Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Welche ist es denn: USB-Version herausfinden


Vor einiger Zeit hatte ich hier bereits über das Tool USBView geschrieben: Damit kann man herausfinden, welche USB-Version vom eigenen Rechner unterstützt wird. Damals war es allerdings relativ schwer, eine kompilierte Version des Programms aufzutreiben. Ein Leser hat mich nun heute darauf hingewiesen, das sich dieser Zustand geändert hat: Es gibt das Update zu USBView mit dem Namen UVCView nun direkt bei Microsoft zum runterladen.


Neues Beta von Microsoft Max


Max ist eine kostenlose Photo-Display Software, die interessanterweise auch als RSS-Reader verwendet werden kann. Das ganze basiert auf dem aktuellen RC vom .Net Framework 3 - und ist unheimlich hübsch. Download hier.


Remote Desktop Verbindungen mit Cut&Paste


Wenn man mit einem Server per Remote-Desktop Verbindung kommuniziert, dann kann man Dateien vom lokalen Rechner aus dem Explorer per Cut&Paste auf den entfernten Rechner transportieren. Dazu ist eigentlich nur notwendig, eine lokale Option zu setzen, die von Haus aus ausgeschaltet ist: Man muss unter dem Optionen der Remote-Desktop Verbindung die Option "Lokale Resourcen" -> "Disk Drives" einschalten: Ab der nächsten Verbindung sollte Cut&Paste funktionieren - zumindest dann, wenn diese Funktionalität auf dem entfernten Rechner nicht ausdrücklich ausgeschaltet wurde.


Wie man ASP.Net Webseiten komprimiert


Webseiten komprimiert auszuliefern macht Sinn: Die Seiten werden erheblich schneller transportiert weil sie in komprimierter Form deutlich kleiner sind. Beim IIS6 ist das komprimieren obendrein extrem einfach, denn man muss eigentlich nur eine die Option zum komprimieren bei den Eigenschaften der Site einschalten. Dabei gibt es zwei Optionen, eine für statische Seiten und eine zweite für dynamische Seiten.

Der Unterschied besteht in der Serverlast, die das komprimieren erzeugt: Die statischen Seiten werden bei der ersten Anforderung komprimiert und bleiben dann in einem Cache, müssen also nur einmal komprimiert werden. Dynamische Seiten werden bei der Anforderung komprimiert - machen also mehr Last. Ich hielt das bei www.die.de trotzdem für vertretbar, und habe beide Optionen eingeschaltet.

Was mich dann wunderte: Nach dem einschalten der Komprimierung stellte sich beim test mit Fiddler heraus, das weiterhin nicht komprimierte Seiten ausgeliefert wurden, obwohl der IE bei der Anforderung angab, mit komprimierten Inhalten klarzukommen.

Dafür gibt es einen einfachen Grund: Der IIS hat einen Satz an Dateierweiterungen für Dateien, die bei Anforderung komprimiert werden können. Schaltet man die Optionen zum komprimieren ein, dann werden HTML und ASP Seiten komprimiert - aber ASPX Seiten von ASP.Net eben nicht. Wenn man das möchte, dann muss man manuell in die Metabase eingreifen. Wenn man das erst einmal weiss, dann ist die Lösung einfach - und hier Schritt für Schritt erklärt. Dabei bitte beachten: Wenn man der Erklärung folgt, dann werden danach ASP.Net Seiten zwar komprimiert ausgeliefert - dafür läuft aber der  eventuell zuvor laufende SMTP Dienst nicht mehr: Den muss man bei Bedarf wieder händisch starten.


Alles OK mit dem Rechner ?


Windows XP protokolliert eine ganze Menge an Ereignissen mit - und es lohnt sich tatsächlich, diese Protokolle hin- und wieder nach Fehlern oder Warnungen durchzusehen: Unter Umständen muss man ja nur ein kleines Problem aus dem Weg schaffen, um die Performance des Rechners zu verbessern oder einen drohenden Datenverlust zu vermeiden.

Das Ereignisprotokoll können Sie sich mit dem Ereignisbetrachter anzeigen lassen. Den finden Sie über die "Administrativen Werkzeuge" oder über die Computerverwaltung in der Systemsteuerung.

Für jede Meldung gibt es dabei neben einem kurzen - oft leider nicht sehr verständlichem - Text auch eine Kategorie und eine Ereignis-ID. Und damit kommen Sie auch an meiste recht gute Problembeschreibungen ran: Daraus ist die Site eventid.net spezialisiert. Dort geben Sie die Ereignis-Kennung der Meldung aus dem Ereignisprotokoll ein, und erhalten dann eine Liste von möglichen Gründen für den Fehler: Ungemein praktisch.


Windows Vista und schwerwiegende Fehler


Beim Performance Monitor (perfmon, "Leistungsdiagnosekonsole") von Windows hat sich bei Vista einiges getan - unter anderem sind die verwendeten Begriffe beim deutschen Beta übersetzt worden. Zumindest bei meinem XP sind die Erklärungen noch in englischer Sprache...

Wie das bei Übersetzungen so ist, sind dabei auch ein paar lustige Konstruktionen entstanden - so gibt es plötzlich eine Statistik über "Schwerwiegende Fehler pro Minute" beim Speicher. Der Speicher ist aber natürlich nicht kaputt und hat Ausfallerscheinungen, es geht eigentlich um etwas ganz anderes: Das Problem der Übersetzer ist wohl in erster Linie die Tatsache, das sie etwas übersetzen sollten, für das es eigentlich kein deutsches Wort gibt. Und darum gehts:

Aus Sicht des Prozessors - und auch aus Sicht des Betriebssystems - ist der Speicher in so genannten Seiten "Pages" eingeteilt. Die Größe einer Seite ist im Wesentlichen von der CPU abhängig, gängigerweise aber 4KB gross. Sinn der Sache ist die virtuelle Speicherverwaltung: Jede Speicheradresse befindet sich in einer Seite - muss die CPU auf eine Speicherzelle zugreifen, dann muss die entsprechende Seite im Zugriff der CPU liegen. Seiten auf die gerade nicht zugegriffen werden muss, können ausgelagert werden. Zum Beispiel auf die Festplatte, oder in andere Bereiche des RAMs.

Muss die CPU auf eine Seite zugreifen die sie nicht im unmittelbaren Zugriff hat, dann tritt ein "Page Fault" (Seiten[zugriffs]fehler) ein. In abhängigkeit davon wo sich die Seite befindet, haben diese Page Fault unterschiedliche Bezeichnungen. Befindet sich die Seite im RAM, so nennt man das einen "Soft Fault", befindet sich die Seite hingegen auf der Festplatte, dann nennt man das "Hard Fault". Und diese "Hard Faults" sind eben auch die "Schwerwiegenden Fehler" beim "Speicher" von Vista.

Es handelt sich also einfach um Speicherzugriffe, die aufgrund der virtuellen Speicherverwaltung einen Festplattenzugriff erfordern.