Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Windows Vista: Mein Lieblingsfeature


Mein absolutes Lieblingsfeature von Windows Vista: Das Media-Center (das leider nicht bei allen Versionen von Vista dabei ist.)

Um genau zu sein: Das Media-Center hat eine ganze Menge Funktionen, und die, die ich so mag, ist der digitale Videorekorder. Man steckt eine TV-Karte an (ich habe eine Cinergy DT von TerraTec) und schon hat man einen Videorekorder und einen Fernseher. Das Fernsehprogramm holt sich das Media-Center selbstständig aus dem Internet: Komplett mit Liste der Schauspieler, Beschreibung der Sendung, und allem was man sonst so von einem Fernsehprogramm will.

Man kann dann "ganz normal" Fernsehen - aber im laufenden Programm auch einfach auf "Pause" drücken, wenn man zum Beispiel kurz telefonieren muss. Aufnehmen tut das ganze natürlich auch: Dabei gibt es mehrere Geschmacksrichtungen. Zum einen kann man ähnlich wie bei einem Videorekorder einen Sender, eine Uhrzeit und einen Aufnahmezeitraum angeben.

Man kann aber auch im Fernsehprogramm einfach auf die Sendung klicken und den Befehl "aufnehmen" auswählen. Am besten finde ich aber eigentlich die Aufnahme per Suchbegriff. Dabei gibt man einfach einen (oder mehrere Suchbegriffe) ein - und das Media-Center nimmt dann alle Sendungen auf, in deren Titel, Beschreibung oder Schauspieler-Liste der Begriff auftaucht. Mit dem Begriff "Bruce Willis" wird zum Beispiel alles rund um den guten Mann aufgenommen: Egal auf welchem Sender und zu welcher Uhrzeit.


Grundlegendes zu WOW64


Bei WOW64 handelt es sich um den x86 Emulator, der es ermöglicht, 32bit Windows-Anwendungen auf einem 64bit Windows-System (also XP 64 oder Vista 64) auszuführen. Die Referenzinformationen dazu finden sich bei MSDN.

Was man auf jeden Fall darüber wissen sollte ist folgendes: WOW64 verwendet einen Registry Redirector (Umleiter) und einen Dateisystem Redirector, um 32bit Anwendungen eine logische Sicht auf das Dateisystem und die Registry zu verschaffen, die mit dem tatsächlichen Layout nichts zu tun hat. Anders ausgedrückt: Die Registry und das Dateisystem sind unter 64bit Windows anders organisiert als unter 32bit Windows, und WOW64 kümmert sich darum, das beides für 32bit Anwendungen trotzdem so aussieht, wie diese das erwarten.

Die Systemprorgamme mit 64 Bit finden sich auf der Platte in %windir%\system32, und das Verzeichnis für 32bit findet sich unter %windir%\SysWow64. (Es gibt ein paar weitere Unterschiede, aber das ist der wichtigste.)

Wie erwähnt sieht auch die Registry anders aus - wie man leicht überprüfen kann, wenn man die "richtige" Version von Regedit.exe verwendet: Es gibt nämlich 2 davon. Um die 64bit Variante der Registry anzusehen, verwendet man %windir%\system32\regedit.exe und um die 32bit Variante zu betrachten %windir%\SysWow64\regedit.exe. (Startet man Regedit einfach von der Kommandozeile die man über cmd.exe vom Start-Menü geöffnet hat, bekommt man die 64bit Variante.)


Ich hab gar nichts gemacht ...


Typisches Problem: Man soll bei einem Bekannten (Kunden...) "mal kurz" nachsehen, warum sich der Rechner "seit kurzem" so komisch verhält - und auf die Frage, was sich denn in letzter Zeit geändert hätte bekommt man die Antwort "Ich habe gar nichts geändert". Das stimmt natürlich in 100% aller Fälle eher nicht, man kann aber auch nur schwer was dagegen sagen.

Für genau diesen Fall ist die Zuverlässigkeitsüberwachung von Vista eine schöne Sache.

Es gibt darin ein Protokoll für alle Softwareinstallationen, sowie nach verschiedenen Kategorien aufgeschlüsselte Fehlerprotokolle - und das für einen recht langen Zeitraum. (Man kann bestimmt irgendwo einstellen, wie lange die Daten vorgehalten werden, wenn man aber nichts tut (so wie ich), dann bleiben sie für ein Jahr erhalten.

Für die Problemdiagnose ist das eine tolle Sache - und zwar sowohl was Anwendungen angeht, als auch was die Vorhersage von in Kürze anstehenden Hardwareausfällen angeht.


Wie man in Vista nach mehreren Dateierweiterungen gleichzeitig sucht


Wenn man in Vista nach einem bestimmten Dateityp suchen will - zum Beispiel nach allen Dateien vom Typ ".doc", dann kann man im Suchfeld einfach *.doc eingeben. Was aber, wenn man sowohl nach .doc als auch nach .xls Dateien suchen möchte.

Eingentlich ist das einfach - die Suche kennt nämlich Logische Operatoren, und einer davon ist OR. Man gibt also im Suchfeld "*.doc OR *.xls" ein - und bekommt dann eine Liste aller Word- und Excel-Dateien.


Die unntigen Zeilenumbrüche wurden entfernt


Mir ist völlig schleierhaft warum es das tut, und wiese Outlook glaubt, es sei eine gute Idee: Auf jeden Fall stellt Outlook 2007 bei Textmails einen kleinen blauen Balken oberhalb der Mail dar. Darin steht der Text: "Die unnötigen Zeilenumbrüche wurden entfernt."

Nahezu immer handelt es sich bei diesen "unnötigen" Zeilenumbrüche um solche, die der Versender der Mail mit voller Absicht im Text untergebracht hat, um einen der wenigen in Textmails möglichen Formatierungseffekte zu erzielen. Genau: Einen Zielenumbruch. Und es ist dann auch nicht besonders überraschend, das eMails, bei denen die "unnötigen" Zeilenumbrüche entfernt wurden, nicht besonders gut lesbar sind.

Man kann dann zwar auf den blauen Balken klicken und Outlook bietet dann auch an, die Zeilenumbrüche wieder einzufügen - aber lästig ist das schon. Man kann diese Funktion aber auch ganz abschalten, und zwar unter Extras -> Optionen -> Einstellungen -> E-Mail-Optionen -> Zusätzliche Zeilenumbrüche in nur-Text-Nachrichten entfernen.


Hilfe unter Windows Vista


Aus mir nicht ganz klaren Gründen liefert Microsoft unter Vista das Hilfe-Programm zur Anzeige von .hlp-Dateien nicht mit aus. Als Resultat davon kann man Hilfedateien die in diesem altem Format vorliegen von Haus aus unter Vista nicht anzeigen. Das trifft zum Beispiel auf einen Teil unserer Statikprogramme zu: Xdur, Xksn und Konsorten haben das Problem, die "Baustatik" nicht.

Das Problem ist aber leicht zu löschen: Dazu muss man nur das Hilfe-Programm von Microsoft herunterladen und installieren - dann geht auch die Hilfe wieder. Der Download befindet sich hier: Download WinHlp32


Vista: Netzwerkübersicht in einer Domäne


Im Netzwerk- und Freigabecenter von Vista gibt es rechts oben einen Link: Gesamtübersicht anzeigen

Wenn man da drauf klickt, dann sollte man eine Karte des lokalen LANs erhalten - einschliesslich von Routern und allen Computern (zumindest, wenn die auch mit Vista betrieben werden, oder wenn es sich um XP Geräte handelt bei der die dafür benötigte zusätzliche Komponente installiert wurde.)

Das passiert auch - aber nur bei einem Heimnetzwerk. Befindet sich der Rechner aber in einer Domäne, dann gibt es keine Netzwerkkarte, sondern nur die Meldung: "Network mapping is disabled by default on domain networks. Your network administrator can use Group Policy to enable mapping." (Die Erstellung einer Netzwerkübersicht ist in Domänennetzwerken standartmässig deaktiviert. Der Netzwerkadministrator kann eine Gruppenrichtlinie verwenden, um die Erstellung von Netzwerkübersichten zu aktivieren.)

Nur stimmt das leider nicht: Jeder Vista Rechner der zur Zeit in einer Domäne steckt, steckt in einer Windows 2003 Server Domäne (oder einem älteren Windows Server). Und der hat die notwendigen Group Policy Vorlagen schicht und ergreifend nicht. Man kann diese Einstellung erst dann über Group Policy vornehmen, wenn der Windows 2008 Server verfügbar und als Domain-Server eingesetzt wird.

Man kann die Sache aber sehr wohl über eine lokale Gruppenrichtlinie auf einem einzelnen Rechner lokal anwerfen. Wie das geht steht hier.


Sehr praktisch: Windows Server Update Services


WSUS 3.0 - was ist das eigentlich? Die Windows Server Update Services sind ein kostenloses Softwarepaket, mit dem sich das Updaten von Windows-Rechnern zum einen verwalten und zum anderen beschleunigen läst. Im Wesentlichen geht es dabei darum, das man eine lokale Datenbank anlegen kann, in der alle verfügbaren Updates (also die, die es auch bei Microsoft Update gibt) enthalten sind. Den Rechnern im eigenen Netz teilt man dann mit, das sie Ihre Updates nicht länger von Microsoft Update (oder Windows Update) abholen sollen, sondern eben vom eigenen Update Server.

Das hat verschiedene Vorteile:

  • Die Updates werden nicht länger von allen Rechnern einzeln aus dem Web abgeholt - statt dessen wird jedes Update nur noch einmal runtergeladen.
  • Weil die Update lokal vorliegen, geht das installieren der Updates deutlich schneller. Besonders dann, wenn ein neuer Rechner installiert wird.
  • Man kann einzelne Updates von der Verteilung ausschliessen - will man also nicht, das bestimmte Updates installiert werden, kann man dafür zentral Sorge tragen.
  • Man kann die Computer im Netz zu Gruppen zusammenfassen und die auf unterschiedliche Arten updaten (z.b. zu unterschiedlichen Zeiten, oder mit unterschiedlicher Software.)
  • Man kann Testsysteme bauen, auf denen man Updates zunächst ausprobiert, bevor man die "automatischen" Updates auf allen Systemen zum Zuge kommen lässt.

Noch ein kleiner Hinweis: Auf der Download-Seite steht was von "20 GB" Platzbedarf - das stimmt aber nicht mehr so ganz: Ich brauche hier momentan knapp 40 GB dafür.


Windows Live Hotmail: Jetzt mit großer Inbox


Für Hotmail gibts ab heute auch ein Update: Das neue kostenlose Hotmail hat unter anderem eine größere Inbox (5 GB statt 2 GB) und neben diversen anderen neuen Features auch eine Option, mit der man direkt in die Inbox springen kann, statt erst die "Today" Seite zu sehen zu bekommen. Mehr Infos hier.