Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Rissnachweis in der Baustatik

Im nächsten Update der Baustatik wird die erste Version vom Ersatz für das Programm Xriss enthalten sein – wie immer in Form eines neuen Dokument-Typs. Damit kann die Mindestbewehrung für die Begrenzung der Rissbreite nach EN 1991-1-1, 7.3.2. berechnet werden. (Wie gewohnt für Deutschland, Österreich und Italien.)

Und so funktioniert es:

1.) Neues Dokument anlegen und Norm auswählen
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2.) Der Dokument-Typ hat einen Objekt-Typ “Rissnachweis”. Man kann also beliebig viele solcher Nachweise in einem Dokument zusammenfassen…
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3.) Ein neues solches Objekt erzeugt man wie gewohnt über Menü oder Werkzeugleiste:
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4.) Dann gibt man die Parameter ein: (Da wird sich im Laufe der Zeit wohl noch etwas tun – auf jeden Fall kommt noch eine Graphik dazu: Da, wo in diesem Bild hier “Test” steht Smiley )
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5.) Fertig… – Den einzelnen Nachweis kann man mit dem Multifunktions-Druck-Button ausgeben, will man mehrere auf einmal drucken, geht das wie gewohnt über die Ausgabesteuerung:
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Hilfsdateien–welche tut was ?

Die Baustatik legt im Betrieb eine ganze Reihe an Dateien an, die nicht im normalen Projektverzeichnis (oder im Baustatik-Order) laden, sondern bei den “Lokalen Anwendungsdaten”. Das sind im wesentlichen Dateien, die keine “echten” Eingabedaten enthalten, für den Betrieb der Baustatik aber hilfreich – wenn auch nicht lebensnotwendig – sind. (Einige davon braucht das Programm auf jeden Fall, legt die aber neu an, wenn sie fehlen.)

Der Ordner sieht (auf meinem Rechner) so aus:

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Die Dateien sind für folgende Dinge zuständig:

mementos.bin: Diese Datei enthält programmweit gemerkte Einstellungen. Dazu gehören zum Beispiel die Positionen und Größen von Fenstern am Bildschirm. Wenn Sie sich schon immer gewundert haben, das zum Beispiel das Fenster für die Materialauswahl - auch nach einem Neustart des Programms - immer an der gleichen Stelle aufgeht: Dessen Position merkt sich die Baustatik in dieser Datei.

*.memento: Diese Dateien enthalten Dokument-spezifisch gemerkte Einstellungen: Zum Beispiel das letzte im Durchlaufträger verwendete Material (pro Norm).

*.sdf: Diese Dateien enthalten die Datenbank-Tabellen für Profile, Materialien und Einwirkungsarten. Dabei sind die getrennt nach den Daten, die wir ausliefern und solchen, die in den entsprechenden Fenstern vom Anwender eingegeben wurden. (.die. vs. .user.)

DachResultView….: Enthält die Einstellungen der Ergebnisdarstellung vom Dach

DisplayAttributeDefaults.xml: Enthält die Voreinstellungen für die Darstellungsparameter (für Faltwerk, Scheibe, Rahmen…)

parameters.xml: Enthält Programmweite Informationen, die schon sehr früh beim Start des Programms benötigt werden: So zum Beispiel, welches Projekt zuletzt geladen war.

ResultDescriptorDispl…: Enthält die Voreinstellungen für die Ergebnisdarstellung im Faltwerk, Rahmen, Platte und Scheibe.

Scripting.xml: Enthält Parameter, mit denen der einbaute Scripting-Engine der Baustatik konfiguriert werden kann.

Kleine Leseliste

Urlaub ist leider schon wieder vorbei Trauriges Smiley … Aber dafür gab es viel nettes zu lesen, und zwar:

Tja das wars… – nächst Lesezeit erst wieder irgendwann im richtigen Sommer … Smiley

Oh–ein neuer Hostname

Besonders aufmerksame Anwender werden beim nächsten Update bemerken, das die Baustatik einen neuen Host verwendet…..

OK: Ich seh’s ein… Neuer Versuch…

Die Baustatik kommuniziert im Betrieb mit 2 Server im Internet:  www.die.de und muenchen.die.de. (Dabei ist ‘die.de’ der Domänen-Name. ‘www’ und ‘muenchen’ sind die Host-Namen.)

Je nachdem welche Informationen übertragen werden, verwendet das Programm entweder den einen oder den anderen Server. Fehlermeldungen gehen beispielsweise an “muenchen” und die Anfrage nach der aktuellen Programmversion für die automatischen Updates gehen an “www”. Auch andere Teile der Software brauchen Server im Netz, so zum Beispiel die Kontoverwaltung für Work&Cash, wenn man Stunden von einem Rechner auf einen anderen übertragen will.

Darüber hinaus gibt es noch den Dokumenten-Versand, die Bibliothek aus herunterladbaren Scripten und einiges andere mehr.

Das dabei zwei Server zum Einsatz kommen hat in erster Linie historische Gründe: Auf unserem Hauptserver (www) fehlte es in der Vergangenheit an Infrastruktur, um einige Dienste zu implementieren – darum wurde der “muenchen” Server angeworfen und zusätzlich verwendet.

Und dieser “muenchen” Server ist nun der, der in unmittelbarer Zukunft nicht mehr verwendet werden wird. Dabei wird es aber nicht bleiben: Wir werden alle Dienste auf einen anderen Server umziehen – und am Ende werden auch so einfach Dinge wie unsere normale Webseite auf diesen anderen Rechner umziehen. (Der wird dann aber wieder “www” genannt werden – man muss als Besucher also keine “neue” Domäne suchen.)

Stellt sich die Frage: Warum tun wir das eigentlich?

Die Antwort ist allerdings etwas vielschichtig… Zum einen ist es natürlich so, das eine Abhängigkeit von 2 Servern schlechter ist, als die von einem: Es gibt dadurch 100% mehr Fehlerquellen, weil eben immer 2 Rechner an unterschiedlichen Standorten erreichbar sein müssen – und beide müssen auch gewartet, upgedatet und ganz allgemein in Betrieb gehalten werden.

Allein darum ist es wünschenswert, das es nur einen zentralen Server gibt, um den wir uns kümmern müssen.

Ein anderer Punkt ist die allgemeine Verfügbarkeit: Einer der beiden jetzigen Server steht in einem Rechenzentrum in Frankfurt, der andere im Münchner Büro. Von beiden gibt es natürlich Sicherungen, aber bei einem Hardwareausfall ist mit recht umfangreichen Arbeiten fürs Wiederherstellen des Normalbetriebs zu rechnen. (Das auch deshalb, weil auch Teile unserer Infrastruktur die nicht mit dem eigentlichen Betrieb der Baustatik zu tun hat auf diesen Server laufen – zum Beispiel unsere Versionsverwaltung sowie die Fehler- und  Feature-Datenbank um nur zwei Elemente zu nennen.)

Der neue Server – auf dem dann letztlich wieder “alles” zusammenkommen wird – läuft in einer verwalteten Umgebung mit extrem hoher, vom Betreiber garantierten, Verfügbarkeit: Sicherungen, Hardwareausfälle, Stromausfälle – all diese reinen “IT” Dinge werden dabei – für uns völlig transparent -  vom Betreiber übernommen: Der Server ist mit allen Daten einfach immer verfügbar und softwareseitig auf dem neuesten Stand – und das schafft eine ganz erheblich Entlastung auf unserer Seite: Sich keine Sorgen mehr um die Sicherung – und vor allem darum, ob man die beim Ersatzsystem auch tatsächlich einspielen kann – machen zu müssen, ist ein echter Vorteil.

Und das ist der Grund für den neuen Host-Namen: Einige Teile der von der Baustatik verwendeten Dienste sind nämlich mit dem nächsten Update umgezogen. Damit Kunden, die noch die Vorgängerversion nutzen einfach weiterarbeiten können, bleibt aber der “alte” Server natürlich noch eine Weile im Betrieb.

Wo bleibt das Juni-Update ?

Kurze Antwort: Im Juli Smiley

Etwas längere Antwort: Nachdem die aktuelle Version 115 ja nicht Anfang sondern etwa Mitte Mai veröffentlicht wurde, und dann die Sache mit den Feiertagen (und hier in Bayern: Mit den Pfingstferien) losgingen, ist seit Version 115 nicht wirklich viel passiert: Wir haben zwar einige wirklich große Veränderungen im Programm – aber die hängen alle mit der Unterstützung für Zustand 2 in der Platte (Faltwerk, Rahmen…) zusammen, und das ist einfach noch nicht weit genug fertiggestellt.

Dann gibt es noch ein paar kleinere Erweiterungen – aber keine davon ist so wichtig, das wir nicht nochmal ein paar Tage warten könnten … darum: Das Juni-Update fällt dieses Jahr aus.