Thomas Wölfers Baustatik-Blog

So kopieren Sie eine komplette Position in der Baustatik


Bei mir traf kürzlich eine Frage eines Kunden ein, die zwar an verschiedenen Stellen in unterschiedlicher Vollständigkeit beantwortet ist, für die wir aber nie eine komplette und zusammenhängende Beschreibung veröffentlicht haben. Das möchte ich hier mal nachholen. Und darum geht es:

Ist es eigentlich möglich, ganze Positionen (Dokumente) zu kopieren / duplizieren? (Um eine Positionen mit verschiedenen Lastansätzen zu untersuchen, oder verschiedene Anpassungen vorzunehmen, ohne dabei die Originaldatei zu verändern).

Kompakte Antwort

Die kurze Antwort lautet: Ja, das geht. Smile

Ausführliche Antwort

Es gibt da verschiedene Möglichkeiten…

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Erstens

Die Projekt-Ansicht, also da, wo Sie die Dokumente des Projektes sehen können, ist einfach nur eine Darstellung Ihrer Dateien auf der Festplatte. Sie können also die gewünschte Datei einfach mit dem Windows Explorer kopieren. Die Kopie taucht dann von selbst in der Projekt-Ansicht auf, zunächst mit dem „weißen“ Icon das symbolisiert „gehört nicht zum Projekt“. Wenn Sie dann mit der rechten Maustaste draufklicken und „Zum Projekt hinzufügen“ auswählen, bekommt die neue Datei auch das farbige Icon.

Zweitens

Oder: Sie öffnen die gewünschte Position in der Baustatik und verwenden dann den Befehl „Datei -> speichern unter“. Da können Sie einen neuen Namen angeben. Danach haben Sie 2 Dateien im Projekt: Das Original mit dem Original-Namen und die Kopie mit dem neuen Namen.

Drittens

Sie können auch die in die Baustatik eingebaute Versionsverwaltung verwenden. Einmal unter „Datei -> Versionskontrolle -> Version mit Kommentar speichern“ eine Kopie vom Zustand (A) anlegen und dann einfach so ändern, damit der Zustand erreicht wird, den Sie ausprobieren wollen. Danach können Sie jederzeit per „Datei –> Versionskontrolle -> Alte Version laden“ den alten Zustand wieder herstellen. (Im Prinzip mit Undo, nur dauerhaft und ohne die Zwischenschritte.)


Brauchbare Videoqualität, wenn Sie OBS mit Teams oder Zoom verwenden


Grundsätzlich klappt OBS und Teams ganz gut zusammen: Ähnlich wie bei Zoom und OBS ist die Qualität des Bildes brauchbar bis gut, so lange Sie nur Ihren Kopf mit irgend einem Hintergrund einblenden, oder eine Präsentation mit Powerpoint machen.

So in etwa sieht das aus und ist OK:

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Sobald man aber über den Bildschirm selbst präsentieren will, wird die Sache problematisch: Die Videoqualität wird sehr sehr schlecht. So schlecht, das die Zuseher nichts mehr lesen können. Wenn Sie laufende Software auf einem Bildschirm in HD zeigen wollen – Fehlanzeige.

Sowohl bei Zoom als auch beim Teams ist zwar was zu sehen, aber nichts zu erkennen.

Zoom

Bei Zoom ist die Lösung die: Man darf die virtuelle Kamera von OBS nicht direkt als Webcam auswählen. Wenn man das tut, dann reduziert Zoom die weitergegebene Auflösung und zwar egal, in welcher Auflösung der Stream in OBS produziert wird. Resultat: Bild unbrauchbar.

Es gibt in Zoom bei der Freigabe auch eine “Erweiterte” Freigabe, und da kann man als Quelle eine “Zweite Kamera” angeben. Wenn man das tut und als zweite Kamera dann die virtuelle Kamera von OBS angibt, dann bekommt man ein gutes Bild, denn die 2. Kamera wird von Zoom offenbar (zumindest zur Zeit) nicht runtergerechnet.

Teams

Bei Teams gibt es genau das gleiche Problem mit der runtergerechneten Auflösung, das die Sache unbrauchbar macht. Man kann aber, anders als bei Zoom, keine “2. Kamera” angeben. Egal was man tut – zumindest egal, was ich ausprobiert habe: Die Auflösung wird immer massiv runtergeschraubt und das resultierende Bild ist nicht brauchbar. Zumindest, wenn man den Desktop-Client von Teams verwendet. Ich halte das zwar für ein “Feature”, aber es macht die Sache trotzdem praktisch unbrauchbar. (Die Auflösung wird nicht nur dann runtergerechnet, wenn man OBS verwendet. Das passiert auch, wenn auch ein bisschen anders, bei der Freigabe eines kompletten Desktops der in HD läuft.). Man kann hier seine Meinung bei Uservoice dazu loslassen und auch an der Abstimmung teilnehmen, die die Beseitigung dieses Bugs fordert.

Aber: Es gibt (zumindest zur Zeit) auch dafür eine Lösung: Man muss den Web-Client statt des Desktop-Clients verwenden. Also, als Präsentator. Was die Zuschauer verwenden ist egal. Verwendet man aber als Präsentator den Web-Client, gibt es das Problem mit der kaputten Auflösung nicht. Das Bild ist zwar nicht optimal, aber gut genug.

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Mai-Update ab sofort verfügbar


Das monatliche Update ist ab sofort verfügbar und wird über automatische Updates bereits verteilt. Alle Details zum Update finden Sie wie immer im Update-Protokoll. Hier die wichtigsten Neuerungen in Kürze.




Einführungskurse in die Baustatik


Ab sofort bieten wir einstündige kostenlose Online-Einführungskurse in die Baustatik an. Diese Einführungskurse sind so ausgelegt, das Sie danach in der Lage sind, erste eigene Projekte mit der Baustatik zu bearbeiten und sich weitere Funktionen des Programms zu erschließen.

Durchführung

Die Webinare werden in kleinen Gruppen abgehalten: Fragen sind daher direkt während der Veranstaltung möglich. Ihre Fragen können Sie per Mikrophone oder Textchat stellen, zur Teilnahme benötigen Sie mindestens einen aktuellen Webbrowser – besser ist eine installierte Version von Microsoft Teams (gibt es kostenlos hier). Damit Sie den Vortrag hören können benötigen Sie am Computer Lautsprecher oder Kopfhörer.

Termine

Die kommenden Termine für unsere Einführungskurse finden Sie hier. Wenn Sie gern an einem Einführungskurs teilnehmen werden, aber die von uns angebotenen Termine einfach nicht passen wollen: Bitte kurz bei mir melden – ich denke, wir können da auch was anderes arrangieren.

Aufzeichnung

Die Aufzeichnung einer solchen Einführung können Sie jederzeit und ganz nach Ihrem Zeitplan ansehen:



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Webinar-Aufzeichnung 'Räumliches Arbeiten' jetzt verfügbar


In dieser Aufzeichnung meines Webinars zum Thema 'Räumliches Arbeiten mit der Baustatik' erfahren Sie unter anderem, wie Sie mit den folgenden Funktionen umgehen und was Sie damit erreichen können:

- Geometriefunktionen im Raum
- Anzeigefilter und Navigationspunkte
- Parallelprojektion und Echt-Ansicht
- Mixed Reality

webinar-18Video abspielen


Darstellungseigenschaften: Ab jetzt dokumentspezifisch


Seit dem letzten Update sind die Darstellungseigenschaften dokumentspezifisch. So stand es im Update-Protokoll. Aber was bedeutet das und welche Konsequenzen hat das?

Die Darstellungseigenschaften

Sie können bei der Baustatik sehr viele Optionen einstellen, die die Darstellung der verschiedenen graphisch dargestellten Objekte beeinflussen. Dazu gehört die Farbe, die Symbolgröße, welche Objekteigenschaften beschriftet werden, die Sichtbarkeit an sich und viele weitere Dinge. Diese Sammlung an Eigenschaften werden Darstellungseigenschaften genannt. Im einfachasten Fall ändern Sie diese Eigenschaften über den Dialog ‘Optionen –> Einstellungen’.

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Eine Untermenge der Darstellungseigenschaften und zwar diejenigen, die die Sichtbarkeit der Elemente betreffen, können Sie in der Sichtbarkeits-Ansicht einstellten.

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Unabhängig davon gibt es 2 Ebenen, auf denen diese Parameter eingestellt werden können. Das geht zum einen global (“Alle Knoten grün”), zum anderen nur für ausgewählte Objekte (“Die Knoten unterhalb von 2.80 [m] blau”).

Diese Art der Einstellung ist in der Baustatik quasi schon immer möglich gewesen.

Die Änderung rückgängig machen

Die Änderung behandelt nun die Art und Weise, wie “globale” Einstellungen behandelt werden. Bevor ich darauf weiter eingehe: Sie können das “alte” Verhalten wieder herstellen, indem Sie diese Option verwenden. (Lassen Sie es besser bleiben, die neue Art ist deutlich besser.)

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Was nun anders ist

Bisher war es so, das die globalen Einstellungen tatsächlich global über alles funktionierten. Wenn Sie beispielsweise in einem Dokument die Sichtbarkeit von Stäben ausgeschaltet hatten – zum Beispiel, weil Sie sich nur Einzellager ansehen wollten – und dann ein neues Dokument geladen und angezeigt hatten, dann waren auch dort die Stäbe unsichtbar. Weil, globale Einstellung, ist eigentlich klar. Nur ist es das eben nicht, wenn zwischen dem ersten und dem 2. Vorgang der Feierabend oder das Wochenende lag – natürlich konnte man sich dann nicht mehr dran erinnern und “plötzlich” waren die Stäbe “weg”.

Das funktioniert jetzt anders. Die “globalen” Einstellungen, also die, die nicht an Darstellungsobjekten hängen, sind ab sofort nur noch innerhalb eines Dokumentes gültig. Das bedeutet: Wenn Sie in einem Dokument die Stäbe unsichtbar machen und dann in ein zweites Dokument wechseln, dann sind die Stäbe wieder sichtbar. Wechseln Sie zurück ins erste Dokument, sind die Stäbe wieder unsichtbar.

Eigentlich einleuchtend, mit ein paar wichtigen Konsequenzen:

  • Es gibt nun nicht mehr nur die “Standard”-Einstellungen, sondern “Standard”-Einstellungen und “Werkseinstellungen”. Standard-Einstellungen sind die Einstellungen, die Sie selbst vorgenommen haben und “Als Standard” gespeichert haben. Wenn Sie also zum Beispiel die Beschriftung von Knoten mit Ihrem Namen ausschalten und das “Als Standard” speichern, dann werden Knoten in zukünftigen Dokumenten eben initial nicht mehr beschriftet.  “Werkseinstellungen” sind die Einstellungen, die wir ausliefern.
  • Das bedeutet auch, Sie können Ihre Einstellungen nun entweder zum “Standard” zurücksetzen oder auf die Werkseinstellungen. Diese beiden Punkte machen sich in leicht verändertn Buttons auf dem Dialog “Einstellungen” bemerkbar.
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  • Ähnlich (eigentlich genauso) verhält es sich mit den Buttons in der Sichtbarkeits-Ansicht:
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