Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Berechnungen ohne Norm


In unseren alten Programmen gab es eine Möglichkeit, Berechnungen “ohne Norm” durchzuführen. Das war hauptsächlich dafür da, damit man statt der Auswahl eines echten Profils nur die Querschnittsdaten angeben konnte – damit war es dann möglich wirklich beliebige Querschnitte zu verwenden.

Ich hatte in den letzten Tagen mehrere Nachfragen, wann das denn auch in der Baustatik gehen würde. Die Antwort ist einfach: Das geht schon seit geraumer Zeit.  Allerdings ist die Sache in der Baustatik ein wenig anders: Statt “ohne Norm” rechnet man nun “ohne Geometriedaten” – die ganze Sache läuft also nicht mehr über die Normauswahl, sondern über die Querschnittsauswahl.

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Die ausführliche Erklärung inklusive Hintergrund ist hier.


Neues bei der Bewehrungsanordnung


Seit dem letzten Update (von Freitag) gibt es eine kleine aber hilfreiche Neuerung bei den Eigenschaften der Bewehrungsanordnung – und die manifestiert sich in Form von 2 neuen Schaltflächen.

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Mit “Alle gleich” werden alle Achsabstände auf den Wert gesetzt, der im Feld “oben X” eingetragen wurde. Mit der Schaltfläche über dem Bewehrungsgehalt kann man einfach eine Matte auswählen, um einen Bewehrungsgehalt zu vergeben – man muss die Daten dann nicht mehr eintippen. Und mit der Schaltfläche mit dem “Pfeil” kann man diese Matte dann noch drehen. Kurz gesagt: Es wird weniger getippt. Smile


Das monatliche Update ist nun verfügbar


Das Update für August wurde soeben veröffentlicht und steht nun zum Download bereit. Im Normalfall brauchen Sie nicht weiter unternehmen und sollten im Laufe der nächsten Stunden, spätestens bis Montag, automatisch mit dem Update versorgt werden. Die vollständige Liste der Neuerungen steht wie immer im Update-Protokoll. Die wichtigsten Neuerungen (außer einer, zu der ich nächste Woche ein eigenes Posting veröffentlichen werde) sind diese:

  • Vereinfachung beim Eingeben der Daten einer Bewehrungsanordnung. Man kann alle Achsabstände nun mit nur einem Mausklick auf den gleichen Wert setzen und man kann den Bewehrungsgehalt per Auswahl einer Matte festlegen.
  • Besserer “geschlossener” Ausdruck.
  • Es gibt nun Zwangspunkte für Ergebnisse in Stäben von Rahmensystemen

Erweiterung des Inhaltsverzeichnisses um eine Positionsbeschreibung


In der Baustatik kann man einen gemeinsamen Ausdruck mehrerer Dokumente gleichzeitig anlegen. Dafür gibt es dann auch ein gemeinsames Inhaltsverzeichnis. Dieses Inhaltsverzeichnis enthält dann auch die Namen der ausgegebenen Dokumente und kann auch so eingeschränkt werden, das nur noch diese Namen enthalten sind. Nachdem die Namen meist die Positionsbezeichnungen sind erschien es sinnvoll, dies noch um eine Positionsbeschreibung zu erweitern. Das geht ab dem nächsten Update, und zwar so:

Wird im Fenster für die Dokumenten-Eigenschaften ein Text im Feld “Text1” eingegeben, dann wird dieser Text – getrennt durch einen Bindestrich – im Inhaltsverzeichnis hinter dem Namen des Dokumentes mit ausgegeben.

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Sehr kompaktes Inhaltsverzeichnis beim geschlossenen Ausdruck


In der Baustatik kann man mehrere Dokumente (auf zusätzliche “fremde” Word-Dokumente) geschlossen ausdrucken. Man erhält dann eine Gesamtstatik, die auch ein Gesamt-Inhaltsverzeichnis enthält, sofern man das Inhaltsverzeichnis mit ausgeben lässt. Das Problem: Beim Befehl “Projekt geschlossen ausdrucken” wurde bisher für jedes Dokument eine zusätzliche Überschrift mit dem Namen des Dokumentes auf Überschriftsebene 1 mit angelegt – die Ebenen der anderen Überschriften wurden aber nicht angepasst. Das führte dazu, das man keine kompakten Inhaltsverzeichnisse ausgeben konnte: Zusätzlich zum Namen des Dokumentes (oder der Position) wurden auch bei Auswahl von “Nur Ebene1” eben auch alle die Überschriften mit ausgegeben, die im “normalen” Inhaltsverzeichnis als Ebene 1 markiert waren.

Das ist ab dem nächsten Update anders: Beim geschlossenen Ausdruck werden die Ebenen dann alle “eins rauf” gesetzt. Gibt man also ab dann ein Inhaltsverzeichnis aus, das nur die erste Ebene enthalten soll, ist dort auch nur noch der Name des Dokumentes angegeben:

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Zwangspunkte in Stäbe einfügen


In der Baustatik gibt es eine Vielzahl von Visualisierungsmöglichkeiten für das System und die Ergebnisse. Eine Möglichkeit fehlte aber bisher: Man bekam Ergebnisse in Stäben zwar ein einer frei eingebbaren Anzahl an Ntels-Punkten, konnte aber keine festen Stellen definieren, an denen Ergebnisse ausgegeben werden sollen.

Das ändert sich am den nächsten Update: Dann geht das nämlich.

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Und so geht es: Auf dem Fenster für die Eigenschaften von Stäben gibt es ein zusätzliches Feld mit der Bezeichnung “Zwangspunkte”. Dort kann man einfach die Stellen auf dem Stab angeben, bei denen man auf jeden Fall ein Ergebnis ausgegeben bekommen möchte. Mehrere Positionen werden dabei durch Semikolon getrennt – man kann beliebig viele Positionen auf dem Stab angeben. Positive Werte werden dabei vom Anfangsknoten aus angegeben, negative zählen vom Endknoten. Hat man also einen 5 m langen Stab und möchte 1.3 m vom Anfang und Ende des Stabes einen Ergebnispunkt erzeugen gibt man z.b. folgendes an: 1.3; –1.3

Wie gesagt: Gibt es ab dem nächsten Update.


Bewehrung in Stäben verlegen


Gestern hatte ich kurz erklärt, wie man in der Baustatik Matten und Rundstahl in Platten verlegt. Die dort erwähnten Verlegebereiche gibt es aber auch bei Stäben: In den Verlegebereichen für Stäbe können Sie definieren, wieviel Rundstahl verlegt werden soll. Genau wie bei der Platten bzw. den Faltwerkselementen gehen die Verlegebereiche in die Berechnungen im Zustand 2 ein.

Um Verlegebereiche für Stäbe zu definieren, gibt man zunächst an, welche Stäbe davon betroffen sein sollen. Die kann man einfach in der Graphik auswählen. Das Resultat davon ist eine Liste von Stäben oder Unterzügen. (Im Bild handelt es sich nur um den Stab ‘1’). Außerdem legt man hier fest, auf welche Art die Angabe der Bewehrung erfolgen soll: Das kann entweder über die Querschnittsfläche sein, oder man gibt Anzahl und Durchmesser an.

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Auf dem zweiten Reiter definieren Sie dann die zu verlegende Bewehrung: Das Programm zeigt dazu eine Graphik mit dem Verlauf der benötigten Bewehrung an, in den der Verlauf der verlegten Bewehrung eingefügt wird.

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Der AS-Gehalt kann auf mehrere Arten definiert werden. Zum einen gibt es eine Grundbewehrung, die dann über den ganzen Stab verteilt wird,. Zum anderen können Sie auch Bereiche mit festgelegtem Bewehrungsgehalt definieren: Diese Bereiche gehen nicht über den ganze Stab, sondern werden über ihre Startposition und Endposition festgelegt. Bei der Menge der einzulegenden Bewehrung können Sie entweder einen Wert in cm² angeben – oder Sie verwenden Angaben wie “2D8” (siehe Bild): das Programm rechnet diese Angabe dann automatisch in den tatsächlichen Gehalt um.


Matten und Rundstahl direkt in der Platte verlegen


Bei den Dokument-Typen “Platte”, “Scheibe” und “Faltwerk” in der Baustatik kann man direkt als Teil der Eingabedaten auch Matten und Rundstähle verlegen. Das funktioniert über die Verlegebereiche. Mit einem Verlegebereich definiert man ein Polygon, in dem dann eine bestimmte Matte oder ein Rundstahl verlegt werden soll. Dazu gibt man die typischen Parameter wie die Art der Matte und deren Richtung oder die Durchmesser und Abstände an. Außerdem legt man fest, ob der Bereich für die obere oder untere Bewehrung gedacht ist.

Das ganze sieht dann in etwa so aus:

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Wurde ein Verlegebereich definiert, fließt der so verlegte Stahl auch in die Berechnung im Zustand 2 ein. Damit man hinterher noch den Überblick hat, welche der nun diversen AS-Ergebnisse eigentlich angezeigt werden, hat das Fenster zur Auswahl der anzuzeigenden Ergebnisse eine Erweiterung für die Verlegebereiche. Dort kann man dann auswählen, Ob man die Bewehrung aus den Verlegebereichen, die Bewehrung für Zustand 2, die erforderliche und nicht durch Verlegebereiche abgedeckte Bewehrung oder die für die Betrachtung in Zustand 2 fehlende Bewehrung anzeigen will.

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Kleine Erweiterung der Lastweiterleitung


Wenn man in der Baustatik die Lastweiterleitung zwischen Einzeldokumenten verwendet, dann werden die dadurch entstehenden Einwirkungen als importierte Einwirkungen gekennzeichnet. Die Menge der Informationen über die Art und Weise des Imports kann man dabei recht flexibel gestalten. Im einfachsten Fall ist die Einwirkung nur als importierte Einwirkung gekennzeichnet, man kann aber aber die Quellastfälle und –Lager im Protokoll mit ausgeben. In der Graphik werden solche Einwirkungen farblich markiert und mit einem Doppelklick kommt man auch sofort an alle darüber hinausgehenden Informationen.

Was bisher gefehlt hat ist eine Auflistung aller Dokumente, aus denen Einwirkungen importiert wurden. Das gibt es aber ab dem nächsten Update: Das Protokoll der Eingabedaten enthält dann eine Auflistung aller Dokumente (Positionen) aus denen Einwirkungen importiert wurden. Und so sieht das dann aus:

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Münchner Anwenderstammtisch


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Der nächste Münchner Anwenderstammtisch findet am Montag den 13.11.2017 statt. Ort ist das Wirtshaus Maxvorstadt, Zeit ist 19:00 und eingeladen ist wie immer jedermann. Wir haben natürlich auch einen Rechner vor Ort, damit anfallende Frage direkt geklärt werden können.