Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Happy Birthday, Blog …


Kaum zu glauben: Mein Blog wird heute 10. In den letzten 10 Jahren habe ich einige tausend Postings verfasst und veröffentlicht – hoffentlich viele davon, die bei der Arbeit mit unserer Software (oder auch mit Windows im allgemeinen) weitergeholfen haben.

Und ich hatte eigentlich nicht vor, demnächst mit dem bloggen aufzuhören… Smiley


20 Jahre D.I.E. Software


imageWir haben es ein bisschen verschlafen – aber dieses Jahr im September war der 20. Geburtstag von D.I.E.. (Die Firma gab es unter Beteiligung vieler heute noch hier tätiger schon vorher – aber unter anderem Namen.)

Trotzdem: Jetzt ist halt Geburtstag Smiley

In den 20 Jahre ist viel passiert: 1993 war MS-DOS noch das Betriebssystem der Wahl in den meisten Bauingenieurbüros: Windows gab es zwar schon, aber Statiksoftware dafür eher nicht. Wir haben damals MS-DOS Programm im “Look” von Windows gebaut – die Programm hatten einen textuellen und einen graphischen Teil. Der zuvor eher “CAD-ähnlich” aussehende graphische Teil mit einem Seitenmenü rechts würde Schritt für Schritt in eine graphische Oberfläche mit Mausbedienung, Menü am oberen Rand und Dialog-Fenstern überführt: Sah zwar aus wie “Windows”, war es aber nicht.

Erst 1995 gab es das erste “richtige” Windows-Programm: Das war dann auch schon 32bittig und erforderte Windows 95 zum Betrieb. Als erstes gab es damals die “Platte”, also das alte “XPLA”. Das hat heute noch “Fans” – die aber im Laufe der letzten Jahre immer weniger werden und statt dessen auf die Platte in der Baustatik setzen.

Um das Jahr 2000 etwa war auch so langsam Schluss mit den MS DOS-Programmen, und die Windows-Versionen der XFEMily-Programme wurden immer mehr “angenommen”. (Der Umstieg ist halt immer schwer – und dauert darum auch immer einige Jahre, wie wir gerade auch an der Baustatik erkennen.)

Zu diesem Zeitpunkt war die “nächste” Generation aber schon in Arbeit, denn 1999 haben wir den Grundstock für die “Baustatik” gelegt. Die erste frei verfügbare Version davon gab es dann am 7.5.2007 – also nach etwa 7 Jahren Entwicklungszeit.

Und auch heute ist die Baustatik noch die aktuelle Software bei D.I.E.: Natürlich reichlich viel umfangreicher als zu Anfang – und weiter im wachsen. Auch hier war der Umstieg für einige Kunden und Anwender ein “langsamer” – erst vor wenigen Monaten hat die Nutzung der Baustatik die der alten XFEMily Programme überholt – wächst dafür aber zur Zeit um so schneller.

1993 – kaum zu glauben: Damals wurde Clinton Präsident der USA, Deutschland bekam Postleitzahlen mit 5 Stellen und in Russland gab es die ersten freien Wahlen. GSM-Mobiltelefone waren gerade ein Jahr alt und eher Ziegelsteinartig – und praktisch niemand hatte einen Internetzugang, schon gar keinen privaten.

Mein Dank geht an alle aktuellen und ehemaligen Kollegen, sowie natürlich an alle Kunden und Anwender – ohne die es uns nicht geben würde, und die uns auch in schwereren Zeiten die Treue gehalten haben. Vielen, vielen, vielen Dank!.

Ich freue mich schon auf die nächsten 20. Smiley


Geschichten aus dem User-Alltag


Diesmal: Von Herr Schütze

Heute habe ich mehrere Holz-Pfetten mit dem Durchlaufträger  gerechnet. Dabei fiel mir im Momentenverlauf ein unschöner Knick auf, ausserdem war das Deseign-Moment ( gamma-fach)

kleiner als das charkteristische Moment ( ohne Sicherheitsbeiwerte).

Erste Reaktion: Unsinn!

Bevor ich zum Hörer griff bin ich der Sache jedoch nochmal auf den Grund gegangen und habe den Träger mit dem Rahmenprogramm gerechnet. Dort die gleichen komischen Ergebnisse.

Eine Blick auf die Einzellastfälle ( Feld 3)ergab folgendes:

Mg = 6,42 kNm, Ms= 1,69 kNm, Mw= 1,93 kNm.  max M = 10,04 kNm.

Mit den Teilsicherheitbeiwerten:

maxMd= 1,35*6,42 +0,5*1,5*1,69 +1,5*1,93 = 12,84 kNm.

sigma,d = 1284/756 = 1,70 kN/cm²  > 0,9*2,4/1,3= 1,66;  eta =1,02.

Soweit das Ergebnis das ich erwartet hätte.

Betrachtet man jetzt nur den Lastfall Eigengewicht:

Mg,d= 1,35*6,42 =1,15 KNm.

sigma,g,d = 115/756 = 1,15 kN/cm² > 0,6*2,4/1,3= 1,11; eta= 1,03 !

Der LF Eigengewicht ist somit trotz kleinerem Moment maßgebend, weil kmod,g mit 0,6 durchschlägt.

Richtig gerechnet baustatik. bravo.

Die Darstellung (Momentenverlauf) erscheint mir allerdings unglücklich.

Nebenbei: Nach alter Norm 1052 ergibt sich an o.g. Stelle eine Überschreitung von 33% !

( Ob die 115 Jahre alte Pfette "weiß" was da mit ihr geschieht? )

Nebenbei: Ich bin "Opfer" meiner eigenen "Reklamation" geworden.

Vor einiger Zeit hatte ich darauf hingewiesen, dass der LF G infolge von kmod maßgebend sein könnte .

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Profi-Hacker am Werke


Auf unserer Webseite gibt es eine Suchfunktion und jedes mal wenn etwas gesucht wird, bekomme ich eine Mail in einem spezielle Mail-Ordner – das ist dafür da, damit ich überprüfen kann, ob die Suchresultate einigermaßen brauchbar sein. (Außerdem erfahre ich dadurch, zu welchen Themen wir vielleicht noch ein bisschen mehr Informationen liefern sollten.)

Nun ist so ein Feld, bei dem man “von außen” Inhalte des Servers untersuchen kann natürlich ein prima Angriffspunkt für Menschen, die gern in den Server einbrechen möchten. Vielleicht liefert die Suche ja Inhalte, die über die normale Webseite nicht erreichbar sind (Hinweis: Tut sie nicht), oder man kann einen Fehler im Suchprogramm verwenden um eigenen Code in den Server einzuschleusen (Hinweis: Geht auch nicht).

Oder man macht es wie dieser Mensch hier:

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… man schaut, ob man nicht direkt über das Dateisystem an die Password-Datei gelangen kann.

Es mag falsch konfigurierte Systeme geben, wo so was geht. Das sind aber mit Sicherheit Linux-Systeme, denn die “passwd” gibt es unter Windows gar nicht. Smiley

Ein etwas professionellerer “Hacker” hätte natürlich mit nur einem Blick in den Header der gelieferten Seiten sehen können, das wir gar keinen Linux-Server einsetzen, sondern einen Windows-Server.

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… aber was weiss ich schon über “Hacker” Smiley




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