Thomas Wölfers Baustatik-Blog

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Das eigene Tragwerk als Bildschirmschoner


Wenn Sie unsere Programme vom CD-Image oder einer echten CD installieren, dann bekommen Sie nicht nur die Baustatik-Software sondern auch ein paar Tools und ein paar Gimmicks. Eines dieser Gimmicks das relativ unbekannt ist, ist der Bildschirmschoner.

Das interessante an diesem Bildschirmschoner ist die Tatsache, das der nicht irgendein D.I.E. Logo am Bildschirm anzeigt, sondern Ihre eigenen Tragwerke in 3D anzeigen kann. Das geht ganz einfach, und zwar so:

Zunächst starten Sie das Programm XRST (das 3D Tragwerksprogramm). Im Programm laden Sie dann einfach eine Ihrer Strukturen, ganz egal welche. Dann gehen Sie ins Menü Ansicht und wählen den Befehl 3D mit Rendering. Das öffnet die 3D-Ansicht mit Ihrer Struktur.

In das 3D-Fenster klicken Sie dann mit der rechten Maustaste und wählen den Befehl 'Daten exportieren'. Das öffnet einen weiteren Dialog, und da klicken Sie auf den Button Datei für den DIE Screensaver erzeugen.

Daraufhin werden Sie nach einem Dateinamen gefragt. Das ist der Name der Datendatei für den Bildschirmschoner. Ist die Datei gespeichert sind Sie im Tragwerksprogramm fertig.

Sie gehen dann in den Windows-Dialog zur Einstellung des Bildschirmschoners. Der D.I.E. Schoner hat den Namen DIEharderSaver. (Der Name kommt daher, das der Bildschirmschoner zu einer Zeit gebaut wurde, als gerade Die Harder mit Bruce Willis im Kino lief. :-) )

Wenn Sie den ausgewählt haben, dann können Sie mit dem Button Einstellungen die zuvor erzeugte Datei auswählen, und auch noch ein paar andere Parameter einstellen.


Infobereich anpassen


Eine Sache die mir immer wieder auf fremden XP-Rechnern auffällt: Der Info-Bereich ist mit allen möglichen Icons zugemüllt. Das liegt daran, das praktisch jedermann da was eintragen will. Steuerung für den Display-Treiber, Interface fürs DVD-Laufwerk, Control für die Wärmeflaschenabfüllung: Alles und jedes Programm will da ein Icon haben.

Warum auch immer.

Das kann man aber steuern, und Icons die nerven ausblenden. Dazu klickt man einfach mit der rechten Maustaste auf den Infobereich (Tray) und wählt den Befehl 'Infobereich anpassen'.

Das öffnet einen Dialog auf dem man für jedes Programm festlegen kann, ob das zugehörige Icon angezeigt werden soll - oder nicht.

Ende der Wärmeflaschenabfüllsteuerung.


Neue Longhorn-Version


Es gibt ein neues Build von Longhorn, der nächsten Version von Windows. Longhorn wird erst im Jahre 2006 erwartet, die verfügbare Version ist also noch eine sehr frühe Variante - es kann ja aber trotzdem nicht schaden, sich das mal anzusehen. Was ich auch am Wochenende vor hatte, aber dummerweise scheine ich nicht der einzige zu sein, der die 2.6 GB gerade runterlädt: Mit der aktuellen Download-Geschwindigkeit von etwa 20 KB/s wird es wohl noch bis Montag dauern, bis ich die Sache ausprobieren kann.

Das SDK ist übrigens hier.


Halfen-Deha, Setup und die Dateierweiterung HTA


Von Halfen-Deha gibt es nicht nur Produkte die man anfassen kann, sondern auch Software. Im Wesentlichen sind das Bemessungsprogramme, die auf die einzelnen Produkte von Halfen-Deha spezialisiert sind. Zu den Halfen-Deha Produkten gehören auch die Halfenschienen HTA. Und die zugehörige Software macht ein Probleme.

Das Programm registriert nämlich für sich die Dateierweiterung .hta. Das ist aber die gleiche Erweiterung, wie sie von Windows für Hypertext Applications (Hypertext-Anwendungen) verwendet wird. Eine HTA-Anwendung ist im Wesentlichen ein Programm das sich aus HTML und JavaScript zusammensetzt und ein Web-Browser ähnliches Interface hat. (HTA Anwendungen werden in einem besonderen Browser-Fenster ausgeführt.)

HTA-Anwendungen gibt es eine ganze Menge, eine davon ist der neu CD-Browser der beim installieren von unseren Baustatik-Programmen gestartet wird. Legt man die CD ein oder klickt man auf das Programm 'start' auf der CD, dann sollte eben eigentlich dieser Browser gestartet werden. Damit kann dann der Inhalt der Statik-CD angesehen werden und die Statik-Programme können installiert werden.

Es sei denn, man hat das HTA-Programm von Halfen installiert.

In diesem Fall wird nämlich nicht unser HTA-Programm gestartet, sondern das Bemessungsprogramm von Halfen - denn das hat dann die Dateierweiterung .hta vom System übernommen und denkt, es müsse nun unsere Setup-Datei lesen. Was natürlich nicht klappt.

Wir sind wohl nicht die einzigen die deswegen schon mit Halfen kommuniziert haben und Herr Kickstein - der Programmierer des Programms - sagte man werde dieses Problem möglichst noch in der nächsten Version der HTA-Software beheben.

Bis dahin gibt es folgende Möglichkeiten zum installieren unserer Software:

  • Statt das Programm start.hta von der CD zu verwenden, starten Sie setup.exe von der CD: Das installiert die Programme ebenfalls.
  • Oder, Sie geben die Dateierweiterung für HTA-Dateien wieder dem Programm, das sie eigentlich haben sollte. Das geht so:
  1. Im Explorer klicken Sie im Menü auf 'Extras -> Ordneroptionen'
  2. Im dann angezeigten Dialog gehen Sie auf 'Dateitypen'
  3. In der Liste der Dateitypen suchen Sie HTA (dazu können sie in die Liste klicken und dann einfach 'hta' tippen)
  4. Ist HTA markiert, klicken Sie auf den Button 'Aender'. Der öffnet wieder einen Dialog.
  5. Dort finden Sie eine Liste mit einem Ast der unter anderem auch 'Empfohlene Programme' enthält.
  6. Dort wählen Sie 'Microsoft HTML Application Host' aus, klicken OK, und schließen alle Dialoge wieder.

Danach können Sie auch unsere 'start.hta' zur Installation der Programme, und alle anderen Windows-HTA Anwendungen wieder normale ausführen.


Mehr Platz auf der Platte


Wenn Sie Windows 2000, 2003 oder XP benutzen, dann sollten Sie einmal einen Blick in den folgenden Ordner werfen:

\Dokumente und Einstellungen\NameIhresAccounts\Lokale Einstellungen\Temp

'NameIhresAccounts' ist dabei einfach der Name mit dem Sie sich am System anmelden. Alle Dateien die sich in diesem Ordner befinden können Sie löschen, denn es handelt sich nur um 'temporäre' Dateien.

Sowas wurde früher einmal von sauber programmierten Programmen wieder entfernt. Daher das Attribut 'temporär'. Heute scheint sowas irgendwie niemand mehr zu machen - bei mir sammeln sich in diesem Ordner regelmäßig einige hundert Megabyte an Daten an.

Wie viele Daten das bei Ihnen sind bekommen Sie so raus: Rechter Mausklick auf den 'temp' Ordner -> Eigenschaften.

Wie gesagt: Einfach löschen und Platz haben. :-)


Windows XP umsonst...


Chris Sells (von Microsoft) meint, man sollte einfach allen Anwendern von Windows 9.x ein kostenloses Update auf Windows XP SP2 spendieren.

Andererseits: Wer jetzt noch nicht von 9.x auf XP (oder 2003) umgestiegen ist, der wird das wohl auch mit einer kostenlosen CD nicht tun.

Ist aber trotzdem ein netter Gedanke. :-)

Gibt es noch neue Features für einen VW Golf von 1995? Praktisch jede Software die heutzutage erscheint unterstützt noch Windows 95. Außnahme: Managed .Net Code, denn .Net unterstützt nur noch Windows 98.


Probleme mit dem Download der Software


Sie können die Updates unserer Statikprogramme und auch die Studentenversionen ja einfach von unserem Webserver herunterladen. Nun hatte ich heute eine Nachfrage deswegen, die ich schon häufiger gehört habe - und die ich hier kurz weitergeben will.

Der Kunde wollte die Programme runterladen, und ging also in den Download-Bereich. Das klappte auch wunderbar. Wenn er aber auf eines der Downloads klickte bekam der die Meldung 'Server nicht gefunden'.

Das irritiert in sofern, als man sich ja bereits auf dem Server befinden muss um den Download-Link anzuklicken. Die Downloads befinden sich nämlich auf dem gleichen Rechner wie die Website.

Es wollte aber einfach nicht gehen. Nach einigem hin- und her wurde der Schuldige dann gefunden: Der Kunde setzte die kostenlose Personal Firewall von Sygate ein.

Nun sind Firewalls eigentlich dafür da einen vor Angriffen von außen zu schützen - und nicht dazu, einen am runterladen von Dateien zu hindern. Sygate sieht das aber offenbar anders: Nach dem kurzzeitigen abschalten der Firewall klappte der Download genau so, wie erwartet.

Es kann aber kaum der Sinn der Sache sein das Ding jedesmal ausschalten zu müssen, wenn man eine Datei runterladen will. Mein Vorschlag wäre die Suche nach einer Alternative.... (Die in Windows XP eingebaute Firewall ist übrigens ganz brauchbar - als Desktop-Firewall reicht die sicherlich aus.)


Internet Explorer zeigt immer deutsche Seiten an. Warum?


Fehlermeldungen am Rechner sind meist in englischer Sprache - zumindest die Fehlermeldungen die hartnäckig immer wieder auftauchen und deren Ursachen schwer zu finden sind. Startet man mit der Fehlermeldung eine Google-Suche, dann liefert die sehr oft einen Link zu einem Knowledge Base - Artikel bei Microsoft. Schon auf Google kann man sehen das es sich dabei auch um einen englischen Text handelt.

Den will man dann lesen, klickt auf den Link - und bekommt eine deutsche Webseite. Mit deutschem Inhalt. Bei dem man dann erst einmal alles zurück-übersetzen muss, um den richtigen Kontext zu haben. Aergerlich.

Und ganz gleich was man versucht um den englischen KB-Text zu bekommen: Nichts hilft. Man landet immer auf der deutschen Seite. Sowas kann einem nicht nur bei Microsoft passieren, sondern bei praktisch jedem großen Hersteller der mehrsprachige Web-Angebote hat.

Es stellen sich also zwei Fragen:

  • Woher zum Henker wissen die das man aus Deutschland stammt oder zumindest deutsch spricht und
  • Wie kommt man nur an die englischen Original-Texte die man gern hätte dran?

Die Lösung ist verblüffend einfach: Man teilt der Webseite selbst mit, das man deutsch spricht, deutschen Inhalt bevorzugt, und darum liefert die einem auch die deutsche Übersetzung statt des englischen Originals. Wenn man dem Webserver nicht länger sagt das man was deutsches will - dann bekommt man auch nichts deutsches.

Im Internet-Explorer stellt man das unter 'Extras -> Internetoptionen' ein. Der Befehl öffnet einen Dialog mit mehreren Reitern, man braucht den Reiter 'Allgemeines'. Da findet sich unten eine Reihe mit Buttons, und einer davon ist mit 'Sprachen...' beschriftet.

Dieser Button öffnet einen Dialog auf dem man die bevorzugten Sprachen einstellen kann. Vorn Haus aus steht da drin 'Deutsch (Deutschland)[de]' - und darum bekommt man auch die Seiten, die man gar nicht will. Wenn man in diesem Dialog noch Englisch (USA) [en-us]' einträgt und diesen Eintrag an die erste Position in der Liste stellt, dann kann man auch die richtigen KB-Artikel lesen.


Windows, Timeserver und Work&Cash


Aus den Referrer-Logs meines Blogs kann ich ersehen das viele Personen dieses Blog besuchen weil sie offenbar ein Problem mit einem Timeserver unter Windows haben.

Der Timeserver um den es hier aber geht ist kein NTP Timeserver, sondern der Zeitserver den wir bei unseren Statikprogrammen im Work&Cash Verfahren zur Abrechnung verwenden.

Trotzdem ist das Thema NTP Zeitserver eigentlich ganz interessant: Hier darum ein kurzer Exkurs zum Thema NTP und synchronisierte Uhrzeiten bei Windows (XP und 2003).

Wenn man einen Rechner betreibt, dann ist es schön wenn dieser Rechner immer die richtige Uhrzeit kennt. Das wird dann besonders wichtig wenn man mehrere Rechner in einem LAN unterhält.

Genau dafür gibt es das Network Time Protocol (NTP). Dabei gibt es einen Zeitserver der (hoffentlich) die richtige Uhrzeit kennt und Clients die ihre Uhrzeit mit diesem Server synchronisieren.

Wenn die eigenen Rechner in einer Domäne untergebracht sind, dann synchronisieren diese Rechner ihre Zeit vermutlich mit dem Domänen-Server. Dazu hat der Windows 2003 Server beispielsweise eine Timeserver-Software. Der Domänen-Server seinerseits synchronisiert seine Zeit dann mit einem Rechner von dem bekannt ist, das er die richtige Uhrzeit kennt.

Hat man nur einen einzelnen Rechner oder keinen Domänen-Server kann man seine Uhrzeit aber natürlich auch synchronisieren. Damit die Sache bei einem Client aber überhaupt geht, muss man den Zeitgeber Dienst starten. Das kann man zum Beispiel über das Applet 'Dienste' aus der Systemsteuerung tun, oder man verwendet den folgenden Befehl auf der Kommandozeile: net start w32time

Dann kann man überprüfen mit welchem Rechner die eigene Uhrzeit synchronisiert wird. Das geht mit dem Kommando: net time /querysntp

Dabei wird dann bei Ihnen in den meisten Fällen rauskommen, das die eigenen Zeit mit einem Timeserver von Microsoft synchronisiert wird: time.microsoft.com

Man kann aber natürlich auch andere Zeitserver einstellen. Das mit dem Befehl net /setsntp:Server1,Server2

Stellt sich die Frage woher man nun die Zeitserver nimmt. Das ist aber eigentlich ganz einfach: Man verwendet die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zur Verfügung gestellt Atomzeit. Die sollte eigentlich genau genug sein. Die PTB stellt zwei Server zur Verfügung: ptbtime1.ptb.de und ptbtime2.ptb.de.

Die PTB hat dankbarerweise auch einige technischen Hinweise veröffentlicht. Die finden Sie hier.

Der Windows Zeitgeberdienst gibt übrigens auch ein paar Informationen aus - zum Beispiel wenn er die Uhrzeit synchronisiert hat. Diese Informationen finden Sie in Form von Einträgen im Bereich 'System' der Ereignisanzeige.


Windows 95 stirbt - Longhorn kommt - .NET bleibt


Der D.I.E. Webserver ist immer wieder eine Quelle hilfreicher Daten. Aufgrund der der protokollierten Seitenzugriffe kann man nicht nur die verwendeten Browser, sondern auch die vom Benutzer verwendeten Betriebssystem ablesen. Und da gibt es ein paar interessante Daten: Im zuletzt gemessenen Zeitraum sind neben Robots und diversen Unixen die folgenden Mengen an Abrufen von Windows-Clients erfolgt (gerundet):

90.000 Windows XP
27.000 Windows 2000
15.000 Windows 98
 6.500 Windows NT
 3.500 Windows ME
 1.300 Windows 95
    18 Windows 3.1
     6 Windows CE

9 Jahre nach der Veröffentlichung des bahnbrechenden Windows 95 ist das System also praktisch nicht mehr in Benutzung; das etwa zwei Jahre alte Windows XP wird mehr verwendet als alle anderen Windows zusammen. Leider habe ich keine Daten um herauszufinden wie viele Prozent davon die Professional-Edition sind - ich hoffe mal so gut wie alle.

Der Sprung von Windows 3.x zu Windows 95 war ja ein dramatischer: Windows wurde ein richtiges Betriebssystem und hatte plötzlich einen Adressraum von 4 GB. Seitdem sind die Aenderungen an Windows eher inkrementeller Natur gewesen: Zar hat sich von Version zu Version immer mehr getan - und Windows XP ist weitaus leistungsfähiger als Windows 95 das war: Große Sprünge fanden aber nicht statt.

Es steht aber einer an: 2006 (ich weiss, das ist noch lang hin - aber nicht das hinterher wieder einer sagt ich hätte nicht früh genug bescheid gegeben) kommt das nächst große Release raus, das momentan unter dem Namen Longhorn gehandelt wird. Es gibt bereits jetzt eine ganze Menge an Informationen zu Longhorn - natürlich hautpsächlich für Entwickler: Irgendwer muss die ganze Software ja schließlich schreiben... Das tun auch wir hier - und zwar schon heute. Denn Longhorn ist in erster Linie ein Managed-Code Betriebssystem - und basiert auf .NET. Und das ist genau die Platform für die wir momentan entwickeln. Allerdings nicht Longhorn spezifisch, sondern für die .NET Bibliothek die es auch für ältere Windows-Versionen gibt.

Wenn Sie schon heute einen Blich auf Longhorn werfen wollen, dann empfehle ich das Longhorn Developer Center.