Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Urlaub

… so: Jetzt noch ein paar Tage Sommerurlaub. Smiley  Ab Anfang September geht es dann wieder wie gewohnt weiter.

Nochmal Beschriftungen

Nach der gestrigen Änderung gibt es nun ab dem nächsten Update noch eine Änderung bei der Beschriftung in der Baustatik. Dabei geht es um die Beschriftungen von Flächenlasten mit linearem Verlauf. Bei solchen Einwirkungen können die Größen auf unterschiedliche Arten beschriftet werden – unter anderem auch in den Ecken der Einwirkung.

Wenn man diese Eckenbeschriftung einschaltet, dann sind die Beschriftungen zur Zeit nur dann sichtbar, wenn man eine 3D-Darstellung des Systems betrachtet – nicht aber in der Draufsicht.

Ab dem nächsten Update ist das anders: Dann sieht man die Schriftgrößen in den Ecken solcher Lasten auch dann, wenn man von oben draufsieht.

Unsichtbare Beschriftungen

In der Baustatik werden Beschriftungen (von Ergebnissen) in Faltwerkselementen weggelassen, sobald der Blickwinkel auf das Element derart steil wird, das man die Schrift ohnehin nicht mehr lesen kann.

image

Das passierte bisher allerdings bei der Darstellungsform “Höhenlinien” nicht – die wurden immer gezeichnet und beschriftet – und das führte zum Teil zu störenden Beschriftungen.

Ab dem nächsten Update ist das anders: Dann werden auch die Höhenlinien und deren Beschriftungen weggelassen, wenn man sie nicht mehr erkennen kann.

Alles was man (zunächst) über Windows 8 wissen muss

Die nächste Version von Windows hat den Namen “Windows 8”. Nachdem schon einige Zeit Betas und Previews verfügbar waren, gibt es seit Mittwoch für einen kleinen Kreis von Personen auch die endgültige Version. Im Handel (und auf neuen Rechnern) taucht das ganze erst später dieses Jahr auf – trotzdem hier schon mal eine Kurzübersicht, was man wissen sollte.

image

Es gibt mehrere Versionen von Windows 8 – auf den ersten Blick weniger als bei Windows 7, allerdings ist die Sache doch deutlich komplizierter als bei allen Vorgängern.

Im Kern gibt es eigentlich nur eine Handvoll Versionen: Zunächst mal das von der EU “verordnete” Windows 8 N, dann das normale Windows 8 sowie Windows 8 Pro und schließlich Windows 8 Enterprise.

Die Variante mit “N” will niemand haben: Das “N” steht für “No Media” – kann also keine Musik oder Filme wiedergeben… Das “normale” ist im Wesentlichen der Nachfolger der “Home” Variante, und die “Pro” Variante diejenige, die ich für das normale Ingenieurbüro empfehlen würde. Die Enterprise-Variante enthält Komponenten die eher für sehr große Firmen gedacht sind.

Das klingt nun einfach – ist es aber leider nicht. Es gibt nämlich noch eine Variante: Windows RT. Und da fängt es an, ein wenig kompliziert zu werden.

Bei Windows ist man “schon immer” gewohnt, das die Nachfolgerversion praktisch alle Programme der Vorgängerversion betreiben konnte. Das ist hier NICHT der Fall. Der Grund dafür sind Tablett-PCs.

Die 4 Windows 8 Geschwister verhalten sich so, wie die Vorgänger: Man kann “echte” Windows 8 Programme ausführen, aber auch solche, die für Vorgängerversionen von 8 entwickelt wurden. Die “RT” Variante kann ausschließlich “echte” Windows 8 Programme verwenden.

Das betrifft alle bisher erschienenen Windows-Programme: Diese laufen auf allen Versionen von Windows 8, bis auf der RT Version.

Zweite große Änderung: Es gibt im Prinzip zwei Windows-Modi: Den “neuen” und den alten Desktop-Modus. Der Desktop-Modus ist bei RT nicht dabei – darum laufen auch alte Programme nicht.

Der “neue” Modus ist in erster Linie für “Touch” Geräte optimiert, kann aber auch mit Maus und Tastatur bedient werden. In diesem Modus sieht Windows auch völlig anders aus, als gewohnt. Und damit meine ich nicht, das es so ein Unterschied wie von 3.1 nach 95, oder wie von 95 nach 7 ist: Man findet in der neuen Oberfläche absolut keinerlei optische Merkmale, die auch nur ansatzweise irgendwie so aussehen, wie das bei den Vorgängern der Fall war.

Windows 8 startet auch mit dieser neuen Oberfläche – egal, ob man ein Tablett-PC, einen Laptop, oder einen Desktop verwenden. Ob man ein Touch-Gerät hat oder nicht ist auch egal.

Man kann von dieser Oberfläche aber per Mausklick direkt auf die Desktop-Oberfläche wechseln, und da verhält sich (fast) alles so wie bei Windows 7.

Das ist meiner Ansicht nach das eine was man wissen muss: Will man bisher eingesetzte Programme verwenden, dann darf man eben nicht das “RT” Windows nehmen. Will man ein Gerät, das man alternativ z.b. zum einem Samsung oder Apple-Tablett einsetzen will – kann man RT nehmen.

Neues Makro: Streckenauflagerkräfte exportieren

Heute habe ich noch ein schönes Makro vom Büro Balster bekommen: Es führt die Berechnung nach Theorie 2. Ordnung durch, und exportiert (zur Zeit nur Vz) die Streckenlager-Ergebnisse in eine zuvor auszuwählende Datei. Vielen Dank!

Ich habe das Makro bereits veröffentlicht: Wer mag, kann es sich herunterladen, ausprobieren und sonstwie verändern oder anpassen. Das geht über die Makro-Befehle im Menü “Optionen”.

image

Änderung in der Projekt-Ansicht

Ab dem nächsten Update ändern sich 2 kleine (aber vermutlich sehr hilfreiche) Dinge in der Projektansicht.

image

1.) Wenn man die Projekt-Ansicht mit dem “Recycle” Button neu aufbauen lässt, dann sind danach alle Ordner geöffnet, die auch zuvor geöffnet waren. (Bisher wurden alle Ordner einfach geschlossen).

2.) Wenn man mit “Speichern unter” eine Kopie eines Dokumentes in einem Unterordner speichert, dann gehören sowohl das Original als auch die neue Datei automatisch zum Projekt, und werden auch im Unterordner direkt angezeigt. (Bisher fehlte danach das Original.)

Neues Makro für die Baustatik

Die Baustatik ist vollständig mit Makros programmierbar: Man kann tatsächlich wirklich alles machen – angefangen von eigenen Kommandos über eigene Fenster bis hin zu einer speziellen Auswertung von Berechnungsergebnissen, die das Programm selbst nicht zur Verfügung stellt.

Alle Befehle zu den Makros findet man unter Optionen –> Makros.

Ich muss gestehen das die Makros dabei ein bisschen stiefmütterlich behandelt werden: Nachdem nur sehr wenige Kunden tatsächlich eigene Makros schreiben, verwenden wir die hauptsächlich selbst, um ad-hoc Lösungen für Einzelprobleme bei Kunden im Rahmen des Supports zu bauen. Darum leiden die Makros unter 2 Problemen: Zum einen ist die Beschreibung der API leider nicht vollständig, und auch nicht immer auf dem neuesten Stand. Das ist nicht ganz so schlimm wie es auf den ersten Blick klingt, denn man kann die Makros (das ist eigentlich der beste Weg) nicht nur mit dem Makro-Editor der Baustatik, sondern auch mit einem professionellen Programmierwerkzeug wie dem kostenlosen Visual Studio Express entwickeln – und das Visual Studio sieht die vollständige API mit allem drum&dran, und kann bei Bedarf auch die richtigen Typen “vorschlagen”.

Außerdem warten wir die Makros nicht wirklich: Die werden für eine bestimmte Version der Baustatik erstellt, und bei Änderungen an der Baustatik nicht mitgeführt: Das führt dazu, das ältere Makros (wenn man Pech hat) nach einiger Zeit nicht mehr laufen. Als Beispiel kann man die natürlich immer noch verwenden, bessere Beispiele wären es natürlich, wenn sie auch laufen würden. Tun sie aber leider nicht. Trauriges Smiley (Das ist der Grund, wieso beim Fenster “Makro herunterladen” eine Versionsnummer angegeben wird: Das ist die Versionsnummer der Baustatik, für die das Makro ursprünglich erstellt wurde.)

Darum habe ich mich heute ganz besonders gefreut, als sich Herr Hobbensiefken vom Büro Balster mit einem vom ihm angepassten alten Makro meldete: Das Makro “AuflagerkraftExport” läuft nämlich unter der aktuellen Baustatik nicht mehr: Mit dem Update tut es das aber wieder – unter dem Namen “AuflagerkaftExport_Punktlager”.

Vielen Dank !

So setzt man verschobene Beschriftungen zurück

In der Baustatik kann man (die meisten) Beschriftungen innerhalb von Graphiken mit der verschiebe-Funktion verschieben.

image

Die Verschiebung ist dabei mit der aktuellen Ansicht gekoppelt. Dreht man die Graphik in einen anderen Blickwinkel (zum Beispiel, wenn man von hinten draufsieht), dann gelten “andere” Verschiebungen. Stellt man die ursprüngliche Ansicht wieder her, dann bekommt man auch wieder die ursprünglichen Verschiebungen.

Wenn man eine Verschiebung wieder loswerden will, dann klickt man auf den verschobenen Text und schiebt den an die ursprüngliche Position – die man anhand der Hilfslinie findet. Sobald diese Position erreicht ist, rastet die Schrift ein – und ist nicht länger verschoben.

Man kann auch alle Verschiebungen auf einen Schlag loswerden: Dazu verwendet man den passenden Befehl aus dem Menü “Bearbeiten”:

image

So organisiert man Navigationspunkte in der Ausgabesteuerung

In der Ausgabesteuerung sammeln sich schnell eine ganze Menge an Navigationspunkten für den Ausdruck:

image

Wenn man weiter nichts tut, dann landen die einfach alle nacheinander in einer langen Liste am Ende der Ausgabesteuerung. Das muss aber gar nicht so sein: Man kann die Dinger nämlich auch gruppieren und mit Ordnern zusammenfassen. Abgesehen davon, das das die Sache übersichtlicher macht, hat das auch einen anderen Vorteil: Sobald mehrere Navigationspunkte in einem Ordner stecken, kann man die auch alle auf einen Schlag aus dem Ausdruck rausnehmen: Man braucht nur den Ordner ausschalten – dann werden auch alle Navigationspunkte darin nicht mehr mit ausgedruckt.

Wie kommt man also zu diesen Ordnern ?

1.) Auf “Erweitert” klicken
image

Das öffnet einen zusätzlichen Bereich in der Ausgabesteuerung, der alle Elemente enthält, die man in den Ausdruck aufnehmen kann. Dazu gehören unter anderem die “Bemerkungen” und eben auch die “Ordner”:

image

Jetzt zieht man einfach so viele Ordner wie man benötigt aus dem linken in den rechten Bereich, und schiebt dann die Navigationspunkte in die Ordner, in denen man sie haben will. (Die Bezeichnung der Ordner kann man in deren Eigenschaften ändern).

image

Also eigentlich ganz einfach: Und viel, viel übersichtlicher.

Zustand 2 im Durchlaufträger

Seit dem letzten Update kann man für die Berechnung bei Zustand 2 im Durchlaufträger Bewehrung separat für jede Stütze und jedes Feld festlegen.

image

Die festgelegte Bewehrung wird auch graphisch dargestellt – und zwar in der Kurve für “As, Summe”. Ab dem nächsten Update gibt es hier noch eine kleine Veränderung: Dann gibt es nämlich für die festgelegte Bewehrung eine zusätzliche Kurve, damit die Bewehrungsangaben die Zahlen der ermittelten Bewehrung nicht mehr überschreiben. Die zusätzliche Kurve wird angezeigt, wenn entweder das Fenster für die Eigenschaften der Bemessungsparameter geöffnet ist – oder dort (beim Stahlbeton)für “Berechnung im Zustand 2” was anderes als “Ohne Berechnung” ausgewählt ist:

image

Neue Updates verfügbar

Ab sofort ist das monatliche Update der Baustatik im Download-Bereich verfügbar. Alle Details zum Update finden sich wie immer im Update-Protokoll im Download-Bereich. Hier die Kurzübersicht der wichtigsten Änderungen:

  • Die Projekt-Ansicht merkt sich nun die Einstellungen bzgl. der Sichtbarkeit von projektfremden Dateien.
  • Man kann nun alle Objekte die zu einer Position gehören auf einen Schlag auswählen.
  • Es gibt einen Generator für Ergebnislinien, mit dem Ergebnislinien parallel zu Streckenlagern erzeugt werden können.
  • Die Sache mit den Fahrzeugspuren ist nun einfacher zu verstehen.
  • Man kann Sockel nun durch das anklicken von Eckpunkten erzeugen.
  • Die Bewehrung für Zustand 2 kann nun deutlich besser definiert werden.