Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Bilder aus Navigationspunkten anlegen


In der Baustatik gibt es ein Objekttype namens “Navigationspunkt”. Die Navigationspunkte können für verschiedene Dinge verwendet werden. So kann man damit zum Beispiel innerhalb einer 3D-Struktur navigieren (daher der Name), man kann sie aber im Rahmen des normalen Ausdrucks auch mit ausgeben: Dadurch bekommt man beliebige Graphiken in den Ausdruck.

Im Objekte-Menü der Navigationspunkte findet sich aber außerdem noch der Befehl “Bild aus Navigationspunkt”. Der ist dafür da, damit man einfach nur eine einzelne Graphik anhand des Navigationspunktes anlegen kann: Es erfolgt also kein kompletter Ausdruck, sondern es wird nur der eine Navigationspunkt ausgedruckt.

Leider “tat” das bisher nicht ganz richtig: Beim Ausdruck wurden Einstellungen die aus Darstellungs-Objekten kamen und zum Entstehungszeitpunkt des Navigationspunktes vergeben waren nicht berücksichtigt: Gedruckt wurde immer mit den globalen Einstellungen des Entstehungszeitpunktes des Navigationspunks.

Ist ab dem nächsten Update korrigiert. Smiley


Kleine Änderung bei Ergebnislinien


Ab dem nächsten Update gibt es zwei kleine Erweiterungen bei den Ergebnislinien.

  1. Das Kommando fürs erzeugen von Ergebnislinien (und fürs graphische Erzeugen) hat ein Icon bekommen – man kann diese Kommandos darum ab dann auch in die Werkzeugpalette aufnehmen.
  2. Das Objekt-Menü der Ergebnislinien enthält dann auch den Befehl zum graphischen Erzeugen.

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Warnungen zu “nicht existierenden” Knoten


Wir hatten vor kurzem ein mit der Baustatik eingegebenes System eines Kunden vorliegen: Der Kunde wunderte sich, das in der Meldungs-Ansicht Warnungen zu Knoten angezeigt wurden, die es im Dokument gar nicht gab. Und zugegeben – das ist nicht schön, kann aber durchaus passieren. Allerdings nur in einem Spezialfall.

Und dieser Spezialfall betrifft Flächenlasten auf Stäben. Für diesen Spezialfall wird nämlich ein vollständiges Nebenrechnungssystem erzeugt und berechnet – und dieses System hat natürlich auch Knoten. Nachdem das System automatisch erzeugt wird – auf Basis von jeder Menge Schnittpunktsberechnungen – kann es dabei passieren, das Knoten entstehen, die eine Menge Nachkommastellen haben: Das ist aber eine Fall, bei dem die Baustatik Warnungen von sich gibt – und genau das war im vorliegenden Fall auch passiert: Wir werden hier wohl tätig werden müssen, damit solche Warnungen in Zukunft als das erkannt werden können, was sie sind: Im allgemeinen vernachlässigbar.


Wo kommen die negativen Koordinaten her ?


Ich hatte kürzlich eine Kundenanfrage, bei der es im Wesentlichen darum ging: Alle in der Tabellenansicht (und im Ausdruck der Eingabewerte) vorliegenden Knotenkoordinaten einer FEM-Platte sind positiv. Trotzdem stehen bei den Ergebnissen der Plattenbewehrung negative Koordinaten. Wie kann das sein ?

Wenn man sich so einen Ausdruck ansieht, dann ist das natürlich zunächst verblüffend. Es gibt aber eine einfache Erklärung für so ein Phänomen, und die Extremkurzerklärung lautet “Lokales Koordinatensystem”.

Jedes Faltwerkselement (und so auch jede Platte) in der Baustatik kann ein eigenes lokales Koordinatensystem haben. Das hat einen Ursprung und zwei Achsrichtungen. Der Ursprung ist dabei nicht optional: Gibt man keinen an, dann wird 0,0 verwendet – gibt man einen an, dann ist das eben der Ursprung. Die Achsrichtungen kann man entweder manuell festlegen, oder man verwendet das “automatische Koordinatensystem” – und das ist bei einer Platte von Haus  aus genauso orientiert, wie das globale.

Die Knoten werden grundsätzlich im globalen Koordinatensystem definiert. Im Beispiel waren die nun alle positiv. Der Ursprung des lokalen Koordinatensystem war aber in großer positiver Y-Wert, die Y-Achse zeigte aber in Richtung der globalen Y-Achse: Also “unten” aus der Platte raus. Resultat: Alle lokalen Y-Koordinaten der Platte wurden negativ.

Nun werden die AS-Werte der Platte im lokalen Koordinatensystem des Elements ausgewiesen (das ist auch sinnvoll, ansonsten bekommt man arge Interpretationsprobleme) – also tauchten die in der “Problemdatei” alle negativ auf.

Phänomen erklärt Smiley

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Wieso Baustatik-Dateien so sind, wie sie sind


Ein Kunde hatte heute ein Problem mit einer Datei von unserem alten Platten-Programm XPLA. Im wesentlichen lief es darauf hinaus, das irgendwas in der Datei kaputt war – man konnte die nicht mehr öffnen. Das passiert zwar nicht oft, aber manchmal passiert es eben, und dann ist das natürlich extrem ärgerlich.

Aus verschiedenen Gründen hatten wir uns damals (man darf nicht vergessen: Die Entwicklung von XPLA begann ca. 1992, die erste Version gab es, glaube ich, 1995) dafür entschieden, die Eingabedaten in einem Binärformat abzulegen. Das hatte Performance-Vorteile, und die Dateien wurden auch relativ kompakt. 1992 war das durchaus ein Grund, sich für so ein Format zu entscheiden – denn Festplatten waren sowohl klein als auch langsam.

Bei der Entwicklung der Baustatik haben wir uns für eine andere Variante entschieden: Die Daten werden hier in einem von Menschen lesbaren Format abgespeichert – im wesentlichen als strukturiertes Text (und zwar als XML-Format, um genau zu sein. ).

Hier mal ein kurzer Vergleich, wie so was (im Editor) aussieht:

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Oben: Baustatik, Unten: XPLA

Wie man sich leicht vorstellen kann, sind Probleme mit Baustatik-Dateien doch deutlich einfacher zu korrigieren. (Solche “Probleme” treten zum Beispiel dann auf, wenn man die Datei gerade auf ein Netzwerklaufwerk speichert – und das Netzwerklaufwerk dabei plötzlich nicht mehr “da” ist…)

Mal unabhängig davon: Wer immer noch mit XPLA arbeitet, sollte wirklich langsam aber sich auf die Baustatik umsteigen. Mir ist bewusst das das einen gewisser Aufwand bedeutet – aber praktisch jeder der bisher den Sprung gemacht hat, sagt hinterher: “Warum habe ich das nicht schon vor 2 Jahren gemacht” … Smiley


Wo ist der Ergebnis-Ausdruck geblieben ?


Bei einem Kunden trat heute ein “komisches” Symptom auf: Man konnte das Dokument ganz normal berechnen und alle Ergebnisse anzeigen lassen – aber der Ausdruck bzw. die Druckvorschau enthielt einfach immer nur die Eingabedaten. Ergebnisse: Keine.

Das ist natürlich ein bisschen unschön – der Grund dafür ist aber relativ einfach: In den Dokument-Eigenschaften kann man Normen des Dokumentes für den Ausdruck unterdrücken. Im betroffenen Dokument gabt es nur eine Norm – und die war für den Ausdruck unterdrückt. Resultat: Der Ausdruck enthält keine Ergebnisse.

(Gedacht ist diese Option für Fälle, bei denen man mehrere Normen in einem Dokument verwendet, und diese getrennt von einander ausdrucken möchte.)

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