Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Wie man ASP.Net Webseiten komprimiert


Webseiten komprimiert auszuliefern macht Sinn: Die Seiten werden erheblich schneller transportiert weil sie in komprimierter Form deutlich kleiner sind. Beim IIS6 ist das komprimieren obendrein extrem einfach, denn man muss eigentlich nur eine die Option zum komprimieren bei den Eigenschaften der Site einschalten. Dabei gibt es zwei Optionen, eine für statische Seiten und eine zweite für dynamische Seiten.

Der Unterschied besteht in der Serverlast, die das komprimieren erzeugt: Die statischen Seiten werden bei der ersten Anforderung komprimiert und bleiben dann in einem Cache, müssen also nur einmal komprimiert werden. Dynamische Seiten werden bei der Anforderung komprimiert - machen also mehr Last. Ich hielt das bei www.die.de trotzdem für vertretbar, und habe beide Optionen eingeschaltet.

Was mich dann wunderte: Nach dem einschalten der Komprimierung stellte sich beim test mit Fiddler heraus, das weiterhin nicht komprimierte Seiten ausgeliefert wurden, obwohl der IE bei der Anforderung angab, mit komprimierten Inhalten klarzukommen.

Dafür gibt es einen einfachen Grund: Der IIS hat einen Satz an Dateierweiterungen für Dateien, die bei Anforderung komprimiert werden können. Schaltet man die Optionen zum komprimieren ein, dann werden HTML und ASP Seiten komprimiert - aber ASPX Seiten von ASP.Net eben nicht. Wenn man das möchte, dann muss man manuell in die Metabase eingreifen. Wenn man das erst einmal weiss, dann ist die Lösung einfach - und hier Schritt für Schritt erklärt. Dabei bitte beachten: Wenn man der Erklärung folgt, dann werden danach ASP.Net Seiten zwar komprimiert ausgeliefert - dafür läuft aber der  eventuell zuvor laufende SMTP Dienst nicht mehr: Den muss man bei Bedarf wieder händisch starten.


Alles OK mit dem Rechner ?


Windows XP protokolliert eine ganze Menge an Ereignissen mit - und es lohnt sich tatsächlich, diese Protokolle hin- und wieder nach Fehlern oder Warnungen durchzusehen: Unter Umständen muss man ja nur ein kleines Problem aus dem Weg schaffen, um die Performance des Rechners zu verbessern oder einen drohenden Datenverlust zu vermeiden.

Das Ereignisprotokoll können Sie sich mit dem Ereignisbetrachter anzeigen lassen. Den finden Sie über die "Administrativen Werkzeuge" oder über die Computerverwaltung in der Systemsteuerung.

Für jede Meldung gibt es dabei neben einem kurzen - oft leider nicht sehr verständlichem - Text auch eine Kategorie und eine Ereignis-ID. Und damit kommen Sie auch an meiste recht gute Problembeschreibungen ran: Daraus ist die Site eventid.net spezialisiert. Dort geben Sie die Ereignis-Kennung der Meldung aus dem Ereignisprotokoll ein, und erhalten dann eine Liste von möglichen Gründen für den Fehler: Ungemein praktisch.


Windows Vista und schwerwiegende Fehler


Beim Performance Monitor (perfmon, "Leistungsdiagnosekonsole") von Windows hat sich bei Vista einiges getan - unter anderem sind die verwendeten Begriffe beim deutschen Beta übersetzt worden. Zumindest bei meinem XP sind die Erklärungen noch in englischer Sprache...

Wie das bei Übersetzungen so ist, sind dabei auch ein paar lustige Konstruktionen entstanden - so gibt es plötzlich eine Statistik über "Schwerwiegende Fehler pro Minute" beim Speicher. Der Speicher ist aber natürlich nicht kaputt und hat Ausfallerscheinungen, es geht eigentlich um etwas ganz anderes: Das Problem der Übersetzer ist wohl in erster Linie die Tatsache, das sie etwas übersetzen sollten, für das es eigentlich kein deutsches Wort gibt. Und darum gehts:

Aus Sicht des Prozessors - und auch aus Sicht des Betriebssystems - ist der Speicher in so genannten Seiten "Pages" eingeteilt. Die Größe einer Seite ist im Wesentlichen von der CPU abhängig, gängigerweise aber 4KB gross. Sinn der Sache ist die virtuelle Speicherverwaltung: Jede Speicheradresse befindet sich in einer Seite - muss die CPU auf eine Speicherzelle zugreifen, dann muss die entsprechende Seite im Zugriff der CPU liegen. Seiten auf die gerade nicht zugegriffen werden muss, können ausgelagert werden. Zum Beispiel auf die Festplatte, oder in andere Bereiche des RAMs.

Muss die CPU auf eine Seite zugreifen die sie nicht im unmittelbaren Zugriff hat, dann tritt ein "Page Fault" (Seiten[zugriffs]fehler) ein. In abhängigkeit davon wo sich die Seite befindet, haben diese Page Fault unterschiedliche Bezeichnungen. Befindet sich die Seite im RAM, so nennt man das einen "Soft Fault", befindet sich die Seite hingegen auf der Festplatte, dann nennt man das "Hard Fault". Und diese "Hard Faults" sind eben auch die "Schwerwiegenden Fehler" beim "Speicher" von Vista.

Es handelt sich also einfach um Speicherzugriffe, die aufgrund der virtuellen Speicherverwaltung einen Festplattenzugriff erfordern.


Interessantes Video


Mit Rico Mariani. Es dauert fast 1.5 Stunden, ist aber sehr interessant, wenn man sich für Hintergründe bei Windows interessiert. Video.

Rico: I'm a great fan of Stallmann...


Macht Sinn: Hin und wieder defragmentieren


Mein "neuer" Rechner ist jetzt etwa 7 Monate alt - und das anmelden am System, zu Anfang eine Sache von 1-2 Sekunden, dauerte mitlerweile fast eine Minute. Das war aber tatsächlich extrem einfach zu korrigieren: Ich habe einfach einmal den in Windows eingebauten Defragmentierer angeworfen - jetzt dauert die Anmeldung wieder nur eine Sekunde.

Kann also nur empfehlen, das eigene System tatsächlich hin- und wieder mal zu defragmentieren. Den Defragmentierer finden Sie unter

Start -> Systemsteuerung -> Verwaltung -> Computerverwaltung -> Datenspeicher -> Defragmentierung


64bit XP Magie


Unter Windows gibt es die "hosts" Datei, in der man statisches DNS Mapping betreiben kann, indem man dort den zu einer IP-Adresse gehörenden Namen einträgt. Das brauche ich zum Beispiel regelmässig, um Testversionen von Webseiten auf "www.die.de" anzusehen, die eben noch nicht auf www.die.de liegen.

Unter 64bit Windows XP ist die Datei aber schlicht und ergreifend nicht da. Um genau zu sein: das "Drivers" Verzeichnis, indem sich das "etc" Verzeichnis befindet, in dem sich die Datei befindet, ist schon nicht da. Zumindest wird sie im Explorer nicht angezeigt, ganz egal an welchen Optionen man dreht.

Trotzdem ist die Datei aber da - man muss nur drauf kommen, sie einfach anzufordern - zum Beispiel, indem man den kompletten Pfad dahin im Datei-Öffnen Dialog von Notepad eintippt. Dann wird die Datei ganz brav geladen, und kann bearbeitet werden. Man muss also eigentlich nur fest dran glauben das das Ding da ist - dann kann man es auch bearbeiten... :-)

Mail-Quelltext in Outlook 2003 lesen


Im Gegensatz zu Outlook Express hat Outlook 2003 keinen "View Source" Befehl, mit dem man direkt den Quelltext und die Header von eMails ansehen kann. Statt dessen muss man die Mail zunächst öffnen (durch einen Doppelklick), und kann sich dann über "Ansicht -> Optionen" den Quelltext der Mail ansehen. Leider zeigt Outlook 2003 aber nur die Header der Mail an.

Man kann sich aber auch den komplette Quelltext der Mail anzeigen lassen, indem man einen Registry-Key setzt. Gebraucht wird: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Options\Mail

Dort legt man einen neue Eintrag vom Typ DWORD mit dem Namen "SaveAllMIMENotJustHeaders" und dem Wert "1" an. Für Mails, die man danach erhält, kann man dann auch den Quelltext einsehen. Warum das so umständich sein muss, und warum das Fenster zum anzeigen des Quelltextes so winzig ist, ist mir ein Rätsel: Outlook Express ist in dieser Hinsicht deutlich besser.

Windows, Office und die Updates


Wer "Windows Update" verwendet, um seinen Rechner auf dem neuesten Stand zu halten, der tut gut daran. Schon allein aus Sicherheitsgründen sollte man die automatischen Updates verwenden, und sich Windows darüm kümmern lassen, das es sich selbst auf dem neuesten Stand hält.

Seit einiger Zeit gibt es aber eine deutlich bessere Alternative: Microsoft Update. Auch das kann automatisch betrieben werden und sich selbst darum kümmern, das das System immer auf dem neuesten Stand ist. Im Gegensatz zum normalen Windows Update kümmert sich Microsoft Update aber noch zusätzlich um Updates für die Office-Programme wie Outlook und Word, sowie um weitere Software wie zum Beispiel SQL Server. Ich kann den Umstieg nur empfehlen.


Der Windows-XP Desktop-Toolbar


Windows XP hat viele nette Features, von denen ich oft erlebe, das viele Menschen sie nicht kennen. Eines davon ist der "Desktop Toolbar".

Eigentlich ist das gar kein Toolbar, sondern ein Button - und der öffnet ein Menü. Sinn der Sache ist folgender: Man hat auf dem Desktop irgendwelche Links oder Dateien, die man häufig benötigt. Gleichzeitig arbeitet man aber normalerweise mit einem maximierten Fenster - man kann den Desktop also gar nicht sehen, geschweige denn auf irgendwas, das darauf liegt, klicken. Mit einem Wort: Man kommt eben nicht an die "wichtige" Readme.txt, wenn gerade ein Fenster maximiert ist.

Außer, man benutzt den Desktop-Toolbar. Den aktiviert man wie folgt:

  • Rechter Mausklick auf den Taskbar. (Das ist das ding unten am Rand, wo auch der Startbutton und die Uhr drin ist.)
  • Der Klick öffnet ein Objektmenü. Da drin gibts ganz oben den Befehl "Toolbars". Draufklicken.
  • Das öffnet ein Untermenü, und da drin steht "Desktop". Draufklicken.
  • Jetzt gibt es links vom Info-Bereich im Taskbar (also links von der Uhr) einen neuen "Button" mit dem Text "Desktop"
  • Da kann man nun draufklicken, und das öffnet ein Menü. In dem befinden sich dann Befehle, mit denen man alle Elemente erreichen kann, die sich auf dem Desktop befinden.