Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Wie man den Mailserver herausfindet


Für jede Domäne an die man Emails versenden kann, muss es einen zuständigen Mail-Server geben. Das ist der Rechner der die eingehende Mail annimmt oder die ausgehende Mail verteilt. Im Prinzip kann der Mailserver einer Domäne ein beliebiger Rechner sein - im Fall von "die.de" ist es beispielsweise so, das es einen eigenen Web-Server und einen davon separaten Mail-Server gibt.

Nun ist es manchmal ganz interessant herauszufinden, welcher (oder welche, denn es kann auch mehrere geben) Rechner für die Email einer Domäne zuständig ist - und das kann man ganz einfach mit einem Programm, das bei jeder aktuellen Windows-Version dabei ist: nslookup.

Damit Sie nslookup verwenden können, bzw. damit das Programm sinnvolle Informationen liefern kann, müssen Sie mit dem Internet verbunden sein. Um dann zum Beispiel herauszufinden welcher Rechner für die Mail von "die.de" zuständig ist, tun Sie folgendes:

  • Zunächst starten Sie eine Dos-Shell (Command-Prompt).
  • Darin starten Sie dann das Programm "nslookup". Das Programm wartet dann auf eine Eingabe von Ihnen hinter dem ">"-Zeichen.
  • Da Sie mit nslookup eine ganze Menge an Informationen erfragen können, müssen Sie dem Programm zunächst mitteilen, welche Informationen Sie wünschen. Im Fall des Mailservers ist das der "mx" (Mail eXchange) Record. Das tun Sie durch Eingabe der Zeile:
  • set type=mx
  • jetzt können Sie einfach den Namen der Domäne (oder die Namen der Domänen) angeben, für die Sie sich interessieren. Also zum Beispiel "die.de".
  • nslookup gibt Ihnen dann die IP-Adresse des Mailservers an

Um "nslookup" zu verlassen geben Sie den Befehl "exit" ein.


Lustig: Google hält mich für den .hta-Experten


Wer bei Google nach der Dateierweiterung .hta sucht ( klick ) - der landet dann wohl unweigerlich auf meinem Blog: Laut Google bin ich da wohl der Experte. :-)

Bin ich zwar eigentlich nicht, aber nachdem das offenbar ein wichtiges Thema ist (zumindest kommen viele Besuche anhand dieser Suche auf diese Seite), will ich die Sache an dieser Stelle kurz erklären.

Unter Windows ist es so, das die Dateierweiterung einer Datei - das sind die 3 (oder mehr) Zeichen hinter dem Punkt im Dateinamen - den "Typ" der Datei spezifizieren. Der Typ legt nun seinerseits fest, mit welchem Programm die Datei geöffnet werden kann. So kann man .txt - Dateien beispielsweise mit Notepad öffnen, .doc-Dateien mit Word, und .html-Dateien mit dem Internet Explorer.

Wer mag kann in den Ordner-Option auf dem Reiter "Dateitypen" nachsehen, welche Dateierweiterungen auf dem eigenen Rechner bekannt sind, und welche Programme sich für diese Erweiterung zuständig fühlen. Dort können Sie übrigens auch einstellen, welches Programm verwendet werden soll: Sie sind also nicht an den vorgegebene Zusammenhang gebunden.

Nun ist es so, das es eine Reihe von Dateierweiterungen gibt, die von Windows aus vorgegeben sind. Dazu gehört bei XP zum Beispiel .txt mit Notepad, .bmp mit Paint - und eben unter anderem .hta - mit dem Internet Explorer. Bei hta (HyperTextApplication) Dateien handelt es sich um Programme die sich nur aus HTML, CSS und Script zusammensetzen, und vom Internet Explorer ausgeführt werden. Man kann damit zum Beispiel ganz angenehme Oberflächen für Installationsprogramme oder andere Hilfsskripte bauen.

Die Oberfläche für das Installationsprogramm unserer Baustatik-Software ist zum Beispiel so ein HTA-Programm.

Nun ist es aber so, das es keinen weltweit zentralen Dienst fürs registrieren von Dateierweiterungen gibt - und so kommt es eben dazu, das manchmal unterschiedliche Programme die gleiche Erweiterung für sich beanspruchen. Gewinnen tut dann immer der, der sich zuletzt in Windows registriert hat.

Und genau das passiert mit einigen Versionen des "HTA" Bemessungsprogramms von Halfen - das registriert nämlich auch die Erweiterung .hta, und überschreibt damit eine eigentlich vom System vorgegebene Einstellung. Resultat: Man kann danach "echte" HTA-Programme nicht mehr starten, weil bei jedem Doppelklick darauf das Halfen-Programm startet. Das kann aber seinerseits mit den Daten aus der HTA-Datei nichts anfangen.

Wer das reparieren will, der findet eine Anleitung dazu hier.

(Übrigens habe ich das mit Google nicht selbst herausgefunden - statt dessen hat mir jemand den Link per Mail geschickt, allerdings ohne sich zu erkennen zu geben: Darum hier auch nur ein Dankeschöne an den anonymen Informanten :-))


Nochmal Consolas


Ich hatte vor ein paar Tagen den "Consolas" Font von Windows Vista gezeigt - und dazu gab es nun ein paar Nachfragen, weil die Font bei anderen nicht so gut aussah, wie auf meinem Screenshot.

Grund: Die neuen Vista-Fonts sind darauf ausgelegt, das man ClearType eingeschaltet hat - das ist bei Vista per Default der Fall, bei XP aber nicht. Wenn man also einen der neuen Vista Fonts unter XP benutzen will, dann sollte man auf jeden Fall ClearType einschalten. Ich empfehle außerdem den ClearType Tuner von Microsoft: Jeder "sieht" nunmal anders - darum ist es sinnvoll, die Einstellungen für sich selbst zu personalisieren.


Text aus Message-Boxen kopieren


Oft erscheinen Fehlermeldung von Windows-Programmen in sogenannten "Message-Boxen". Das sind die kleinen Fenster, die unten meist nur einen OK oder Abbrechen haben, rechts ein Icon anzeigen und ansonsten nur aus einem Nachrichtentext bestehen. Nun will man diesen Text oft gern anderen mitteilen - zum Beispiel für die Fehlersuche. Dabei ist es dann ein bisschen unhandlich, immer einen Screenshot von der Dialogbox zu machen und das ganze als Bild zu versenden.

Das muss aber auch nicht sein: Mit der Tastenkombination "Ctrl+C" kann man nämlich den Text der Nachricht in die Zwischenablage kopieren - und von dort zum Beispiel einfach in einer Mail einfügen.


Multiple Monitore ausrichten


Windows untersützt von Haus aus den Betrieb von multiplen Monitoren gleichzeitig. Für jeden Monitorausgang den Windows findet, erhalten Sie in den "Display Properties" ein eigenes Monitorsymbol. Bei mir sieht das so aus:

displayprop.gif

Jeder Monitor bekommt ein eigenes blaues Rechteck. Jedes Rechteck hat eine Position und eine Größe - und kann verschoben werden.

Der Windows-Desktop erstreckt sich über alle Monitore, es stellt sich aber die Frage: Wo ist der linke Rand des Desktops, und wo ist der rechte? Das können Sie mit der Position der blauen Rechtecke festlegen - Wenn also der rechte Teil Ihrer Fenster auf dem linken Monitor erscheinen, und der linke Teil auf dem rechten, dann können Sie das ändern, indem Sie die Monitorsymbole hier in die richtige Reihenfolge schieben.

Nun mal angenommen das der eine Monitor eine andere Auflösung hat als der andere: Schliessen die beiden dann "oben" oder "unten" aneinander an? Auch das geht mit diesem Dialog. Im Bild können Sie sehen, das Monitor 2 und 1 oben angeglichen sind: Wenn ein Fenster aus Monitor 1 auf Monitor 2 geschoben wird, dann erscheint das Fenster auch auf Monitor 1 "oben". (Als Nebeneffekt kann man dann die Maus auf Monitor 1 "unten" nicht in Richtung Monitor 2 schieben: Windows lässt die Maus nur an Stellen "raus", wo auch ein Monitorbild zu sehen ist.)

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn Sie mehrere Monitore mit unterschiedlichen Auflösungen betreiben, dann sollten Sie diesen Dialog verwenden um die Geräte richtig auszurichten.


Bessere Kommunikation im Statiker-Büro


Auch im Bauingenieurs-Alltag muss kommuniziert werden: Es gibt gemeinsame Dokumente zu verwalten, Themen zu diskutieren und Termine zu synchronisieren. Dafür kann man sich teuer Tools anschaffen, die eine passende Infrastruktur fürs Büro bieten, oder aber man verwendet eine Komponente die vermutlich sowieso schon vorliegt. Zumindest denn, wenn man mindestens einen aktuellen Windows Server im Büro verwendet: Die Sharepoint Services. Bei Microsofts Technet ist jetzt ein kurzer Artikel von mir zu diesem Thema erschienen: Teamarbeit mit SharePoint Services

Warum klebt die Taskleiste plötzlich links am Rand ?


Diese und eine ähnliche Frage habe ich schon häufiger gestellt bekommen -die andere lautet: Woran liegt das, das meine Taskleiste plötzlich doppelt so hoch ist wie früher?

Und die Antwort ist relativ einfach: Die Taskleiste ist nicht fest am unteren Bildschirmrand angeklebt. Man kann auf einen freien Bereich klicken, und das Ding dann an einen beliebigen Monitor-Rand schieben. Da dockt es dann an. Und ebenso ist die Größe nicht fest: Wenn man mit der Maus über den Rand der Leiste fährt, der in Richtung Mitte des Bildschirms zeigt, dann verändert der sich. Man kann dann klicken und den Rand bei gedrückter Maustaste ziehen: Dadurch wird die Leiste größer.

Beides geht allerdings nur dann, wenn die Option 'Taskleiste fixieren' nicht eingeschaltet ist. Ist sie das, dann kann die Leiste nicht verrutschen, und auch nicht größer werden. Ist die Leiste also verrutscht oder zu groß: Position und Größe korrigieren, und dann 'Taskleiste fixieren' einschalten.

Die Optionen finden Sie, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Taskleiste klicken.


Remote Desktop, Virtual PC und keine Fotomontage


Ich habe eine neue Workstation: Ein DualCore AMD x64 System, mit 64bit Windows XP Pro drauf. Es klappt auch alles wunderbar. Die einzige Software die nicht zu installieren war ist Virtual PC 2004 - 64bit Support soll es wohl erst am Virtual Server 2005 geben. Ich benötige aber den virtual PC, den der Rechner mit dem die Installationsprogramme für unsere Statiksoftware hergestellt werden, ist eine virtuelle Maschine die im Virtual PC 2004 läuft.

Was liegt also näher, als per Terminal Services (Remote Desktop) von meinem eigentlichen System aus eine Verbindung zum alten System herzustellen, und in diesem dann den Virtual PC anzuwerfen in dem dann seinerseits eine Kopie von XP betrieben wird. Das ganze sieht dann so aus:

DSCN0991.JPG

Drei Windows XPs - allesamt mit Start-Button und allem drum und dram machen die Sache aber nicht wirklich übersichtlich.


ISO Images unter Windows mounten


Kommt bei mir öfter mal vor: Ich habe ein ISO-Image einer CD und will da kurz eine Datei rausholen - das brennen einer CD anhand des Images ist mir aber zu umständlich.

Muss man auch nicht: Man kann ein ISO-Abbild einfach als Laufwerk mounten und dann so darauf zugreifen, als wäre das ISO-Image ein Laufwerk. Dazu braucht man das kostenlose 'Virtual CD Control Panel'.


Software-Tipp für Vielreisende


Wer viel auf der Welt unterwegs ist und seinen Laptop dabei hat - oder auch, jeder mit Bekannten auf der ganzen Welt - wird dieses kleine Programm sehr hilfreich finden: Microsoft Time Zone. Läuft in der Taskleiste und zeigt auf Wunsch die aktuelle Uhrzeit an beliebigen Orten an. Kostenloser Donwload hier.