Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Baustatik jetzt auch mit .Net 4.5 kompatibel


Ich hatte vor ein paar Tagen darauf hingewiesen, das die aktuelle Version der Baustatik nicht mit Version 4.5 des .Net Frameworks kompatibel ist. Im wesentlichen betraf das die eingebaute PDF-Ausgabe.

Dazu kann ich nun aber schon Entwarnung geben: Ab dem nächsten Update funktioniert die Baustatik dann, wenn man das .Net Framework 4.5 installiert hat. Zumindest, soweit ich das erkennen kann – möglicherweise tauchen ja noch andere Stellen als die PDF-Ausgabe auf, bei denen wir tätig werden müssen: Kennen tue ich aber zur Zeit keine.


Dokumenten-Vorschau steht zur Verfügung


Ab sofort gibt es im Download-Bereich eine zusätzliche Datei, die man herunterladen und installieren kann:

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Die neue Datei enthält das Installationsprogramm für die Dokumenten-Vorschau von Baustatik-Dokumenten im Explorer. Die Vorschau hat eine Einschränkung: Es gibt sie nur für Windows 7, und nur für 64bit. (Allerdings sind die meisten Windows 7 Installationen von Haus aus 64bit Installationen.). Mit anderen Worten: Man braucht das nur runterladen und installieren, wenn man ein 64bit Windows 7 (oder 8) System einsetzt.

Grund für diese Einschränkung: XP fällt raus, weil es da diese Vorschaufunktion gar nicht gibt. Vista fällt raus, weil das praktisch keiner unserer Kunden hat, und 32bit fällt raus, weil alle übrigen System ohnehin nahezu ausschließlich 64bit Systeme sind.


So druckt man Maxima und Minima mit aus


In der Baustatik kann man von jeder Graphik einen “Navigationspunkt” anlegen, und den dazu benutzen, später an die gleiche Darstellung zurückzuspringen. Außerdem kann man Navigationspunkte auch mit in den Ausdruck aufnehmen und damit jede mögliche Graphik ausdrucken.

In Einzelfällen unterscheidet sich der Ausdruck von der Graphik am Bildschirm ein wenig. Ein solcher Fall ist die Angabe des Maximalwertes der Bewehrung, der am Bildschirm einfach oberhalb der Graphik eingeblendet wird: Der kommt beim Ausdruck nämlich nicht mit raus.

Man kann diesen Wert natürlich trotzdem mit ausdrucken, wenn man in der  Ausgabesteuerung den richtigen Schalter einschaltet: “Wertebereich ausdrucken”.

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Warnung vor dem Framework


Seit Mitte des Jahres gibt es eine neue Version, Version 4.5, des .NET Frameworks von Microsoft, das wir auch für die Baustatik verwenden. Bisher war es immer so, das neue Versionen des Frameworks parallel zu bereits vorliegenden Versionen installiert wurden, und sich gegenseitig nicht in die Quere kamen.

Bei Version 4.5 ist das leider anders: Das Installationsprogramm von Version 4.5 überschreibt Version 4.0 vollständig. Der Grund ist wohl die Annahme, das 4.5 vollständig rückwärtskompatibel zur Version 4.0 ist. Das ist aber leider nicht der Fall: Wenn man Version 4.5 installiert, dann funktioniert in der Baustatik beispielsweise der PDF-Ausdruck nicht mehr.

Der einzige Weg den dann wieder ans laufen zu bekommen besteht darin, Version 4.5 des Frameworks komplett zu entfernen und dann wieder Version 4.0 zu installieren. Mittelfristig ist das natürlich keine besonders praktikable Lösung.

Wir werden daher im Laufe des Herbst eine Version der Baustatik zur Verfügung stellen, die auch mit Version 4.5 des Frameworks problemlos betrieben werden kann. Bis dahin empfehle ich, die Version 4.5 des Frameworks nicht zu installieren.


Baustatik-Dokumente mit Vorschau im Explorer


Bei Windows 7 (eigentlich schon seit Vista) hat der Windows-Explorer eine Vorschau-Funktion. Wenn man die aktiviert, dann hat man im Explorer nicht mehr 2 Spalten, sondern drei. In der ersten steht dann wie gewohnt der Verzeichnisbaum, im zweiten der Inhalt des jeweils ausgewählten Verzeichnisses, und im dritten gibt es eine Vorschau der gerade ausgewählten Datei.

Zur Zeit wehren sich da noch ein paar Dinge, aber im Prinzip ist mein Wochenende-Projekt fertig. Mit etwas Glück gibt es daher demnächst auch eine Vorschau für Baustatik-Dokumente im Explorer:

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Verschobene Beschriftungen zurücksetzen 2.0


In der Baustatik können die meisten Objekt-Beschriftungen (Name, Material, Federwerte, etc.) per Maus an eine andere Stelle geschoben werden. Will man nicht länger, das die Beschriftung verschoben ist, schiebt man sie einfach an den Ursprungsort zurück.

Seit einiger Zeit gibt es in diesem Zusammenhang außerdem einen Befehl, mit dem man alle verschobenen Beschriftungen auf einen Schlag zurückschieben kann.

imageLeider tut der Befehl nicht ganz so, wie er sollte – wie wir seit einer Kundenmeldung vor kurzem wissen.

Die Beschriftungen werden zwar zunächst zurückgesetzt, doch das Zurücksetzen hat nur eine kurze Dauern: Nach dem nächsten “Zoom” sind die Texte wieder verschoben.

Das haben wir aber nun repariert, und der Befehl funktioniert ab dem nächsten Update dann in der Tat auch so, wie er gedacht war: Dauerhaft.

So wechselt man auf SSD


SSD-Festplatten, das sind Festplatten ohne bewegliche Teile, können einen PC enorm beschleunigen. Wer einmal erfahren hat wie flüssig sich ein PC mit SSD verhält, will nicht mehr zurück. Es geht hier nicht um irgendeine “messbare” Beschleunigung, sondern um eine ganz konkret spürbare.

Darum meine dringende Empfehlung an jeden der eine PC-Neuanschaffung plant: Lieber eine etwas kleinere (weil teurere) SSD-Festplatte wählen als eine mehrere Terabyte große Platte die man sowieso nie voll bekommt.

Aber auch bei vorhandenen PCs die halbwegs aktuell sind, also mit Windows 7 ausgeliefert wurden, ist es sinnvoll die gemächliche mechanische Festplatte zu ersetzen.

Der Arbeitsaufwand einer Neuinstallation schreckt aber ab: Man hat in der Regel nicht alle Treiber, CDs und Passwörter zur Hand hat, und zweifelt auch daran, das nach der Umstellung wieder alles so läuft, wie zuvor.

Dank Windows 7 muss das aber gar nicht sein, jedenfalls wenn man die Professional oder Ultimate Variante verwendet. Hat man indess seinerzeit nur die Home Variante erworben, ist es eine Überlegung wert per http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/products/windows-anytime-upgrade zu Professional zu wechseln.

Windows 7 bietet nämlich die Möglichkeit ein sogenanntes Systemabbild auf eine USB-Festplatte oder ein Netzlaufwerk zu erstellen. Das ist eine Sicherung, die Windows mit allen installierten Programmen, Treibern und sonstigen Daten enthält. Das Systemabbild kann man dann bei einem PC ohne funktionierendes Betriebssystem einspielen und Windows danach “einfach so” wieder starten.

Im Prinzip geht es so: Systemabbild erstellen, Festplatte gegen SSD austauschen, Systemabbild einspielen, glücklich sein. Damit das wirklich glatt läuft hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung:

1. Voraussetzungen checken: Ihr PC muss über Windows 7 Professional oder Ultimate verfügen. Überdies sollte sich nur eine Festplatte im PC befinden, sonst ist das ein Fall für einen Fachmann. Ein DVD-Brenner nebst Rohling sowie eine USB-Festplatte mit ausreichend Speicherplatz werden für die Sicherung benötigt.

2. Platzbedarf analysieren: Prüfen Sie zunächst wieviel Speicherplatz auf Ihrer Festplatte belegt ist. Übliche Größen für SSD-Festplatten sind 240 GB oder 480 GB. Die SSD sollte auf jeden Fall noch Reserven beinhalten und nicht gleich zu Beginn randvoll sein. Eine ordentliche SSD mit S-ATA Anschluss hat eine Geschwindigkeit von rund 500 MB pro Sekunde und kostet 50-80 cent pro GB.

3: Plattengröße anpassen: Verkleinern Sie die Festplatten-Partition mit der Datenträgerverwaltung auf ca. 90% der anzuschaffenden SSD. Die Datenträgerverwaltung finden Sie über Start –> Systemsteuerung –> System und Sicherheit –> Verwaltung –> Computerverwaltung –> Datenträgerverwaltung

4: Systemreparaturdatenträger erstellen: Über Start –> Alle Programme –> Wartung läßt sich eine DVD erzeugen. Mit dieser DVD können Sie den PC nach dem Tausch der Festplatte starten um das Systemabbild einzuspielen.

5. Systemabbild erstellen: Über Start –> Alle Programme –> Wartung –> Sichern und Wiederherstellen können Sie ein Systemabbild erstellen. Theoretisch ist es möglich auf DVD-Rohlinge oder ein Netzlaufwerk zu sichern. Am einfachsten ist jedoch die Sicherung auf eine USB-Festplatte durchzuführen.

6. Firmware Update installieren (optional): Prüfen Sie auf der Internet Seite des SSD-Herstellers ob es ein Firmware Update für das von Ihnen erworbene Modell gibt. Damit verringern Sie die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen mit Ihrer Hardware. Das Firmware Update sollten Sie unbeding auf der leeren SSD von Ihrem bestehenden Windows aus einspielen. Stöpseln Sie diese bei ausgeschaltetem Rechner an ein freies Strom- und S-ATA Kabel an und führen das Firmware Update durch wie vom Hersteller beschrieben.

7. Festplatte tauschen: Nachdem Sie den Rechner vom Strom getrennt haben, stöpseln Sie einfach Strom- und S-ATA Kabel von der alten Festplatte ab und schließen dort die neue SSD an.

8. Systemabbild einspielen: Legen Sie die Systemreparatur-DVD aus Schritt 4 ein und booten Sie davon. Wählen Sie die Sicherung von der USB-Festplatte zur Wiederherstellung aus. Entfernen Sie danach die DVD aus dem Laufwerk. Windows sollte nun wie gewohnt starten - nur schneller.

9. Im Falle des Falles: Sollte das eintreten was man bei Computern nie ganz ausschliessen kann, nämlich dass Probleme auftreten - keine Panik! Stecken Sie einfach die alte Festplatte wieder an das Kabel wo sie vorher hing und es gibt keinen Grund warum der Rechner dann nicht wieder genauso funktionieren sollte wie vorher. Zudem haben Sie nun ein Backup, dass Ihnen beim nächsten Gewitter einen Tag Installationsarbeit ersparen kann. Smiley (Nur leider keine SSD)


Problem: Carico d’esercizio CAT E2


In der Baustatik kann man eigene Einwirkungsarten definieren, die  man dann später für Lastfälle verwenden kann. So machte das vor kurzem Beispielsweise ein italienischer Kunde mit der “operativen Belastung”.

Jetzt ist es so, das die definierten Einwirkungsarten alle in einer Datenbanktabelle landen, damit man diese später wiederverwenden kann. Und alle Werte die man dafür eingeben kann, werden vom Programm auch auf Plausibilität überprüft – nur der Text nicht: Was kann man da schon groß prüfen, immerhin handelt es sich ja einfach nur um einen beliebigen Text.

Das war zumindest die irrige Annahme, auf der Basis die Baustatik das bis heute behandelt hat, denn selbst dieser Text kann dummerweise Ärger machen. Er wird nämlich, zusammen mit allen anderen Daten, in einen SQL-Befehl gesteckt, der dann seinerseits an die Datenbank gesendet wird. Der SQL-Befehl ist im wesentlichen eine weitere Zeile Text, die die eigentlich SQL-Befehle und außerdem die zugehörigen Daten enthält. Und darin sind die Daten gesondert markiert: Und zwar mit Hochhaken. Und zwar mit genau den Hochhaken, die auch in “Carico d’er…” vorkommen.

Ergebnis: Die Datenbank erkennt hinter dem ‘d’ das Ende der Daten und erwartet einen weiteren Befehl. Den Befehl ‘esercizio’  gibt es aber nicht. Resultat: Eine blöde Fehlermeldung die man nicht wieder richtig wegbekommt. (Diesen speziellen Fall nennt man übrigens SQL-Injection Attacke)

Ab dem nächsten Update kann das aber nicht mehr auftreten…