Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Blogpause


Bin dann mal weg … -  nach dem Urlaub geht es dann weiter Smiley


Geschichten aus dem User-Alltag


(Weil heute Feiertag ist, hier eine Art ‘Unterhaltung fürs Wochende’)…

Von: Thomas Schütze, Ing.-Büro für Tragwerksplanung Erber.

Geschichten aus dem User-Alltag:

Diese Woche habe ich einen Tiefgaragenunterzug, den die Kollegin mit XDUR gerechnet hatte nochmal mit Baustatik nachgerechnet.     

Grund für die erneute Berechnung war die Tatsache, dass die Planung eine Ausführung ohne Fuge zwischen Platte und Steg vorsah, tatsächlich aber mit Arbeitsfuge betoniert worden war.

Von Interesse war also die erforderliche Fugen-Verbundbewehrung am Auflager, die sowohl mit XDUR als auch mit Baustatik berechnet werden kann.

Bei guter Übereinstimmung der Rechenergebnisse beider Programme gab es nun genau bei dem gesuchten  Wert Differenzen:

XDUR rechnete mit der Querkraft im Abstand von d vom Auflagerrand wie beim Schubnachweis,
Baustatik mit einem Wert näher am Auflager, der somit größer ist  und mehr Bewehrung ergibt.

Da ich weder in der Hilfe, noch in der DIN, noch in der mir vorliegenden Literatur einen Hinweis fand was denn nun richtig ist, begab ich mich auf die Suche und wurde fündig:

http://www.diestatiker.de/forum/4-statik-tragwerksplanung/48581-schubkraftuebertragung.html                                   
siehe Bild im Download 
( Quelle:  www.xlstatik.de )

Baustatik hat also recht und rechnet richtig. Bravo.

Gesund gerechnet habe ich den Balken dann mit dem möglichen Einschneiden der Schubkraftdeckungslinie nach Bild 35 der DIN 1045


Testing, testing, testing …


In den letzten Tagen gab es doch ein wenig “wenig” Neues im Blog, und das in erster Linie, weil ich ein wenige eingespannt war: Es gibt eine neue Version eines unseres Inhouse-Tools, und zwar von dem, mit dem wir die nächtlichen Tests durchführen.

Jede Nacht findet hier auf zwei Rechner (einmal 32bit, einmal 64bit) folgendes Prozedere (das “Build”) statt:

- Der “Build”-Ordner von “gestern” wird gelöscht
- Der aktuelle Quellcode der Baustatik wird vom Revision-Control Server abgeholt
- Auf Basis der Quellcodes wird eine “tagesaktuelle” Version der Baustatik hergestellt
- Die Testfälle (zur Zeit etwas über 3000) werden vom Revision-Control Server abgeholt
- Die Baustatik wird auf die circa. 3000 Dateien losgelassen und berechnet jedes daraus mögliche Ergebnis
- Diese Ergebnisse werden mit zuvor berechneten Ergebnissen verglichen, damit wir schnell mögliche eingeführte Fehler erkennen können.
- Und für das alles gibt es dann noch ein Reporting

Das bisherige System hatte schon einige Jahre auf dem Buckel und war immer wieder mehr schlecht als recht erweitert worden: Angefangen hatte das auf einem Rechner mit einer handvoll Testdaten – und das jahrelange erweitern hatte die Sache nicht wirklich übersichtlicher gemacht.

Jetzt gibt es eine neue Version davon, und die ist (zwar noch nicht ganz fertig aber) deutlich übersichtlicher, und was auch wichtig ist, deutlich performanter was das Reporting angeht.

Die Startseite der Reports sieht dann so aus: Hier kann man aus allen bisherigen Testläufen den gewünschten (meist den von gestern) auswählen. Testläufe mit einem gelben Symbol hatten “Warnungen”, solche mit einem roten “Fehler” – und solche mit einem grünen sind OK. (Wie man sieht: Es ist wirklich noch nicht ganz “fertig” Smiley )

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Klickt man auf einen der Durchläufe, gibt es eine Übersicht, was alles getestet wurde, und wo Fehler, Warnungen, etc. aufgetreten sind. Dabei sind die Tests nach “Dokument” sortiert:

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Hier kann man dann auf einzelne Fehler oder Warnungen klicken, um sich selbige anzeigen zu lassen. Außerdem gibt es auch eine Verlaufsprotokoll, aus dem der Speicher- und er Handle-Bedarf ablesbar ist:

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Diese Kurven sind meist nicht besonders aufregend: Das sollen sie aber auch nicht sein – denn wenn die nicht “einfach so” horizontal verlaufen, dann geht irgendwo Speicher verloren, und das soll ja nicht passieren Smiley

Das ganze ist eigentlich noch deutlich aufwendiger, als diese paar Bilder darstellen können – es werden auch noch eMails mit anderen Übersichten verschickt, die Baustatik muss alles in einen Datenbankserver protokollieren, der natürlich auch “da” sein muss, etc. etc. – aber im großen und ganzen gibt das einen ganz guten Einblick darein, wie wir sicherstellen, das Änderungen und Erweiterungen an der Software nicht dazu führen, das die Ergebnisse plötzlich “anders” (sprich: falsch) werden.


Fehler, schwer zu finden


Wir hatten in der letzten Woche eine Fehlermeldung eines Kunden, die uns regelrecht verblüffte: Die Baustatik versuchte eine Berechnung durchzuführen, bei der eine Last beteiligt war, die sich gar nicht im zu berechnenden Dokument befand.

Das sollte eigentlich unmöglich sein – und das ist es auch in der Tat, denn das führt zum Abbruch der Berechnung und einer Fehlermeldung (der Sorte “Ein unerwarteter Fehler ist eingetreten”): Man erhält also zumindest keine falschen Berechnungsergebnisse. Stören tut das aber natürlich auch – es stellte sich die Frage: Wie zum Teufel kann so ein Zustand eigentlich eintreten?

Dankbarerweise hatten wir auch Fehlermeldungsdaten zur Fehlermeldung- und machten uns auf die Suche nach dem eigentlichen Grund. Der war dann nach einigen Stunden auch gefunden – und wird gerade von uns beseitigt: Tritt ab dem nächsten Update nicht mehr auf.

Die notwendige “Konfiguration” dafür ist allerding ein wenig “kurios”. Folgendes muss dabei in der “richtigen” Reihenfolge auftreten, um das Fehlverhalten zu produzieren…. (Nichts von dem was man tun muss ist “ungewöhnlich” oder “nicht unterstützt” – alle Vorgänge sollten völlig problemlos durchführbar sein: Nur führen sie eben in diesem Fall zu einem Fehler.)

Zunächst mal braucht man ein Dokument, in das man Durchstanzsnachweis-Objekte einfügen kann. (Also eine Platte oder ein Faltwerk). Dann öffnet man das Fenster für die Eigenschaften des Nachweises: Das führt dazu, das zunächst mal die Berechnung durchgeführt wird. Klappt das nicht, bekommt das Programm dies mit und man kann zwar noch an den Parametern für den Nachweis ändern, nur wirklich durchführen kann man ihn nicht.

Klappt das aber, dann bekommt man unter anderem eine Graphik für den Nachweis zu sehen, und die möglichen Bemessungsgruppen sind auch passen farblich markiert.

Jetzt lässt man das Fenster geöffnet (ganz normal in der Baustatik: Man muss eigentlich nie irgend ein Fenster schließen, nur um irgendwo eine Änderung durchzuführen), und löscht einen Lastfall. Wichtig: Der Lastfall muss eine Faltwerkselement-Flächeneinwirkung enthalten.

Das ist weiter kein Problem: Das Programm verwirft dann die Ergebnisse, und wen man das nächste Mal welche benötigt, dann werden die eben neu ermittelt.

Das merkt auch das Fenster für den Durchstanznachweis: Was es allerdings weiterhin glaubt ist, das das Dokument noch in einem gültigen Zustand ist. Das ist es aber nicht – denn es gibt ja mindestens eine Last ohne Lastfall.

Startet man nun die Berechnung über die Eigenschaften des Nachweises, dann wird versucht die Graphik des Nachweises neu anzuzeigen, und dazu muss eine Berechnung gestartet werden. Das Nachweis-Fenster hat aber seine Daten über das Dokument noch nicht verworfen, und verwendet diese fröhlich weiter, ohne zu überprüfen, ob das Dokument in Ordnung ist.

Das ist es aber nicht – und das führt dann kurz darauf zur Eingangs erwähnten Fehlermeldung. Trauriges Smiley

Lösung bis zum nächsten Update: Einmal das Dokument-Fenster schließen und wieder öffnen….


32bit vs. 64bit–wo liegt der Unterschied


Die Baustatik gibt es sowohl als 32bit als auch als 64bit Programm. Als Anwender merkt man aber nicht, ob man die eine oder die andere Variante verwendet, denn beide Programmversionen sehen völlig identisch aus. Da sich das Installationsprogramm eigenständig darum kümmert, die passende Version zu installieren, bemerkt man keinen Unterschied.

Es gibt nur zwei Stellen, an denen es einen optisch erkennbaren Unterschied im Programm gibt: Das sind das “Info über” Fenster, in dem die “bittigkeit” angegeben wird, und das Programmstart-Logo, wo diese Informationen ebenfalls in Form eines kleinen Textes angezeigt wird:

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Wer bekommt nun welche Version? Das ist relativ einfach: Das Installationsprogramm überprüft im Zuge der Installation, ob das vorliegende Betriebssystem eine 32bit oder eine 64bit Variante ist – und bei einem 32bit Windows bekommt man eben die 32bit Baustatik, während man bei einem 64bit Windows eben die 64bit Geschmacksrichtung erhält.

Die vorliegende Windows-Version kann man (ab Windows 7) in der Systemsteuerung unter “System” nachsehen:

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Der zentrale Unterschied der beiden Baustatik-Versionen liegt in der Menge an Arbeitsspeicher, die verwendet werden können: Selbst unter optimalen Voraussetzungen kann die 32bit Version maximal 1.5 GB RAM verwenden – für die 64bit Variante gibt es diesbezüglich keine (relevanten) Einschränkungen.

Der 64bit Support ist in der Baustatik schon seit geraumer Zeit eingebaut – nämlich etwa seit Oktober 2011 – und zur Zeit verwenden bereits ca. zwei von drei Kunden die 64bit Version, Tendenz steigend.

Und das braucht man, wenn man mit 64bit arbeiten möchte:

- Einen Rechner mit 64bit CPU (man muss eigentlich schon suchen, um was anderes zu bekommen)
- Eine 64bit Windows-Version (da muss man beim Einkauf aufpassen. So sieht die 32bit Version aus, und so die 64bit Version. Unterschied: “Irgendwo” im Text steht entweder 32 oder 64 drin…)

Sonst nichts: Von uns aus ist alles von Haus aus “dabei”…


Per EMail nicht erreichbar


Unser Mailserver zieht heute um. Darum werden wir am Nachmittag für vermutlich 3 Stunden per Mail nicht erreichbar sein. Spätestens ab heute Abend sollte aber alles wieder gehen.


Schönes System


Teil eines aus 3 modulen bestehenden transportablen Aufenthaltsraumes. Diplomarbeit von Frau Wember an der FH Rosenheim.

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