Winter. So sieht es gerade vorm Bürofenster aus:

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Besser Darstellung der Querschnitte

Ab dem nächsten Update werden die Stützenquerschnitte nicht mehr einmalig unter der Stütze, sondern jeweils einmal pro Richtung dargestellt.

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Bei mehreren Abschnitten mit verspringenden Querschnitten erfolgt die Darstellung weiterhin wie gewohnt neben der Stütze:

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Besser arbeiten mit Ansichts-Filtern

In der Baustatik kann man mit den Ansichtsfiltern (Befehl: “Neues Fenster für Auswahl”) Teile des Systems in einem eigenen Fenster darstellen lassen. In diesem Fenster kann man dann ganz normal weiterarbeiten – so ist es zum Beispiel möglich, die Ansicht auf ein einzelnen Stockwerk zu begrenzen, und dann in diesem Stockwerk weiter zu arbeiten – wobei die neu eingegebenen Daten eben auch das Gesamtsystem beeinflussen.

Das ist ab dem nächsten Update auch mit der “Echt” Ansicht und der Parallel-Projektion möglich. Bisher enthielten diese Fenster immer das komplette Bauwerk. Ab dem nächsten Update berücksichtigen diese Fenster Ansichtsfilter, die im aktuellen Fenster definiert sind. Sieht man also aufgrund des Ansichtsfilters nur ein Teilsystem und öffnet dann eine Echt-Ansicht, so enthält auch die nur das Teilsystem.

Kommende Änderungen im Stützenprogramm

Im Stützenprogramm der Baustatik kann man die auszudruckenden Tabellen in der Ausgabesteuerung auswählen, und auch bei der graphischen Darstellung der Ergebnisse kann man alle Kurven einzeln ein- und ausschalten.

Das ist zwar praktisch und flexibel – aber wenn man die komplette Schubbemessung aus dem Ausdruck entfernen möchte, dann müssen dazu an mehreren Stellen die richtigen Optionen ein- bzw ausgeschaltet werden.

Um das ein wenig praktischer zu machen, gibt es ab dem nächsten Update bei den Bemessungsparametern eine eigenständige Option:

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Ist die Option ausgeschaltet, kommen auch keinerlei Querkraftbemessungsergebnisse mehr raus.

Auflagerkräfte aus Einzellastfällen in der Stütze

Ich hatte das schon mal angekündigt, leider etwas vorschnell. Jetzt ist es aber wirklich fertig geworden, und ab dem nächsten Update kann man in der Stütze der Baustatik auch die Auflagerkräfte aus Einzellastfällen anzeigen lassen.

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Tabellarisch ausdrucken kann man die natürlich auch. Bei neu angelegten Stützen-Dokumenten enthält die Ausgabesteuerung dazu einen entsprechenden Bereich. (Für einen graphischen Ausdruck davon muss man einen Navigationspunkt verwenden.)

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Wer diese Werte bei einem bereits existierenden Dokument drucken will, der kann die Ausgabesteuerung entsprechend erweitern. Dazu muss man auf den Button “Erweitert” klicken und dann den Eintrag für Auflagerkräfte aus Einzellastfällen aus dem linken Fensterbereich an die gewünschte Stelle im rechten Fensterbereich ziehen.

Kommende Attraktionen

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Ab dem nächsten Update “kann” die Stütze neben den bisher bereits unterstützten Normen auch den EC 2010. Wer mag, der kann per “Datei –> Norm ändern” bereits existierende Stützen von einer älteren Stahlbeton-Norm auf die neue umschalten.

DWG importieren mit kleinem Problem

Beim importieren von DWG-Daten in die Baustatik kann man unter anderem auch festlegen, welche Layer importiert werden sollen.

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Sobald das passiert ist und die Daten importiert wurden, kann man in der Sichtbarkeits-Ansicht außerdem noch Layer zur anzeige auswählen. Allerdings tauchten dort meist nur der Layer “0” und ein “Unbekannter Layer” auf. Ab dem nächsten Update sollte das deutlich besser funktionieren:

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Interessantes Modell

Wir haben gestern 2 Performance-Verbesserungen in die Baustatik eingebaut. Die eine betraf eine Platte mit Flächenlagern – in einer Beispieldatei mit etwa 11.000 Elementen dauerte die Übertragung der FE-Elemente an den Rechenkern circa 220 Sekunden – das wurde dramatisch verbessert: Die Sache dauert nun nur noch 0.8 Sekunden. Smiley

Die andere “Verbesserung” betraf dieses Dokument vom Büro Horbelt.

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Das Problem dabei war, das in diesem System circa 2000 nichtlineare Lastfallgruppen definiert waren, die in einer nichtlinearen Einhüllenden eingetragen waren.

Immer, wenn man in der Dokumenten-Ansicht den Ordner für nichtlineare Einhüllende öffnen wollte, dann versuchte die Baustatik die beschreibenden Namen dieser Einhüllenden anzuzeigen. Der setzt sich im Fall der einhüllenden aus dem eigentlichen Namen sowie aus den Namen der enthaltenen Lastfallgruppen zusammen.

Nun ist der Programmcode der diesen Namen anzeigt darauf ausgelegt, so um die 10 Zeichen anzuzeigen. Der Text der aber in diesem Fall angezeigt werden sollte, hatte etwa 10.000 Zeichen. Ergebnis: Es dauerte wirklich lange, bis irgendwas angezeigt wurde. Und mit wirklich lange meine ich mehrere Minuten…

Ab dem nächsten Update funktioniert das besser: Zu lange Texte werden dann einfach gekürzt.

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Ein schönes System

Wegen der Suche nach einem Fehler in der neuen Echt-Ansicht der Baustatik bin ich über dieses schöne System gestolpert:

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Mit knapp 90 Stäben und 40 Faltwerkselemente für eine Erbebenberechnung der PK Bau AG in der Schweiz.

(Die Echt-Ansicht konnte dann auch repariert werden….)

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So extrahiert man “alte” Versionen von Dokumenten

Seit einiger Zeit kann die Baustatik (bei neueren Windows-Versionen als XP) mehrere Versionen der gleichen Eingabedaten in einem einzelnen Dokument speichern. Wenn man daraus eine “alte” Version laden will, dann geht das über den Befehl “Versionskontrolle” im Datei-Menü.

Manchmal möchte man aber vielleicht einfach nur eine Version extrahieren, ganz ohne die Baustatik zu starten. Und auch das geht… und zwar so:

Zunächst nennt man die Datei um: Sie braucht eine “.zip” Erweiterung. Aus “Dokument.S03” wird also “Dokument.Zip”. Danach kann man die “Zip” Datei einfach per Doppelklick im Explorer öffnen. Der Inhalt der Datei sieht dann ungefähr so aus:

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Die interessanten Dateien sind die, die die “.full” Erweiterungen haben: Dabei handelt es sich um “vollständig” geschriebene Varianten des Dokumentes. Die letzte Variante ist einfach die mit der größten Nummer als Namen: Die extrahiert man und nennt sie auch um – und zwar auf die Dateierweiterung des “äußeren” Dokumentes. Im Beispiel wird also daraus “1.S03”.