Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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“Alte” Dokumentation wieder verfügbar


Die Programmdokumentation für die “alten” XFEMily-Programme wurde vor einiger Zeit vom Webserver entfernt. Es gab danach vereinzelte Anfragen nach dieser Doku – zwar wirklich nur seltene Fälle, aber gegeben hat es sie… Darum: Ab sofort ist die “alte” Dokumentation wieder über unseren Webserver erreichbar. (Ab dem nächsten Update wird diese URL auch von der Hilfe in den alten Programmen verwendet.)


Infrastruktur in der Cloud


Wir haben einen Teil der Arbeitszeit des letzten Monats dafür verwendet, praktisch die gesamte IT der Geschäftsführung in die Cloud zu verlegen: Alle Datenbankserver, Datenbanken sowie die Vorlagen für Schriftstücke und der Briefverkehr befinden sich nun auf Servern in Microsofts Azure.Natürlich gibt es noch lokale Workstations – aber die Daten mit denen gearbeitet werden liegen nur noch in Form von Sicherheitskopien im Büro vor, die eigentliche Arbeit wird mit Cloud-Servern durchgeführt.

Schon davor hatten wir ja Teile der Infrastruktur in der gleichen Art ausgelagert: Webserver, Webservices und alles was sonst noch an www.die.de (und blogs.die.de ) dranhängt läuft schon seit einiger Zeit in Azure.

Seit ein paar Tagen passiert diese Umstellung auch mit der Infrastruktur für die Entwicklungssysteme. Ein großer Teil unserer Quellcodeverwaltung ist bereits umgezogen (eigentlich alles, außer der eigentlichen Baustatik – da braucht es noch ein wenig weitergehende Vorarbeiten), und seit Ende letzter Woche werden auch die Daten aus allen unseren Testcases (das sind im wesentlichen ca. 6000 mit der Baustatik berechnete Systeme pro Nacht) in Azure SQL aufbewahrt, statt bisher lokal.

Der nächste Schritt ist das auslagern der Build-Servers, der für die Herstellung der tatsächlich ausgelieferten Version der Baustatik zuständig ist: Auch der ist seit heute nicht mehr Teil unserer lokalen Infrastruktur, sondern läuft ebenfalls in einer virtuellen Maschine in Azure.

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Auf unsere Kunden sollte all das keine Auswirkungen haben – außer, das wir uns mehr auf Entwicklung und Support konzentrieren können, statt unsere IT Infrastruktur zu warten: Das macht ab sofort Microsoft für uns Smiley


64bit–warum umstellen?


Nur noch etwa 10% der Rechner unserer Kunden sind 32bit-Systeme, alle anderen laufen mit einer 64bit Windows-Variante. In diesem Kontext habe ich mir heute ein paar Telemetriedaten aus Fehlermeldungen angesehen und dabei was interessantes festgestellt: Diese 10% der Rechner produzieren etwa 40% aller bei uns gemeldeten Fehler im Programm – und in nahezu allen Fällen handelt es sich um Fehler, an denen wir nichts ändern können. Und ändern können wir darum nichts, weil diese Fehler fast alle darauf zurückzuführen sind, das dem Programm der Speicher ausgeht.

Manchmal sind es tatsächlich ganz einfach zu große Systeme, also welche, die mit der unter 32bit zur Verfügung stehenden Speichermenge einfach nicht mehr gerechnet werden können. Manchmal laufen neben der Baustatik noch diverse andere Programme, sodass diese auch für eine kleineres System einfach nicht mehr genügend Speicher vom Betriebssystem bekommt. Und in anderen Fällen gehen einfach die Window-Handles aus, obwohl eigentlich noch genug Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen würden: Der Wechsel von 32 auf 64bit entfernt deutlich mehr Einschränkungen, als die reine Menge an Arbeitsspeicher.

Wir beantworten natürlich auch die Fehlermeldungen die aus Einschränkungen bei der Verwendung der 32bit Version resultieren – nur ändern können wir nicht wirklich was: Das muss der Anwender selbst tun, und zwar durch den Wechsel zu einer modernen 64bit Version von Windows Smiley . Und das möglichst schnell…


Ein paar hilfreiche Links


Hier ein paar hilfreiche Links, wenn es Problem bei der Installation von Software gibt – ganz allgemein, aber heute aufgekommen, weil ein Kunde ein genau passendes Problem hatte:

Das .NET Framework Repair Tool

FixIT für Probleme bei Installation und Deinstallation

Manuelle Reparatur des Windows-Installer Dienstes

In meinem speziellen Fall lag folgendes vor: Beim installieren der Baustatik funktionierte zwar der Teil, mit dem die vorliegende Installation beseitigt wird, aber der Teil, der die aktuelle Version installieren sollte brach beim Versuch den BaustatikUpdateService zu installieren mit der Meldung ab: “Auf den Windows Installer Dienst konnte nicht zugegriffen werden”.

Die Meldung bedeutet aber nicht unbedingt, das der Windows-Installer ein Problem hat. In meinem Fall war es so, das der Installer seinerseits einen Dienst installieren und starten sollte – den BaustatikUpdateService – aber das nicht gelang. Nun ist der “installieren” Teil davon unaufwendig, es wird einfach nur eine einzelne Datei kopiert. Das “starten” sollte in der Theorie auch einfach sein – dazu wird das Dienstprogramm gestartet und in der Registry als Dienst eingetragen.

Und genau dieser Schritt ging nicht. Nun ist es so, das der Start des Programms eigentlich nur aus 2 Gründen nicht klappen kann: Entweder, das Binary an sich ist kaputt – was im vorliegenden Fall unwahrscheinlich war – oder eine Abhängigkeit davon ist defekt. Die Abhängigkeit ist in diesem Fall der Service-Installer des .NET Frameworks, und genau daran lag es dann auch: Das NetFxRepairTool reparierte die Registrierung dafür, und danach klappte die Installation dann auch.


Automatische Updates klappen ganz gut


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Wir haben ja mit Version 127 einen Mechanismus für “echte” automatische Updates in die Baustatik eingearbeitet: In den meisten Fällen können wir die Updates so vollautomatisch installieren – also ganz ohne zutun des Anwenders. (In einigen Fällen – immer dann, wenn sich das bei uns zugrunde liegende Toolset verändert hat – können wir das Update zumindest automatisiert herunterladen und den Start der Installation anbieten.)

Das sieht man ganz gut an der Graphik, die den Verteilungsverlauf der letzten 7 Tage darstellt. Interessant sind dabei vor allem Versionen 130, 131 und 132. Version 130 war die vom Monat Juli, die dann letzten Mittwoch durch 131 für den August ersetzt wurde: Bereits am Donnerstag waren praktisch alle “alten” Versionen umgestellt. Gestern (also Montag) haben wir dann Version 132 veröffentlicht, die ein paar kleinere Probleme in der 131 beseitigte: Wir man sieht ist diese Version schon heute ebenfalls bei fast allen angekommen – spätestens morgen wird es quasi keinen Anwender mit der 131 mehr geben.

Das schafft uns mittelfristig einen ganz guten Spielraum für kleinere “Zwischenversionen”, mit denen wir kleinere Probleme beheben können: Bisher musste dazu eine “echte” Zwischenversion angefertigt und quasi manuell verteilt werden – jetzt werden solche kleineren Probleme automatisch behoben, ganz ohne das die Mehrheit der Kunden die Probleme überhaupt bemerkt: Der Fehler ist also schon weg, bevor die Mehrzahl der Kunden zum ersten Mal die Funktion mit dem Fehler aufrufen kann… Smiley


Etwas ruhig hier …


… aber dafür gibt es einen Grund: Seit ich aus dem Urlaub zurück bin, baue ich am “Umbau” unserer internen Kundendatenverwaltung – und die dort anfallenden Themen sind nicht so richtig interessant… Smiley

In kürze geht es aber mit der Lastweiterleitung weiter, und dann gibt es auch wieder Dinge, von denen ich hier berichten kann.

Ach ja: Das monatlich Update für Anfang Juni fiel aus … – aber zum Anfang Juli kommt auf jeden Fall eines heraus.


Happy Birthday, Blog


Heute vor 11 Jahren gab es mein erstes Blog-Posting.Zu dieser Zeit war Windows XP SP2 gerade in der Testphase, und die Baustatik noch gar nicht veröffentlicht. Seitdem ist viel passiert: Wir bereiten uns darauf vor, von uns aus den Support für Windows XP völlig aus dem Programm zu nehmen – Microsoft hat das schon lange getan. Die Baustatik hat (fast) alle alten XFEMily-Module ersetzt und jeden Monat werden tausende neuer Baustatik-Dokumente erzeugt.

All das und viel mehr habe ich in mehreren tausend Blogposts begleitet – und das habe ich auch in Zukunft vor. Abgesehen von Hinweisen auf Neuerungen in der Baustatik wird das Thema diesen Jahres wohl Windows 10 werden: Das soll “irgendwann im Sommer” erscheinen, und Microsoft erhofft sich eine größere Akzeptanz für das System, als die, die es für Windows 8 und 8.1 gab.

Mal sehen, was in diesem Jahr sonst noch interessantes passiert…