Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Ein schönes System


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Konstruktion aus Stahlbeton, Holz und Glas – gerechnet bei Burges und Döhring. Interessant daran ist unter anderem die schräge Holzdecke – bzw. deren begrenzende Polygonpunkte.

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Die entstanden aus dem Lagerungspunkten im Grundriss mit einer Projektion auf die Decken-Ebene. Nun hat die Baustatik zwar Werkzeuge zum errechnen von Durchstoßpunkten – so auch zwischen einer Gerade und einer Ebene – aber in diesem Fall wäre das mit den interaktiven Werkzeugen ein arges Geklicke geworden: Es geht letztlich um knapp 100 Punkte, deren Projektion hätten ermittelt werden müssen.

Statt dessen kam hier ein Makro zum Einsatz. Das Makro kann von jedermann im Quellcode per “Optionen –> Makro –> Makro herunterladen” unter dem Namen “Durchstosspunkte.cs” eingesehen, verändert und wiederverwendet werden.

Im Makro passiert folgendes: Zunächst wird eine Ebene erzeugt, und zwar durch die Knoten 131,99 und 154:

    INode n1 = (INode)context.TargetDocument.FindObject("131", typeof(Node));
    INode n3 = (INode)context.TargetDocument.FindObject("99", typeof(Node));
    INode n2 = (INode)context.TargetDocument.FindObject("154", typeof(Node));
    XPlane3d plane3d = new XPlane3d(n1.Punkt, n2.Punkt, n3.Punkt );


Dann gibt es eine Schleife über alle derzeit ausgewählten Knoten:

   foreach( INode node in context.TargetDocument.GlobalSelection.GetObjects<INode>())

Darin wird die Position des aktuellen Knotens und der Z-Einheitsvektor verwendet, um eine Linie zu definieren. Die wird dann einfach mit der zuvor definierten Ebene geschnitten:

    XLine3d line3d = new XLine3d(node.Punkt, XVector3d.UnitZ);
    XPoint3d? result = GeometryHelper.Intersection(plane3d, line3d);

Wenn es einen Schnittpunkt gibt, dann wird an der Stelle des Schnittpunktes ein neuer Knoten angelegt – fertig sind die Projektionen.

        Node newNode = new Node();
     newNode.X = result.Value.x;
     newNode.Y = result.Value.y;
     newNode.Z = result.Value.z;

JA: Die Makros in der Baustatik sind in der Tat unheimlich mächtig – und haben in diesem Fall auch jede Menge Handarbeit erspart… Smiley


Hilfe–mein Fenster ist weg


Die Baustatik merkt sich die Positionen (und das Layout) aller Fenster. Hat man beispielsweise das Fenster für die Materialauswahl vergrößert, den “Normen” Bereich verkleinert und das ganze in die linke Ecke eines zweiten Monitors verschoben, dann geht dieses Fenster in Zukunft immer an dieser Stelle auf – auch beim nächsten Programmstart.

Das ist einerseits praktisch, hat aber andererseits manchmal unschöne Auswirkungen: Hat man beispielsweise eine Fenster (unbeabsichtigt) so weit an den Rand des Bildschirms geschoben, das man es (fast) nicht mehr sehen kann – und hat man das vergessen – dann gibt es beim nächsten Programmlauf eine böse Überraschung: Man ruft den Befehl zum öffnen des Fensters auf – aber es passiert “nichts”. Grund: Das Fenster geht eben wieder ganz am Rand auf und ist fast nicht zu sehen – und darum sieht man auch nicht, wo es ist: So entsteht der Eindruck, der Befehl würde nichts bewirken.

Wenn man in einem solchen Fall das Fenster gar nicht mehr wiederfinden kann, dann gibt es aber einen Weg, die “gemerkten” Position zu verwerfen. Dazu muss man einfach eine Datei löschen – und zwar die Datei “mementos.bin” aus dem Ordner “

C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale

Einstellungen\Anwendungsdaten\D.I.E. CAD und Statik Software GmbH\D.I.E. Baustatik\HIER_STEHT_DIE_AKTUELLE_VERSIONSNUMMER\


Ausgewählte Normen entfernen


In der Baustatikwählt man beim anlegen eines neues Dokumentes bereits aus, welche Normen man im Dokument berücksichtigen möchte.

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Hat man eine vergessen, so kann man nachträglich mit dem Befehl “Norm auswählen” weitere Normen zum Dokument hinzufügen.

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Was man bisher leider nicht konnte, ist eine Norm wieder vollständig zu entfernen: War sie einmal “drin”, dann blieb sie dort auch. Dafür gibt es allerdings einen Workaround: Man kann Normen im Ausdruck unterdrücken. Das geht über die Option mit den unterdrückten Normen bei den Dokument-Eigenschaften:

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Ab dem nächsten Update wird das deutlich eleganter: Man kann dann im Fenster “Norm(en) auswählen” vorhandene Normen auch wieder rauswerfen. Das geht mit einem Rechtsklick auf die Norm, um die es geht:

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Der Befehl ist allerdings nicht ganz ungefährlich, denn er tut folgendes:

  • Zunächst entfernt er die Norm aus dem Dokument: Es werden keine zu dieser Norm gehörenden Eigenschaften mehr angezeigt – so zum Beispiel in der Materialauswahl keine Materialien dieser Norm.
  • Dann werden alle Materialien entfernt, die zu dieser Norm gehören: Liegen Objekte vor, die ein solches Material verwenden, dann treten bei diesen Objekten in der nächsten Plausibilitätsprüfung Fehler auf, denn diese Objekte haben dann kein Material mehr
  • Ferner werden alle Querschnitte entfernt, die zu dieser Norm gehören. Hier gilt das gleiche, wie beim Material: Stäbe mit solchen Querschnitten erzeugen dann Fehlermeldung in der Meldungsansicht.
  • Nicht gelöscht werden Navigationspunkte, die Ergebnisse darstellen, die zur entfernten Norm gehören: Richtig ausgedruckt werden die aber natürlich trotzdem nicht: Statt dem System mit einem Ergebnis stellen diese Navigationspunkte dann nur noch das System dar. Solche Navigationspunkte müssen dann also manuell korrigiert werden.

Norm auswählen: Überarbeitet


Das Fenster für die Auswahl der gewünschten Norm(en) ist bereits in der aktuellen Version der Baustatik bisweilen ein bisschen unübersichtlich, weil es einfach viele auswählbare Normen in der Baustatik gibt. durch das einarbeiten des EC für Italien und Österreich kommen 6 weitere Normen dazu – dann wird die Sache wirklich unübersichtlich.

Darum wurde dieses Fenster verändert: Es hat ab dem nächsten Update eine zusätzliche Kombo-Box, mit der Sie auswählen können, welche Normen in der Liste der verfügbaren angezeigt werden sollen:

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Es wird dort zunächst folgende Auswahlmöglichkeiten geben:

- Deutsch, Aktuelle
- Deutsch, Alle
- Europäisch, Aktuelle
- Europäisch, Alle
- Alle

(Mit “europäisch” ist in diesem Zusammenhang gemeint: Diejenigen, die eben keine deutschen Normen sind… – möglicherweise ändern wir hier die konkrete angezeigten Texte aber nochmals, bevor das Update erscheint.)


Unterstrichene Texte im Ausdruck


In der Baustatik kann man mit dem Druckformatvorlagen-Editor quasi alle Aspekte der Ausdruck-Optik steuern: Angefangen von Schriftarten und –größen, über deren Farben bis hin zu den Zeilenabständen ist alles einstellbar. (Zugegebenermaßen ist das nicht ganz einfach: Wer schon einmal mit Word eine Druckformatvorlage für ein komplexes Dokument erstellt hat wird wissen, das das in der Natur der Sache liegt.)

Eine solche Einstellmöglichkeit ist die Option, bestimmte Beschriftungen auch unterstrichen darstellen zu lassen. Das klappt auch in allen Fällen – außer bei der Ausgabe mit Hilfe des in die Baustatik eingebauten PDF-Generators. Speichert man den Ausdruck als PDF, dann sind da keinerlei unterstrichene Texte drin.

Das ist uns heute aufgrund einer Kundenmeldung aufgefallen: Das Problem ist aber bereits gelöst, und tritt ab dem nächsten Update nicht mehr auf – dann sind die Unterstreichungen also auch im PDF drin.


Die letzten Projekte–und wie man sie loswird


In der Baustatik enthält das Datei-Menü unten einen Befehl, mit dem man einfach die zuletzt verwendeten Projekte laden kann.

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Dabei werden maximal die letzten 7 Projekte angezeigt.

Bisher verhielt sich dieser Menüeintrag ein bisschen merkwürdig – insbesondere deshalb, weil auch solche Projekte angezeigt wurden, die schon vor einiger Zeit gelöscht wurden, uns sich gar nicht mehr auf der Festplatte befanden.

Ab dem nächsten Update ist das anders: Dann werden nicht mehr existierende Projekte (oder solche, die zwar noch existieren, sich aber auf zur Zeit nicht erreichbaren Server-Laufwerken befinden) nicht länger angezeigt.


Änderung hinter den Kulissen: Und ein bisschen davor


Ich hatte ja gestern schon darauf hingewiesen, das wir die Art und Weise wie wir gemeldete Fehler bearbeiten ein wenig verändert haben. Das hat wie erwähnt praktisch keine Auswirkungen auf die Benutzerschnittstelle – letztlich geht es ja auch nur um die “unerwarteten” Fehler, für die es keine “schöne” Fehlermeldung in der Meldungsansicht gibt. Das Fenster dafür sieht so aus wie gewohnt:

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Wenn man nun dort auf “Fehlermeldung versenden” klickt, dann passiert aber was anderes als früher. Bisher war es so, das dann während des Versendens ein Fortschrittsmelder angezeigt wurde – war die Meldung fertig, wurde das Fenster geschlossen. Das kann ab der nächsten Version auch passieren – es kann aber auch ein Meldungsfenster aufgehen. Das enthält eine von drei möglichen Meldungen, und zwar diese hier:

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Diese Meldung bedeutet im Wesentlichen, das wir die Fehlermeldung erhalten haben, aber nichts weiter darüber wissen. Von hier an geht dann der Mechanismus seinen bekannten Weg: Sofern wir Kontaktdaten von Ihnen aus der Fehlermeldung haben, melden wir uns so schnell wie möglich – wie bekannt, meist noch am gleichen Arbeitstag.

Die beiden anderen Meldungen sind schon interessanter:

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Wenn diese Meldung kommt, dann kennen wir das Problem bereits – und haben es auch bereits behoben. Sie werden das Problem also los, sobald das nächste Update verfügbar ist, und Sie dieses installiert haben.

Und dann gibt es noch das hier:

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In diesem Fall kennen wir das Problem, haben es behoben – und die Korrektur ist in der aktuellen Version der Baustatik auch bereits enthalten. Sie brauchen also nur die aktuell verfügbare Version herunterladen und installieren – Problem weg.

Die letzten beiden Informationen haben wir bisher immer per Mail verteilt – das ging aber nur dann, wenn wir auch Kontaktdaten hatten: Und dauerte natürlich so lange, bis wir die Meldung abgearbeitet hatten: Mit dem neuen Mechanismus wissen Sie sofort Bescheid – und zwar auch dann, wenn Sie vergessen haben, Ihre Mail-Adresse bei den Kontaktdaten einzugeben.


Woran wir gerade arbeiten …


Nachdem alle uns bekannten Problemfälle (durch die neue Fensterverwaltung) beseitigt sind, gibt es zur Zeit eigentlich 2 Themen:

  • Einbau des EC für Italien und Österreich
  • Einbau der Spundwand
  • … und diverse Erweiterungen, die sich aber noch nicht in absehbarer Zeit in einem Update äußern werden.

Vorab und parallel dazu gibt es aber eine recht große Änderungen “hinter den Kulissen”: Wir bauen die Art und Weise, in der Fehler bei uns gemeldet werden um. Das sollte sowohl den Prozess des Meldens beschleunigen, auf unserer Seite die Verwaltung erheblich vereinfachen – und uns bessere Möglichkeiten geben, im Fehlerfall weiterzuhelfen.

Rein optisch wird sich für Kunden dadurch praktisch nichts ändern – das wichtigste ist weiterhin, das man seine Kontaktdaten angegeben hat… (Hilfe –> Kontaktdaten bearbeiten). Also: Bitte nicht vergessen und vielleicht einfach mal nachsehen, ob da auch wirklich was sinnvolles steht. (Tipp: “qwerty” ist da nicht besonders hilfreich Smiley )