Thomas Wölfers Baustatik-Blog

Thomas Wölfers Baustatik Blog

Fehlende Icons im Notifizierungsbereich


Bei Windows können laufende Programme kleine Icons im Notifizierungsbereich (Tray) des Task Bar anzeigen. Dort erscheint zum Beispiel auch die Uhrzeit, oder auch Icons, die auf neue eingegangene eMails hinweisen. Auch unsere Software benutzt diesen Bereich und zeigt dort ein rotes D für den TimeServer des Work&Cash Verfahrens an.

Auf das rote D kann man dann mit der rechten Maustaste klicken und die eigenen Zeiteinheiten verwalten.

Nun hatten wir heute einen Kunden, bei dem das rote D nicht länger angezeigt wurde. Der TimeServer lief aber - das war über die Prozesse im TaskManager zu verifizieren. Windows kann so konfiguriert werden, das bestimmte Icons nicht angezeigt werden sollen, das geht über die "Eigenschaften" des Taskbars. Das war aber beim Kunden nicht der Fall. Was mich vor ein Problem stellte, denn von unserer Seite aus gibt es keine Möglichkeit das Icon auszublenden. Das fehlende Icon war also eindeutig entweder auf einen Fehler in der Windows-Installation, oder auf einen Einfluss durch ein Programm eines Drittherstellers zurückzuführen.

Ich begann also eine kleine Internet-Suche und fand auch einige Hinweise: Die waren allerdings sehr schwamming - so, wie das eben so ist, mit Postings aus irgendwelchen Foren. In diesem Fall gab es aber eine ganze Menge an Personen, die eine - wenn auch für mich nicht nachvollziehbare - Lösung bestätigten: Man musste einen bestimmten Dienst abschalten. (Zu finden zum Beispiel hier oder hier.)

Der Zusammenhang zwischen dem Problem und der Lösung ist für mich noch immer nicht nachvollziehbar, hat aber auch unserem Kunden geholfen: Es scheint sich also tatsächlich um eine gangbare Lösung zu handeln. Wenn ein Icon zu einem laufenden Programm im Tray fehlt, und das Icon nicht ausdrücklich ausgeschaltet wurde, dann scheint folgendes zu helfen:

- Öffnen der Computerverwaltung in der Systemsteuerung
- Öffnen des Applets für die "Dienste"
- Den SSPD Discovery Service finden und doppelklicken
- Dann den Dienst zunächst anhalten, und außerdem dauerhaft abschalten
- Zu guter letzt den Rechner neu starten: Die fehlenden Icons sollten nun wieder da sein

Der SSDP - Dienst, der da abgeschaltet wird implementiert das Simple Service Discovery Protocol: Er ist im wesentlichen für das erkennen von Universal Plug & Play Geräten im Netz zuständig. Wenn man solche Geräte nicht hat (und ich kennen eigentlich niemanden, der so ein Gerät hat), dann tut das abschalten auch nicht weiter weh. (Im oben verlinkten Thread gibt es auch eine Lösung für den Fall, das eben doch UPnP Geräte vorliegen.)

Wer mir irgendwer erklären kann, was das eine mit den anderen zu tun hat: Bin für jede Erklärung dankbar - ansonsten handelt es sich eben um eine Lösung, die ich nicht wirklich erklären kann.


Hübsche Graphiken in Vista


Manchen ist es ja nicht so wichtig, ob die Dinge, mit denen sie täglich zu tun haben, hübsch anzusehen sind oder nicht. Solche Menschen meckern dann auch gerne rum, das Vista zu viel "Klicki-Bunti" hätte. Mir geht das anders: Ich mags hübsch. Darum gefällt mir auch einiges in Vista deutlich besser als in XP. So sieht zum Beispiel mein Laufwerks-Ordner in der Darstellung "Große Symbole" aus:

Man kann die Bilder für die Laufwerke übrigens stufenlos noch deutlich größer machen - etwa 4 mal so groß, wie hier abgebildet.


WinRAR und Probleme bei der Installation der Baustatik


Bei WinRAR handelt es sich um ein Kompressionsprogramm, das auch .ZIP-Dateien lesen und dekomprimieren kann. Wer Windows XP oder eine neuere Version von Windows einsetzt, braucht das Programm eigentlich nicht, da diese Windows-Versionen ZIP-Dateien ohne Hilfe einer weiteren Software behandeln können. In einem solchen Fall kann mann in der baustatik_setup.zip einfach auf das "setup.exe" klicken um die Baustatik zu installieren: Die Dateien werden dann "automatisch" im Hintergrund in einen temporären Ordner entpackt, und die Installation erfolgt dann über diesen Ordner. Das geht problemlos, allerdings kann die Installation dann nicht automatisch "repariert" werden, wenn das zu einem späteren Zeitpunkt mal notwendig werden sollte.

Auf Basis eines Gesprächs mit einem Kunden geht das mit WinRAR offenbar nicht so gut: Zumindest im Fall des Kunden war es so, das die Installation zwar gestartet wurde, aber dann letztlich nicht abgeschlossen werden konnte. Statt dessen wurde das fehlen einer Datei mit dem Name rar(...)\data.msi angemeckert. Unser Installationsprogramm enthält keine Datei mit diesem Pfad. Aufgrund des "rar" im Namen vermute ich aber, das es sich um eine von RAR angelegte temporäre Datei handelt - die aber nicht wirklich angelegt wurde. Darum ging die Installation dann schief. Offenbar muss man, wenn man WinRAR zur Behandlung von .ZIP-Dateien verwendet, die Installationsdatei der Baustatik erst in einen separaten Ordner extrahieren und von dort starten, statt sie direkt aus der ZIP-Datei heraus auszuführen.


Logfiles vom Windows Installer


Der Windows Installer ist eine Systemkomponente, die für das installieren von Software gedacht ist. Vermutlich jeder hat schonmal eine Datei mit der Erweiterung .msi gesehen - das sind die Dateien die (u.a.) vom Installer installiert werden. Im Normalfall gibt es zur .msi - Datei auch noch eine "setup.exe": Die braucht man aber nicht unbedingt, denn man kann die MSI-Datei auch "von Hand" installieren. Und besonders wenn bei der Installation ein "unerwarteter" Fehler eintritt muss man das auch.

In einem solchen Fall hilft die Fehlermeldung meist nicht weiter: Alles was man weiss ist, das es einen Fehler gibt - man kennt den genauen Grund aber nicht. Da kommt man aber dran, und zwar, indem man den Installer dazu bringt, ein ausführliches Protokoll des Installationsvorganges anzulegen. Mit diesem Protokoll kann man dann die eigentliche Ursache für den Fehler aufspüren. Um das Protokoll anzulegen geht man wie folgt vor:

- .msi-Datei in einem temporären Ordner (z.b.: c:\temp ) kopieren
- Eingabeaufforderung öffnen und in diesen Ordner wechseln
- Folgende Kommandozeile eingeben: msiexec /i NameDerMsiDatei.msi /L*v PfadZuEinemLogfile

Dabei steht NameDerMsiDatei natürlich für die Msi-Datei (also zum Beispiel data.msi) und PfadZuEinemLofile für den Namen der Protokoll-Datei, also zum Beispiel c:\temp\logfile.txt.


Windows Vista: Mein Lieblingsfeature


Mein absolutes Lieblingsfeature von Windows Vista: Das Media-Center (das leider nicht bei allen Versionen von Vista dabei ist.)

Um genau zu sein: Das Media-Center hat eine ganze Menge Funktionen, und die, die ich so mag, ist der digitale Videorekorder. Man steckt eine TV-Karte an (ich habe eine Cinergy DT von TerraTec) und schon hat man einen Videorekorder und einen Fernseher. Das Fernsehprogramm holt sich das Media-Center selbstständig aus dem Internet: Komplett mit Liste der Schauspieler, Beschreibung der Sendung, und allem was man sonst so von einem Fernsehprogramm will.

Man kann dann "ganz normal" Fernsehen - aber im laufenden Programm auch einfach auf "Pause" drücken, wenn man zum Beispiel kurz telefonieren muss. Aufnehmen tut das ganze natürlich auch: Dabei gibt es mehrere Geschmacksrichtungen. Zum einen kann man ähnlich wie bei einem Videorekorder einen Sender, eine Uhrzeit und einen Aufnahmezeitraum angeben.

Man kann aber auch im Fernsehprogramm einfach auf die Sendung klicken und den Befehl "aufnehmen" auswählen. Am besten finde ich aber eigentlich die Aufnahme per Suchbegriff. Dabei gibt man einfach einen (oder mehrere Suchbegriffe) ein - und das Media-Center nimmt dann alle Sendungen auf, in deren Titel, Beschreibung oder Schauspieler-Liste der Begriff auftaucht. Mit dem Begriff "Bruce Willis" wird zum Beispiel alles rund um den guten Mann aufgenommen: Egal auf welchem Sender und zu welcher Uhrzeit.


Grundlegendes zu WOW64


Bei WOW64 handelt es sich um den x86 Emulator, der es ermöglicht, 32bit Windows-Anwendungen auf einem 64bit Windows-System (also XP 64 oder Vista 64) auszuführen. Die Referenzinformationen dazu finden sich bei MSDN.

Was man auf jeden Fall darüber wissen sollte ist folgendes: WOW64 verwendet einen Registry Redirector (Umleiter) und einen Dateisystem Redirector, um 32bit Anwendungen eine logische Sicht auf das Dateisystem und die Registry zu verschaffen, die mit dem tatsächlichen Layout nichts zu tun hat. Anders ausgedrückt: Die Registry und das Dateisystem sind unter 64bit Windows anders organisiert als unter 32bit Windows, und WOW64 kümmert sich darum, das beides für 32bit Anwendungen trotzdem so aussieht, wie diese das erwarten.

Die Systemprorgamme mit 64 Bit finden sich auf der Platte in %windir%\system32, und das Verzeichnis für 32bit findet sich unter %windir%\SysWow64. (Es gibt ein paar weitere Unterschiede, aber das ist der wichtigste.)

Wie erwähnt sieht auch die Registry anders aus - wie man leicht überprüfen kann, wenn man die "richtige" Version von Regedit.exe verwendet: Es gibt nämlich 2 davon. Um die 64bit Variante der Registry anzusehen, verwendet man %windir%\system32\regedit.exe und um die 32bit Variante zu betrachten %windir%\SysWow64\regedit.exe. (Startet man Regedit einfach von der Kommandozeile die man über cmd.exe vom Start-Menü geöffnet hat, bekommt man die 64bit Variante.)