Thomas Woelfers Baustatik Blog

Baustatik-Software und was sonst des Weges kommt

Windows XP, Windows Vista: Umsteigen!

Wer noch immer eine alte Version von Windows einsetzt – und das sind eigentlich nicht nur XP und Vista, sondern eigentlich auch schon Windows 7 – der sollte sich jetzt dringend an den Umstieg machen.

Ganz besonders dringend ist das natürlich bei Windows XP: Das System wird von Microsoft selbst schon lange nicht mehr unterstützt, und auch die Baustatik wird für XP nicht länger gewartet: Seit geraumer Zeit erhalten Anwender mit XP keinerlei Updates mehr für die Baustatik. Was aber noch viel dramatischer ist: Sie erhalten auch keine Sicherheitsupdates mehr von Microsoft – und das schon seit Jahren. Es ist wirklich dringend notwendig, XP-Installationen los zu werden!

Die gleiche Situation tritt demnächst auch für Vista-Benutzer in Kraft: Das System verliert seitens Microsoft seinen Support im April dieses Jahres. Spätestens dann sollte man auf eine modernere und sicherere Variante umsteigen. (Auch der Support der Baustatik für Vista wird nicht mehr lange weiterlaufen. Natürlich kann man dann noch mit einer alten Version der Baustatik weiterarbeiten, aber Updates wird es dann nicht mehr geben.)

In allen Fällen empfehle ich den Umstieg auf Windows 10: Mit weitem Abstand das sicherste System, das Microsoft je gebaut hat – und auch das System, das von uns aus am besten unterstützt wird.

So schaffen Sie Platz auf der Festplatte

Ich habe schön öfter darauf hingewiesen, das man das Programm CCleaner besser nicht installiert: Es schafft zwar “Platz”, tut das aber, indem es fröhlich irgendwelche Dinge löscht, von denen es gar nichts wissen kann – und das zerstört gerne die Installation von ansonsten prima funktionierenden Programmen. Die dann danach nicht mehr funktionieren. Das trifft auch auf unsere Software zu.

Nun hatte ich vor kurzem ein Gespräch mit einem Kunden, der dieses Programm nur ungern löschen wollte, “weil es die Festplatte so gut aufräumt.”

Das ist zwar ein Argument, nur: Dafür braucht man kein eigenes Programm. Windows kann das von alleine. (Man braucht übrigens auch keines um .ZIP-Dateien anzulegen oder zu öffnen: Das kann Windows auch von alleine, und zwar besser, als die meisten Add-Ons.)

Und so schafft man mit Windows Bordmitteln mehr Platz auf der Festplatte. (Beschreibung fürs aktuelle Windows 10, das geht aber bei praktisch allen Vorgängern genauso, oder zumindest sehr ähnlich.)

1.) Windows Explorer öffnen und auf “Dieser PC” klicken. Das öffnet rechts die Anzeige der vorhandenen Festplatten.

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2.) Mit der rechten Maustaste auf den Datenträger klicken, um den es geht. Das öffnet ein Menü, und in dem Menü “Eigenschaften” auswählen. Das öffnet dieses Fenster:

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3.) Jetzt auf “Bereinigen” klicken. Dann erscheint für kurze Zeit ein Fortschrittsmelder, und dann die “Datenträgerbereinigung”:

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Ab hier ist die Sache wohl selbsterklärend. (Man kann gefahrlos alles löschen, was die Datenträgerbereinigung anbietet – egal ob von Haus aus ein Haken dran ist, oder nicht.)

Schauen Sie sich Ihre neuen Alben an

Windows 10 Benutzer kennen das: “Schauen Sie sich Ihre neuen Alben an”. Diese Meldung kommt in (mir unklaren) kurzen Abständen immer wieder. Im meinem Fall so ungefähr ein bis zweimal pro Woche. Windows will damit auf die automatisch zusammengestellten Alben aus neuen Photos hinweisen. Das ist sicher gut gemeint, geht mir aber ziemlich auf den Keks. Zum einen kenne ich die Photos um die es geht – die habe ich ja selbst gemacht, zum anderen will ich meine Bilder eigentlich lieber selbst sortieren und ordnen.

Nachdem ich die Meldung gefühlte 1000 mal weggeklickt habe, habe ich mich nun endlich drum gekümmert, wie man die loswerden kann. Und das ist erstaunlicherweise wirklich einfach. Es geht so:

  • Windows-Einstellungen öffnen (z.b. per Rechtsklick auf das Notifizierungs-Symbol rechts unten neben der Uhr
  • “System” anklicken
  • Benachrichtigungen und Aktionen anklicken

Jetzt bekommt man rechts im Fenster mehrere Listen. Eine hat die Überschrift “Benachrichtigungen diese Absender abrufen”. Darin gibt den Eintrag “Fotos”. Den schaltet man aus. Dann ist Ruhe mit den “neuen Alben”.

Nichts zu danken, war mir ein Vergnügen. Smiley

Fast ausgestorben: 32bit

Aus völlig anderen Gründen habe ich heute einen Blick auf die Verteilung von 32bit Systemen bei unseren Kunden geworfen. Und Die gibt es fast nicht mehr.

Im Oktober 2014 waren noch 24% aller mit der Baustatik im Einsatz befindlichen Systeme mit einem 32bit Betriebssystem ausgestattet. Jetzt sind es nur noch 8 Prozent.

Warum das für uns wichtig ist? Weil wir und eine Menge Wartungsarbeit sparen können, sobald wir 32bit nicht mehr unterstützen müssen: Wir brauchen keine 32bit Build mehr. Wir müssen keine 32bit Testfälle mehr durchrechnen (ein paar Tausend pro Tag) und wir brauchen auch kein 32bittiges Installationsprogramm mehr. Kann dann alles wegfallen.

Wir haben dafür noch keinen Zeitpunkt festgelegt, aber wenn die Anzahl der 32bit-Systeme irgendwo unter 5% gefallen ist – also irgendwann im nächsten Jahr – werden wir den Support dafür wohl einstellen. Wer jetzt noch so ein System hat: Ist ein guter Zeitpunkt, das endlich loszuwerden Smiley

Programme die man echt nicht braucht

Ich hatte ja schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, das man Programm zum “optimieren” oder “reinigen” einer Windows-Installation besser vermeidet: Die machen nach unserer Erfahrung eher Dinge kaputt, als sie zu verbessern.

Seit gestern habe ich noch so einen Kandidaten – aber bei dem ist die Sachlage sogar noch dramatischer: Es handelt sich um das Programm “raptr”. Dabei handelt es sich um ein Programm, das sich in erster Linie an PC-Spieler wendet. Ist es installiert, dann hängt es sich in andere laufende Prozesse rein – so auch in die Baustatik – und der Effekt (bei der Baustatik) ist dann der, das willkürliche Programmabstürze innerhalb einer DLL von Raptr auftreten, wenn man in der Baustatik arbeiten will.

Tolle Sache.

Man könnte nun meinen, das sei ja kein Problem, denn welcher Bauingenieur würde schon so ein Spiele-Teil auf seinem Arbeitsrechner installieren. Und damit hätte man vermutlich recht. Nur leider wird das Programm in einigen Fällen quasi vollautomatisch und ohne zutun des Anwenders installiert. Und zwar deshalb, weil es im Rahmen der Treiberinstallation von ATI Graphikkartentreibern mit installiert wird. Und offenbar auch bei Updates dieser Treiber.

Wir haben das Ding hier zum Beispiel auch auf einem unserer Server gefunden Trauriges Smiley

Wer ebenfalls eine ATI Graphikkarte hat: Einfach mal nach dem Raptr suchen, und gegebenenfalls bei ATI beschweren…

Wo ist der Autostart-Ordner?

Seit Windows 8 (also auch bei 8.1 und 10) ist der Autostart-Ordner nicht mehr ganz so einfach zu finden wie früher: Da befand er sich einfach im Start-Menü, und das gibt es bei den Nachfolgern von Windows 7 nicht mehr, zumindest nicht mehr in der Form wie bei 7 und dessen Vorgängern.

Es gibt aber weiterhin Programme die automatisch beim anmelden am Rechner gestartet werden, so zum Beispiel unser TimeServer für Work&Cash. Manchmal will man am AutoStart-Verhalten auch etwas ändern – dazu muss man aber ein paar Dinge über den AutoStart nach Windows 7 wissen.

Der Autostart-Ordner ist seit Windows 8 ein versteckter Ordner, den man aber öffnen kann, wenn man dessen Pfad in die Adressleiste des Windows-Explorers eingibt. Und die lautet:

C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup

Auch neu seit Windows 8: Programme die im Autostart-Ordner sind, können für den Autostart deaktiviert werden. Sie werden dann eben nicht automatisch gestartet, obwohl sie sich im dazu passenden Ordner befinden. Das aktivieren und deaktivieren von Autostart-Programmen kann man über den Taskmanager, und dort auf dem Reiter “Autostart” vornehmen.

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Wechseln zu Windows 10? Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt!

Wenn Sie noch Windows 7, 8 oder 8.1 einsetzen und darüber nachdenken, auf Windows 10 umzustellen: Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt. Bis zum 29. Juli (also bis Freitag) gilt Microsofts Angebot noch: In den nächsten beiden Tagen bekommen Sie Ihre Kopie von Windows 10 für alle Geräte die Sie einsetzen noch kostenlos. Danach wird das Update kostenpflichtig.

Daher meine Empfehlung: Wenn Sie überhaupt darüber nachdenken, auf Windows 10 umzustellen: Tun Sie es jetzt Smiley

So löscht man einen Windows-Dienst

Windows-Dienste sind Programme, die immer im Hintergrund laufen können – und zwar unter Maschinen-Accounts, die speziell angegeben werden können – und diverse Aufgaben übernehmen. Im Normalfall regelt man die Art und Weise wie Dienste laufen mit der “Dienste” Anwendung von Windows. Das geht aber auch – und zwar auch etwas flexibler – von der Kommandozeile aus. Im besonderen kann man damit auch Dienste komplett entfernen, und sie eben nicht nur ausschalten.

Das Tool dazu hat den Namen “sc.exe”. Das Programm war früher einmal nur über das Windows-Ressource Kit zu haben, ist aber jetzt bei Windows einfach so dabei. (Seit welcher Version – keine Ahnung, aber bei meinem Windows 10 ist es eben beigepackt.)

Man muss im wesentlichen 2 Kommandos kennen:

  • sc query
  • sc delete [ServiceName]

Die Ausgabe des ersten Kommandos leitet man in eine Textdatei um, und in der sucht man dann den gewünschten Dienst. Jeder ist mit einem “Namen” und einem “Anzeigenamen” (Display-Name) aufgelistet. Was man braucht ist der Name. Den verwendet man dann bei “sc delete” als den Parameter für [ServiceName].

Schwups: Dienst gelöscht.

TuneUpUtilities–Just say No!

Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Installieren Sie die “TuneUpUtilities” NICHT. Ich hatte gerade mal wieder ein Gespräch mit einem Kunden, der das doch getan hatte. Leider Pech gehabt: Dieses “Tool” führt Änderungen an einer normalen Windows-Installation vor, die eindeutig zu Folgeproblemen, teilweise in größerem Umfang führen.

Im Beispiel heute konnte man das Installationsprogramm der Baustatik nicht einmal mehr starten. Dabei ist das Installationsprogramm nichts ungewöhnliches: Es handelt sich um ein stinknormales Windows-Installer MSI File – die komplette Installation wird vom Windows Installer durchgeführt. Nur eben nicht, wenn die TuneUpUtilities installiert sind.

Kaum waren die deinstalliert, lief alles so, wie man das erwarten würde. Darum nochmal: Hände weg von TuneUpUtilities. Wer das aber schon installiert hat: Einfach deinstallieren – vermutlich verschwinden dann diverse Probleme die man mit dem Rechner hat auch gleich mit.

Betriebssystem-Update wäre jetzt notwendig

Die allermeisten der Baustatik-Anwender verwenden ein “aktuelles” Betriebssystem: Etwa 75% verwenden Windows 7 mit aktuellem Service-Pack, 24% verwenden Windows 81 und Windows 10, und nur 1% verwenden Windows XP oder Windows 8. (Und irgendwo gibt es auch mindestens einen Windows-Vista User…)

Das Windows XP schon seit langem von Microsoft nicht mehr unterstützt wird, darauf habe ich schon mehrfach hingewiesen: Wer noch immer XP benutzt, sitzt eigentlich auf einem einzigen großen Sicherheitsleck, denn es gibt seit langer Zeit keine Sicherheitsupdates mehr für XP, und es wird auch in Zukunft keine geben. Man sollte wirklich updaten.

Seit gestern ist aber auch der Support für Windows 8 ausgelaufen, und wer noch 8 verwendet, sollte schleunigst – mindesten auf 8.1 updaten. Das Update ist kostenlos und über den Windows-Store erhältlich. Mit 8.1 bekommt man dann auch wieder einen langjährigen Support von Microsoft: 8.1 wird bis 2023 unterstützt. Alternativ kann man auch kostenlos auf Windows 10 umsteigen – das gilt übrigens auch für die Windows Vista und Windows 7 Nutzer – in dem Fall gibt es Support bis ins Jahr 2025.

Ich empfehle:

  • Wenn Sie XP verwenden: Ein Update auf Windows 10 durchführen. (Vermutlich ist der Rechner dann auch schon recht alt – es könnte nicht schaden in dem Fall auch mal über neue Hardware nachzudenken.) Unabhängig davon: Sie erhalten bei XP auch keine Updates mehr von uns – und die neuen Baustatik-Versionen können einige sehr interessante Dinge, die man bei XP eben einfach nicht bekommt.
  • Wenn Sie Vista verwenden: Auf Windows 10 updaten
  • Wenn Sie Windows 7 (Mit SP1) verwenden: Man muss nicht zwingend tätig werden. Allerdings gibt es das Update auf Windows 10 zur Zeit noch kostenlos, aber das wird nicht so bleiben. Der Support wird 2020 beenden, mit dem Update auf 10 gewinnt man also außerdem noch 5 Jahre.
  • Wenn Sie Windows 8 verwenden: Auf jeden Fall auf 8.1, oder besser auf 10 updaten.
  • Wenn Sie Windows 8.1 verwenden: Es ist nicht dringend notwendig, etwas zu unternehmen. Es gilt aber auch, das man eben jetzt noch ein kostenloses Update auf 10 bekommt. Außerdem kann man mit 10 definitiv besser arbeiten, als mit 8.1. Ich würde daher updaten.

Details zum Support-Lebenszyklus von Windows finden Sie hier.

Schluss mit Werbung im Web

Ich habe ja jede Menge Verständnis für Webseiten-Betreiber, die ihr Geld mit der Platzierung von Werbung auf Webseiten verdienen: Ich hatte ja mal hobbymäßig an einer solchen Seite mitgearbeitet (mache das aber schon lange nicht mehr.)

Ich muss allerdings gestehen: Die Menge an Mist die man dabei beim surfen so auf den Rechner bekommt – und die ganz nebenbei das surfen extrem verlangsamt – hat für mich nun den Punkt erreicht, bei dem ich einfach nicht mehr bereit bin mir das weiterhin anzutun: Mich stört schon ewig die auf praktisch jeder Webseite überhaupt untergebrachte Google-Werbung, die mir ständig irgendwelche Produkte unter die Nase hält, die ich gerade gekauft habe. (Google macht das ja angeblich so unglaublich clever – mir verschließt sich allerdings was daran clever sein soll, immer und immer wieder Esszimmertische anzubieten, nur weil ich gerade einen gekauft habe. Ich kaufe sicher auf absehbare Zeit keinen Zweiten. Und auch keinen zweiten Schredder. Und keinen zweiten großen Flachbildschirm-TV.)

Wie auch immer: Letzthin war ich dann auf einer Seite, bei der gleich 3 (!) Werbevideos drauf waren, die selbstredend auch alle gleichzeitig starteten. Das die Dinger von selbst starten ist ohnehin ein Frevel, aber drei gleichzeitig davon hat mir dann echt den Rest gegeben: Ich will einfach keine Werbung mehr im Web. Habe keine Probleme damit, Betreiber für ihre Inhalte zu bezahlen, wenn sie mir die Gelegenheit dazu geben, aber Werbung: Will ich einfach keine mehr.

Der einfachste Weg die Werbung loszuwerden ist die Installation eines Werbe-Blockers. Das hat aber (mindestens) 2 Probleme. Nummer 1: Es ist bekannt, das es Hersteller solcher Blocker gibt, die sich dafür bezahlen lassen, bestimmte Werbung eben doch durchzulassen. Nummer 2: Ich will keine Software auf meinem Rechner, die ein Problem lösen, das mit Bordmitteln auch gelöst werden kann. (Ganz besonders keine “Windows-Tuning” Software: Die ist in 100% aller Fälle eher schädlich als hilfreich.)

Das Bordmittel

Die Lösung per Bordmittel funktioniert so: Man verändert die DNS-Records für die Werbe-Server einfach so, das Sie an eine andere Stelle zeigen. Zum Beispiel: Angenommen ein solcher Server hat den Namen “google-ads.com” und dessen IP-Adresse ist “5.35.253.21” (Stimmt beides nicht, ist aber für die Erklärung egal.). Wenn man sich nun darum kümmert, das der Browser statt dessen denkt, die IP-Adresse sei “127.0.0.1” (das ist die des eigenen lokalen Rechners), dann versucht der Browser die Werbung von “google-ads” beim eigenen Rechner abzuholen. Da ist aber keine (und da läuft normalerweise nicht mal ein Webserver – oder haben Sie einen laufenden Webserver auf Ihrer Workstation ?). Ergebnis: Der Browser kann die Werbung nicht abholen, und darum auch nicht anzeigen.

Diese Veränderung der Zuordnung von Name zu IP-Adresse geht dabei ganz einfach: Unter Windows gibt es dazu nämlich das “Hosts” File. Das ist eine Text-Datei, in der man Paare von Servername und IP-Adressen ablegen kann, und alles was in dieser Datei abgelegt ist, hat Vorrang vor dem normalen DNS-Auflösungsverfahren. Sprich: Man kann für beliebige Server die IP-Adressen umbiegen.

Alles, was man jetzt noch tun muss ist, man muss die Namen von Werbeservern herausfinden und diese im Host-File mit der IP-Adresse 127.0.0.1 eintragen.

Ist natürlich etwas unhandlich, da man im Prinzip zunächst diese Werbeserver manuell einsammeln muss – aber eben nur im Prinzip, weil es nette Menschen gibt, die das bereits für einen erledigt haben. Smiley

Und diese netten Menschen warten eine Hosts-Datei, die sie kostenlos weitergeben. Nimmt man diese Hosts-Datei und ersetzt die eigene durch die andere: Ende der Werbung. Netterweise liefern die sogar gleich einen Installer mit: Man muss also nicht selbst manuell nach dem Ort der Hosts-Datei suchen, sondern überlässt das einfach dem Installer. Im Gegensatz zu Werbeblocker-Software wird hier also kein Programm installiert, sondern nur eine Textdatei ersetzt.

Und wer in diesem Text bisher durchgehalten hat, der will vermutlich auch wissen, wo es das ding gibt… Smiley Bitte sehr: Das Hosts-File von mvps.org gibts hier.

Blogs nun auch mit SSL

Wir haben die Umstellung unseres Web-Angebotes auf SSL nun abgeschlossen: Das letzte Problem waren unsere Blogs. Die hatten zwar schon SSL, aber es gab ein Restproblem mit der Blog-Software. Bei der erfolgt die Anzeige aller Bilder nämlich über einen Bilder-Handler. Das bedeutet im wesentlichen, das das Bild nicht direkt als Quelle im IMG-Tag angegeben wird, sondern es wird statt dessen der parametrisierte Handler aufgelistet. Und der ist – zumindest in der Version die wir verwenden- fest kodiert, und zwar mit einer HTTP-URL.

Nun habe ich damals beim einrichten der Blog-Webseite den Fehler gemacht das ganze nicht auf dem Quellcode der Blogsoftware beruhen zu lassen (was gegangen wäre), sondern ich habe die Binäre Distribution verwendet. Das war damals einfacher, macht aber heute Änderungen schwieriger. Mit der Quellcode-Variante hätte man das Programm einfach so ändern können, das es eine HTTP-UPR ausgibt, bei der binären Variante geht das aber leider nicht.

Darum produzierte das Blog weiterhin fröhlich Webseiten, die zwar per HTTPS erreichbar waren, aber ihrerseits Referenzen auf HTTP-URLs verwendete. Wegen diese Referenzen wurden die Blog-Beiträge darum von allen Browsern als nicht vollständig sicher eingestuft (zu Recht) – und die Adressleiste enthielt darum auch nicht die “grüne” Farbe bzw. das Schloss-Symbol, mit dem die sichere Verbindung gekennzeichnet wird.

Das ist aber nun geklärt- und auch die Blog-Seiten und Beiträge sind vollständig per SSL erreichbar. (Anders als auf der normalen Webseite www.die.de erzwingen wir aber zur Zeit die sichere Verbindung nicht: Wer will, kann also noch “unsicher” surfen.)

Wer sich für die technische Lösung interessiert: So haben wir es gemacht….

Das wesentliche Problem ist, das das ASP.NET Programm das HTML erzeugt, das dann, wenn alles fertig ist, an den Client geschickt wird. Am eigentlichen Prozess der HTML-Erzeugung konnten wir nichts beeinflussen. Man musste das HTML also verändern, nachdem es von der Blog-Software erzeugt wurde, und unmittelbar bevor es an den Client gesendet wurde.

Das ist aber bei ASP.NET kein Problem: Dazu muss man nur ein IHttpModule  implementieren und in web.config eintragen. Die Implementierung ist in diesem Fall trivial: Im “Init” hängt man einen Eventhandler an das PostRequestHandlerExecute Event. Dort, falls es sich beim “CurrentHandler” um die Page handelt, hängt man an den Response-Filter einen neuen Filter.

Der Filter erbt von Stream und muss die gängigen Methoden überladen, die einzig wichtige ist aber “Write”. Dort hat man den kompletten Puffer mit dem HTML, und kann dort – in diesem Fall – den Text einfach mit string.Replace() ersetzen, und dann das eigentliche Write aufrufen.

Alles was Sie über Windows 10 wissen müssen

Microsoft hat vor einigen Tagen die neue Version von Windows eingeführt: Windows 10. Um kurz die Übersicht zu behalten: Hier die letzten Windows-Versionen in der Reihenfolge des Auftretens:

  • Windows XP
  • Windows Vista
  • Windows 7
  • Windows 8
  • Windows 8.1
  • Windows 10

Die meisten unserer Kunden verwenden Windows 7, ein anderer Teil Windows 8/8.1 und nur noch eine verschwindend kleine Menge an Rechnern wird noch mit XP oder Vista betrieben. Und jetzt also Windows 10.

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Was kostet das Update:

Das Update ist für Nutzer alter Windows-Versionen kostenlos, solange man sich seine Kopie innerhalb der nächsten 12 Monate besorgt. Danach wird die Sache kostenpflichtig.

Was für Hardware braucht man:

Wenn man bisher mit Windows Vista/7/8 gearbeitet hat, reicht die vorhandene Hardware auch für Windows 10 aus.

Was ändert sich in der Benutzung:

Das kommt drauf an, mit was man vorher gearbeitet hat:

  • Windows XP: Die Umstellung ist durchaus größer. Es gibt keinen “Start”-Button mehr, aber statt dessen an gleicher Stelle einen anderen Button, der das Start-Menü öffnet, Darin befinden sich neben ein paar anderen Dingen weiterhin die Zugangsmöglichkeiten zu den installierten Programmen.
  • Windows 7: Die Umstellung ist minimal: Das Start-Menü ist nun einfacher per Drag&Drop konfigurierbar und kann auch Elemente unterschiedlicher Größe enthalten – und die können auch animierte Inhalte haben, also zum Beispiel aktuelle Nachrichten mit Schlagzeilen und Bildern anzeigen.Der Desktop funktioniert im Prinzip wie gehabt – wenn auch viele Detailänderungen und kleinere Neuerungen zu finden sind. So gibt es zum Beispiel generell die Möglichkeit der Sprachsteuerung, man kann sich auf andere Arten am Rechner anmelden etc. etc. – im wesentlichen kann man aber auch eigentlich so weiter arbeiten, wie bisher. Nur eben mit einem moderneren System.
  • Windows 8/8.1: Windows 10 hat sich vom “Kachel” zwar nicht verabschiedet, verpackt die Sache aber in 2 Modi: Befindet man sich vor einem Tablett, gibts den “Tablett” Modus, der so aussieht, wie der Startbildschirm von 8. Ist man auf einem Desktop, sieht die Sache sehr ähnlich aus wie Windows 7 – es gibt also wieder einen normalen Desktop mit Start-Menü und Taskbar: Insbesondere für Desktop-Benutzer entfällt eine ganze Menge Quälerei (Für Tablett-Benutzer war 8.1 eigentlich recht ordentlich).. Dazu gehört zum Beispiel die Tatsache das einige Anwendungen wie das Mail-Programm oder der Kalender nicht mehr zwingen Bildschirmfüllen ausgeführt werden müssen: Man kann die einfach in einem Fenster am Desktop verwenden.

Soll ich umsteigen?

Wenn Sie immer noch XP verwenden: Auf jeden Fall, und auch aus anderen Gründen. Und kaufen Sie sich bei der Gelegenheit auch mal einen neuen Rechner Smiley

Wenn Sie Vista verwenden: Dito. Aber ohne neuen Rechner…

Wenn Sie 7 verwenden: Es gibt zwar schöne neue Dinge im 10er – aber wenn Sie Windows im wesentlichen für den Start von Baustatik, Outlook und ein paar anderen Programmen verwenden und sich nicht für die automatische Synchronisation von Einstellungen über mehrere Rechner hinweg oder Cloud-Dienste wie OneDrive interessieren: Eigentlich nicht – außer, das die Umstellung gering ist und Sie zur Zeit ein neues modernes System, das länger als das 7er gewartet wird völlig kostenlos bekommen würden…

Wenn Sie 8/8.1 verwenden: Wenn Sie 8/8.1 auf einem Tablett verwenden: Da gibt es nicht viele Gründe, außer, das Sie eine modernes System mit längerer Lebenszeit kostenlos bekommen. (Und viele, viele, viele “neue” Details dazu.). Wenn sie 8/8.1 auf einem Desktop verwenden: Unbedingt umsteigen. Je schneller, desto besser.

64bit–warum umstellen?

Nur noch etwa 10% der Rechner unserer Kunden sind 32bit-Systeme, alle anderen laufen mit einer 64bit Windows-Variante. In diesem Kontext habe ich mir heute ein paar Telemetriedaten aus Fehlermeldungen angesehen und dabei was interessantes festgestellt: Diese 10% der Rechner produzieren etwa 40% aller bei uns gemeldeten Fehler im Programm – und in nahezu allen Fällen handelt es sich um Fehler, an denen wir nichts ändern können. Und ändern können wir darum nichts, weil diese Fehler fast alle darauf zurückzuführen sind, das dem Programm der Speicher ausgeht.

Manchmal sind es tatsächlich ganz einfach zu große Systeme, also welche, die mit der unter 32bit zur Verfügung stehenden Speichermenge einfach nicht mehr gerechnet werden können. Manchmal laufen neben der Baustatik noch diverse andere Programme, sodass diese auch für eine kleineres System einfach nicht mehr genügend Speicher vom Betriebssystem bekommt. Und in anderen Fällen gehen einfach die Window-Handles aus, obwohl eigentlich noch genug Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen würden: Der Wechsel von 32 auf 64bit entfernt deutlich mehr Einschränkungen, als die reine Menge an Arbeitsspeicher.

Wir beantworten natürlich auch die Fehlermeldungen die aus Einschränkungen bei der Verwendung der 32bit Version resultieren – nur ändern können wir nicht wirklich was: Das muss der Anwender selbst tun, und zwar durch den Wechsel zu einer modernen 64bit Version von Windows Smiley . Und das möglichst schnell…