Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Abhängigkeiten bei der Lastweiterleitung

Bei der kommenden Möglichkeit der Lastweiterleitung in der Baustatik wird es auch ein neues Fenster geben: Damit kann man die Abhängigkeiten innerhalb einer Lastweiterleitung anzeigen – und gegebenenfalls aktualisieren.

Diese Abhängigkeiten entstehen einfach dadurch, das ein Dokument Auflagerkräfte aus einem anderen Dokument als Einwirkungen importiert. Das geht natürlich auch über mehrere Stockwerke hinweg – und wenn dann in der Kette bei der Berechnung irgendwo ein Fehler auftritt, braucht man einen Weg, alle abhängigen Dokumente auf die Schnelle anzeigen zu lassen – und auch gegebenenfalls neu zu berechnen.

Die Gestaltung des Fensters ist noch nicht so recht abgeschlossen, eine erste Variante dafür sieht aber so aus:

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Die etwas kryptischen Bezeichnungen hinter den Dokumentnamen stammen noch aus der Debug-Version: “In echt” wird da natürlich nur der richtige Dokumenten-Name stehen.

Änderung an der Sichtbarkeits-Ansicht

Die Sichtbarkeits-Ansicht in der Baustatik dient dazu, das man die Sichtbarkeit von Elementen (und deren Eigenschaften) auf die Schnelle verändern kann, ohne erst ein separates Fenster öffnen zu müssen.

Das funktionierte bisher bei Platte, Scheibe, Faltwerk und den Rahmen – aber nicht bei den “kleineren” Dokument-Typen wie beim Durchlaufträger oder der Stütze.

Die Sichtbarkeits-Ansicht ist dort einfach leer:

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Ab dem nächsten Update ist das dann anders: Die Ansicht kann dann für alle Dokument-Typen verwendet werden. So zum Beispiel beim Durchlaufträger:

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Schluss mit Werbung im Web

Ich habe ja jede Menge Verständnis für Webseiten-Betreiber, die ihr Geld mit der Platzierung von Werbung auf Webseiten verdienen: Ich hatte ja mal hobbymäßig an einer solchen Seite mitgearbeitet (mache das aber schon lange nicht mehr.)

Ich muss allerdings gestehen: Die Menge an Mist die man dabei beim surfen so auf den Rechner bekommt – und die ganz nebenbei das surfen extrem verlangsamt – hat für mich nun den Punkt erreicht, bei dem ich einfach nicht mehr bereit bin mir das weiterhin anzutun: Mich stört schon ewig die auf praktisch jeder Webseite überhaupt untergebrachte Google-Werbung, die mir ständig irgendwelche Produkte unter die Nase hält, die ich gerade gekauft habe. (Google macht das ja angeblich so unglaublich clever – mir verschließt sich allerdings was daran clever sein soll, immer und immer wieder Esszimmertische anzubieten, nur weil ich gerade einen gekauft habe. Ich kaufe sicher auf absehbare Zeit keinen Zweiten. Und auch keinen zweiten Schredder. Und keinen zweiten großen Flachbildschirm-TV.)

Wie auch immer: Letzthin war ich dann auf einer Seite, bei der gleich 3 (!) Werbevideos drauf waren, die selbstredend auch alle gleichzeitig starteten. Das die Dinger von selbst starten ist ohnehin ein Frevel, aber drei gleichzeitig davon hat mir dann echt den Rest gegeben: Ich will einfach keine Werbung mehr im Web. Habe keine Probleme damit, Betreiber für ihre Inhalte zu bezahlen, wenn sie mir die Gelegenheit dazu geben, aber Werbung: Will ich einfach keine mehr.

Der einfachste Weg die Werbung loszuwerden ist die Installation eines Werbe-Blockers. Das hat aber (mindestens) 2 Probleme. Nummer 1: Es ist bekannt, das es Hersteller solcher Blocker gibt, die sich dafür bezahlen lassen, bestimmte Werbung eben doch durchzulassen. Nummer 2: Ich will keine Software auf meinem Rechner, die ein Problem lösen, das mit Bordmitteln auch gelöst werden kann. (Ganz besonders keine “Windows-Tuning” Software: Die ist in 100% aller Fälle eher schädlich als hilfreich.)

Das Bordmittel

Die Lösung per Bordmittel funktioniert so: Man verändert die DNS-Records für die Werbe-Server einfach so, das Sie an eine andere Stelle zeigen. Zum Beispiel: Angenommen ein solcher Server hat den Namen “google-ads.com” und dessen IP-Adresse ist “5.35.253.21” (Stimmt beides nicht, ist aber für die Erklärung egal.). Wenn man sich nun darum kümmert, das der Browser statt dessen denkt, die IP-Adresse sei “127.0.0.1” (das ist die des eigenen lokalen Rechners), dann versucht der Browser die Werbung von “google-ads” beim eigenen Rechner abzuholen. Da ist aber keine (und da läuft normalerweise nicht mal ein Webserver – oder haben Sie einen laufenden Webserver auf Ihrer Workstation ?). Ergebnis: Der Browser kann die Werbung nicht abholen, und darum auch nicht anzeigen.

Diese Veränderung der Zuordnung von Name zu IP-Adresse geht dabei ganz einfach: Unter Windows gibt es dazu nämlich das “Hosts” File. Das ist eine Text-Datei, in der man Paare von Servername und IP-Adressen ablegen kann, und alles was in dieser Datei abgelegt ist, hat Vorrang vor dem normalen DNS-Auflösungsverfahren. Sprich: Man kann für beliebige Server die IP-Adressen umbiegen.

Alles, was man jetzt noch tun muss ist, man muss die Namen von Werbeservern herausfinden und diese im Host-File mit der IP-Adresse 127.0.0.1 eintragen.

Ist natürlich etwas unhandlich, da man im Prinzip zunächst diese Werbeserver manuell einsammeln muss – aber eben nur im Prinzip, weil es nette Menschen gibt, die das bereits für einen erledigt haben. Smiley

Und diese netten Menschen warten eine Hosts-Datei, die sie kostenlos weitergeben. Nimmt man diese Hosts-Datei und ersetzt die eigene durch die andere: Ende der Werbung. Netterweise liefern die sogar gleich einen Installer mit: Man muss also nicht selbst manuell nach dem Ort der Hosts-Datei suchen, sondern überlässt das einfach dem Installer. Im Gegensatz zu Werbeblocker-Software wird hier also kein Programm installiert, sondern nur eine Textdatei ersetzt.

Und wer in diesem Text bisher durchgehalten hat, der will vermutlich auch wissen, wo es das ding gibt… Smiley Bitte sehr: Das Hosts-File von mvps.org gibts hier.

Ein Detail zur Lastweiterleitung

Wenn Sie mit der neuen Lastweiterleitung in der Baustatik eine weitergeleitete Einwirkung anklicken, dann hat die natürlich die gleichen Eigenschaften, wie eine normale Einwirkung.

Es gibt aber noch einen zusätzlichen Satz an Eigenschaften, der – zumindest zur Zeit – nur in der Eigenschaften-Ansicht angezeigt wird.

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Dort kann man zum Beispiel sehen, aus welcher Quelldatei die Last stammt, was für ein Kommentar dort angegeben worden ist, auch aus welchem Lager und Lastfall die Einwirkung resultiert.

(Diese Lastweiterleitung gibt es in der aktuell ausgelieferten Version der Baustatik noch nicht, kommt aber demnächst im Rahmen eines Updates.)

Hochschulversion der Baustatik

Nachdem die Unis so langsam wieder alle den Betrieb aufnehmen, ist es mal wieder an der Zeit auf unsere kostenlose Studentenversion hinzuweisen. Die ist uneingeschränkt nutzbar, so lange man an einer Hochschule eingeschrieben ist. Wer mag kann auch eine CD bestellen, die kostet dann aber was, und zwar folgendes:

Einzelne CD: 35,00
Ab 10 CDs: 6,00 Euro pro CD.


Der Download ist da günstiger Smiley

Lastweiterleitung: Komplizierter als man glaubt

Für die automatische Lastweiterleitung die im laufe der nächsten Updates für mehrere Dokument-Typen der Baustatik verfügbar sein wird, müssen wir eine ganze Menge an Problemen lösen, über die man zunächst gar nicht nachdenkt….

Wie schwierig kann es schon sein? Man nimmt die Auflagerreaktion aus dem einen Dokument und bringt sie als Lasten im anderen auf. Klingt nicht so dramatisch.

Ist es aber doch Smiley - wie das immer so ist, bemerkt man die klärenden Fragen erst dann, wenn man sich konkret mit der Aufgabe beschäftigt. Zu diesen Fragen gehören zum Beispiel die folgenden:

  • Was passiert mit Auflagerreaktionen in Richtungen, die das Zieldokument gar nicht aufnehmen kann?
  • Will man lokale oder globale Reaktionen übergeben, und wenn es lokale sind: Was passiert wenn die lokalen Koordinatensysteme nicht übereinstimmen?
  • Was passiert beim importieren, wenn das Quelldokument nicht länger existiert?
  • Was passiert, wenn das Quelldokument zwar noch existiert, es aber ein Lager, aus dem zuvor exportiert wurde, nicht länger existiert?
  • (Was bedeutet in dem Zusammenhang eigentlich “existiert”. Vielleicht hat sich ja nur der Name, aber nicht die Position verändert….)
  • Was passiert, wenn man das Quelldokument nicht länger berechnen kann? (Z.b., weil es aufgrund einer Änderung instabil wurde…)
  • Was passiert, wenn zur Berechnung des Quelldokumentes ein Zwischensystem berechnet werden muss, und das Zwischensystem kann nicht mehr berechnet werden?

Diese List kann man noch ein ganzes Stück länger machen: Das spare ich mir an dieser Stelle. Alle aufgelisteten Probleme werden natürlich behandelt – und weitere mehr. Ich bin mir aber relativ sicher, das sich neue und bisher unbehandelte Probleme zeigen werden, sobald die Weiterleitung zum ersten Mal konkret verwendet wird…. Glücklicherweise können wir diese Fälle dann kurzfristig mit automatischen Updates lösen Smiley

Das macht die Lupe mit dem rotem Punkt

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Die Lupe an sich ist das “Zoom-All” (Alles anzeigen) Symbol – und die rote Farbe darin signalisiert die Farbe für ausgewählte Elemente: Die ist ebenfalls rot, sofern Sie das nicht umgestellt haben. Klickt man drauf, wird also ein Zoom-All durchgeführt, aber eben nur auf die momentan ausgewählten Objekte.

Das sieht dann also so aus:

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Das Geisterhaus-Icon: Was tut es ?

Seit kurzem gibt es in der Werkzeugleiste der Baustatik ein neues Icon: Das sieht genauso aus wir das für “Zoom-All”, ist aber deutlich blasser: Ein Geister-Haus.

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Und man kann offenbar auch nie draufdrücken – zumindest scheint nichts zu passieren, wenn man das tut.

Das ist aber natürlich nicht richtig, denn das Icon tut sehr wohl etwas – allerdings löst es nur dann eine Funktion aus, wenn die aktuelle Ansicht aus einem Ansichts-Filter stammt, also nur einen Teil des Gesamtsystems anzeigt. In diesem Fall blendet das Icon den Rest des Systems in stark transparenter Form ein: Man kann also erkennen, welcher Teil des Gesamtsystems gerade vom Anzeigefilter dargestellt wird.

Zur Verdeutlichung:

Angenommen, man hat das folgende System vorliegen:

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Und für dieses System hat man einen Ansichtsfilter definiert, der diesen Teil anzeigt:

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… dann erkennt man leicht, das es gar nicht so einfach ist, selbigen als Teil des Gesamtsystems zu identifizieren. Will man sich nun kurzfristig orientieren, klickt man auf das Icon, und sieht dann folgendes:

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Ist doch gleich viel klarer, oder? (Wenn man ein zweites Mal auf das Icon klickt, wird der nicht erwünschte Teil natürlich wieder ausgeblendet…)

Zur Farbe der importierten Lasten

Ich hatte schon darauf hingewiesen, das importierte Lasten in der Dokumenten-Ansicht speziell markiert werden. Das ist aber auch in der graphischen Ansicht der Fall: Für importierte Lasten kann eine spezielle Farbe eingestellt werden, damit diese in der Graphik direkt als solch erkennbar sind. Die Einstellung gilt über alle Dokument-Typen und Dokumente hinweg, und befindet sich deshalb auch an einer globalen Stelle: Bei den allgemeinen Programmeinstellungen:

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Lastweiterleitung: So findet man die Lasten

In den kommenden Versionen der Baustatik wird die neue Lastweiterleitung Stück für Stück verfügbar werden. Ein Problem der bisherigen Variante war, das man bei einer Änderung in der Quelle die zuvor importierten Lasten wieder manuell löschen musste: Das wird bei der neuen wesentlich besser sein.

Ein anderes Problem: Man konnte den Lasten nicht ansehen, ob sie weitergeleitet worden waren oder nicht. Auch das ist in Zukunft deutlich besser. In der Dokumenten-Ansicht werden weitergeleitete Lasten darum speziell mit einem kleinen blauen Pfeil-Symbol markiert, so wie im Bild ersichtlich:

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Auch an den anderen Stellen bei denen die Lasten sichtbar sind, werden weitergeleitete Lasten speziell markiert: So sind zum Beispiel die Kontrollelemente von Eigenschaften, die bei weitergeleiteten Lasten nicht verändert werden dürfen, ausgeschaltet.