Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Monatliches Update nun verfügbar


Ab sofort steht eine neue Version der Baustatik zum Download bereit. Dieses Update wird über die automatischen Updates verteilt: Wenn Sie an den automatischen Updates teilnehmen, dann sollten Sie heute im Laufe des Tages, spätestens morgen, die aktuelle Version (1.136) ganz automatisch und ohne eigenes Zutun erhalten.

Wichtig: Wir haben Einzelfälle lokalisiert, bei denen die automatischen Updates NICHT funktionierten. Ob Sie eine solche Installation haben oder nicht können Sie herausfinden, indem Sie unter “Hilfe –> Info über” die bei Ihnen Installierte Versionsnummer anzeigen lassen. Wenn Sie dort eine Version größer 1.126 aber kleiner als 1.135 haben, dann funktioniert das automatische Update bei Ihnen nicht. Wir haben den zugehörigen Programmteil verbessert – allerdings bekommen Sie den nur dann, wenn Sie das Update manuell installieren. Wenn Sie also eine der genannten Programmversionen haben, dann gehen Sie bitte manuell auf www.die.de –> Downloads, und laden Sie die aktuelle Version mit Ihren Zugangsdaten herunter und installier Sie diese: Mit etwas Glück sollten die automatischen Updates in Zukunft auch bei Ihnen funktionieren.

Die wichtigsten Neuerungen

Die vollständige Liste der Änderungen und Erweiterungen finden sich wie immer im Update-Protokoll.


Veränderungen am Fernwartungs-Support


Ab dem nächsten Update (eigentlich ab sofort) verwenden wir für den Support der Baustatik per Fernwartung ein neues Werkzeug  - den Teamviewer. Je nach Installationsmethode kann der dann direkt aus der Baustatik heraus gestartet werden, und dann über das Hilfe-Menü:

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Wenn diese Methode nicht geht, kann man das Fernwartungs-Werkzeug auch direkt von unserer Webseite runterladen:

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Anders als früher muss man das auch nur noch einmal tun: Das einmal runtergeladene Tool kann immer wieder verwendet werden, egal wie viele Verbindungen damit hergestellt werden.


Hilfe–ich kann die Lager nicht sehen


In der Baustatik gibt es eine Vielzahl an Darstellungsmöglichkeiten für die verschiedenen Ergebnisse. Alle Optionen dafür findet man unter Optionen –> Ergebnisdarstellung.

Heute hatte ich Kontakt mit einem Kunden, der bei der Anzeige der Ergebnisse in einer Platte die Lagersymbole vermisste: Die Lager waren allesamt durch die Anzeige der Ergebnisse innerhalb der Platte verdeckt. Wie macht man also die Lager sichtbar, wenn Ergebnisse angezeigt werden?

Einige Lager außen am Rand waren teilweise sichtbar, die Lager in der Mitte der Platte waren völlig verdeckt:

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Das kann man aber natürlich ändern: Die Art und Weise, wie die Flächen von Platten gefüllt werden, stellt man bei der Ergebnisdarstellung im Unterpunkt “Flächenergebnisse ein”, und dort bei der Option “Füllung”.

Dort kann man 4 mögliche Arten auswählen: “Weiß, Farbverlauf, Schwellenwert-Raster und Farbverlauf”. Und diese Optionen bewirken folgende:

Weiß
In diesem Fall erfolgt die Darstellung so, das die Platte zunächst mit weißer Farbe ausgefüllt wird, und die Ergebnisse dann auf die dadurch entstehende weiße Fläche gemalt werden. Die weiße Fläche deckt dabei zuvor den gesamten Innenteil der Platte ab – und überdeckt dadurch auch Elemente, die in der Platte liegen. Also zum Beispiel Lager, aber auch Symbole für Unterzüge oder Ergebnislinien. Das ist im Bild oberhalb der Fall – und das war auch beim Kunden eingestellt.

Diese Darstellungsform braucht man vor allem dann, wenn man sich die Ergebnisse einer Platte innerhalb eines Gesamtsystems anzeigen lassen möchte: Wenn sich also weitere Teile der Struktur noch unterhalb der Platte befinden: Würde man die Platte vor der Ausgabe der Ergebnisse nicht weiß füllen, dann würden die darunter liegenden Strukturteile ebenfalls sichtbar sein, und die ganze Sache wird dann völlig undurchsichtig, weil sie durchsichtig ist. Smiley 

Farbverlauf
Das stellt einen füllenden Farbverlauf ein. In diesem Fall verwundert es vermutlich niemanden, das die Symbole darunter nicht sichtbar sind.
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Schwellenwert-Raster
Das erzeugt unterschiedliche Raster auf Basis der Schwellenwerte (die ebenfalls bei den Optionen für Flächenergebnisse eingestellt werden können.). Das Raster füllt die Platte ebenfalls vollständig – Symbole die darunter liegen, werden verdeckt.

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Transparent
In diesem Fall wird die Platte gar nicht gefüllt, bevor die Ergebnisse reingezeichnet werden. Ergebnis: Alle Dinge darunter kann man sehen – also auch die Lager. Das ist eine Darstellungsform die dann prima geeignet ist, wenn sich keine weiteren Strukturelemente (andere Stockwerke…) unterhalb der Platte befinden.

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So behalten wir unsere Test im Auge


Ich habe ja schon hin- und wieder darüber berichtet, das wir jede Nacht eine 32bit und eine 64bit Version der Baustatik auf Basis des aktuellen Entwicklungsstandes herstellen, und dann mit diesen Programmversionen eine Vielzahl an Dateien komplett durchrechnen – und die Ergebnisse dieser Berechnungen dann mit Referenzdaten vergleichen. Sinn der Sache ist es sicherzustellen, das eine durch die Weiterentwicklung entstandene Veränderung am Programm sich nicht auf die berechneten Ergebnisse auswirkt. Oder wenn, dann eben nur, weil das vom Entwickler auch gewünscht war.

Zur Zeit berechnen wir dabei pro Version ca. 3500 Eingabedateien (also insgesamt 7000). Und pro Datei gibt es dann natürlich noch jede Menge unterschiedlicher Ergebnissarten – und die an jeder Menge Stellen. Also zum Beispiel alle Auflagerkräfte für alle Lastfälle und Überlagerungen, aber eben auch alle Verformungen und Bemessungsergebnisse aller Faltwerkselemente in allen FE-Punkten. Mit einem Wort: Das sind echt viele Zahlen. Viele.

Und so machen wir das…

Zunächst mal haben wir 2 virtuelle Hyper-V Maschinen im Betrieb, beide mit installierter Quellcodeverwaltung und Visual Studio. Auf beiden werden abends Jobs angestoßen, und diese Jobs tun folgendes:

  • Aktuellen Quellcode runterladen
  • Programmversion herstellen (die eine virtuelle Maschine die 32bit Version, die andere die 64bit Version)
  • Aktuelle Testdateien runterladen
  • Für alle Testdateien alle möglichen Ergebnisse berechnen und protokollieren
  • Alle Ergebnisse mit den Referenzergebnissen vergleichen und eventuell aufgetretene Unterschiede protokollieren

Alles was protokolliert wird landet in einer Datenbank (in Azure), und dafür wiederum haben wir eine (interne) Webseite, mit der man sich die Daten ansehen kann. Die liefert zunächst mal eine Übersicht, aus der hervorgeht, welche Version überhaupt gebaut werden konnte, wo Testläufe durchlaufen wurden, und wo Testläufe fehlschlugen:

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Im Fall eines Fehlschlags kann man auf den Testlauf klicken und bekommt eine Übersicht über diesen Testlauf. In dieser Übersicht sieht man dann auch schon, in welchem Bereich der Fehler lag:

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Dort kann man dann wiederum auf den Fehler klicken und bekommt alle Details dazu, was genau nicht geklappt hat:

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Danach kennt man also schon mal die Dokumente, bei denen es ein Problem gab und eine Zusammenfassung des Fehlers. Klickt man nun noch auf die Datei, gibt es auch (zum Teil etwas kryptische) Informationen darüber, welcher Teil der Berechnung genau nicht geklappt hat – und was genau der Fehler war:

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Wenn man nicht ganz so tief in die Details gehen will, dann gibt es natürlich auch etwas höher angeordnete Statistiken, zum Beispiel wie viele Testläufe durchlaufen wurden, und wie lange das gedauert hat. (Wenn sich hier was ändert, dann ist zwar nichts wirklich falsch – aber langsamer werden soll die Sache natürlich auch nicht):

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Insbesondere bei der Zeit sind kleinere Unterschiede aber zu erwarten, das bringt schon allein die Verwendung der virtuellen Maschinen mit sich: Wenn der physische Rechner in dem die sich befinden gerade etwas “interessantes” tut – also zum Beispiel ein automatisches Update einspielt – dann verändert sich die Performance der virtuellen Maschine darin – und darum kommt es zu anderen Laufzeiten. Die sollten aber immer nur gering sein – sonst stimmt mit dem Programm etwas nicht.

Und das ist im großen und ganzen die Methode, mit der wir die Übersicht über unsere Test – und das Verhalten der Baustatik – behalten: Viele, viele, viele Daten – in hübsche Graphiken verpackt. Eigentlich genau so, wie die Baustatik selbst Smiley


Änderungen beim Export nach DXF


Ab dem nächsten Update enthalten die über die Baustatik exportierten DXF-Dateien zusätzliche Daten. Zusätzlich zu den bisherigen Angaben enthalten die exportierten Daten auch angaben über definierte Verlegebereiche: Man erhält die zugehörigen Polygone und eine entsprechende Beschriftung, mit der die Matten bzw. der Rundstahl innerhalb des Bereichs identifiziert werden kann.

So wie die anderen Elemente auch, befinden sich diese Angaben in eigenen Layern und können daher im CAD System ein- bzw. ausgeblendet werden.


Ein “interessanter” Fehler


Bei der Baustatik muss man eigentlich nie irgendwelche Fenster schließen, um zwischenzeitlich einen anderen Vorgang als dem aus dem aktuellen Fenster durchzuführen. Man kann also zum Beispiel neue Knoten anlegen, während man gerade einen Polygonzug definiert, und während man das tut, das Material eines Bauteils ändern.

Das klappt auch gut: In diesem Zusammenhang sehen wir quasi nie irgendwelche Fehlermeldungen. Aber manchmal, ganz selten, eben doch. Und die sind dann so obskur, das es bisweilen ganz schön dauert, bis bei uns der Groschen fällt. Und so einen Fall hatten wir heute im Lastgenerator. Das Problem tritt in der aktuellen Version noch auf, ist aber ab dem nächsten Update raus.

Und produzieren kann man den Fehler so:

  • Man öffnet ein neues Dokument vom Typ “Lastgenerator”
  • Man öffnet das normale Fenster mit den Eigenschaften: Darin ist “Binnenland” ausgewählt
  • Jetzt geht man in die Eigenschaften-Ansicht (also in einer der alternativen Eigenschaften-Darstellungsformen) und wählt dort statt “Binnenland” “Küste und Inseln der Nordsee” aus.
  • Böse Fehlermeldung Smiley

Wenn man die Eigenschaft nur in einem der beiden Fenster anzeigen lässt, tritt das natürlich nicht auf. Und wen man irgend eine andere Eigenschaft ändert, auch nicht…

Wie gesagt: Ab dem nächsten Update tritt das nicht mehr auf.


Einführungsvideo zur Lastweiterleitung


Ich hatte vor kurzem einen kleinen Einführungstext in die Lastweiterleitung veröffentlicht. Im nachhinein hatte ich aber den Eindruck, das das die Sache nicht wirklich “richtig gut” erklärt – man muss einfach einen große Menge Text lesen, um die eigentlich wenigen Arbeitsschritte mitzubekommen.

Darum: Hier das ganze nochmal als kurzes Video. Dauert ca., 10 Minuten und erklärt eigentlich alles, was man wissen muss. – Video zur Lastweiterleitung


Die Lastweiterleitung, das Projekt–und zusätzliche Dateien


Ich hatte heute eine Rückfrage eines Anwenders der Baustatik zur Lastweiterleitung, die ich als Anlass nehmen möchte, ein paar “kleinere” Informationen rund um die Projektverwaltung der Baustatik los zu werden… Smiley

Bei der Frage ging es darum, ob alle an der Lastweiterleitung beteiligten Dokumente im gleichen Ordner liegen müssen: Das sei “unübersichtlich”, weil die Baustatik ja für jede Eingabedatei 3 zusätzliche Dateien anlegen würde. (.jpeg, .memento und .composition.xml)….

Hier vermischen sich allerdings ein paar Dinge…

Zunächst einmal: Damit man die Lastverwaltung verwenden kann, müssen die beteiligten Dateien natürlich NICHT in einem gemeinsamen Ordner sein. Sie müssen aber in einem gemeinsamen Projekt sein – ein Projekt kann aber beliebig viele beliebig tief verschachtelte Unterordner enthalten. Das Projekt wird über die Projekt-Ansicht dargestellt:

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Nicht alle Dateien in einem Ordner müssen zum Projekt gehören: Projektfremde Dateien können in der Projekt-Ansicht ein- und ausgeblendet werden. Das geht per Button: Zum Projekt gehörende Dateien haben ein “buntes” Icon, nicht zugehörige ein “leeres”:

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Dateien können zum Projekt hinzugefügt oder rausgenommen werden. Das geht über einen Rechtsklick auf die Datei in der Projekt-Ansicht:

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Dann gibt es noch da die 3 “zusätzlichen” Dateien, die pro Dokument angelegt werden: Die werden nicht länger angelegt, wenn man die richtige Option einschaltet. Und diese “richtige” Option ist: “Optionen –> Einstellungen –> Allgemeines –> Programmstart –> Eingabedaten im komprimierten Format speichern –> Ja”:

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Sobald diese Option eingeschaltet ist, werden keine neuen “zusätzlichen” Dateien mehr angelegt. Schon vorhandene kann man ungestraft löschen – es kommen dann auch keinen neuen mehr. Diese Option schaltet nicht nur die Erzeugung der zusätzlichen Dateien aus, sondern auch die Versionsverwaltung ein. (Die Versionsverwaltung ist dafür da, damit Sie nicht länger irgendwelche Zwischenversionen manuell speichern müssen – das geht dann automatisch.)

Warum ist diese Option von Haus aus ausgeschaltet? Gut Frage Smiley - Sie ist eigentlich seit einiger Zeit von Haus aus eingeschaltet: Nur auf Rechnern, auf denen die Baustatik schon länger installiert ist, steht die Option auf dem “alten” Wert. Und früher war die Option von Haus aus ausgeschaltet, weil die dahinter liegende Funktion unter Windows XP nicht zur Verfügung stand – und “früher” eine Vielzahl an Kunden noch XP einsetzen. Das ist zum Glück nicht mehr so … und darum ist sie nun per Default “ein” – nur hat das eben keinen Einfluss auf Rechner, wo sie aus historischen Gründen auf “aus” steht.