Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Farbe der Beschriftung ändern

In der Baustatik gibt es schon immer eine Vielzahl an Optionen, mit denen Farben, Schriftarten und Strichstärken der einzelnen Elemente für die graphische Darstellung eingestellt werden können. Was bisher nicht ging: Die Farbe der Beschriftungen war nicht einstellbar und immer “schwarz”.

Ab dem nächsten Update ändert sich das: Es können dann alle Farben aller Beschriftungen von allen Element ausgewählt und eingestellt werden.

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Norm entfernen: Leicht korrigiert

Seit einiger Zeit kann man in der Baustatik Normen nachträglich wieder entfernen:

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Die Sache hatte allerdings einen kleinen Schönheitsfehler: Wenn man eine Norm entfernt, dann werden auch alle Elemente die zu dieser Norm gehören mit entfernt. Das sind im wesentlichen Materialien und Querschnitte.

Bei den Querschnitten lag der Fehler dann im Detail: Entfernte man eine Stahlbaunorm, dann wurden auch alle zum Stahlbau gehörenden Querschnitte entfernt. Das klingt soweit ganz gut, ist aber nicht richtig: Die dürfen natürlich nur dann entfernt werden, wenn nicht noch eine andere Stahlbaunorm im Dokument vorhanden war. (So passiert bei einem Kunden Trauriges Smiley).

Das passiert ab dem nächsten Update nun nicht mehr.

So wird man Windows.old auf dem Server los

Wenn man einen neue Server-Version von Windows über eine alte installiert (zum Beispiel 2012 R2 über 2012) ohne dabei die Festplatte zu löschen, dann entsteht dabei der Ordner “Windows.old”.

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Der enthält die “alte” Windows-Installation und umfasst schon durchaus einige GB. Gedacht ist das dafür, das man bei “Problemen” mit der neuen Installation zur alten zurück kann. Wenn aber nach einiger Zeit diese Probleme nicht aufgetaucht sind, würde man den Ordner gerne löschen.

Versucht man das direkt über den Explorer, schlägt die Sache fehl: Es fehlen dann nämlich die passenden Rechte. Jetzt kann man natürlich als Administrator das Eigentum an dem Ordner (und den Files darin) übernehmen, passende Rechte vergeben, und das Ding danach löschen. Das ist aber etwas hakelig.

Schöner geht das mit dem “Disk Cleanup Wizard” (der im deutschen Windows “Datenträgerbereinigung” genannt wird.). Der befindet sich bei den Eigenschaften der Festplatte. Nur ist er, wenn man leider nicht da. Trauriges Smiley

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Grund: Das Ding gehört zu einer Windows-Komponenten namens “Desktop Experience”. Da sind so Elemente drin wie der Windows-Kalender, Windows-Mail und auch der Media-Player, und vor allem: Diese Komponente wird beim Server nicht automatisch mit installiert. Man kann das entweder über den Server-Manager nachinstallieren, oder einfach per Powershell (mit dem Add-WindowsFeature Desktop-Experience Kommando):

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Danach ist das Tool dann da:

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Eingabedaten verfügbar: Zu Hause und im Büro

Viele Anwender der Baustatik verwenden das Programm nicht nur im Büro, sondern auch auf einem Rechner zu Hause oder per Laptop sogar unterwegs. Das ist mit Work&Cash weiter kein Problem, weil man die Software ja ohne Hardwareschutz auf beliebig vielen Rechnern einsetzen kann.

Etwas problematisch ist es dabei aber, immer die “richtigen” Versionen der Eingabedaten zur Verfügung zu haben: Im Prinzip muss man dazu das Baustatik-Projekt (oder die Projekte) immer auf einem USB-Stick oder einer mobilen Festplatte mit sich herumtragen, und grundsätzlich nur von diesem Stick laden und auf diesen Stick speichern. Das geht natürlich, nur das mit-sich-herumtragen ist einerseits ein wenig unhandlich und andererseits ein bisschen gefährlich: Wenn der Stick verloren geht, ist auch die ganze Arbeit weg. Darum speichert man halt auf der lokalen Festplatte und kopiert den Projekt-Ordner dann am Abend auf den Stick, damit man “hinterher” zu Hause die “aktuelle” Version verwenden kann. Da darf man dann nicht vergessen, bei Änderungen das gleiche zu tun.

Es geht aber auch deutlich einfacher, und zwar mit SkyDrive. SkyDrive gibt es für Windows 7, 8, und 8.1, und dabei handelt es sich im wesentlichen um (kostenlosen) Speicherplatz im Internet, der sich völlig transparent in den Windows-Explorer einbinden lässt. Sobald die Software installiert ist, hat der Windows-Explorer einen neuen Ast, und der enthält eben die “Skydrive” Dateien. Alles was sich im SkyDrive Ordner befindet wird automatisch synchronisiert: Man kann also im Büro einfach Daten im SkyDrive Ordner speichern – und die stehen dann auch zu Hause zur Verfügung: Der Stick kann entfallen.

Und das geht so:

1.) Man muss SkyDrive herunterladen und installieren. (Dafür braucht man einen “Microsoft-Account”. Der ist auch aber kostenlos.)

2.) Der Windows-Explorer hat dann einen neuen Ast namens “SkyDrive”:
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3.) Darin legt man sich einen Ordner namens “Baustatik” an (kann natürlich auch anders genannt werden), und darin speichert man seine Projekte.

4.) In der Baustatik kann man die dann wie gewohnt per “Datei –> Projekt öffnen” oder per Doppelklick im Explorer öffnen und bearbeiten.
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Das war schon alles: Ab sofort stehen alle Dateien über den SkyDrive Ordner an allen Rechnern zur Verfügung.

Alles natürlich unter der Voraussetzung, das diese Rechner mit dem Internet verbunden sind.

Und natürlich geht das nicht nur mit der Baustatik: Man kann praktisch alle “eigenen” Dateien in einen SkyDrive Ordner speichern… (Ich mache das beispielsweise auch mit allen meinen Photos)

Huch, das geht auch ?

In der Baustatik kann man natürlich zoomen und den Ausschnitt verschieben. Zum verschieben klickt man den Verschiebe-Befehl an, der Mauscursor nimmt die Form des Doppelpfeils an, und man verschiebt…

Es geht aber auch schneller: Mausrad drücken – und einfach losschieben… Smiley

Räumliche Strukturen drehen

Weil die Kollegen von Dlubal gestern sowas in Ihrem Blog hatten, und ich heute am Telefon gefragt wurde, ob das bei uns auch geht: Ja, man kann auch in der Baustatik einen “anderen” Punkt verwenden, um den sich die Struktur dreht, wenn man sie dreht. Und zwar so: Rechtsklick auf den gewünschten Drehpunkt, dann den entsprechenden Befehl auswählen.

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Wie man dem Bild entnehmen kann, geht es bei der Drehpunkt-Auswahl um eine “Objektmitte”. Im Fall eines Knotens ist das einfach der Knoten selbst – man kann aber z.b. auch um die Mitte eines Faltwerkelementes drehen:

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… oder um die Mitte eines Stabes – oder aber auch um die Mitte der aktuellen Auswahl, auch dann, wenn mehrere Elemente gleichzeitig ausgewählt sind.

Hilfe–ich kann die Bemessungssituation nicht auswählen

In der Baustatik kann man den nichtlinearen Lastfallgruppen eine Norm und eine Bemessungssituation mitgeben – die sind beide eine Eigenschaft dieser Gruppen.

In der Tabellen-Ansicht geht das so, das man zunächst das Kontrollelement für Norm und Situation öffnet, dann die Situation aufklappt, und dann eine neue Situation auswählt.

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Geht nur leider nicht Trauriges Smiley - zumindest nicht immer. Über den Grund dafür könnte ich einen relativ langen Text tippen, im wesentlichen läuft es aber darauf hinaus, das das zuletzt aufgeklappt Element, also das, wo die ganzen Situationen drinstehen, nicht über dem logisch “richtigen” Fenster angezeigt wird. (Nicht, das man das optisch tatsächlich sehen könnte….).

Beim nächsten Update ist das korrigiert. Bis dahin kann man sich aber einfach behelfen: Man stellt die Situation entweder über die Eigenschaften-Ansicht um, oder direkt in den Eigenschaften der Gruppe. Letztere erreicht man über einen Doppelklick auf die Gruppe in der Dokumenten-Ansicht.

Dokument-Vorlagen für die Baustatik

Ab dem nächsten Update hat die Baustatik eine Funktion , die das anlegen neuer Dokumente auf Basis von Vorlagen ermöglicht. Eine Vorlage ist dabei ein ganz normales Baustatik-Dokument: Erzeugt man ein neues auf Basis einer Vorlage, dann wird die Vorlage effektiv einfach nur kopiert.

Der Vorteil: Man kann beliebige Objekte in diesen Vorlagen vordefinieren, und hat diese dann auch im neuen Dokument. Will man beispielsweise immer Lagerungsarten haben, die sich von den von uns per Vorgabe erzeugten unterscheiden, dann kann man dies mit den Dokumentvorlagen erledigen.

Das gleiche gilt auch für bestimmte Darstellungsobjekte: Benötigt man immer wieder bestimmte Darstellungsobjekte – zum Beispiel für eine Farbcodierung von Stockwerken – dann kann man nach dem nächsten Update einmal eine Vorlage anlegen, die diese Darstellungsobjekte bereits enthält, und muss diese nie wieder anlegen.

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Das ganze funktioniert über einen neuen Reiter beim Fenster zum anlegen neuer Dokumente: “Vorlagen”.

Wie bekommt man nun eine Vorlage, und was ist zu tun, wenn man eine Vorlage löschen oder umbenennen will?

Ganz einfach: Dokument-Vorlagen sind einfach beliebige Baustatik-Dokumente, die in einem speziellen Ordner liegen. Diese Ordner können Sie mit dem Button “Dokument-Vorlagen Ordner öffnen” im Windows Explorer anzeigen lassen. Kopieren Sie dort einfach die Dokument hinein, die als Vorlage fungieren sollen, oder benennen Sie dort vorliegende Objekte um: Die Änderung finden sich dann sofort auf dem “Vorlagen” Reiter wieder.

Windows 8.1: Geht auch

Weil heute die Frage aufkam, ob unsere Programme auch unter Windows 8 (und 8.1, das ja in kürze das aktuelle sein wird) laufen: Ja, tun sie.

Wer mag, der kann auf der Startseite eine Gruppe für unsere Programme anlegen, das sieht dann ungefähr so aus:

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Laufen tut das ganze natürlich weiterhin auf dem Desktop:

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Windows Server 2012 R2–Backup anhalten

Laut der Dokumentation hält man ein laufendes Backup an, indem man das Windows Server Backup Tool startet, und dann auf “Backup Schedule” klickt. Das sollte einen Dialog öffnen, mit dem man die Zeiten für das automatische Backup festlegen kann. Außerdem sollte es da einen Button zum anhalten eines gerade laufenden Backups geben.

Blöderweise kann man da aber gar nicht draufdrücken, wenn gerade ein Backup läuft. Bzw.: Man kann zwar draufklicken, erhält dann aber nur eine Fehlermeldung, das gerade ein Backup durchgeführt wird. Wenn man das anhalten will, macht man folgendes:

In der “Messages” Liste auf den obersten Eintrag klicken: Das sollte einer sein, in dem drin steht, das gerade ein Backup läuft, und das xyz-Prozent davon abgeschlossen wurden. Der Doppelklickt öffnet dann zusätzliche Eigenschaften dieses Vorgangs in einem separaten Fenster – und das hat einen “Cancel” Button, mit dem das Backup angehalten werden kann.

Erforderliche Bewehrung abdecken: Verlegebereiche

Die Baustatik hat seit der vorletzten Version ein etwas unterdokumentiertes Feature: Die Verlegebereiche. Verlegebereiche dienen mittelfristig einem anderen Zweck (und zwar bei Berechnungen im Zustand II), können aber auch jetzt schon sinnvoll eingesetzt werden.

Mit diesen Bereichen kann man nämlich relativ einfach Bewehrungsskizzen anfertigen, die man als Grundlage für die konkreten Bewehrungspläne verwenden kann. Und das geht so:

Wenn man das Fenster für die Bemessungsergebnisse normalerweise öffnet, dann sieht das ganze so aus:

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Hier wählt man dann ein Ergebnis aus – zum Beispiel asx,o, und bekommt dann eine entsprechende Graphik. (Wie die genau aussieht, ist vom eigenen Geschmack und den Einstellungen in der Ergebnis-Darstellungsoptionen abhängig.). Die sieht dann beispielsweise so aus:

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Sobald man so eine Graphik hat, kommen die Verlegebereiche ins Spiel. Die können zur Zeit nur über einen Rechtsklick in der Dokumenten-Ansicht erzeugt werden. Das wird sich noch ändern, aber zur Zeit braucht man eben erst gar nicht im “Erzeugen” Menü zu “suchen”. Mit dem Rechtsklick gibts wie gewohnt die Option ein neues Objekt anzulegen.

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Der Bereich hat dann verschiedene Eigenschaften:

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Im wesentlichen sind das:

  • Ein Polygon, das den Umriss des Bereiches bestimmt. Der kann auch direkt an einem Faldwerkselement hängen.
  • Die Art des Bereiches: Ob dort Matten oder Rundstahl verlegt werden sollen, und welche Matte bzw. welcher Stahl.
  • Die Position der Bewehrung, also oben/unten/x/y

Sobald man mindestens einen Verlegebereich definiert hat, ändert sich das Fenster zur Auswahl des Bemessungsergebnisses:

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Hier tauch bei den Flächenergebnissen hier nun zusätzlich der Ast für die Verlegebereiche auf: Wählt man ein Ergebnis aus diesem Ast, dann wird die Bewehrung unter Berücksichtigung der Verlegebereiche dargestellt: Man kann also auf einen Blick erkennen, ob und wo noch etwas abgedeckt werden muss.

In der Graphik wird der Bereich mit einem begrenzenden Polygonzug und der Angabe von Matte/Rundstahl und Position angezeigt – und diese Graphik kann man dann einfach ausdrucken (oder per DXF exportieren) und als Vorlage für den Bewehrungsplan verwenden.

So erweitert man den Ausdruck um eigene Makros

Von Haus aus kann man in der Baustatik verschiedene Makros in die Kopf- und Fußzeilen einbauen: Dazu gehört zum Beispiel eines, das das aktuelle Datum oder den Namen des Projekts mit ausdruckt. Außerdem gibt es die “Text” Makros – 4 davon an der Zahl: An den Stellen in en Kopf- und Fußzeilen, an denen diese Makros auftauchen, werden die vom Benutzer im Programm eingegebenen Texte ausgedruckt.

Wer will kann aber die Anzahl dieser Makros vergrößern und mehr als 4 Texte verwenden – und zwar auch solche, mit “besser” merkbaren Namen: So könnte man beispielsweise ein “Notiz” Makro haben oder eines mit dem Name “Ort” oder “Buchung”.

Und das geht so: Man braucht zunächst einen Texteditor wie Notepad. Mit dem öffnet man dann eine bestimmte Datei, und zwar die hier:

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Die Datei “TextMacroNames.xml” findet sich im Ordner “Eigene Dateien\Baustatik\Vorlagen”.

Die Datei enthält mehrere Zeilen, jede davon steht für ein verfügbares Makro:

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Eine neue Zeile der Sorte “<Text Bezeichnung=…” führt also ein neues Makro ein. Sobald man die Änderung gespeichert hat, enthält der “Eigenschaften des Dokuments” Dialog in der Baustatik auch das neue Makro.

Kommende Attraktionen

In der Baustatik können die Strukturelemente einer (statischen) Position zugewiesen werden. Anhand der Position kann man dann später Einfluss auf den Ausdruck nehmen – zum Beispiel, indem man den Ausdruck auf bestimmte Positionen beschränkt.

Ab dem nächsten Update kann man mit der Position auch mehr tun – man kann die dann dazu verwenden, die Objekte im Dokument zu sortieren: Bisher ging das nur anhand des Namens und den geometrischen Eigenschaften.

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