Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Das monatliche Update ist nun verfügbar

Das Update für August steht nun im Download-Bereich (und über automatische Updates) zur Verfügung. Das Update behebt diverse Fehler in der Baustatik, hat aber auch neue Features zu bieten. Die wichtigsten sind:

Die komplette Liste aller Änderungen finden sich wie immer im Update-Protokoll im Download-Bereich.

Kundenmakro: Export von AS-Werten nach ZEIG

Vom Ingenieurbüro Balster gibt es ein neues Makro für die Baustatik – um genau zu sein: Es gibt ein Paket das aus einem Baustatik-Makro und Prozeduren für unser CAD-System Zeig besteht.

Exportiert werden die berechneten AS-Werte aus der Baustatik, und importiert werden die dann nach ZEIG, und dort “halb” automatisch zu Bewehrungsplänen weiterverarbeitet.

Folgendes passiert (Beschreibung von Herrn Hobbensiefken, von dem das Makro stammt. Er ist auch bereit darüber hinaus im gewissen Umfang Fragen dazu zu beantworten):

1. Es werden nur die Bewehrungsdaten der ersten Bemessungsgruppe übergeben.
2. Automatisch erzeugte Bemesungsergebnisse werden nicht erfasst.
3. Das Export-Makro ist nicht fehlertolerant, soll heißen: o.g. Bedingungen werden nicht überprüft.
4. Die VEC-Datei mit den Bewehrungsdaten wird im Ordner der Xfalt-Berechnungen abgelegt (keine Auswahlmöglichkeit)
5. Die Bewehrungsrichtungen werden in der VEC-Datei als Layer abgelegt (asxu - 11, asxo -12, asyu -13, asyo -14, asw -15)
6. Für die automatische Erstellung der VEC-Datei wird der Zeig-Bildschirm-Maßstab auf 1:100 und der Zeig-Plot-Maßstab aus 1:50 festgelegt.


Zur Bearbeitung der Daten unter Zeig dient die Prozedur ASXYAB.PRC unter folgenden Bedingungen:

1. Die Datei mit den Bewehrungsdaten wird in eine VEC-Datei (z.B. zu bewehrender Grundriss) in die Detail-Ebene geladen.
2. Der Grundriss enthält vor dem Zuladen noch keine Detail-Ebene.
3. Die Funktionsweise unter Zeig auf Basis PicturesByPC Version 3.2 ist noch nicht getestet.


Die Arbeit mit den eingelesenen Bewehrungsdaten erfolgt momentan händisch über die Kommandoeingabe.

Nach dem Zuladen der Bewehrungsdaten in die Detailebene eines Grundrisses sind normalerweise alle Layer (11 - 15) der Bewehrungsdaten aktiv und die Texte stehen übereinander. Die Größe der Bewehrung wird als Text angezeigt. Der Startpunkt des Textes (ma ....  - Zeichenbefehl im Edit der VEC-Datei) ist die Lage des gerechneten Bewehrungspunktes. Die Farbe der Texte (6 - magenta) darf nicht verändert werden, da die Zeig-Prozedur in ihrer Funktion darauf abgestellt ist.

Mit den Befehl 'ly' können die gewünschten Layer ein- und ausgeschaltet werden. "ly -d 11..15" schaltet alle Bewehrungslayer aus. Mit "ly -e 11" kann Layer 11 (asux) wieder sichtbar geschaltet werden.
Der einfache Aufruf von "ly" öffnet den Layer-Dialog und die gewünschten Layer können im Dialog an/aus geschaltet werden.

Die Prozedur 'asxyab.prc' erstellt bei der ersten Benutzung der Bewehrungsdaten eine Sicherung der Bewehrungsdaten, sodass mit 'asxyab -u' der Anfangszustand wieder hergestellt werden kann, egal wieviel Operationen bis dahin ausgeführt worden sind. Mit 'asxyab -f (Skalierung) kann die Textgröße der Bewehrungsdaten prozentual geändert werden, dabei bedeutet z.B. 'asxyab -f 1.2', dass die Texte um 20% vergrößert werden.
Wird z.B. eine Grundbewehrung mit einer Matte Q-335A gelegt und es sollen die noch abzudenkenden Spitzen angezeigt werden ist 'asxyab 3.35' der benötigte Befehl. Es können beliebig oft Werte abgezogen werden, da mit dem Parameter '-u' der Grundzustand wieder herzustellen ist. Alle Befehle der Prozedur 'asxyab' wirken auf alle Bewehrungslayer gleichzeitig. Änderungen der Textgröße werden mit dem Parameter '-u' nicht zurückgenommen.


Soweit zur derzeitigen Verwendungsmöglichkeit des Bewehrungsdaten-Exportes nach Zeig. Wir verwendet diese Routinen in erster Linie bei größeren Decken mit ungleicher Belastung oder bei sehr unterschiedlichen Feldkonfigurationen.

Die mir von Ihnen zur Verfügung gestellten Methoden habe ich mit den entsprechenden Änderungen in das Makro integriert und umbenannt, um die Originale im Programmcode auszusparen. Zur besseren Verifizierung zwischen Ihren ursprünglichen Methoden und meinen Änderungen, bzw. den bis heute im Programm vorliegenden Methoden habe ich Ihnen die alten Dateien noch mit in die Zip-Datei gepackt.

Wer mag, kann alles zusammen hier herunterladen.

Stammtisch in München

Am Dienstag mit sieben Personen: Neuer Rekord; jetzt brauchen wir dann bald einen größeren Tisch Smiley

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Nächster Termin: Voraussichtlich am 14.10. – wenn das sicher ist, schreiben ich aber nochmal was ins Blog…

Baustatik-Projekt laden dauert sehr lange–warum ?

Ein anderes Symptom: Das umbenennen eines Dokuments in der Projekt-Ansicht der Baustatik dauert ebenfalls sehr lange.

Beides kann verschiedene Gründe haben, aber im wesentlichen sind hier immer 2 Probleme die Ursache.

Sofern nur das “Landen dauert lange” Problem auftritt, handelt es sich meinst um ein Problem mit zu vielen geladenen Dokumenten. Die Baustatik merkt sich alle Dokumente die geöffnet waren und öffnet die beim nächsten laden des gleichen Projektes wieder. M.a.W.: Jedes Fenster, das beim schließen eines Projektes geöffnet war, wird beim nächsten öffnen des Projektes auch wieder geöffnet. Die geöffneten Fenster kann man an den Reitern an der Oberkante im Arbeitsbereich erkennen.

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Jedes mal, wenn man in der Projektansicht auf ein Dokument doppelklickt, wird ein neues Fenster geöffnet. Und ist erst einmal eine Menge davon offen, dann müssen die auch beim nächsten laden des Projektes alle geladen und geöffnet werden – und das dauert eben, wenn es sich um viele handelt. Wann “viele” anfängt, ist natürlich von der Leistungsfähigkeit des Rechners abhängig. Realistischer Weise wird man aber wohl selten mehr als eine paar gleichzeitig geöffnete Dokumente benötigen. Es schadet also nicht, hin und wieder auch mal ein paar Dokumente zu schließen.

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Ein anderes Problem ist die Position der Baustatik-Projektdatei auf der Festplatte.

image Die Projekt-Ansicht zeigt alle Dateien, einschließlich aller Dateien aus allen Unterordnern und deren Unterordnern an, damit man beliebige davon per Rechtsklick zum Projekt hinzufügen kann.

Das bedeutet auch, das die Projekt-Ansicht den Inhalt aller Ordner und Unterordner auslesen muss. Nennt man eine Datei um, dann müssen zuvor alle vorhandenen Dateien “angesehen” werden, damit im Zweifelsfall eine Warnung der Marke “Achtung: Eine Datei dieses Namens existiert bereits” angezeigt werden kann.

Platziert man die .baustatik-Datei, also die Projektdate, beispielsweise im Wurzelordner einer Festplatte, dann durchsucht die Projekt-Ansicht die komplette Festplatte. Das dauert bei einer lokalen Festplatte schon recht lange – befindet die sich auch noch auf einem Netzwerkserver, dauert das “ewig”.

Abhilfe schafft hier nur, einen Unterordner anzulegen, und die Baustatik-Projektdatei dort hinein zu platzieren. Dann werden nur noch die Dateien dieses Ordners und seiner Unterordner durchsucht. Klar: Wenn da auch 100.000 Dateien und Unterordner drin sind, und das ganze auf einem Netzwerkserver liegt, dauert es immer noch. Will man aber wirklich so viele Dateien in einem einzelnen Ordner haben?

Lösung: Ordner-Strukturen verwenden, die etwas “weniger” Dateien enthalten, oder zumindest die Projektdatei in einem Ast davon unterbringen, damit nicht immer die ganze Struktur ausgelesen werden muss.

One Windows: Eine kurze Klarstellung

Kurz nach einer gestrigen Äußerung von Microsoft-Chef Nadella schlug es in der Presse ein wie eine Bombe: Demnächst wird es nur noch eine Version von Windows geben, die auf allen Geräten in allen Größen gleich ist. Die Baustatik kann man dann also auch auf der XBox und dem Phone betreiben. Und auf RT-Tabletts.

Das ist natürlich totaler Blödsinn. Unter gar keinen Umständen werden die gleichen Binaries auf einem Windows-Phone, dem Desktop, einem Windows-Tablett und der XBox laufen. Tatsächlich geht es um was “ähnliches”, und zwar um das hier:

  • Es gibt nur noch ein Team, das an allen Geschmacksrichtungen von Windows arbeitet: Also an den Betriebssystemen für Desktop, Tablett, Phone und XBox. Das ist aber nichts neues – dieses Team gibt es schon seit Juli letzten Jahres.
  • Es soll nur noch einen gemeinsamen Kern für alle Systeme geben: Die verwenden davon aber nur die Komponenten, die für ein gegebenes Ziel-System sinn machen. (Z.b.: Kein Maus-Input beim Phone, kein Touch bei der XBox….). Das ist auch nichts neues: Es handelt sich um den NT Kernel, und der wird so schon seit 2012 verwendet.
  • Ein vereinheitlichter Store, in dem der Windows-Store und der Phone-Store und der XBox-Store drin steckt. (Gibt es zur Zeit noch nicht: Vermutlich wird der Nachfolger von Windows 8 zumindest den Store vom Phone und normalen Windows zusammenfassen.)

Also nix mit: Es gibt nur noch eine Geschmacksrichtung von Windows, die man einfach auf beliebigen Geräten installieren kann.

Nur mal so zur Klarstellung … Smiley

Windows 8.1–so kommt das Update

Aufgrund der Telemetriedaten, die wir über die in die Baustatik eingebaute Funktion für automatische Updates erhalten, ist mir vor kurzem etwas interessantes aufgefallen: Es gibt schon eine ganze Reihe an Anwendern, die mit Windows 8 arbeiten – aber kein einziger arbeitet mit Windows 8.1.

Das ist darum erstaunlich, weil praktisch alle unsere Kunden mit der Baustatik auf einem Desktop-PC arbeiten – und Windows 8.1 wirklich viel besser mit Desktops funktioniert, als die ursprüngliche 8er Version. Obendrein: Das Update auf 8.1 ist kostenlos.

Ich vermute das der Grund dafür der ist, das das Update von 8 auf 8.1 nicht automatisch eingespielt wird: Man muss es manuell über den Windows-Store herunterladen. Wer den Store noch nie gesehen hat – und auch das wird bei den meisten unsere Anwender der Fall sein – der kann aber auch auf eine ganz normale Webseite gehen, und von dort per Link in den richtigen Bereich des Stores kommen. Und diese Webseite ist hier.

Ich empfehle: Webseite besuchen, auf den passenden Update-Link klicken, und das Update auf 8.1 installieren… Smiley

Zu den Details für Zustand 2

Ich hatte gestern das kommende Fenster für die Ergebnisse nach Zustand 2 erläutert (das sich allerdings nochmal ein bisschen ändern wird – dazu ein andermal mehr). Darauf befindet sich im Zusammenhang mit linearen Überlagerungsregeln ein “Details” Button, und der öffnet das Fenster – man kann es sich denken – für die Details. Smiley

Was sind das nun für Details?

Im Kern geht es darum, das die Baustatik bei der Auswahl einer linearen Überlagerungsregel zunächst die Berechnung für diese Regel durchführt. Im Rahmen der Berechnung entstehen maximale Verformungen in den Faltwerkselementen und Stäben des Systems.

Für jede dieser Maximalstellen ermittelt die Baustatik dann, welche Lastfälle mit welchen Faktoren am berechneten Wert beteiligt waren und erzeugt eine Lastfallgruppe mit den entsprechenden Lastfällen und Faktoren. Mehrfach auftretenden Lastfallgruppen werden dann eliminiert.

Danach gibt es dann also eine Menge Lastfallgruppen, und zu jeder einzelnen Lastfallgruppe gehört dann eine oder mehrere Stellen im System. (Um genau zu sein: Auch Richtungen, denn bei den Stäben sind auch die Verformungen in Y relevant.)

Und dies sind genau die Daten, die Sie sich mit dem Details-Fenster anzeigen lassen können:

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Links wählt man die Überlagerungsregel, und rechts werden die Lastfallgruppen angezeigt. Wählt man dann eine Lastfallgruppe aus, werden die zugehörigen Stellen und Richtungen in der normalen Graphik dargestellt.

Berechnungen im Zustand 2

In einer kommenden Programmversion wird auch im Faltwerk (Platte, Scheibe, Rahmen) die Berechnung der Verformung im Zustand 2 möglich sein. (Im Durchlaufträger ist das schon länger möglich.)

Die Auswahl der Ergebnisse wird dabei mit einem Fenster erfolgen, das in etwa so aussehen wird:

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Links wählt man dabei die Basis der Berechnung aus, rechts das konkrete Ergebnis. Das entspricht im großen und ganzen der Ergebnisauswahl, wie Sie sie auch sonst von der Baustatik gewohnt sind.

Es passieren aber einige Dinge automatisch im Hintergrund, und um zu verstehen was da genau passiert muss man zunächst was anderes wissen: Das Fenster vermittelt den Eindruck, die Berechnung würde entweder auf Basis einer linearen Überlagerungsregel, oder auf Basis von nichtlinearen Lastfallgruppen geführt – in Wirklichkeit erfolgt die Berechnung aber immer auf Basis einer nichtlinearen Einhüllenden.

Diese wird auf eine von zwei Arten erzeugt:

1.) Lineare Überlagerungsregel

Wenn Sie diese Option wählen, dann wird die ausgewählte lineare Überlagerungsregel in der ‘quasi ständigen’ Situation berechnet. Auf Basis dieser Regel werden dann für alle Faltwerkselemente und Stäbe im System alle Stellen ermittelt, in denen sich (lokale) Maxima ergeben. Für diese Stellen wird dann automatisch ermittelt, welche Lastfälle und Faktoren für diese Maxima zuständig waren, und aus diesen Lastfällen und Faktoren wird je eine nichtlineare Lastfallgruppen gebildet.

Aus allen derart ermittelten nichtlinearen Lastfallgruppen wird dann eine nichtlineare Einhüllende erzeugt – und für die wird dann die Verformung im Zustand 2 berechnet.

2.) Nichtlineare Lastfallgruppen

Bei dieser Option kann man beliebige der bereits definierten nichtlinearen Lastfallgruppen in der Liste auswählen. Bei der Berechnung des Ergebnisses wird dann eine nichtlineare Einhüllende auf Basis aller in der Liste ausgewählten nichtlinearen Lastfallgruppen erzeugt, und diese wird berechnet.

Wenn Sie eines der Berechnungsparameter ändern (z.b. t), werden die bisherigen Ergebnisse verworfen, und eine neue Berechnung wird angestoßen.

Kommende Attraktionen

In einer zukünftigen Version der Baustatik sind Berechnungen nach Zustand 2 auch im Faltwerk (Platte, Rahmen…) integriert. Dazu gibt es diverse neue Fenster:

Eigenschaften für Verlegebereiche von Stäben:
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Verlegebereiche für Faltwerkselemente:
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Ein Fenster für die Auswahl von Ergebnissen im Zustand 2:
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… und eines für die Anzeige von Details zu den im Rahmen der Berechnung auf Wunsch automatisch erzeugten Lastfallgruppen:
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Mehr dazu in Kürze Smiley

Kleines Problem: Korrigiert

In der Winkelstützmauer trat kürzlich ein Problem mit der Beschriftung der Höhenkoten auf: Die zeigten nicht mehr die Höhen, sondern nur noch Format-Angabe die die Art der Beschriftung festlegten.

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Das ist aber ab dem nächsten Update korrigiert…