Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Kleine Statistik zum Baustatik-Quellcode

Aktueller Stand: Es gab bisher etwa 51.000 Versionen (eine Version entsteht dann, wenn eine Änderung in der Datenbank eingecheckt wird. Dabei kann eine Änderung auch mehrere Dateien enthalten) – es wurden also bisher deutlich mehr als fünfzigtausend “Änderungen” durchgeführt. (Was nicht stimmt: die wurden mit dem aktuell verwendeten Versionskontrollsystem durchgeführt: Wir hatten aber früher ein anderes, auf dessen Statistik ich keinen Zugriff mehr habe…)

Das ganze umfasst knapp 4,7 GB Festplattenplatz, verteilt auf etwa 25.000 Dateien in knapp 2500 Ordnern. (Dazu kommen noch etwa 7000 “gelöschte” Dateien, die im Rahmen einer der Änderungen entfernt wurden.)

Ich glaube, man kann mit Fug und Recht behaupten, das die Baustatik ein recht großes Softwareprojekt ist. Smiley

Änderung bei den Fehlermeldungen

Wenn in der Baustatik ein unerwarteter Fehler* auftrat, dann erschien bisher diese Fehlermeldung:

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Im wesentlichen sagt der Text aus, das ein Fehler aufgetreten ist, und man auf dem Reiter ‘Details’ noch ein paar Daten ansehen kann (mit denen aber ein Anwender sicher nichts anfangen kann.). Was nicht draufsteht ist die Tatsache, das wir im Einzelfall nicht helfen können, wenn man unter ‘Hilfe –> Kontaktdaten bearbeiten’ keine Kontaktdaten angegeben hat.

Ab dem nächsten Update sieht das Fenster anders aus: Zum einen haben wir die eher sinnlosen Details rausgenommen, und zeigen außerdem auch die Kontaktdaten an: Wer mag, kann die dann gleich an Ort und Stelle auch noch eintragen oder verändern:

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* Euphemismus für Programmabsturz

Baustatik-Zwischenversion: Was ist das ?

Beim letzten Update sollte beispielsweise das Durchstanzen nach EC2 2010 in der Baustatik enthalten sein. Das war es auch – und ging auch zum Teil. Zu einem anderen Teil aber wieder nicht: Allerdings haben wir den erst bemerkt, nachdem das letzte Update bereits veröffentlich war.

Alle Kunden die sich wegen dieses Problems bei uns gemeldet haben, haben zwischenzeitlich einen Download-Link für eine Zwischenversion der Baustatik erhalten, in der das Problem behoben war.Ab dem nächsten Update ist das Problem dann “für alle” korrigiert und in der normalen Version enthalten.

Stellt sich die Frage: Was ist eigentlich eine Zwischenversion, und wie wird die gebaut, veröffentlicht und installiert ?

Wie man an der Versionsgeschichte der Baustatik leicht ablesen kann, gibt es in der Regel einmal im Monat (am Anfang des Monats oder am Ende des Vormonats) eine neue Version des Programms. Die Versionsnummer wird dabei einfach hochgezählt: Die aktuelle Version ist beispielsweise 1.90, die nächste wird dann 1.91, gefolgt von 1.92… usw.. Die komplette Versionsnummer ist dabei noch etwas ausführlicher und enthält das Jahr und den Monat der Veröffentlichung. Das kann man sich zum Beispiel im Programm unter Hilfe –> Info über anzeigen lassen. (Es gibt auch noch eine genauere Version, die das genau Datum und die Uhrzeit der Programmversion enthält – aber die kann man sich nicht anzeigen lassen.)

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Eine “Zwischenversion” ist nun ganz einfach eine Version des Programms, die zu einem späteren Zeitpunkt hergestellt wurde, aber keine andere Versionsnummer hat. Wir stellen sowas immer dann her, wenn wir kurz nach der Veröffentlichung des Programms einen Fehler finden und korrigieren – und wenn sich genau wegen dieses Fehlers ein Kunde bei uns meldet.

Die Zwischenversion ist dabei bis auf die eine Fehlerkorrektur identisch mit der Vorgängerversion: Egal ob schon andere Arbeiten am Programm stattgefunden haben oder nicht, wird die Fehlerkorrektur am Originalquellcode der zuletzt ausgelieferten Version durchgeführt. Dazu gibt es einen separaten Server, auf dem die auszuliefernde Version hergestellt wird. Auf diesem Rechner werden alle ausgelieferten Versionen gebaut – und der Quellcode wird dann bis zur nächsten Version nicht mehr an den aktuellen “Arbeitsstand” angepasst. Darum kann man dort auch einfach eine lokale Fehlerkorrektur durchführen – die dann natürlich “von selbst” in die nächste normale Version einfließt.

Richtig “veröffentlicht” werden diese Zwischenversionen nicht: Zumindest nicht “öffentlich”. Die Versionen landen natürlich auf unserem Webserver in einem separaten Download-Bereich. Meldet sich ein Kunde und hat genau das Problem, das von der Zwischenversion gelöst wurde, dann senden wir Ihr einen Download-Link für die Zwischenversion: Man kann so ein Ding also nicht aus dem “normalen” Download-Bereich herunterladen, und es wird auch nicht über die automatischen Updates verteilt.

Weil die Zwischenversion die gleiche Versionsnummer hat, wie die zuletzt installierte “normale” Version, kann man die auch nicht “einfach so” installieren. Statt dessen muss man zunächst die installierten “DIE Anwendungen” per Systemsteuerung vom Rechner entfernen: Danach läuft die Installation wie gewohnt.

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Kleine Struktur–was nun ?

Besonders im Stahlbau kommt es hin- und wieder vor, das man mit der Baustatik Strukturen berechnen möchte, deren Größen sich nicht so recht in den Dimensionen normaler Bauwerke befindet, die viel kleiner als ein “Gebäude” sind. Unterlegscheiben und Halterungs-Konstruktionen für Werbetafel habe ich Beispielsweise schon als Kundenprojekte gesehen. Gestern bin ich wieder über sowas gestolpert: Eine (Stahl)Platte mit einem Durchmesser von unter 20 cm.

Solche “kleinen” Dimensionen machen es insbesondere der automatischen Zusammenhangserkennung und dem Netzgenerator der Baustatik schwer: Der ist von Haus aus auf Dimensionen im Multi-Meter Bereich eingestellt, und entsprechend funktionieren auch die vorgegebenen Grenzwerte, die die Genauigkeit beim erkennen von strukturellen Zusammenhängen regeln.

Wenn die “normalen” Parameter verwendet werden, Punkte aber nur mm (oder wenige cm) auseinanderliegen – weil die Struktur eben so klein ist – dann gibt es Fälle, bei denen die Baustatik diese nahe beieinander liegenden Punkte als “identisch” interpretiert. Resultat: Will man die Außenkante eines Kreises mit geringem Durchmesser durch die Rotation von Knoten erzeugen, dann werden die “rotierten” Knoten einfach nicht angelegt – durch die Rotation bekommt der “neue” Punkt nämlich einen Abstand vom Original, der so klein ist, das es den “neuen” Punkt aus Sicht der Baustatik bereits gibt.

Blöde Sache. Trauriges Smiley

Man kann aber natürlich trotzdem auch kleine Strukturen abbilden: Dazu muss man nur die Genauigkeit verfeinern. Dazu gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder, man legt neue allgemeine Grenzwerte fest (dann bekommen alle zukünftigen Dokumente diese Genauigkeitseinstellungen), oder man verändert diese nur für das aktuelle Dokument.

Sofern man nicht ständig kleiner Strukturen und nur im Ausnahmefall normale Gebäude modelliert, lässt man besser die Hände von der ersten Option. (Ist die Genauigkeit stark verfeinert worden, und modelliert man dann ein “normal großes” Objekt, dann bekommt man ähnliche Problem wie die oben geschilderten – nur umgekehrt…)

Der richtige Weg ist es, diese Parameter über die Dokumenteigenschaften einzustellen: Dann kann man die Genauigkeit genau auf die Gegebenheiten anpassen, die im aktuellen Dokument vorliegen:

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P.S.: Kürzlich bemerkt: Die Kollegen von Dlubal haben nun auch ein Blog.

Nachkommastellen beim Durchlaufträger

Der Durchlaufträger aus der Baustatik stellt die Ergebnisse von Haus aus mit 2 Nachkommastellen dar. Das gilt sowohl für die Zahlen in den Graphiken, als auch für die Daten aus dem tabellarischen Ausdruck.

Will man eine andere Anzahl an Nachkommastellen haben, dann kann man die unter Optionen –> Ergebnisdarstellung einstellen.

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Blöderweise hat diese Einstellung aber nicht nur Einfluss auf die Ergebnisse: Im tabellarischen Ausdruck werden dann die Positions-Angaben (X-Werte) ebenfalls mit einer geänderten Anzahl an Nachkommastellen ausgegeben. Trauriges Smiley

Ab dem nächsten Update passiert das aber nicht mehr: Es werden dann wirklich nur die Nachkommastellen von Ergebnissen verändert.

Anwenderstammtisch

Der nächste Münchner Anwenderstammtisch findet am Dienstag den 18. September statt. (Also nach den Sommerferien und vor der Wiesn. Smiley ) Wie immer ist jeder gern gesehen, und das ganze findet ebenfalls wie immer ab 19.30 im Pauls auf der Gabelsberger Str. statt.

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Übersichtlicher: Neues Fundament

Wir schon erwähnt arbeiten wir gerade am neuen Fundament – also an einer Version für die Baustatik. Dabei wird nicht einfach alles 1:1 “kopiert” – viele Dinge sind ja heute besser lösbar als früher, und das wirkt sich dann auf alles mögliche aus: Auf auf Teile der Fenster für die Dateneingabe.

Dabei werden die Dinge meiner Ansicht nach deutlich besser – und übersichtlicher – als das früher der Fall war. Hier beispielsweise einmal der “alte” und der “neue” Dialog für die Definition des Fundamentes und die zugehörigen Bemessungsparameter im Vergleich:

Alt:
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Neu:
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So stellt man die Farben für Stäbe ein

Mich hatte das heute auch verwirrt, darum kann es vielleicht nicht schaden, wenn ich das nochmal erkläre….

In der Baustatik kann man die Farben für alle Elemente selbst einstellen. Das gilt auch für Stäbe, allerdings ist die Sache da ein bisschen “kompliziert” – denn es gibt verschiedene Farbauswahl Modi.

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Wenn man als Modus “Querschnitt” oder “Material” auswählt, dann werden Stäbe mit dem gleichen Querschnitt (bzw. mit dem gleichen Material) in der gleichen Farbe dargestellt, und für jeden Querschnitt wird eine andere Farbe gewählt. Stäbe mit einem “IPE80” bekommen dann eben eine andere Farbe als die, die einen “IPE100” verwenden.

Welche Farben dafür verwendet werden kann man auch einstellen – das geht mit der Eigenschaft “Farbwerte für die Markierung…”.

Wenn man nun aber ganz einfach selbst die Farben festlegen will, dann muss man als Farbauswahl-Modus den Modus “Balkentyp” wählen. Wen man diesen Modus ausgewählt hat, dann werden die Farben verwendet, die man an dieser Stelle einstellen kann – und im Normalfall wird dann die Farbe “Normaler Zustand” verwendet. (Das ist die für den Balkentyp “Balken”.)

Jetzt kann man das ganze noch in mehrere unterschiedliche Darstellungsobjekte verpacken, und diesen dann den einzelnen Stäben zuweisen. Damit kann man zum Beispiel bestimmte Stäbe gesondert markieren – z.b. indem man denen ein Darstellungsobjekt mit der Farbe “schwarz” zuweist, und den weniger wichtigen Stäben ein Darstellungsobjekt mit der Farbe “Leichtes Grau”.

Kleine Änderung bei den Sockeln

In der Baustatik kann man lokale Verdickungen oder Auskratzungen mit den Sockel-Objekten erzeugen. Die legt man einfach irgendwo auf ein Faltwerkselement, und kann dann die Dicke des Elements lokal beeinflussen, indem man dem Sockel selbst auch eine Dicke gibt.

Bisher gab es dazu 2 Befehle, und das ändert sich auch nicht. Der Befehl “"graphisch erzeugen” funktionierte allerdings bisher so, dass man zunächst den Mittelpunkt und dann einen Eckpunkt des Sockels auswählen musste. Ab dem nächsten Update ist das anders: Dann muss man 3 Ecken des Sockels anklicken. Auf diese Weise können dann auch verdrehte Sockel eingegeben werden.

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