Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Ärgerlich: Windows neu installieren


Mit Windows XP ist die Welt ja so schön geworden: Das System richtet immer automatisch Wiederherstellungspunkte ein sodas man zu früheren Installationszeitpunkten zurückkehren kann, die Hardwareerkennung ist Spitze und der Netzwerksupport macht richtig Spaß. Alles klappt - einfach super. Ganz ehrlich: Ich mag Windows XP. Wirklich.

Nur wäre es eben schön wenn tatsächlich immer alles funktionieren würde. Leider ist das nicht immer so - und die Gründe dafür werden zunehmends schwieriger zu finden. Seit heute konnte ich mich nur noch mit einem bestimmten Account an meinem Hauptrechner anmelden. Die Anmeldung mit anderen Accounts ging zwar noch - nur konnte man keinen Explorer mehr starten: Der Bildschirm blieb einfach leer. Auch dann, als ich versuchte habe das Ding von Hand per Taskmanager zu starten.

Das Beste: Es gibt keinen Logfile-Eintrag, keinen Eintrag im Event-Log: Nichts. Windows denkt also, alles wäre in Ordnung. Ich brauche aber nunmal mehr als einen Account zum arbeiten. Wiederherstellungspunkte habe ich ausprobiert: Geht nicht. :( Bzw.: Geht schon, aber ändert nichts am Problem.

Resultat: Neu installieren - was ich gerade nebenher tue. Verdammt aergerlich: Erst Windows XP, dann Visual Studio, MSDN, Office, Putty, die Vodafone Software für die GPRS Karte, alle RDP-Links zu Server um die ich mich kümmern muss, dann die Backup-Daten: Mail, Adressbuch, Quellcodes, Texte... alles will neu installiert und kopiert werden.

Wird wohl eine lange Nacht heute.

Das einzig gute daran ist, das ich dann wieder einen völlig sauberen Laptop habe - auf dem ich dann auch gleich nochmal versuchen kann das XP SP2 RC2 zu installieren.

Aber eigentlich würde ich lieber die Übergabe der Lastfälle an den Kernel fürs Faltwerk fertig programmieren: So wie ich das sehe kann Microsoft ruhig noch ein bisschen mehr Arbeit in die Systemstabilität stecken - XP ist zwar viel besser als die 9er Spielzeuge, aber es könnte wirklich ein ganzen Stück besser sein.


Programme im Schnellzugriff: Die Schnellstart-Leiste


Vor langer Zeit - etwa 1993 schätze ich - gab es von uns einmal ein kleines Tool mit dem man eine Werkzeugleiste am Bildschirmrand anlegen konnte. Über diese Werkzeugleiste konnte man dann beliebige Programme schnell starten, da jedes Programm einfach über einen Button auf der Werkzeugleiste erreichbar war.

Mit Windows XP, also kaum 10 Jahre später :-), gibts das von Haus aus auch: Die Schnellstartleiste. Die ist dafür da, damit man oft benutzte Programme einfacher starten kann, als über das 'Start' Menü. Die Leiste integriert sich vollständig in den normalen Taskbar, Programme die über die Leiste gestartet werden können, erscheinen dann einfach als Icon im Taskbar. Ich habe da zum Beispiel Notepad, die Command-Shell und ähnliche Programme drin.

So aktivieren Sie die Leiste: Klicken Sie auf den Taskbar, dann auf 'Symbolleisten', dann auf 'Schnellstart'. Das schaltet die Leiste ein - was man an einem neuen Icon neben dem Startmenu erkennt. Das ist das Icon für die Funktion 'Desktop anzeigen' das von Haus aus immer in der Schnellstartleiste enthalten ist.

So fügen Sie neue Programme zur Leiste hinzu: Am einfachsten ist das, wenn Sie das gewünschte Programm im Startmenü anklicken, und dann die Maustaste gedrückt halten. Sie können das Programm-Icon dann einfach in die Schnellstart-Leiste reinziehen. Wenn Sie die Maustaste dann loslassen, haben Sie ein neues Icon in der Leiste. Wenn Sie alle D.I.E. Statikprogramme über die Schnellstartleiste starten möchten, dann können Sie auch einfach den schon einmal angesprochenen D.I.E. Ordner in die Leiste ziehen.


Räumliche Tragwerke: Mehrere Ansichten gleichzeitig


Bei den Tragwerksprogrammen (Xrst, Xest, Xros) sowie beim Plattenprogramm (Xpla) und beim Scheibenprogramm (Xscheibe) können Sie mit beliebig vielen Fenstern gleichzeitig arbeiten. Das macht nicht unbedingt immer viel Sinn, aber beim räumlichen Tragwerk ist das schon durchaus hilfreich. Hier können Sie nämlich die 3d-Ansicht in den Fenstern unterschiedlich wählen (versuchen Sie zum Beispiel mal den Befehl Fenster -> Viersicht) - und dann in allen Fenster ganz so arbeiten, als wäre es nur eines.

Wenn Sie zum Beispiel einen Balken durch Auswahl von Knoten erzeugen, dann können Sie beispielsweise den Startknoten im einen Fenster und den Endknoten in einem anderen auswählen. Das macht die Auswahl besonders im 3D-Bereich einfacher: Ein gegebener Knoten ist ja vielleicht in der X/Z Ebene besser zu sehen, der anderen in der Y/Z Ebene.

Und bei der Gelegenheit: Während Sie Knoten auswählen können Sie auch Zoomen - und zwar ohne die Auswahl abzubrechen. Versuchen Sie einfach einmal auf den Zoom-Button zu klicken - der Cursor ändert sich kurzfristig und Sie können einen anderen Bildschirmauschnitt wählen. Danach geht die Knoten-Auswahl von selbst ganz normal weiter.


Update: Der Update-Feed liegt jetzt woanders...


Die kurze Blogpause der letzten paar Tage erklärt sich ganz einfach: Ich war nicht etwa in Urlaub sondern einfach nur krank.

Zu den Updates: In den letzten Monaten habe ich den Feed für die Updates unserer Baustatik-Programme gepflegt. Das hat nun ein Ende, weil das ab sofort jemand mit mehr Kompetenz in der Sache tut: Der Update-Feed liegt ab sofort im Blog meines Bruders.


Warum sollte man XP SP2 installieren?


Ich reite ja schon seit einer ganzen Weile auf dem Windows XP Service Pack 2 rum, das hoffentlich bald auch in einer endgültigen Version zu haben sein wird. Hier der Grund, weshalb ich jedermann empfehle selbiges zu installieren...

 

Eigentlich gibt es eine ganze Menge an Gründen – der Hauptgrund ist aber eine verbesserte Sicherheit für vernetzte PCs.

 

Wer sich nun sagt: Ich habe ja kein XP, sondern 95, ME oder 98 – das betrifft mich also nicht, der irrt. Wer eines dieser Systeme verwendet, der sollte diese Spielzeuge schleunigst durch ein richtiges Betriebssystem ersetzen. Und zwar entweder durch Windows 2003 Server (meiner Ansicht nach das momentan sicherste Server-System das man haben kann, aber eben auch ein prima System für einen Desktop-Rechner. Ja genau: Man kann das problemlos als Desktop-System benutzen. Ich verwende den 2003 Server momentan auf meinen 'alten' Laptop.), oder durch Windows XP mit einem möglichst zügigem Update auf Service Pack2.

 

Was ist nun also drin im SP2?

 

Zunächst einmal wurde das komplette System mit einer neuen Funktion des C++ Compilers übersetzt. Das Resultat davon ist, das alle Programme in XP mit einem deutlich besserem Schutz gegen sogenannte Buffer-Overflow Angriffe ausgestattet wurden. An der Funktionsweise der Programme ändert sich dadurch nichts – Angreifer haben es aber schwerer eine bestimmte Klasse von Sicherheitslöchern auszunutzen.

 

Dann gibt es eine deutlich verbesserte Firewall; die ist nun so flexibel, das man sie auch sinnvoll auf einem Rechner im LAN einsetzen kann – und das sollte man auch tun. Auch die Firewall hilft nicht gegen alle Arten von Angriffen, aber eine Menge der letztlich kursierenden Angriffe hat bereits die alte Firewall von XP auf Rechner bei denen sie aktiviert war abgehalten: Mit der neuen verbessert sich die Lage hier dramatisch.

 

Auch im Zusammenhang mit heruntergeladenen Dateien gibt es deutliche Verbesserungen: Hier gibt es weitreichende Warnhinweise die auch erhalten bleiben. Lädt man also heute eine Datei herunter, vergisst die Sache, und will die Datei dann irgendwann später einmal ausführen, so erhält man einen Warnhinweis das es sich um eine Datei aus dem Internet handelt. Das ist auch unter anderem ein Schutz dagegen, sich mit dem selben Virus zweimal zu infizieren...

 

Auch im Browser hat sich an der Sicherheitsfront einiges getan: abgesehen davon das man Pop-Ups nun blockieren kann (keine Popups mehr... :-) ) kann man vor allem auch zum ersten Mal sehen, was für Browser Erweiterungen installiert sind – bzw. sich installiert haben. Das ist bisher für Normalsterbliche praktisch nicht möglich: Hat man sich was eingefangen, wird man das Ding nicht mehr los, es sei dann man verwendet Hilfs-Software aus anderen Quellen. Ebenso kann man die nervigen Dialoge der Marke ‚Wollen Sie dieses Active-X Kontrollelement installieren’ loswerden: Auch Wunsch fragt der Browser pro Element nur noch genau einmal – und danach nie wieder.

 

Ich könnte hier vermutlich noch seitenweise mit dem Aufzählen von Verbesserungen im XP2 weitermachen – aber die für mich wichtigsten Dinge sind genannt: Wenn Sie kein XP einsetzen – satteln Sie um (und zwar auf die ‚Professional’ und nicht auf die ‚Home’ Version), und wenn Sie XP bereits haben: Testen Sie den Release Kandidaten oder installieren Sie das SP2 zumindest dann, wenn die fertige Version zu haben ist!


Windows XP SP2 RC2 - ging leider nicht so wie erhofft


Ich habe heute das Windows XP SP2 RC2 (also den zweiten Release-Kadidaten vom Service Pack 2 für Windows XP ) ausprobiert. Auf dem ersten Testrechner machte das nicht das geringste Problem.

Auf dem zweiten war die Sache hingegen hakelig: Die Installation lief zwar problemlos durch, aber nach dem Neustart des Rechners war Windows mehr oder weniger unbrauchbar geworden: Jeder Mausklick führte zu einer Wartezeit im Minutenbereich.

Das hängt sicherlich mit irgendeiner sehr merkwürdigen Konfiguration meines Laptops zusammen - nur woran es nun wirklich liegt habe ich nicht herausbekommen. (Aber natürlich eine entsprechende Fehlermeldung weitergegeben.)

Das SP2 ist aber wichtig - und das auch für 'ganz normale' Anwender. Darum ist es auch wichtig, das auch Sie das ausprobieren: Wenns irgend geht - installieren Sie das RC2 zumindest auf einem Testrechner - und melden Sie Fehler und Probleme, so die auftauchen. (Dazu gibts nach der Installation ein Icon auf dem Desktop.) sie finden das SP2 RC2 hier.

Wenn bei Ihnen das gleiche passiert wie bei mir und praktisch nichts mehr geht, dann können Sie das SP2 wie folgt deinstallieren:

  • Starten Sie den Task-Manager mit Ctrl+Alt+Delete
  • Im Menü 'Datei' finden Sie bei dem den Befehl 'Neuer Task'
  • Der öffnet eine Dialogbox in der der Pfad zu einem Programm angegeben werden kann.
  • Da geben Sie den Pfad C:\WINDOWS\system32\appwiz.cpl an. (Bzw. den Pfad zum Verzeichnis /System32 unterhalb Ihrer Windows-Installation. Was Sie brauchen ist die Datei appwiz.cpl)
  • Das starten Sie dann: Es öffnet sich dann das Applet 'Software', das Sie sonst wohl aus der Systemsteuerung kennen.
  • Da schalten Sie oben die Option 'Updates anzeigen' an.
  • Dann finden Sie in der Liste der Programm das SP2 - und können es von dort aus deinstallieren...

Monad: die neue Shell in Longhorn


Großartig: Die neue Shell in Longhorn namens Monad. Es gibt nun ein Video bei MSDN dazu - ich empfehle den Teil 'Enter the Programmer' in der Show.


Kurztipp: Webseiten merken


Wirklich in Kürze: Oft möchte man (sprich: ich :-) ) die Adresse einer bestimmten Webseite kurzfristig aufbewahren - aber weil es so kurzfristig ist, eben nicht in den Favoriten. Das geht mit dem Internet Explorer ganz einfach: Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Icon neben der URL in der Adressleiste und halten Sie die Maustaste gedrückt. Sie können das Icon dann einfach irgendwo auf den Desktop ziehen: Dort wird dann ein Link angelegt den man anklicken kann - und der einen zur 'gemerkten' Webseite zurück bringt.


Zur Namensvergabe bei der Platten- und Tragwerksberechnung


Ich habe heute nochmals daran gearbeitet, wie im Faltwerksprogramm die Objektenamen vergeben werden - und dabei ist mir aufgefallen das das ganz ähnlich ist wie beim FEM Plattenprogramm Xpla und beim Tragwerksprogramm Xrst.

Die Objektnamen um die es dabei geht sind die Name die für Balken, Plattenelement und die anderen Objekte (Lager, Materialien) vergeben werden. Knoten haben Beispielsweise oft Namen wie 'K1', 'K2', 'K3' usw., Balken entsprechend 'B1', 'B2', 'B3' und so weiter.

Dabei ist es so, das die Zahl nach dem Buchstaben automatisch hochgezählt wird.

Nun will man manchmal Objekte zusammenfassen - und dafür 'logisch zusammen passende' Namen vergeben. So könnte man zum Beispiel alle Knoten aus dem Erdgeschoss auch 'E1' bis 'Exxx' nennen, die im Keller hingegen 'K1' bis 'Kxx' und die im Dach vielleicht 'D1' bis 'Dxxx'. Außerdem will man die Zahlen innerhalb der Namen vielleicht gruppieren: Also einem Stockwerk die Nummern von 100 bis 199, dem zweiten Stockwerk die von 200 bis 299 und so weiter geben.

Das kann man ganz einfach machen, weil die Namensvergabe immer auf Basis des letzten Namens arbeitet. Wenn Sie einen Knoten anlegen und den einfach 'D100' nennen, dann wird der nächste ganz von selbst 'D101' genannt: Man braucht nicht erst 100 Knoten anzulegen!

Das gleiche gilt für den Teil des Names der aus Buchstaben besteht: Der wird beim nächsten Objekte ebenfalls einfach automatisch übernommen.