Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

3D-Druck ohne 3D-Drucker


Mit der Baustatik können Sie Ihre räumlichen Systeme auch auf 3D-Drucker ausgeben. Das geht auch dann, wenn Sie gar keinen 3D-Drucker besitzen, denn die Baustatik ist in der Lage des 3MF-Format zu produzieren, welches Sie für solche Drucker benötigen - und mit Hilfe von Windows können Sie dann einen 3D-Druck-Dienst aus dem Internet verwenden, um Ihr Modell-System produzieren zu lassen.



Schöne Verbesserung im Undo


Die Baustatik hatte schon vom ersten Tag an eine Funktion für "Undo" – also zum Rückgängig machen von Aktionen. Heute ist das nichts besonderes mehr, denn jedes Programm was etwas oberhalb des Hobby-Bereichs liegt hat das. Trotzdem kann man auch solche Funktionen noch immer etwas verbessern.

So gibt es bereits seit geraumer Zeit eine "Mehrfach-Undo" Funktion in der Baustatik. Die öffnet ein Fenster, in dem Sie mehrere Schritte auf einmal auswählen können, und alle Schritte werden dann in einem Rutsch rückgängig gemacht.

Eine Sache die sowohl das normale Undo als auch die Mehrfach—Variante betrifft ist die Tatsache, das Sie sich nicht über die Details einer solchen Operation informieren konnten: Wird zum Beispiel ein Faltwerkselement gelöscht, dann löscht die Baustatik automatisch auch alle unmittelbar damit zusammenhängenden Elemente. Also zum Beispiel die Einwirkungen, die auf diesem Faltwerkselement liegen.

Bisher war es nicht möglich in Erfahrung zu bringen, welche abhängigen Aktionen im Rahmen einer gegebenen Aktion eigentlich durchgeführt – oder rückgängig gemacht – wurden.

Seit dem letzten Update der Baustatik ist das nun möglich: Das Fenster "Mehrfach Rückgängig machen" enthält nun eine Baumdarstellung der betreffenden Operationen, und der Baum zeigt dabei auch alle zusammenhängenden Operationen an:

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Den Befehl zum öffnen dieses Fensters finden Sie übrigens hier:

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As-Protokoll nach Word exportieren


In der Baustatik können Sie alle möglichen Daten auch exportieren, und eine Möglichkeit ist dabei die Übergabe des Ausdrucks an Word. Als Resultat erhalten Sie eine Word-Datei die den zuvor in der Baustatik zusammengestellten Ausdruck enthält. In diesem Beispiel wird gezeigt, wie Sie die Bemessungsergebnisse nach Word exportieren können.



Einstellungen fürs FE-Netz


Sie haben in der Baustatik durchaus Einfluss auf die Art und Weise, in der das FE-Netz generiert wird. Nun ist es aber so: Im Allgemeinen ist das Netz prima, einfach so, wie es ganz von selbst erzeugt wird. Darum vergisst man dann. das es auch anders geht. Vor 20 Jahren als das alles noch neu war habe ich auf derlei Dinge häufiger hingewiesen, aber irgendwann werden die Dinge einfach zum Normalfall und deshalb auch ein bisschen vernachlässigt.

Beim FE-Netz mache ich das wegen einer Frage eines Kunden nun wieder gut. Smile

Kann man das FE-Netz sichtbar machen?

Ja kann man. Das geht wie mit allen Optionen über den Einstellungs-Dialog. Sie wählen Optionen –> EInstellungen und daraufhin öffnet sich das Fenster mit den Einstellungen. Da wählen Sie im linken Bereich "Faltwerkselement" und rechts stellen Sie "Netz ist sichtbar" auf "Ja".

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Alternativ geht das auch über die Sichtbarkeits-Ansicht. In der kann man alles einstellen, was mit der Sichtbarkeit von Dingen zu tun hat. Auch dort findet sich die Option bei den Faltwerks-Elementen:

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Kann man die Feinheit des FE-Netzes ändern?

Ja. Kann man, und zwar auf verschiedene Arten. Die Frage ist letztlich, was man eigentlich bezwecken will. Auch hier gilt: Im Normalfall ist das FE-Netz so wie es generiert wird prima. Aber man kann folgendes tun:

Kantenlänge von FE-Elemente ändern: Sie haben die Möglichkeit, für jedes FE-Elemente separat einzustellen, wie lang die gewünschte Kantenlänge der FE-Elemente sein soll. Die Einstellmöglichkeit dafür befindet sich auf dem letzter Reiter der Eigenschaften von Faltwerkselementen:

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Von Haus aus ist eine für den normalen Hochbau passende Länge von 50 [cm] eingestellt. Bei besonders großen Systemen will man diesen Wert eventuell vergrößern, um die Gesamtmenge der FE-Elemente und damit die Rechenzeit zu reduzieren. Bei besonders kleinteiligen Elementen (Unterlegscheiben…) kann man diesen Wert verringern.

Speziell wenn man diesen Wert auf etwas sehr kleines stellt, werden andere Option wichtig. Das sind die Parameter bei den Dokument-Eigenschaften. Ich empfehle die dort vorhandenen Wert nur dann zu verändern, wenn Sie von unserem Support dazu aufgefordert werden.

Eine weitere Art die Feinheit des Netzes zu beeinflussen ist die Einführung von Zwangspunkten: Ein Zwangspunkt ist ein Punkt, von dem garantiert ist, das er Teil des Netzes wird. Platten-Eckpunkte sowie Start und Ende von Streckenlagern sind automatisch solche Zwangspunkte, aber man kann beliebig viele andere Punkte definieren und, wenn man will, zu Zwangspunkten machen. Das geht einfach, indem Sie
a) Einen Knoten an der gewünschten Stelle definieren und
b) Diesem Knoten die Zwangspunkt-Eigenschaft verleihen

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Schließlich können Sie auch Zwangslinien definieren: Eine Zwangslinie ist eine Linie, die von keiner Kante einer FE-Masche geschnitten wird. Plattenkanten und Unterzüge sind beispielsweise von Haus aus solche Zwangslinien. Darüber hinaus können Sie selbst welche definieren. Das geht über den Befehl Erzeugen –> Faltwerkselement –> Zwangslinien.

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Speziell im Zusammenhang mit Zwangslinien sind auch Ergebnislinien vielleicht nicht unwichtig – die haben aber nichts mit dem FE-Netz zu tun.

Übrigens haben wir auch das hier noch: Ein paar Grundlagen zum Erzeugen des FE-Netzes.


Kurzdemo: Streifenfundament


Mit dem Fundament aus der Baustatik können sehr schnell einfache Einzel- und Streifenfundamente eingegeben und berechnet werden. Dieses Video zeigt kurz die Eingabe eines Streifenfundamentes.



Bewehrung für Berechnung im Zustand II verlegen


In der Baustatik können Sie auch die Verformungen im Zustand II berechnen lassen. Dabei kann dann die Grundbewehrung, die ermittelte Bewehrung und auch extra als verlegt definierte Bewehrung zum Zuge kommen. Letztere verlegen Sie mit den "Verlegebereichen" die es für Stäbe und Unterzüge sowie für Faltwerkelemente gibt.

Bei der Definition der Verlegebereiche kann man die benötigte Bewehrung interaktiv abdecken. Man erhält dazu eine Graphik, bei der die rote Kurve die ermittelte benötigte Bewehrung anzeigt, und der blaue Bereich die angegebene Grundbewehrung beschreibt.

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Man kann dann über die Zulage-Tabellen zusätzliche Mengenangaben für oben und unten machen, und damit die noch abzudeckenden Bereiche abarbeiten. Sowas sähe dann zum Beispiel so aus:

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Nur bestimmte Schnittgrößen ausgeben


Beim Ausdruck von Rahmen, Platte und Faltwerk der Baustatik kann man die Ausgabe der Schnittgrößen auf bestimmte davon einschränken. Ob man danach einen normalen Ausdruck ausgibt, eine Word-Datei erzeugt oder eine Tabelle für Excel spielt kein Rolle: Die Art und Weise wie man die auszugebende Menge an Zahlen einschränkt ist immer die gleiche.

Hier einmal am Beispiel von Stab-Schnittgrößen, wenn man sich nur für die Maximalen Normalkräfte interessiert.

  • Öffnen der Ausgabesteuerung
  • Aufklappen von "Ergebnisse: Linear, Überlagerungen"
  • Aufklappen von "Schnittgrößen"
  • Aufklappen von "Stab"
  • "Schnittgrößen" anklicken

Man erhält jetzt im unteren Bereich des Fensters die Eigenschaften für die Schnittgrößen-Tabelle. Die enthält unter anderem den Bereich "Einschränkungen" und darin das Feld "Schnittgröße".

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Das kann man aufklappen, und die gewünschten – also laut Beispiel Min und Max Vz – auswählen. Dann die Auswahl mit OK bestätigen – fertig.

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Wenn man nun noch eine Ausgabe produzieren will, die nur diese eine Tabelle enthält, dann klickt man mit der rechten Maustaste in der Ausgabesteuerung auf diese eine Tabelle und wählt das gewünschte Ausgabeziel. (Excel befindet sich hinter dem Befehl 'Exportieren')

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Beispielvideo: Elastisch gebetteter Balken


Ein kurzes Beispiel zur Eingabe eines elastisch gebetteten Balkens in der Baustatik. Das Beispiel verdeutlicht, wie sehr die Eingabe der des Durchlaufträgers gleicht.



Ein Trick fürs graphische Erzeugen von Aussparungen


Beim graphischen Erzeugen von Aussparungen verhält sich das Kommando ein bisschen anders, je nachdem, wie der Ausgangszustand ist. Ist kein Faltwerkselement ausgewählt, dann wird ein Fenster geöffnet, in dem Sie das Ziel-Faltwerkselement auswählen müssen.

Ist hingegen genau ein Faltwerkselement bereits ausgewählt, dann entfällt diese Auswahl und Sie können mit der Definition der Aussparungen sofort loslegen.