Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Eingebettetes Word-Dokument mit Eintrag im Inhaltsverzeichnis


Wenn man bei der Baustatik die Ausgabe nach Word verwendet, dann kann man an auf 2 Arten zusätzliche Word-Dokumente mit ausgeben. Zum einen kann man innerhalb eines normalen Dokumentes Word-Dokumente einbetten, indem man diese über die Ausgabesteuerung des betroffenen Baustatik-Dokumentes integriert:

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Im Rahmen der geschlossenen Ausgabe eines ganzen Projektes kann man Word-Dokumente einfach mit “einschalten” und die werden dann mit ausgegeben:

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Bei beiden Fällen kam bei der letzten Vorführung die Frage auf, wie man die Ausgabe denn dann überredet, im Inhaltsverzeichnis einen Eintrag für das Word-Dokument anzulegen. Darauf hatte ich keine Antwort außer “Ich sehe mir das mal an”…

Dabei ist die Sache ganz einfach: Das Inhaltsverzeichnis bei der Ausgabe nach Word wird von Word selbst angelegt, und Word erzeugt das Inhaltsverzeichnis einfach auf Basis der verwendeten Formatvorlagen der einzelnen Absätze: Absätze, die als “Überschrift” formatiert sind, landen auf der 1. Ebene des Inhaltsverzeichnisses.

Was ist also zu tun? Naja – man muss im Word-Dokument einfach eine Überschrift haben, die als “Überschrift1” (oder ebene eine andere Überschriften-Formatierung) verwendet. Dann kommt der Eintrag im Inhaltsverzeichnis automatisch.

Das gilt jetzt als “angesehen” Smile


Alternatives Lager für die Positionierung beim Lastimport verwenden


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Beim Import von Auflagerkräften eines Durchlaufträgers in eine Platte kann man bei den Importoptionen per “Auswählen” Button die Position der zu erzeugenden Einwirkungen festlegen.

Auf der Roadshow kam dabei die Frage auf, ob man auch das Lager auswählen kann, das für die Positionierung zuständig ist. Und die Antwort lautete: “Nein, geht zur Zeit nicht. Es wird immer das erste Lager verwendet.”.

Das stimmte aber nicht – und man kann die Position sehr wohl auch über ein alternatives Lager festlegen. Der Hintergrund der Anfrage ist folgender: Im Beispiel aus der Abbildung ist zum Beispiel die Position des 2. Lagers über der Platte bekannt (und hat vielleicht sogar einen Rastpunkt) – die Positionen der anderen Lager aber müssten erst manuell berechnet werden. Wie positioniert man nun also den kompletten Strang, ohne die konkrete Position des ersten Lagers erst zu berechnen?

Ganz einfach, bin ich aber beim Vortrag auch nicht drauf gekommen: Man schaltet in den Eigenschaften zunächst das erste Lager ab. (Wie im Bild). Dann geht man zu den Importoptionen und positioniert den Strang: Die Position wird dabei dann über das 2. Lager bestimmt – denn das erste ist ja ausgeschaltet. Damit ist die Position des 2. Lagers festgelegt. Danach geht man wieder zu den normalen Eigenschaften und schaltet das erste Lager wieder dazu: Das bekommt seine Position im Strang dann basierend auf der festgelegten Position des 2. Lagers.

Wie gesagt: Eigentlich ganz einfach Smile


Wozu dient die Rotation beim Lastimport


Beim Lastimport kann man in fast allen Fällen unter den Importoptionen auch eine Rotation angeben.

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Das ist ein Fällen wie Durchlaufträger => Platte auch sofort einsichtig: Spätestens wenn man da einen Winkel eingibt und auf “Auswählen” drückt wird klar, wozu dieser Winkel notwendig ist. Allerdings gibt es die Rotation auch beim Lastimport von Durchlaufträger => Durchlaufträger.

Nun könnte man annehmen, das die Lage der Träger zueinander damit eingestellt werden kann: Die können ja orthogonal oder parallel zueinander verlaufen. Doch dafür dient die Option nicht, denn die Lagebestimmung findet ja schon immer bei den normalen Eigenschaften statt.

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Wozu also noch der zweite Winkel?

Das Rätsel wird sofort etwas weniger rätselhaft, wenn man versucht bei der Rotation einen Winkel einzugeben: Sind die Träger parallel, dann kann man dort nämlich nur 0 oder 180 Grad eingeben. Und diese Möglichkeit ist einfach dafür da, um eventuell unterschiedliche verwendete Koordinatensysteme auszugleichen. So lange die Träger nichts mit einander zu tun haben, arbeitet man ja nur im lokalen Koordinatensystem des einzelnen Trägers. Wenn man die aber nun in ein gemeinsames globales Koordinatensystem hebt, dann kann es passieren das die jeweiligen X-Achsen der Träger in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Das muss natürlich irgendwie ausgeglichen werden - und genau dafür ist die Eingabe der Rotation in diesem Fall gedacht,


Fernwartung für die Baustatik


Für den Support der Baustatik verwenden wir das Programm Teamviewer.Damit ist es unserem Support möglich, den Bildschirm des Kunden zu sehen und auch dessen Maus zu bedienen. Man kann also direkt auf dem Computer auf dem das Problem aufgetreten ist nachsehen, was das Problem ausgelöst hat. Außerdem kann man auf diese Weise auch Remote-Schulungen durchführen: Während man am Telefon miteinander spricht, wird direkt am Rechner des Kunden vorgeführt, was es mitzuteilen gibt.

Damit das möglichst einfach geht, ist im Lieferumfangt der Baustatik eine Kopie des Programms enthalten. Das kann man daher auch ganz einfach starten – und zwar über das Hilfe-Menü:

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Klickt man dort auf “Fernwartung”, startet die Baustatik den mitgelieferten Teamviewer.

Ist das Problem so schwerwiegend, das man die Baustatik nicht starten kann, muss man den Teamviewer selber starten. Den installieren wir im “Programme” Verzeichnis in der Nähe der Baustatik – und zwar hier:

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Berechnungen ohne Norm


In unseren alten Programmen gab es eine Möglichkeit, Berechnungen “ohne Norm” durchzuführen. Das war hauptsächlich dafür da, damit man statt der Auswahl eines echten Profils nur die Querschnittsdaten angeben konnte – damit war es dann möglich wirklich beliebige Querschnitte zu verwenden.

Ich hatte in den letzten Tagen mehrere Nachfragen, wann das denn auch in der Baustatik gehen würde. Die Antwort ist einfach: Das geht schon seit geraumer Zeit.  Allerdings ist die Sache in der Baustatik ein wenig anders: Statt “ohne Norm” rechnet man nun “ohne Geometriedaten” – die ganze Sache läuft also nicht mehr über die Normauswahl, sondern über die Querschnittsauswahl.

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Die ausführliche Erklärung inklusive Hintergrund ist hier.


Bewehrung in Stäben verlegen


Gestern hatte ich kurz erklärt, wie man in der Baustatik Matten und Rundstahl in Platten verlegt. Die dort erwähnten Verlegebereiche gibt es aber auch bei Stäben: In den Verlegebereichen für Stäbe können Sie definieren, wieviel Rundstahl verlegt werden soll. Genau wie bei der Platten bzw. den Faltwerkselementen gehen die Verlegebereiche in die Berechnungen im Zustand 2 ein.

Um Verlegebereiche für Stäbe zu definieren, gibt man zunächst an, welche Stäbe davon betroffen sein sollen. Die kann man einfach in der Graphik auswählen. Das Resultat davon ist eine Liste von Stäben oder Unterzügen. (Im Bild handelt es sich nur um den Stab ‘1’). Außerdem legt man hier fest, auf welche Art die Angabe der Bewehrung erfolgen soll: Das kann entweder über die Querschnittsfläche sein, oder man gibt Anzahl und Durchmesser an.

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Auf dem zweiten Reiter definieren Sie dann die zu verlegende Bewehrung: Das Programm zeigt dazu eine Graphik mit dem Verlauf der benötigten Bewehrung an, in den der Verlauf der verlegten Bewehrung eingefügt wird.

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Der AS-Gehalt kann auf mehrere Arten definiert werden. Zum einen gibt es eine Grundbewehrung, die dann über den ganzen Stab verteilt wird,. Zum anderen können Sie auch Bereiche mit festgelegtem Bewehrungsgehalt definieren: Diese Bereiche gehen nicht über den ganze Stab, sondern werden über ihre Startposition und Endposition festgelegt. Bei der Menge der einzulegenden Bewehrung können Sie entweder einen Wert in cm² angeben – oder Sie verwenden Angaben wie “2D8” (siehe Bild): das Programm rechnet diese Angabe dann automatisch in den tatsächlichen Gehalt um.


Matten und Rundstahl direkt in der Platte verlegen


Bei den Dokument-Typen “Platte”, “Scheibe” und “Faltwerk” in der Baustatik kann man direkt als Teil der Eingabedaten auch Matten und Rundstähle verlegen. Das funktioniert über die Verlegebereiche. Mit einem Verlegebereich definiert man ein Polygon, in dem dann eine bestimmte Matte oder ein Rundstahl verlegt werden soll. Dazu gibt man die typischen Parameter wie die Art der Matte und deren Richtung oder die Durchmesser und Abstände an. Außerdem legt man fest, ob der Bereich für die obere oder untere Bewehrung gedacht ist.

Das ganze sieht dann in etwa so aus:

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Wurde ein Verlegebereich definiert, fließt der so verlegte Stahl auch in die Berechnung im Zustand 2 ein. Damit man hinterher noch den Überblick hat, welche der nun diversen AS-Ergebnisse eigentlich angezeigt werden, hat das Fenster zur Auswahl der anzuzeigenden Ergebnisse eine Erweiterung für die Verlegebereiche. Dort kann man dann auswählen, Ob man die Bewehrung aus den Verlegebereichen, die Bewehrung für Zustand 2, die erforderliche und nicht durch Verlegebereiche abgedeckte Bewehrung oder die für die Betrachtung in Zustand 2 fehlende Bewehrung anzeigen will.

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So erzeugen Sie beliebige Orientierungsachsen


Sobald man mit den größeren Dokumenten der Baustatik (Räumliche Rahmen, Platte, Faltwerk) arbeitet stellt man fest, das jedes Werkzeug das mehr Übersicht schafft, willkommen ist.

Eines davon sind die Übersichtsachsen: Sie können solche Achsen an beliebigen Stellen im System platzieren, und auf deren Darstellung und Beschriftung auf vielfältige Weise Einfluss nehmen. Um eine Achse anzulegen verwenden Sie den Befehl “Erzeugen –> Achsen –> Achsen erzeugen”. Nicht besonders überraschend: Der Befehl öffnet ein Fenster.

Hier geben Sie den Start- und den Endpunkt der Achse an oder wählen diese Punkte einfach per Mausklick in der Graphik aus. Außerdem geben Sie hier an, in welcher Richtung die Achsen verlaufen sollen. Im Fall von “beliebig” werden die angegebene Punkte direkt miteinander verbunden, bei Auswahl einer der Richtungen werden nur die zur Richtung passenden Koordinatenanteile für die Achse verwendet.

Wenn Sie sonst weiter nichts tun, dann wird der Name der Achse für die Achsbeschriftung verwendet. Nachdem der Name wie bei allen Objekten in der Baustatik ein beliebiger Text sein kann, kann man also auch sowas wie “A-A” angeben und erzielt den gewünschten Effekt.

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Wie bei allen graphisch darstellbaren Objekte haben auch die Achsen eine “Darstellungs” Eigenschaft. Hier können Sie natürlich die Farben festlegen, aber auch, ob zum Beispiel die Kästen für die Beschriftung rund oder eckig sein sollen, ob die Achslinien gestrichelt sind oder nicht. Es gibt auch noch weitere Optionen – es gilt also, diese einfach mal auszuprobieren. Die fertige Achse könnte dann beispielsweise so aussehen:

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Die Baustatik und Windows-Benutzerprofile mit Roaming


Eine Möglichkeit der Softwareverwaltung unter Windows besteht daraus, das man die Software auf einem Server installiert, und die Benutzer dann per Remote-Zugriff mit der Software interagieren lässt. Dabei gibt es dann noch verschiedene Spielarten. Eine davon ist die, das der entfernt angemeldete Benutzer ein virtuelles eigenes Windows bekommt, das auf dem Server betrieben wird. Das hat den Effekt, das der sich der Benutzer im Prinzip von einem beliebigen Rechner am Server anmelden kann, und immer die gleiche Softwareumgebung erhält. Das ist natürlich schön, lässt aber die Frage offen, wo die verschiedenen Programmeinstellungen bleiben, die man vornehmen kann. (Die eigentlichen Eingabedaten müssen in solchen Fällen im Allgemeinen auf einem Serverlaufwerk abgelegt werden.)

Für die Programmeinstellungen können mehrere Orte verwendet werden und zwei davon sind der “local” und der “roaming” Ordner. Die Baustatik speichert bisher alle Einstellungen im “local” Ordner. Nun gab es eine Kundeninstallation, bei der dieser Ordner im Rahmen des Abmeldevorgangs immer wieder gelöscht wurde – das deshalb, weil der Kunde mehrere solcher Server einsetzt und wohl schlicht den Plattenplatz sparen wollte. (Möglicherweise sollten auch die Anwender nicht verwirrt werden, wenn Sie nicht bei jedem Anmelden die gleichen Softwareeinstellungen vorfinden – der genau Grund dafür ist mir etwas unklar.)

Jedenfalls ist das für den Betrieb der Baustatik einfach nicht förderlich, das man bei jeder Sitzung immer wieder die Grundeinstellungen des Programms vorfindet: Die in der letzten Sitzung vorgenommenen Einstellungen wurden beim letzten Abmelden ja entfernt. Um für solche Umgebungen eine Lösung anbieten zu können, kann die Baustatik ab dem nächsten Update ihre Einstellungen auch im “roaming” Ordner speichern. Wenn man das möchte, ist das einfach zu bewerkstelligen, allerdings anders, als man erwarten würde: Diese Einstellung kann man schlecht im normalen Optionsfenster der Baustatik vornehmen – die dort vorgenommenen Einstellungen würden ja ebenfalls beim nächsten Abmelden entfernt.

Statt dessen erfolgt diese Einstellung über eine Signaldatei: Man muss im Ordner %ProgramData% ( Bei einem aktuellen deutschen Windows ist das der Ordner c:\ProgramData ) eine leere Datei mit dem Namen baustatik.useroaming anlegen. Danach wird nicht mehr der “local” Ordner fürs speichern von Optionen verwendet.