Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Kein Update zum April

Für die Baustatik wird es zum Anfang April kein monatliches Update geben. Das hat mehrere Gründe, hängt aber im wesentlichen mit einem Wechsel der Werkzeuge bei uns zusammen.

Dafür kann man sich aber fürs nächste Update auf zwei größere Dinge freuen:

  • Es wird gibt (in Teilen) deutlich bessere Performance geben. Dazu schreibe ich später noch etwas ausführlicher und gebe auch ein paar Messdaten für die Geschwindigkeitssteigerungen an,
  • Die Lastweiterleitung ist dann schon deutlich stärker ausgebaut: Auch dazu später ein bisschen was konkreteres.

Die allgemeine Ruhe im Blog rührt auch daher, das wir den Werkzeugwechsel durchführen: Das hat sich als deutlich aufwendiger herausgestellt, als angenommen – hat aber inhaltlich nicht viel fürs Blog zu bieten Smiley

Happy Birthday, Blog !

Heute vor 12 Jahren gab es meinen ersten Blog-Beitrag, und der letzte Geburtstagswunsch war natürlich vor einem Jahr. In diesem letzten Jahr ist viel passiert – auch bei der Anwendung der BaustatikSmiley

Eine große Änderung des letzten Jahres: Lange Zeit nachdem Microsoft Windows XP nicht mehr unterstützte haben auch wir damit aufgehört, weiter für XP zu entwickeln. Für alle, die nicht auf irgendwas modernes wechseln können oder wollen, gibt es noch eine “alte” Version der Baustatik, die unter XP läuft, aber alle neuen Versionen brauchen ein aktuelleres Betriebssystem. Das ist auch bei den Anwendern angekommen – laut unseren Telemetriedaten gibt es – alle Kunden, Studenten, Demos- und Hochschulversionen zusammengenommen – noch insgesamt 8 (!) Rechner, auf denen die Baustatik läuft, und die noch immer Windows XP verwenden. Wäre übrigens echt mal an der Zeit, die upzudaten Smiley

Seit letztem Sommer gibt es Windows 10, und das kommt zur Zeit etwa AUF 25% aller Rechner mit Baustatik zum Einsatz. Tendenz steigend – was wohl auch nicht verwunderlich ist.

In der Baustatik gab es natürlich auch jede Menge Veränderungen und Neuheiten. Nicht zuletzt ist da die Ankunft der ersten “richtigen” Lastweiterleitung mit dabei – und davon kommen im Laufe der nächsten Zeit jede Menge weitere Teile dazu. Man darf auf die nächsten Monate gespannt sein …

Kleine Änderung für den VCMaster-Export

Beim Export von Daten über das BML-Format in den VCMaster gab es bisher bei der Baustatik in einigen Fällen das Problem, das es dazu kommen konnte, das sich Spalten in Tabellen leicht überlappten. Der Grund dafür war der, das der Tabulator nicht richtig gesetzt wurde, und der darum bei einigen Spalten nicht berücksichtigt wurde. Ergebnis: Die Zahlen aus einer vorderen Spalte lappten in die der folgenden Spalte rein.

Ab dem nächsten Update ist das korrigiert: Die Spalten werden dann grundsätzlich rechtsbündig orientiert ausgegeben, und zwar an der richtigen Stelle. Es sollte dann nicht mehr “überlappen”.

Knotenlast oder Faltwerkslaste–das ist die Frage

Bei der Baustatik kann man im Faltwerk und der Platte Einzeleinwirkungen auf 2 Arten aufbringen: Als Knoteneinwirkung oder als Faltwerks-Einzeleinwirkung. In diesem Zusammenhang hatte eine Kunde heute die Frage: Was macht das für einen Unterschied?

Kurze Antwort: Eigentlich keinen, aaaaaaber…

Lange Antwort: Beide Einwirkungen werden letztlich auf Faltwerkselemente aufgebracht und führen, wenn an gleicher Stelle und mit gleicher Größe angegeben, zum gleichen Ergebnis. Je nachdem, wie man die Daten vorliegen hat, kann der eine oder der andere Weg für die Eingabe bequemer sein. Mehr tut sich da nicht…. Abgesehen von einem kleinen Detail: Bei einer Faltwerks-Einzeleinwirkung ist die Ebene, in der die Belastung am Ende wirken soll schon bekannt – es handelt sich um die Ebene, in der sich auch das Faltwerkselement befindet.

Bei einer Knoteneinwirkung ist das nicht so: Das Programm muss da erst die richtige Ebene herausfinden – und das kann, je nach System, extrem aufwendig werden. So aufwendig, das es sich spürbar bei der Rechenzeit bemerkbar macht.

Darum: Wenn es um viele Einwirkungen geht und das irgend möglich ist: Besser die Faltwerks-Einzeleinwirkungen nehmen.

“LICFOLDER” ist kein gültiger Dateiname

Die Installation der Baustatik führen wir – eigentlich wie jeder – mit der Windows-Installer durch. Das ist ein Windows-Dienst, der speziell für die Installation von Software gedacht ist. Der Windows-Installer kümmert sich unter anderem um so Dinge wie das registrieren von Icons und Dateitypen und um das eintragen der installierten Software in der Systemsteuerung.

Aber immer, wenn man solche Dienste verwendet, gibt es damit natürlich auch das ein- oder andere Problem. Beim Windows-Installer ist das die Tatsache, das er im Fehlerfall zwar eine Fehlermeldung von sich gibt, diese Fehlermeldung aber im allgemeinen an Präzision zu wünschen übrig lässt. Der Grund dafür ist klar: Wie viele Programme funktioniert der Installer auf mehreren Ebenen: Ganz “oben” werden die eigentlich abzuarbeitenden Aufgaben abgehandelt, und “darunter” finden die Operationen statt, die diese Aufgabe bedingen.

Will man also eine Datei kopieren, dann ist die “obere” Aufgabe: “Kopiere Datei XYZ von ABC nach DEF”. Darunter finden dann so Dinge statt wie:

  • Eine Überprüfung, ob die Datei XYZ vorhanden ist
  • Ein Test, ob der Zielordner DEF vorhanden ist, oder falls nicht, ob er angelegt werden kann
  • Ein weiterer Test, ob genug Speicherplatz auf dem Laufwerk von DEF ist.
  • etc. pp…

Klappt irgendwas davon nicht, dann gibt es eine Fehlermeldung. Die lautet dann aber nicht “Kein Speicherplatz auf DEF”, sondern “Die Datei XYZ konnte nicht kopiert werden”. Will man den eigentlichen Fehlergrund wissen, muss man in das Logfile des Installationsversuches sehen. Das das so ist (aus Sicht eines Programmierers) verständlich, wenn auch ärgerlich.

Tja, und bei der Baustatik gibt es hin und wieder die Meldung “LICFOLDER ist kein gültiger kurzer Dateiname”. Woher kommt das, und was bedeutet das?

Im Zuge der Installation wird nicht nur das Baustatik-Programm selbst installiert, sondern auch ein paar dazugehörige Dinge. Dazu gehören unter anderem die Lizenzdateien. Diese werden (aus völlig anderen Gründen) ein bisschen “komisch” installiert, und zwar über den Umweg eines temporären Ordners namens LICFOLDER, der sich auf dem zu installierenden Rechner befinden muss. Ist er nicht da, wird er im Wurzelverzeichnis der ersten Festplatte angelegt.

Und genau da kommt die Fehlermeldung her: Der Installer klappert alle Laufwerke ab, und versucht dann im ersten diesen Ordner anzulegen. Dabei kann alles mögliche schiefgehen, und egal was da schiefgeht – es erscheint die angesprochene Meldung. Folgende Gründe habe ich schon bei Kunden entdeckt:

  • Es gibt bereits einen Order LICFOLDER, der ist aber schreibgeschützt
  • Es gibt eine Datei namens LICFOLDER, darum kann kein Ordner mehr angelegt werden
  • Im Rechner befindet sich mindestens eine nicht formatierte Festplatte, die aber als Laufwerk in Windows registriert ist
  • Im Rechner befindet sich ein nicht formatierter USB Stick

Ich habe dafür zur Zeit keinen Zeitplan, aber wir planen auf jeden Fall, dieses Problem grundsätzlich los zu werden. Dazu braucht es aber ein anderes Installationsprogramm… und das ist aufwendiger als man meinen sollte. Darum: Zur Zeit kein Zeitplan. Smiley

Was gerade passiert …

Wir sind gerade dabei unser “komplettes” Toolset umzustellen: Es gibt unter anderem einen neuen Compiler (eigentlich 2), einen neuen Gleichungslöser und einen neuen Netzgenerator. (Die beiden letzten “neuen” sind eigentlich ein Resultat des neuen Compilers..)

Diese Umstellung braucht etwas mehr Zeit, als ich ursprünglich angenommen hatte – darum zieht sich die Sache ein bisschen.

Erste Resultate sind aber schon da, und die sind recht vielversprechend: Ohne “weitere” Maßnahmen sieht es so aus, als würden die Berechnungen deutlich schneller laufen, als zuvor. Zumindest die Testberechnungen brauchen statt bisher etwa 100 Minuten etwas weniger als 70. Ich denke aber, das wir noch ein bisschen mehr umbauen werden, als “nur” den Compiler – und das da auch noch mehr Rechengeschwindigkeit bei rausspringen wird. Ist aber nur so ein Gefühl – genaueres, wenn ich mir etwas sicherer bin Smiley

Monatliches Update ab sofort verfügbar

Das März-Update ist ab sofort im Download-Bereich verfügbar. Die wichtigsten Dinge darin hatte ich ja schon gestern angesprochen, und die vollständige Liste aller Änderungen findet sich wie immer im Update-Protokoll.

Hier noch ein Hinweis auf eine Änderung, die vielen Kunden das Leben vielleicht wirklich leichter machen wird: Seit Version 140 kann man aus der Baustatik ja direkt nach Word im .DOCX Format exportieren. Dazu gibt es entsprechende Befehle an allen Stellen, an denen etwas ausgedruckt werden kann, und auch den passenden Button in der Werkzeugleiste.

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Dabei kann man auch gleich noch viel schönere Formatierungen verwenden, zusätzliche externe Word-Dokumente einbetten und diverse andere neue Dinge tun, nach denen schon öfter gefragt wurde. Darauf bin ich ja schon an anderer Stelle im Blog mehrfach eingegangen.

Bis zum heutigen Update war es dabei so, das Bilder im Ausdruck beim Export nach DOCS grundsätzlich als .JPG Bitmaps mit 75% “Qualität” und 300 DPI Auflösung erzeugt wurden. Das produziert sehr schöne Graphiken die auch beim Ausdruck auf einen Drucker sehr gut aussehen, allerdings sind die Bilder dabei recht groß – und so werden dann auch die DOCS-Dateien in denen diese Bilder landen recht groß. Meiner Ansicht nach ist das zwar Prinzipiell kein Problem, es gab aber Rückfragen von Kunden, die lieber deutlich kleinere Dateien erzeugen würden: Wenn man die nur als Grundlage für PDFs die nur am Bildschirm angeschaut werden sollen verwendet, oder mit etwas weniger hübschen Graphiken beim Ausdruck leben kann, dann ist das ab sofort möglich.

Dazu gibt es zwei neue Einstellungen bei den Optionen. Unter Optionen –> Einstellungen –> Allgemeines kann man nun die Bildauflösung und die Bildqualität einstellen:

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Bei der Bildauflösung kann man entweder 96 oder 300 DPI einstellen. Mit 300 DPI bekommt man ziemlich gute Graphiken beim Ausdruck, allerdings sind die auch recht groß. Mit 96 DPI bekommt man Graphiken, die am Bildschirm prima aussehen (die meisten Bildschirme haben keine höhere Auflösung) und die beim drucken “ganz OK” sind.

Die “Bildqualität” kann man in 6 Stufen zwischen “minimal” und “maximal” einstellen. Je höher die Qualität, um so größer die Datenmenge und damit die Dateigröße. Ich muss ganz klar sagen: Mit “minimaler” Qualität kann man meiner Ansicht nach nur noch eine ungefähre Vorstellung von System erhalten – Schriften sind da nicht mehr zu lesen. Bei “niedriger” Qualität geht das noch, wenn auch die Sache nicht so richtig toll aussieht.

Bei “maximaler” Qualität (und 300 DPI) kommt tatsächlich das beste Ergebnis raus – besser, als die bisherige Ausdruckqualität. Allerdings sind die Bilder dann auch wirklich riesig (deutlich größer als bisher).

Ich empfehle einen Ausdruck mit 2-3 für den Eigenbedarf “typischen” Testgraphiken zu erzeugen und den in allen verwendeten Fällen zu testen (also am Bildschirm in Word, beim Ausdruck mit Word und vieleicht auch nach dem Export aus Word als PDF) und mit diesem Ausdruck dann auszuprobieren, welche Kombination dieser beiden Einstellungen den eigenen Bedürfnissen am nächsten kommt.

Die Default-Einstellung entspricht dem, was die Baustatik erzeugte, bevor es diese Optionen gab.

Die wichtigsten Änderungen im monatlichen Update

Das monatliche Update kommt in kürze. Hier schonmal vorab die wichtigsten darin enthaltenen Dinge:

Vorab: Dieses Update enthält im Wesentlichen Korrekturen für neue Funktionen, die in der letzten Version eingeführt wurden. Dabei geht es in erster Linie um die Beseitigung von Fehlermeldungen. Folgendes sind die wichtigsten davon…

  • Wenn die Tabellen-Ansicht nicht im Hauptfenster angedockt war, konnte durch das umschalten von Dokumenten ungewollt Objekte erzeugt werden.
  • Das Wiederherstellen von Fensterpositionen bei Mehrbildschirm-Systemen mit unterschiedlichen Skalierungen klappt nun besser.
  • Der Projektweite Ausdruck konnte eine Fehlermeldung produzieren, wenn er ein Dokument enthielt, das außerhalb der Baustatik gelöscht worden war.
  • Wenn man Word-Dokumente über die Ausgabesteuerung in den Ausdruck integrierte, aber dann nicht nach Word sondern anderweitig ausgab (Bildschirmvorschau, Druckvorschau…) kam es zu einer Fehlermeldung. Jetzt werden solche Dokumente ignoriert, wenn man nicht nach Word ausgibt.
  • Die Stahlnachweise produzierten eine Fehlermeldung wenn man ein neues Dokument dieses Typs anlegte, ohne das die Option “Standard-Objekte automatisch erzeugen” eingeschaltet war. Wenn man dieses Dokument dann danach weiterverwendete, kam es immer wieder zu Fehlermeldungen. Ab diesem Update ist diese Option von Haus aus eingeschaltet und kann nicht ausgeschaltet werden.